Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?
Hannover 96

Hannover 96

1
:
0

Halbzeitstand
0:0
Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt


HANNOVER 96
EINTRACHT FRANKFURT
15.
30.
45.






60.
75.
90.










Hannover spielbestimmend, Frankfurt lange passiv

Nur Madlung trifft - ins eigene Tor!

Lange sah es zwischen Hannover und Frankfurt nach einem torlosen Unentschieden aus: 96 erspielte sich ein klares Chancenplus, ließ aber die Durchschlagskraft gegen eine lange Zeit sehr passiv agierende Eintracht vermissen. Als alles nach einem Remis aussah, traf ein Frankfurter - ins eigene Tor: Madlung wurde in den Schlussminuten zur tragischen Figur des Nachmittags.

Hannover nimmt die Zügel in die Hand

Maurice Hirsch & Stefan Aigner
Luftkampf: Hannovers Maurice Hirsch (l.) gegen Frankfurts Stefan Aigner (r.).
© Getty ImagesZoomansicht

Hannovers Trainer Tayfun Korkut veränderte seine Startelf nach dem Pokalaus in Aalen (0:2) auf vier Positionen: Hirsch, Marcelo, Prib und Schmiedebach begannen für Ballas, Felipe, Gülselam (Rotsperre) und Schlaudraff. Frankfurts Coach Thomas Schaaf nahm im Vergleich zum 1:2 im DFB-Pokal gegen Gladbach ebenfalls vier personelle Veränderungen vor: Chandler, Kittel, Kinsombi und Meier durften für Anderson, Ignjovski, Oczipka und Seferovic (Rotsperre) ran.

96 übernahm sofort die Kontrolle und überraschte die Gäste mit einem forschen Auftreten: Die Niedersachsen machten das Spiel breit, ließen die Kugel mit vielen Pässen durch die eigenen Reihen laufen und setzten immer wieder Nadelstiche nach vorne. Daraus resultierten zahlreiche Standards, die allerdings kaum für Gefahr sorgten. Die Eintracht war durch das energische und frühe Stören der Hausherren sichtlich überrascht und brachten kaum etwas aufs Papier. Die SGE war nahezu komplett in der Defensive gebunden und schaffte es nur selten, für Entlastung zu sorgen.

Briands Treffer zählt nicht

Eine Führung von Hannover lag längst in der Luft und die 42.200 Zuschauer in der HDI Arena hatten den Torschrei bereits auf den Lippen, als Briand eine Joselu-Flanke ins Tor köpfte (19.). Schiedsrichter Sascha Stegemann wollte den Treffer zunächst geben, entschied dann aber doch auf Offensivfoul. Briand hatte beim Kopfball leicht von hinten gegen Kinsombi geschoben - eine harte Entscheidung.

Mit fortschreitender Spieldauer sorgte Frankfurt dann vermehrt für Entlastung. Dabei suchten die Gäste bevorzugt die schnellen Außen Aigner und Kittel. Insgesamt entfaltete aber auch die Eintracht wenig Durchschlagskraft. Alleine durch Standards kamen die Hessen in Strafraumnähe. Sturmtank Meier hing komplett in der Luft und bekam kaum verwertbare Bälle. Stattdessen behielten die Roten das Heft in der Hand und verzeichneten kurz vor dem Pausenpfiff noch eine Großchance: Eine scheinbar verunglückte Kiyotake-Ecke landete plötzlich vor den Füßen von Bittencourt, der aus halblinker Position direkt abnahm und die Kugel haarscharf am linken Pfosten vorbei jagte (41.). Torlos ging es in die Kabinen.

Wiedwald lässt 96 verzweifeln

Der zweite Durchgang startete mit denselben Vorzeichen: Hannover blieb spielbestimmend und drängte auf den Führungstreffer, Frankfurt ließ sich fallen, erwartete die Angriffe der Hausherren in der eigenen Hälfte und fielen einzig durch Passivität auf. 96 schaffte es aber einfach nicht, das spielerische Übergewicht in Tore umzumünzen. Kiyotake scheiterte mit einem Alleingang an Wiedwald (49.). Der SGE-Schlussmann war auch zur Stelle, als Joselu eine Sakai-Flanke aus kurzer Distanz direkt abnahm (56.). Briand versuchte es per Kopf, doch die Endstation hieß erneut Wiedwald (60.).

Die Niedersachsen wurden langsam ungeduldig und vernachlässigten die Konzentration in der Defensive. Prompt kam die Eintracht wie aus dem Nichts zu zwei guten Chancen durch Aigner (63.), Kittel (70.) und Joker Kadlec (80.). Zieler war aber jeweils hellwach und parierte.

Bitterer Schlusspunkt: Madlung trifft ins eigene Tor

In der Schlussphase war so weiterhin alles offen, weil die Hessen die Partie nun ausgeglichener gestalteten. Unter dem Strich fehlte es aber beiden Mannschaften an der nötigen Durchschlagskraft. Alles roch nach einem torlosen Unentschieden, dann aber markierte ausgerechnet ein Frankfurter den Führungstreffer für Hannover: Kiyotake zirkelte einen Freistoß rechts neben dem Sechzehner in die Spielertraube, in der Marcelo zum Kopfball kam. Madlung wollte klären, beförderte den Ball aber mit seinem rechten Oberschenkel ins eigene Tor (88.). 0:1, der Endstand!

Hannover ist am nächsten Freitag (20.30 Uhr) bei Hertha BSC gefordert. Frankfurt empfängt tags darauf (15.30 Uhr) den FC Bayern München.

1. Bundesliga, 2014/15, 10. Spieltag
Hannover 96 - Eintracht Frankfurt 1:0
Hannover 96 - Eintracht Frankfurt 1:0
Lust auf Fußball

Hannovers Trainer Tayfun Korkut freut sich auf das Duell gegen Frankfurt.
© Getty Images

vorheriges Bild nächstes Bild
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hannover 96
Aufstellung:
Zieler (2,5) - 
H. Sakai (3) , 
Marcelo (2,5) , 
C. Schulz (3)        
Prib (3,5)    
Schmiedebach (2,5) , 
Hirsch (4)    
Briand (3)    
Kiyotake (3) , 
Bittencourt (4)    
Joselu (4,5)

Einwechslungen:
72. A. Sobiech für Bittencourt
83. Karaman für Briand
84. Thesker für Prib

Trainer:
Korkut
Eintracht Frankfurt
Aufstellung:
Wiedwald (2,5) - 
Chandler (3,5) , 
Madlung (4)    
Russ (2,5) , 
Kinsombi (4,5)        
Hasebe (3,5)    
Medojevic (4) - 
Aigner (4) , 
Stendera (4,5) , 
Kittel (3,5)    
Meier (5)    

Einwechslungen:
62. Ignjovski für Hasebe
63. Oczipka für Kinsombi
71. Kadlec für Kittel

Trainer:
Schaaf

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Madlung (88., Eigentor, Rechtsschuss, Marcelo)
Gelbe Karten
Hannover:
C. Schulz
(3. Gelbe Karte)
,
Hirsch
(1.)
E. Frankfurt:
Madlung
(1. Gelbe Karte)
,
Kinsombi
(1.)

Besondere Vorkommnisse
Hannovers Torwarttrainer Sievers wurde auf die Tribüne verwiesen, nachdem er einen Ball aufs Spielfeld geschossen hatte (52.).

Spieldaten

Hannover 96       Eintracht Frankfurt
Tore 1 : 0 Tore
 
Torschüsse 14 : 6 Torschüsse
 
gespielte Pässe 518 : 293 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 406 : 198 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 112 : 95 Fehlpässe
 
Passquote 78% : 68% Passquote
 
Ballbesitz 64% : 36% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 57% : 43% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 13 : 20 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 20 : 13 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 2 Abseits
 
- Anzeige -
Weise Weste
Bundesliga. Der Stand nach dem 5. Spieltag
Pl. Torhüter Spiele Weisse Westen
1.
Neuer, Manuel
Neuer, Manuel
Bayern München
5
4x
 
2.
Casteels, Koen
Casteels, Koen
VfL Wolfsburg
5
3x
 
3.
Horn, Timo
Horn, Timo
1. FC Köln
4
2x
 
4.
Jarstein, Rune
Jarstein, Rune
Hertha BSC
5
2x
 
Gulacsi, Peter
Gulacsi, Peter
RB Leipzig
5
2x
+ 2 weitere
Zur vollständigen "Weisse Weste" Rangliste Weise Weste

Spielinfo

Anstoß:
01.11.2014 15:30 Uhr
Stadion:
HDI Arena, Hannover
Zuschauer:
42200
Spielnote:  4
kein spielerischer Leckerbissen, attraktiv höchstens dank Hannovers Engagement.
Chancenverhältnis:
5:3
Eckenverhältnis:
10:4
Schiedsrichter:
Sascha Stegemann (Niederkassel)   Note 4,5
gutes Auftreten, sicher im Strafmaß, aber mit zwei gravierenden Fehlern: Der falsche Abseitspfiff gegen Aigner nach Pass von Stendera verhinderte eine Frankfurter Top-Chance (13.), Briands Treffer hätte trotz Körpereinsatzes gegen Kinsombi zählen müssen (19.).
Spieler des Spiels:
Marcelo
Hinten überzeugte Marcelo erneut mit geschicktem Stellungsspiel, am Siegtor war er mit seinem wuchtigen Kopfball maßgeblich beteiligt.