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Bayern München

Bayern München

2
:
1

Halbzeitstand
0:1
Borussia Dortmund

Borussia Dortmund


BAYERN MÜNCHEN
BORUSSIA DORTMUND
15.
30.
45.








60.
75.
90.














Dortmund verliert zum fünften Mal in Serie

Ribery bringt die Wende - Lewandowski trifft

90 Aufeinandertreffen hatte es bis zu diesem Topspiel am 10. Spieltag in der Bundesliga zwischen Rekordmeister Bayern und den in den letzten Jahren erstarkten Dortmundern gegeben: 39 Siege für den FCB, 28 Unentschieden und 23 Erfolge für den BVB. In den letzten vier Jahren war der Meister stets aus einem der beiden Lager gekommen. Demnach knisterte es wieder vor diesem neuerlichen Clinch - auch trotz der misslichen Ausgangslage der Westfalen (Bayern Erster, Dortmund Sechzehnter). Dem Publikum wurde dennoch ein toller Kick serviert - gerade im ersten Durchgang. Dann aber wurde der Druck der Münchner zu groß, die letztlich verdient mit 2:1 gewannen und sich an der Tabellenspitze behaupteten.

Robbens starke Bilanz

Arjen Robben
Konnte von Beginn an mitwirken: Arjen Robben.
© Getty ImagesZoomansicht

Bayern-Trainer Pep Guardiola tauschte nach dem 3:1 in der 2. Runde des DFB-Pokals gegen den HSV auf drei Positionen: Rafinha, Dante und Ribery (allesamt auf der Bank) mussten für Benatia, Götze und Robben weichen. Letzterer hatte sich nach seiner jüngsten Verletzung (irritierter Nerv im Oberschenkel) rechtzeitig auskuriert. Aus Sicht des Gegners kein allzu glücklicher Umstand, denn wenn es in dem hochkarätig besetzten FCB-Kader ein Aushängeschild gibt, dann den Niederländer: 175 Spiele hatte Rob­ben für Bayern bis zu diesem Topspiel absolviert - die Zahlen: 158 Torbeteiligungen, genauer 94 Treffer und 64 Assists. Eine phänomenale Quo­te.

BVB-Coach Jürgen Klopp reagierte derweil ebenfalls mit drei Veränderungen auf das souveräne 3:0 im DFB-Pokal beim FC St. Pauli: Subotic, Großkreutz und Immobile nahmen auf der Ersatzbank ihren Platz ein, dafür spielten Piszczek, Bender und Aubameyang von Beginn an. Hoffnung ruhte derweil einmal mehr auf Sokratis, der sich schon oft als Fels in der Brandung präsentiert hatte. "Seine Zweikampfstärke", hatte Klopp im Vorfeld gelobt, "hat uns in vielen Situationen geholfen".

Reus nimmt die Chance wahr

Marco Reus
Eiskalt per Kopf vollstreckt: Marco Reus freut sich nach seinem Treffer.
© Getty ImagesZoomansicht

Mit Zweikämpfen arbeiteten sich die Westfalen auch in die Partie - nach 45 Minuten hatten die Borussen satte 67 Prozent dieser Duelle für sich entschieden. Eine gute Grundlage, um in solch ein Topspiel zu finden. Während sich die Gäste nämlich anfangs vermehrt zurückzogen und den Münchner Spielaufbau gewähren ließen, folgte mit der Zeit und der gewonnenen Sicherheit das Offensivpressing. Und damit verbunden eine gute Balleroberung sowie erste Torannäherungen (17. und 26.). Eine erste tolle Chance gab es ebenfalls: Mkhitaryan steckte stark für Aubameyang durch, der mit seinem Versuch eines Hebers an Neuer scheiterte (30.). Klug zudem, wie die Dortmunder Dreierreihe Aubameyang, Reus und Kagawa stets mit Pressing die Mitte zustellte und somit Xabi Alonso vermehrt aus dem Spiel nahmen.

In Minute 31 klingelte es sogar - und das nicht unverdient für bis dato gut agierende Borussen: Kagawa kam an der Mittellinie an den Ball, legte in den Laufweg von Aubameyang, der bis weit nach vorne stürmte und dabei sämtliche Gegenspieler abschüttelte. Es folgte eine glänzende Flanke des Gabuners ins Zentrum und über Boateng hinweg zu Reus, der humorlos einnickte. Ganz leicht fälschte zudem noch Benatia ab (31.).

Weidenfeller macht sich vor Müller groß

Arjen Robben gegen Sven Bender
Ließ Sokratis aussteigen und scheiterte an Sven Benders Grätsche: Arjen Robben.
© Getty Images

Die Antwort der Hausherren folgte in Form eines Tores zwar nicht, aber mit Wut im Bauch ergatterte sich der Tabellenführer zahlreiche Hochkaräter. Minute 38: Müller lauerte einmal mehr an der Abseitskante, wurde stark von Robben bedient. Frei vor Weidenfeller folgte der Abschluss - der BVB-Keeper machte sich aber groß und wehrte mit dem Oberkörper ab. Minute 39 - starkes Direktspiel: Lewandowski zu Müller ins Zentrum, der quer zu Robben. Der WM-Dritte zog auf, ließ dann allerdings erst einmal den wild grätschenden Sokratis vorbeirutschen. Erst jetzt folgte der Abschluss, der gerade noch von Bender zur Ecke abgefälscht wurde. Wenig später endete eine unterhaltsame erste Hälfte, in der sich beide Teams auf Augenhöhe begegneten.

Bayerischer Druck pur

Der zweite Durchgang begann mit der Erkenntnis, dass der angeschlagene Hummels durch Subotic ersetzt wurde (46.). Ferner machten die Hausherren direkt Druck und igelten sich in der BVB-Hälfte ein - ohne dabei allzu Gefährliches zu generieren. Bis in Minute 51: Eine Flanke von der rechten Eckfahne landete im Zentrum beim komplett freien Ex-Dortmunder Lewandowski. Der setzte zum Seitfallschuss an und scheitert damit an einer weiteren tollen Parade von Weidenfeller - dieses Mal mit dem Fuß. Der zeigte sich fortan hochmotiviert, räumte nach einer Flanke gar ohne Rücksicht auf Verluste die Mitspieler Subotic und Piszczek mit ab (53.).

BVB-Entlastung gab es zwischenzeitlich mal durch Kagawa, der einen gefährlichen Distanzschuss abfeuerte (60.). Ansonsten aber gewährten Reus, Aubameyang und Co. ihrer Defensive kaum mehr Luft zum Atmen. Der FCB drückte gewaltig ...

Lewandowski eröffnet, Robben vollendet

Robert Lewandowski
Robert Lewandowski traf gegen die Ex-Kollegen zum 1:1, jubelte zurückhaltend.
© Getty ImagesZoomansicht

... und stach kurz nach der Einwechslung von Ribery für den unauffälligen Götze (70.) - der hochverdiente Ausgleich: Ribery wollte zunächst in den Lauf von Robben durchstecken. Subotic klärte - allerdings genau in den Fuß von Ex-Kollege Lewandowski. Der Pole fackelte nicht lange und bugsierte das Leder stark wie unhaltbar ins rechte untere Eck (72.). Für die nun unter Hochdruck stehende BVB-Abwehr kam es aber noch dicker: Ribery und Subotic duellierten sich im Laufduell im Strafraum mit gegenseitigen Zupfern - der Franzose sank zu Boden, es gab Elfmeter (85.). Diesem nahm sich Robben an, der kühl ins linke untere Eck vollendete und damit einmal mehr zum Matchwinner avancierte. In der Folge bäumten sich die Gäste zwar noch einmal auf, mehr als eine ungenaue Ecke, die Neuer sicher abfing sprang aber nicht mehr heraus (90.+3).

Arjen Robben gegen Roman Weidenfeller
Die Entscheidung: Arjen Robben bleibt beim Elfmeter eiskalt und vollendet ins linke Eck.
© Getty Images

Die fünfte (!) BVB-Niederlage in der Bundesliga in Folge war damit perfekt, während der FCB unter anderem Distanz zu Wolfsburg schuf - vier Punkte Vorsprung.

Die Bayern empfangen am Mittwoch (20.45) in der Champions League den AS Rom. Die Jungs von Jürgen Klopp müssen ebenfalls in der Königsklasse ran - es geht gegen Galatasaray Istanbul (Dienstag 20.45 Uhr).

1. Bundesliga, 2014/15, 10. Spieltag
Bayern München - Borussia Dortmund 2:1
Bayern München - Borussia Dortmund 2:1
Nachdenklicher Coach

BVB-Trainer Jürgen Klopp zeigt sich vor dem heiß ersehnten Duell mit den Bayern gedankenversunken.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Bayern München
Aufstellung:
Neuer (3) - 
Benatia (3,5) , 
J. Boateng (2) , 
Alaba (3) - 
Xabi Alonso (4)    
Robben (1,5)    
Lahm (3,5)    
M. Götze (4)    
Juan Bernat (3,5) - 
T. Müller (2)    
Lewandowski (2)        

Einwechslungen:
70. F. Ribery für M. Götze
81. Pizarro für T. Müller
88. Rode für Lewandowski

Trainer:
Guardiola
Borussia Dortmund
Aufstellung:
Weidenfeller (1,5) - 
Piszczek (3,5)    
Sokratis (3) , 
Hummels (2,5)        
Durm (5) - 
Kehl (3) - 
S. Bender (2) , 
H. Mkhitaryan (3,5) - 
Aubameyang (3,5)    
Kagawa (2)    
Reus (3)    

Einwechslungen:
46. Subotic (5)     für Hummels
71. Großkreutz für Kagawa
81. Ramos für Aubameyang

Trainer:
Klopp

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Reus (31., Kopfball, Aubameyang)
1:1
Lewandowski (72., Linksschuss)
2:1
Robben (85., Foulelfmeter, Linksschuss, F. Ribery)
Gelbe Karten
Bayern:
Xabi Alonso
(2. Gelbe Karte)
Dortmund:
Piszczek
(1. Gelbe Karte)
,
Subotic
(4.)

Spieldaten

Bayern München       Borussia Dortmund
Tore 2 : 1 Tore
 
Torschüsse 25 : 10 Torschüsse
 
gespielte Pässe 654 : 369 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 541 : 260 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 113 : 109 Fehlpässe
 
Passquote 83% : 70% Passquote
 
Ballbesitz 65% : 35% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 49% : 51% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 13 : 5 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 4 : 11 Gefoult worden
 
Abseits 2 : 4 Abseits
 

Spielinfo

Anstoß:
01.11.2014 18:30 Uhr
Stadion:
Allianz-Arena, München
Zuschauer:
71000 (ausverkauft)
Spielnote:  1
weltweit beste Werbung für die Bundesliga, ein Spiel der Extraklasse: intensiv, temporeich, spannend, tolle Kombinationen.
Chancenverhältnis:
10:4
Eckenverhältnis:
9:2
Schiedsrichter:
Manuel Gräfe (Berlin)   Note 2
hatte das Spitzenspiel voll im Griff. Korrekte Elfmeterentscheidung, hätte lediglich Xabi Alonso früher verwarnen können.
Spieler des Spiels:
Arjen Robben
Ihn bekamen die Dortmunder nicht in den Griff. Arjen Robben initiierte die meisten gefährlichen Situationen, verwandelte am Ende zum Siegtreffer.