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Werder Bremen

Werder Bremen

4
:
0

Halbzeitstand
1:0
SC Paderborn 07

SC Paderborn 07


WERDER BREMEN
SC PADERBORN 07
15.
30.
45.



60.
75.
90.











Werder watscht Paderborn an der Weser ab

Junuzovic heißt Bremens Bannbrecher

Der SV Werder Bremen hat durch einen überzeugenden 4:0-Heimsieg gegen den SC Paderborn einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf gelandet. Die Hanseaten verdienten sich im ersten Durchgang die Führung durch ein Chancenplus und Junuzovics herrlichen Freistoß. Nach Wiederbeginn ebnete ein Doppelschlag dem SVW den Weg, um danach wie befreit nach vorne zu stürmen.

Bremer Kollektivjubel
Zlatko Junuzovics Traumfreistoß ließ den SV Werder im heimischen Weserstadion jubeln.
© picture allianceZoomansicht

Das 0:2 im Nordderby beim HSV war die erste Bremer Niederlage unter Viktor Skripnik. Um wieder umgehend in die Erfolgsspur zu finden, tauschte der Werder-Coach viermal Personal: Der zuletzt angeschlagene Prödl, der zugleich die Spielführerbinde übernahm, kehrte anstelle von Lukimya ins Abwehrzentrum zurück. Debütant Sternberg verteidigte links statt Garcia (5. Gelbe Karte). Aycicek war zum ersten Mal in dieser Saison von Beginn an mit dabei. Er vertrat im Mittelfeld mit Fritz Bremens etatmäßigen Kapitän (Gelb-Rot-Sperre). Selke stürmte anstelle von Petersen.Paderborns Trainer André Breitenreiter beorderte im Vergleich zum 2:2-Achtungserfolg gegen Dortmund drei Neue in die Startformation: Heinloth rutschte für den grippekranken Hünemeier ins Team. Ziegler und Kachunga kamen anstelle von Rupp und Ouali zum Zug.

Auf eigenem Platz zeigte sich der SV Werder vom Anpfiff weg engagiert in der Vorwärtsbewegung. Keine zwei Minuten blinkten im Weserstadion als Spielzeit von der Anzeigetafel, als das Leder prompt im Netz zappelte: Felix Kroos verlängerte die Kugel mit dem Kopf zu Selke, der sich im Strafraum-Kuddelmuddel glücklich und ballgewandt behauptete und das Spielgerät ins Tor löffelte. Der Werder-Youngster war zuvor jedoch im Abseits gestanden, worauf das Schiedsrichtergespann um Knut Kircher zu Recht entschied.

Die Bremer brachten in der Anfangsphase die klareren Angriffsaktionen auf den Rasen. Besonders der agile Selke sorgte immer wieder für Alarm im Gästestrafraum. In der siebten Minute tauchte der U-21-Europameister halblinks vor Kruse auf und beförderte die Kugel am SCP-Keeper vorbei. Der Ex-Werderaner Hartherz klärte allerdings vor der Linie und war auch beim Nachschuss zur Stelle. Doch nur drei Minuten später durften die Heimfans befreit jubeln: Junuzovic lief 30 Meter vor dem Kasten in zentraler Position zum Freistoß an und schnippelt den Ball mit enormen Effet sehenswert ins linke Kreuzeck - Traumtor!

In einem intensiven Kräftemessen bemühten sich die Paderborner im Anschluss um eine Antwort. Aus Vrancics gewieftem Hackenpass resultierte aber keine Torgefahr (14.). Trotz verstärkter Angriffsanstrengungen der Gäste hatten weitere Höhepunkte an der Weser fortan Seltenheitswert. Die Skripnik-Schützlinge setzten nach Balleroberung weiterhin auf schnelles Umschaltspiel. In der 22. Minute hätten die Bremer nach diesem Strickmuster beinahe erhöht: Bartels brachte das Leder überlegt zu Selke, der den Ball dynamisch mitnahm, im Eins-gegen-Eins aber am reaktionsschnellen Kruse scheiterte. Und Werder machte weiter: Nach einer Junuzovic-Ecke stieg Prödl am höchsten. Weder Selke noch der aufgerückte Galvez konnten das Spielgerät anschließend ins Netz stochern (24.).

Prödl: Vorne und hinten im Einsatz

Doch die Ostwestfalen mischten nun immer munterer mit: Kurz zuvor noch vorne mit dabei, war Prödl in der 24. Minute auch im eigenen Sechzehner gefordert, irritierte Kachunga, der nach einer Koc-Hereingabe am zweiten Pfosten einen Schritt zu spät kam, im entscheidenden Moment. Durch Vrancic, Bakalorz und Ziegler verbuchte der Liga-Neuling vor der Pause weitere Torannäherungen (38., 39., 44.), aber nicht den Ausgleich.

Im zweiten Durchgang erwischte der SV Werder einen Start nach Maß. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff hieß es statt 1:0 auf einmal 3:0. Die Erklärung: In der 48. Minute brachte Standardspezialist Junuzovic den Ball an den ersten Pfosten, wo ihn der aufgerückte Prödl verpasste. Die Kugel klatschte an den linken Pfosten und von dort zu Selke, der mit dem Kopf ohne Probleme abstaubte. Kurz darauf kam es für Paderborn noch dicker: Kruses schwacher Klärungsversuch landete unmittelbar bei Bartels, der kurzentschlossen abzog und ins verwaiste Tor traf (50.).

Bremens Doppelschlag sorgte für kurzzeitige Auflösungserscheinungen bei der Breitenreiter-Truppe: Aycicek setzte sich in der 52. Minute energisch in Szene, den Ball aber knapp am Gästegehäuse vorbei. Und auch sieben Minuten später hätte es fast geklingelt: Kruse entschärfte einen kernigen Sternberg-Schuss reaktionsschnell (59.). Hinten zwischenzeitlich orientierungslos, probierte es der SCP, der sich im Anschluss wieder fing, vorne. Stoppelkamp zielte rechts vorbei, Bakalorz prüfte Werder-Schlussmann Wolf mit einem saftigen Schuss (62., 63.).

Auch Aycicek lässt es krachen

Da es der Aufsteiger aber verpasste, auf 1:3 zu stellen, schwand bei den Gästen zusehends die Hoffnung, es wieder eng machen zu können. Bremen hatte derweil Geschmack am Offensivfußball und am Toreschießen gefunden. Nachdem Selke aus spitzem Winkel an Kruse gescheitert war (67.), kamen die furiosen sechs Minuten des Levent Aycicek: Zwei weitere Male war der 20-Jährige bereits einem Treffer nahe (74., 77.), ehe es in der 80. Minute endlich klappte: Von Selke überlegt in Szene gesetzt, hämmerte er die Kugel kurzentschlossen in den linken Knick. Es sollte das krachende Schlusswort in einer Partie sein, die bis zum Abpfiff weitere Chancen, aber keinen weiteren Treffer mehr bot.

Am kommenden Sonntag ist der SV Werder Bremen ab 17.30 Uhr bei Eintracht Frankfurt gefordert. Der SC Paderborn hat bereits tags zuvor ab 15.30 Uhr den SC Freiburg zu Gast.

Bundesliga, 2014/15, 13. Spieltag
Werder Bremen - SC Paderborn 07 4:0
Werder Bremen - SC Paderborn 07 4:0
In den Winkel!

Zlatko Junuzovic hat sein Visier per Freistoß ganz genau eingestellt.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Werder Bremen
Aufstellung:
Wolf (3) - 
Prödl (2,5)        
Galvez (3)        
Sternberg (3,5) - 
F. Kroos (3) - 
Bartels (3)    
Junuzovic (1,5)    
Aycicek (1,5)        
Selke (2,5)    
Hajrovic (5)    

Einwechslungen:
68. Makiadi für Hajrovic
83. M. Eggestein für Aycicek
84. Caldirola für Galvez

Trainer:
Skripnik
SC Paderborn 07
Aufstellung:
L. Kruse (4) - 
Heinloth (5) , 
Strohdiek (5) , 
Rafa Lopez (4) , 
Hartherz (5) - 
Ziegler (5)        
Bakalorz (4,5) , 
Vrancic (4)        
Koc (4,5) , 
Stoppelkamp (5)    
Kachunga (5,5)

Einwechslungen:
46. Kutschke (5,5) für Ziegler
57. Rupp (4,5) für Vrancic
73. Meha für Stoppelkamp

Trainer:
Breitenreiter

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Junuzovic (10., direkter Freistoß, Rechtsschuss)
2:0
Selke (48., Kopfball, Junuzovic)
3:0
Bartels (50., Rechtsschuss)
4:0
Aycicek (80., Rechtsschuss, Selke)
Gelbe Karten
Bremen:
Galvez
(5. Gelbe Karte, gesperrt)
,
Prödl
(2.)
Paderborn:
Ziegler
(2. Gelbe Karte)

Spieldaten

Werder Bremen       SC Paderborn 07
Tore 4 : 0 Tore
 
Torschüsse 24 : 15 Torschüsse
 
gespielte Pässe 419 : 358 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 317 : 240 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 102 : 118 Fehlpässe
 
Passquote 76% : 67% Passquote
 
Ballbesitz 54% : 46% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 45% : 55% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 18 : 18 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 18 : 18 Gefoult worden
 
Abseits 4 : 1 Abseits
 
Ecken 9 : 6 Ecken
 
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1.
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2.
Bürki, Roman
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Borussia Dortmund
10
4x
 
3.
Sommer, Yann
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Bor. Mönchengladbach
11
4x
 
4.
Jarstein, Rune
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Hertha BSC
10
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5.
Bredlow, Fabian
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1. FC Nürnberg
7
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Spielinfo

Anstoß:
29.11.2014 15:30 Uhr
Stadion:
Weser-Stadion, Bremen
Zuschauer:
41800 (ausverkauft)
Spielnote:  3
nach durchschnittlichem Beginn eine sehenswerte zweite Hälfte mit vielen Torszenen und spielerischer Steigerung, vor allem von Werder.
Chancenverhältnis:
14:7
Eckenverhältnis:
9:6
Schiedsrichter:
Knut Kircher (Rottenburg)   Note 4,5
ohne Linie, mal kleinlich, mal großzügig, zweifelhaft die beiden Pfiffe, die zu den Freistößen vor den beiden ersten Toren führten.
Spieler des Spiels:
Zlatko Junuzovic
Anführer und Antreiber. Laufstark wie immer, überragte Zlatko Junuzovic diesmal auch als Schütze des genialen Freistoßes zur wichtigen Führung.

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