Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?
Hannover 96

Hannover 96

1
:
3

Halbzeitstand
0:0
Bayer 04 Leverkusen

Bayer 04 Leverkusen


HANNOVER 96
BAYER 04 LEVERKUSEN
15.
30.
45.








60.
75.
90.












Hannovers Zu-Null-Serie reißt im vierten Spiel

Kießling löst den Knoten nach 860 Minuten

Seit dem ersten Spieltag hatte Leverkusens Stefan Kießling in der Liga nicht mehr ins Tor getroffen. Am Samstagnachmittag sollte diese Durststrecke enden: Der Sturmtank brachte die Werkself mit seinem Führungstreffer auf die Siegerstraße (3:1) und beendete damit die Zu-Null-Serie der Hannoveraner. Zuvor blieb 96 dreimal ohne Gegentor, nun klingelte es sogar dreimal.

Aggressives Pressing der Werkself

Simon Rolfes, Ron-Robert Zieler & Marcelo
Luftkampf: Leverkusens Simon Rolfes (l.) gegen Hannovers Ron-Robert Zieler und Marcelo (r.).
© picture allianceZoomansicht

Hannovers Trainer Tayfun Korkut tauschte nach dem 2:0-Auswärtssieg bei Hertha BSC zweimal Personal: Prib und Stindl durften für Bittencourt und Thesker (beide Bank) ran. Leverkusens Coach Roger Schmidt nahm im Vergleich zum 0:0 gegen Mainz sogar drei personelle Wechsel vor: Boenisch, Hilbert und Rolfes begannen für Brandt, Donati und Wendell (alle Bank).

Die nach langer Verletzungspause zurückgekehrten Kapitäne Stindl und Rolfes waren sofort präsent und nahmen aktiv am Spiel teil. Vor allem Bayer begann aggressiv und setzte die Hausherren mit riskantem Pressing unter Druck. Selbst die Außenverteidiger der Werkself störten den gegnerischen Spielaufbau schon vor der Mittellinie. War die Werkself selbst in Ballbesitz, waren die Offensivbemühungen sehr rechtslastig: Immer wieder wurde Bellarabi auf der Außenbahn gesucht, der Nationalspieler hatte mit Prib aber einen unangenehmen Wachhund an seiner Seite. Die erste gute Chance der Partie verbuchte Bellarabi dennoch: Der Flügelflitzer traf aus spitzem Winkel das Außennetz (10.).

Zum zweiten Mal Außennetz - Hilberts Patzer

Danach hielt 96 deutlich besser dagegen und verstrickte Leverkusen in viele Zweikämpfe im Mittelfeld. Die Gäste versuchten es immer wieder mit langen Bällen oder Steilpässen auf die schnellen Außen Bellarabi und Son sowie Sturmtank Kießling. Die Abseitsfalle der Roten schnappte aber beinahe jedes Mal zu. Vereinzelt näherten sich dann auch die Niedersachsen dem gegnerischen Strafraum an: Stindl nahm eine Flanke direkt ab, zielte aus zehn Metern aber genau auf Leno (16.). Auf der anderen Seite erzitterte das Außennetz erneut: Bellarabi tauchte frei vor Zieler auf, traf das Tor aber wiederholt nur von außen (26.).

Im weiteren Verlauf wurde die Begegnung immer zerfahrener. Das lag zum einen an der intensiven Zweikampfführung, aber vor allem auch an einer katastrophalen Passquote beider Mannschaften. Bis zur Halbzeit brachte Hannover nur 57 Prozent der Zuspiele zum Mitspieler, bei Leverkusen waren es sogar nur 55 Prozent. Einen beinahe folgenschweren Fehlpass erlaubte sich Hilbert: Nach einer Flanke von rechts legte der Rechtsverteidiger mit der Brust viel zu kurz für Leno zurück. Kiyotake spritzte dazwischen, scheiterte aber an einem Blitz-Reflex des Bayer-Keepers (33.). Torlos ging es in die Pause.

Bei Kießling platzt der Knoten

Stefan Kießling
Das Ende der Durststrecke: Leverkusens Stefan Kießling trifft nach 860 Minuten wieder ins Tor.
© Getty ImagesZoomansicht

Mit Wiederbeginn brachte Schmidt mit Castro den zweiten Rückkehrer. Seine Einwechslung sollte sich nur Sekunden später bezahlt machen: Der Joker drang über das linke Strafraumeck in den Sechzehner ein und legte quer in die Mitte. Dort lauerte Kießling und drückte das Spielgerät aus sechs Metern zum 1:0 über die Linie (46.). Damit traf der Blondschopf nach einer langen Durststrecke mit 860 Minuten ohne Treffer in der Bundesliga wieder ins Tor - gleichzeitig endete auch Hannovers Serie von zuvor drei Partien ohne Gegentor.

Der Treffer hinterließ Wirkung: 96 wackelte kurz und musste sich in den Folgeminuten erst wieder finden. Dann meldete sich Stindl mit einem 16-Meter-Hammer zurück, doch Leno parierte stark (54.). Fast im Gegenzug der nächste Nackenschlag für die Hausherren: Son dribbelte vom linken Sechzehnereck die Strafraumgrenze entlang nach innen und nagelte die Kugel präzise ins rechte Eck - 2:0 (58.). Die direkte Antwort der Niedersachsen: Kiyotake drehte einen Freistoß in die Spielertraube, wo Gülselam genau neben den rechten Pfosten einköpfte (60.).

Bellarabi mit dem Sahnehäubchen

Plötzlich schien wieder alles offen und 96 agierte deutlich offensiver. Das aber eröffnete den Gästen exzellente Konterchancen: Erst traf Hilbert den Pfosten (64.), denn spielte der Rechtsverteidiger einen Traumpass in den Lauf von Bellarabi, der frei vor Zieler lässig zum 3:1 einschob (72.). Nun waren die Würfel gefallen. Zwar drängte 96 weiterhin nach vorne, doch bissen sich die Roten reihenweise die Zähne an der gut geordneten und noch immer mit Pressing agierenden Bayer-Truppe aus. Es blieb beim 1:3.

Für Hannover geht es am nächsten Samstag (18.30 Uhr) mit einem Auswärtsspiel in Hoffenheim weiter. Leverkusen empfängt drei Stunden zuvor Köln.

1. Bundesliga, 2014/15, 12. Spieltag
Hannover 96 - Bayer 04 Leverkusen 1:3
Hannover 96 - Bayer 04 Leverkusen 1:3
Trainer unter sich

Bayer-Coach Roger Schmidt und 96-Trainer Tayfun Korkut
© Getty Images

vorheriges Bild nächstes Bild
22.11.14
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hannover 96
Aufstellung:
Zieler (3) - 
H. Sakai (4) , 
Marcelo (3) , 
C. Schulz (3,5) , 
Prib (4,5)        
Schmiedebach (3,5)    
Gülselam (3,5)            
Briand (4,5) , 
Stindl (4)        
Kiyotake (4) - 
Joselu (4,5)

Einwechslungen:
75. A. Sobiech für Stindl
75. Albornoz für Prib
83. Bittencourt für Gülselam

Trainer:
Korkut
Bayer 04 Leverkusen
Aufstellung:
Leno (2) - 
Hilbert (3,5) , 
Toprak (2,5) , 
Spahic (3) , 
Boenisch (4) - 
L. Bender (3,5) , 
Rolfes (3)            
Bellarabi (2)        
Calhanoglu (4) , 
Son (3)    
Kießling (3,5)        

Einwechslungen:
46. Castro (2) für Rolfes
84. Drmic für Bellarabi
90. Jedvaj für Kießling

Trainer:
Schmidt

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Kießling (46., Linksschuss, Castro)
0:2
Son (58., Rechtsschuss, L. Bender)
1:2
Gülselam (60., Kopfball, Kiyotake)
1:3
Bellarabi (72., Rechtsschuss, Hilbert)
Gelbe Karten
Hannover:
Gülselam
(2. Gelbe Karte)
,
Prib
(2.)
,
Schmiedebach
(2.)
Leverkusen:
Rolfes
(1. Gelbe Karte)

Spieldaten

Hannover 96       Bayer 04 Leverkusen
Tore 1 : 3 Tore
 
Torschüsse 10 : 21 Torschüsse
 
gespielte Pässe 427 : 348 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 244 : 209 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 183 : 139 Fehlpässe
 
Passquote 57% : 60% Passquote
 
Ballbesitz 56% : 44% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 43% : 57% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 16 : 16 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 16 : 16 Gefoult worden
 
Abseits 2 : 9 Abseits
 

Spielinfo

Anstoß:
22.11.2014 15:30 Uhr
Stadion:
HDI Arena, Hannover
Zuschauer:
40800
Spielnote:  3,5
nach anfänglichem Leerlauf wurde die Partie in der zweiten Halbzeit vor allem durch die Tore ansehnlicher.
Chancenverhältnis:
5:7
Eckenverhältnis:
2:3
Schiedsrichter:
Marco Fritz (Korb)   Note 2
souveräne Leitung, sicher im Strafmaß; stark etwa die Vorteilsauslegung bei einem Foul an Schmiedebach, für das Rolfes nachträglich in einer Spielpause Gelb sah (16.).
Spieler des Spiels:
Karim Bellarabi
Zunächst war er mit seiner Lauffreude ein wichtiger Faktor für Bayers druckvolles Spiel, später belohnte sich Karim Bellarabi mit seinem Treffer selbst.