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SC Freiburg

SC Freiburg

1
:
4

Halbzeitstand
1:1
VfB Stuttgart

VfB Stuttgart


SC FREIBURG
VFB STUTTGART
15.
30.
45.




60.
75.
90.












Doppelpacker Harnik - Rot für Mitrovic

Stevens-Comebacksieg dank Mitrovics Fehlerfest

Nach Huub Stevens und nach Armin Veh ist wieder Huub Stevens in Stuttgart angesagt. Beim SC Freiburg feierte der Niederländer direkt einen klaren 4:1-Comebackerfolg. Der hatte jedoch zwei Seiten: Auf der einen stand Halbzeit eins, die von den Breisgauern dominiert wurde - auf der anderen Halbzeit zwei, in der der VfB dann das Heft in die Hand nahm und von drei saftigen Fehlern von Mitrovic profitierte.

Huub Stevens
Soll den VfB Stuttgart erneut aus dem Keller befreien: Huub Stevens.
© Getty ImagesZoomansicht

Freiburgs Trainer Christian Streich stellte gegenüber dem 2:2 beim 1. FSV Mainz 05 auf einer Position um: Freis ersetzte Guedé.

Stuttgarts neuer alter Coach Huub Stevens, der den Klub bereits vergangene Spielzeit vom Abstieg bewahrt hatte, reagierte auf das letzte Spiel von Vorgänger Armin Veh, dem 0:1 gegen den FC Augsburg, mit vier Veränderungen: Klein, Gruezo, Sararer und Werner durften für Schwaab, Oriol Romeu, Kostic und Ginczek ran. Außerdem hatte der "Knurrer von Kerkrade" seine Bedingungen im Vorfeld formuliert: "Die Fehlerquote muss geringer werden. Und ich meine nicht nur die in der Defensive, sondern auch die in der Offensive. Wir müssen die Balance zwischen Offensive und Defensive finden."

Sorg mit Dampf - Freis zu ungestüm

SC Freiburg
Erst Chancen vergeben, dann doch noch eine in Durchgang eins genutzt: der SC Freiburg.
© Getty Images

Zu erkennen war zu Beginn aber lediglich, dass die Stuttgarter verunsichert wirkten. Das lag vor allem an der hohen Gangart der Freiburger, die stets mit viel Dampf angriffen. Oft ging es über die rechte Seite - VfB-Linksverteidiger Hlousek schien als Schwachstelle ausgemacht worden zu sein. Und tatsächlich: Einige Male arbeitete sich Sorg über diese Seite nach vorn. Am besten in Minute 13: Sorg tankte sich über rechts in den Strafraum, ließ dabei einige VfB-Spieler stehen und legte in den Rücken ab für Schmid, der aus der Nahdistanz aber keine Lücke fand. Ulreich konnte abwehren. Etwas später folgte dann die beste Chance des bis hierhin dominierenden Sportclubs: Torrejon schloss einfach mal aus der Distanz ab, Ulreich ließ mit seiner Parade geradlinig nach vorne abprallen. Dort rauschte Freis heran, der seinen Direktschuss allerdings übers Gehäuse jagte (24.).

Hoppla: Harnik aus dem Nichts

Martin Harnik (Mitte)
Sein Treffer kam überraschend: Martin Harnik (Mitte).
© Getty ImagesZoomansicht

Der VfB dagegen wartete ab, ließ den Druck über sich ergehen und lauerte. Mit Erfolg, wie sich herausstellte - denn plötzlich führte man: Leitner fand mit seiner Ecke genau im Zentrum Rüdiger, der per Kopf an den zweiten Pfosten verlängerte. Dort hatte sich Harnik weggeschlichen und nickte trocken ein (31.). Wenig später hätte der Österreicher gar das 2:0 nachlegen müssen, als er Torrejon einfach stehen ließ und frei vor Keeper Bürki scheiterte (38.).

In dieser Phase gewannen die Schwaben definitiv mehr Sicherheit, konnten sich aber nicht von einer finalen Angriffsserie der Breisgauer erwehren und dem damit verbundenen 1:1. Darida kam nach Querpass von Höfler aus rund 25 Metern frei zum Abschluss, feuerte mit rechts ab und fand genau die Lücke. Links unten schlug der Ball schließlich ein (42.). Schmid prüfte dann noch Ulreich, ehe direkt im Anschluss Klaus das Leder an die Querlatte jagte (44.). Mit einem insgesamt schmeichelhaften 1:1 für die Stuttgarter ging es in die Katakomben.

Gruezo bestraft die Fahrlässigkeit

Nach einigen Minuten des Mittelfeldgeplänkels schlichen sich zu Beginn der zweiten Hälfte einige fatale Aufbaufehler in der Freiburger Hintermannschaft ein. Während der erste von Gentner und Harnik noch unbestraft blieb (50.), konnte Gruezo den zweiten verwerten: Mitrovic spielte Sararer genau in den Fuß. Der nahm Tempo auf und fand im Zentrum Gentner. Der scheiterte zunächst an einer Parade von Bürki. Doch der Ball prallte daraufhin in den Rückraum, wo Gruezo angerauscht kam und das Leder wuchtig ins Netz nagelte (52.). Wieder ein Rückstand für den Sportclub.

Mitrovics dunkle Minuten

Wie fiel dieses Mal die Antwort aus? Zunächst eher minimal: Mehmedi prüfte Ulreich mit einem zu zentralen Schlenzer (61.), auf der anderen Seite dagegen musste Bürki gegen Leitners Abschluss schon übergreifen (62.). Und dann katastrophal: Wieder beging Mitrovic einen fatalen Aufbaufehler, vertändelte das Leder an Gentner. Anschließend nahm Leitner auf und schickte den komplett freien Werner, der Torwart Bürki eiskalt tunnelte das vorentscheidende 3:1 (68.). Doch damit noch nicht genug - vor allem im Falle Mitrovic: Harnik enteilte über die rechte Seite, zog nach innen und wurde vom Innenverteidiger klar an der Strafraumgrenze zu Fall gebracht. Schiedsrichter Manuel Gräfe blieb keine andere Wahl, als Rot wegen Notbremse zu zeigen (70.). Ein wahrlich dunkler Abend für Mitrovic.

VfB Stuttgart
Fehler eiskalt ausgenutzt: der VfB Stuttgart.
© Getty Images

Und für die Breisgauer, die nach der starken ersten Hälfte noch das 1:4 durch Harnik schlucken mussten. Joker Sakai bediente den Österreicher dabei aus der Zentrale mit einem Direktpass, dort musste letztlich nur noch der Fuß reingehalten werden (76.).

Die Freiburger reisen am nächsten Samstag (15.30 Uhr) zum Aufsteiger nach Paderborn, der VfB Stuttgart empfängt dann zeitgleich und im ersten Stevens-Heimspiel der Saison 2014/15 den FC Schalke 04.

Bundesliga, 2014/15, 13. Spieltag
SC Freiburg - VfB Stuttgart 1:4
SC Freiburg - VfB Stuttgart 1:4
Kühler Empfang

Der alte und neue VfB-Trainer Huub Stevens wird mit einem Banner von den SCF-Fans kühl empfangen.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

SC Freiburg
Aufstellung:
Bürki (3,5) - 
Sorg (3)    
Torrejon (3,5) , 
Mitrovic (6)    
C. Günter (4) - 
Darida (3)    
Höfler (4)    
Klaus (4)    
Schmid (3,5) - 
Freis (5)    
Mehmedi (3)        

Einwechslungen:
53. Kerk (5) für Klaus
72. Schahin für Freis
84. Frantz für Mehmedi

Trainer:
Streich
VfB Stuttgart
Aufstellung:
Ulreich (4) - 
Klein (3,5) , 
Baumgartl (3) , 
Rüdiger (3) , 
Hlousek (4) - 
Gruezo (3)            
Leitner (3,5)    
Sararer (3,5)    
Gentner (3)    
Ti. Werner (3,5)    
Harnik (1,5)        

Einwechslungen:
66. Rausch für Sararer
75. G. Sakai für Leitner
90. Ginczek für Gruezo

Trainer:
Stevens

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Harnik (31., Kopfball, Rüdiger)
1:1
Darida (42., Rechtsschuss, C. Günter)
1:2
Gruezo (52., Rechtsschuss, Gentner)
1:3
Ti. Werner (68., Rechtsschuss, Leitner)
1:4
Harnik (76., Rechtsschuss, G. Sakai)
Rote Karten
Freiburg:
Mitrovic
(70., Notbremse, Harnik)
Stuttgart:
-
Gelbe Karten
Freiburg:
Mehmedi
(1. Gelbe Karte)
,
Höfler
(1.)
Stuttgart:
Gruezo
(1. Gelbe Karte)

Spieldaten

SC Freiburg       VfB Stuttgart
Tore 1 : 4 Tore
 
Torschüsse 16 : 18 Torschüsse
 
gespielte Pässe 539 : 378 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 459 : 304 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 80 : 74 Fehlpässe
 
Passquote 85% : 80% Passquote
 
Ballbesitz 58% : 42% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 47% : 53% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 12 : 13 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 13 : 12 Gefoult worden
 
Abseits 0 : 3 Abseits
 
Ecken 9 : 7 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
28.11.2014 20:30 Uhr
Stadion:
Schwarzwald-Stadion, Freiburg
Zuschauer:
24000 (ausverkauft)
Spielnote:  3
unterhaltsam, viele Strafraumszenen, nach dem 1:3 fehlte aber die Spannung.
Chancenverhältnis:
6:10
Eckenverhältnis:
9:7
Schiedsrichter:
Manuel Gräfe (Berlin)   Note 2
souveräne Leistung, kaum Fehler, korrekter Platzverweis.
Spieler des Spiels:
Martin Harnik
Als umtriebiger Aktivposten in der Offensive gefiel Martin Harnik nicht nur wegen seiner zwei Tore. Holte zudem die Rote Karte gegen Mitrovic heraus.

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