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TSG Hoffenheim

TSG Hoffenheim

0
:
1

Halbzeitstand
0:0
Bayer 04 Leverkusen

Bayer 04 Leverkusen


TSG HOFFENHEIM
BAYER 04 LEVERKUSEN
15.
30.
45.









60.
75.
90.











Bayer bleibt der Angstgegner der Kraichgauer

Ausgepfiffener Kießling rächt sich umgehend

In einer rassigen und umkämpften Partie siegte Leverkusen in Hoffenheim hochverdient mit 1:0. Bayer dominierte den ersten Durchgang klar, konnte sein Chancenplus aber nicht in die Führung ummünzen. Nach Wiederanpfiff hielt 1899, das offensiv vieles schuldig blieb, besser dagegen. Das gefährlichere Team aber blieb die Werkself, die in der Schlussphase den Lohn für ihren Powerfußball einfuhr.

Sebastian Rudy vs. Stefan Kiessling
Sebastian Rudy im Duell mit Siegtorschütze Stefan Kießling, der sich im Tiefflug befindet.
© Getty ImagesZoomansicht

TSG-Trainer Markus Gisdol musste nach dem 3:2-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt auf Süle verzichten, für den die Saison nach Kreuzbandriss vorzeitig zu Ende ist. Für den Innenverteidiger sowie Polanski und Modeste rückten Strobl, Rudy und Szalai in die Anfangsformation.

Leverkusens Trainer Roger Schmidt veränderte seine Startelf gegenüber dem 1:1-Unentschieden zu Hause gegen Borussia Mönchengladbach zweimal: Für Jedvaj und Wendell verteidigten Hilbert und Boenisch hinten auf den Außen. Calhanoglu wurde nach grippalem Infekt rechtzeitig fit.

Im Kraichgau entwickelte sich vom Anpfiff weg eine wilde Hatz. Bayer attackierte früh und doppelte den ballführenden Akteur, 1899 suchte sein Heil im sofortigen Umschaltspiel. Die Intensität war sehr hoch, mit großem Engagement bestritten die Akteure die Zweikämpfe und zogen das Tempo hüben wie drüben an, wann immer es sich anbot.

Große Präzision war bei Pressing und sofortigem Gegenpressing nicht immer möglich. Torgelegenheiten? Zwei für Hoffenheim in der Anfangsphase: Nach Topraks bösem Fehlpass scheiterte Firmino an Leno (7.), der wenig später auch Vollands Fernschuss entschärfte (8.).

Bayer drängte 1899 in der Folge zurück, erarbeitete sich in einer knisternden Auseinandersetzung nach gut zehn Minuten Vorteile, im weiteren Verlauf ein klares Chancenplus: Kießling, wegen seines Phantomtors in der vergangenen Saison immer wieder ausgepfiffen, scheiterte an Baumann (15.) und schoss Zentimeter daneben (23.). Hoffenheims Keeper lenkte Calhanoglus schlitzohrige Ecke über den Balken (25.) und hatte Glück, dass Sons Schrägschuss knapp links vorbeiflog (30.).

Dies war die letzte vielversprechende Torannäherung vor dem Kabinengang. Die Rivalen neutralisierten sich in der Endphase des ersten Abschnitts vornehmlich im Mittelfeld. Die Kraichgauer, deren Konter schon meist vor dem letzten Drittel verpufft waren, hielten die Werkself nun fern vom eigenen Strafraum, hatten selbst mit einer Passquote von 54 Prozent aber offensiv noch Luft nach oben. Mit einer Nullnummer der ganz starken Art ging es in die Pause.

Leverkusen eröffnete Durchgang zwei mit toller Kombination und einer Großchance von Castro, der vom rechten Fünfereck an Baumann scheiterte (48.). Große Aufregung dann auf der Gegenseite: Volland flankte butterweich von halbrechts, Szalai köpfte aus fünf Metern, Toprak klärte wohl noch auf der Linie. Referee Siebert entschied auf Weiterspielen - nächste Saison erfolgt die Klärung derartiger Szenen per Torlinientechnologie (50.).

Hoffenheim hielt nun besser dagegen, die Teams begegneten sich auf Augenhöhe. Verbissen war nach wie vor die Zweikampfführung, das Tempo nicht mehr so hoch wie noch vor der Pause. Auch, weil viele Unterbrechungen nun die Szenerie beherrschten. Die Gastgeber blieben offensiv ohne große Aktion, die Werkself strahlte mehr Gefahr aus (Toprak, 62., Kießling, 67.).

Der Kräfteverschleiß machte sich nun immer mehr bemerkbar. Zwar lieferte Firmino einen Arbeitsnachweis, so richtig brenzlig wurde es für Leno aber nicht (72.). Auf der Gegenseite scheiterte Calhanoglu bei seiner letzten Aktion per direktem Freistoß an der Abwehrmauer (75.) - Brandt kam.

Kießlings Geistesblitz und Präsenz

Leverkusen hatte zwar fast nichts mehr im Tank, aber der Wille, die Gier nach dem Sieg war spürbar bei den Schmidt-Schützlingen. Kießlings Geistesblitz verpuffte noch, als nach seinem Traumpass Bellarabi an Baumann scheiterte und Kim dem einschussbereiten Son den Ball vom Fuß spitzelte (78.). Eine Minute später aber war es soweit - nach toller Kombination führte Bayer: Son per Absatzkick auf Castro, der rechts raus zu Brandt, dessen scharfen Querpass an Baumann vorbei Kießling im Fünfer über die Linie drückte - 0:1.

In der Schlussphase warf 1899 mit dem Mute der Verzweiflung alles nach vorne. Szalai scheiterte an Leno (83.), Volland verzog (90.+2), Sieberts Pfeife blieb stumm, als Son der Ball beim Kopfballversuch im eigenen Strafraum an die Hand sprang (90.+2). Auf der Gegenseite verpassten es Son (88.) und Brandt (90.+3) zu erhöhen. Egal, es reichte auch so zum verdienten Dreier für Bayer.

Die TSG gastiert am letzten Spieltag des Fußballjahres 2014 am Sonntag (15.30 Uhr) bei Hertha BSC Berlin. Die Werkself spielt bereits einen Tag zuvor (15.30 Uhr) zu Hause gegen Eintracht Frankfurt.

1. Bundesliga, 2014/15, 16. Spieltag
TSG Hoffenheim - Bayer 04 Leverkusen 0:1
TSG Hoffenheim - Bayer 04 Leverkusen 0:1
Gut gelaunt

Der Offensivfußball der Leverkusener macht nicht nur Trainer Roger Schmidt Spaß.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

TSG Hoffenheim
Aufstellung:
Baumann (2) - 
Beck (3)    
Strobl (4)    
Bicakcic (3,5) , 
J.-S. Kim (3,5) - 
Schwegler (3) , 
Rudy (3)    
Volland (2) , 
Elyounoussi (3)    
Szalai (3,5)    

Einwechslungen:
57. Zuber (3) für Elyounoussi
84. Schipplock für Rudy
87. Modeste für Szalai

Trainer:
Gisdol
Bayer 04 Leverkusen
Aufstellung:
Leno (2) - 
Hilbert (3,5)    
Toprak (3,5) , 
Spahic (3) , 
Boenisch (3,5)    
L. Bender (3)        
Castro (2,5)    
Bellarabi (2)    
Calhanoglu (2,5)    
Son (2,5) - 
Kießling (1,5)    

Einwechslungen:
76. Brandt für Calhanoglu
85. Rolfes für Castro
90. + 3 Öztunali für Bellarabi

Trainer:
Schmidt

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Kießling (79., Rechtsschuss, Brandt)
Gelbe Karten
Hoffenheim:
Strobl
(3. Gelbe Karte)
Leverkusen:
L. Bender
(4. Gelbe Karte)
,
Boenisch
(1.)
,
Hilbert
(2.)

Spieldaten

TSG Hoffenheim       Bayer 04 Leverkusen
Tore 0 : 1 Tore
 
Torschüsse 9 : 18 Torschüsse
 
gespielte Pässe 298 : 466 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 173 : 315 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 125 : 151 Fehlpässe
 
Passquote 58% : 68% Passquote
 
Ballbesitz 39% : 61% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 47% : 53% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 16 : 19 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 19 : 15 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 1 Abseits
 
Ecken 1 : 9 Ecken
 
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1.
Jarstein, Rune
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Hitz, Marwin
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FC Augsburg
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Hradecky, Lukas
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Spielinfo

Anstoß:
17.12.2014 20:00 Uhr
Stadion:
Wirsol Rhein-Neckar-Arena, Sinsheim
Zuschauer:
24731
Spielnote:  2,5
rassiges, zweikampfintensives Spiel, phasenweise zerfahren.
Chancenverhältnis:
6:9
Eckenverhältnis:
1:9
Schiedsrichter:
Daniel Siebert (Berlin)   Note 3,5
richtig bei Szalais Kopfball und Topraks Rettungsaktion (50.) nicht auf Tor zu entscheiden, keine Linie bei der Zweikampfbewertung, übersah viele versteckte Fouls.
Spieler des Spiels:
Stefan Kießling
Über die gesamte Spielzeit war Stefan Kießling brandgefährlich, sowohl in der Luft als auch am Boden. Immer anspielbar, entschied das Spiel.

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