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Hamburger SV

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Werder Bremen

 
Hamburger SV

0:2 (0:1)

Werder Bremen
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Hamburger SV
Werder Bremen
1.
15.
30.
45.



46.
60.
75.
90.












Bremer Stürmer trifft erstmals seit dem 16. Februar

Petersen: Derby-Held und Bann gebrochen

Werder Bremen entschied das 99. Nordderby beim Hamburger SV mit 2:0 (1:0) für sich. Die Grün-Weißen belohnten sich in der ersten Hälfte für eine engagierte Leistung mit der Führung durch Petersen, der erstmals seit dem 22. Spieltag der letzten Saison wieder einnetzte. Im zweiten Durchgang begann der HSV, das Bremer Tor dauerhaft zu belagern, erspielte sich aber nur wenige Großchancen. Der SVW macht durch den dritten Sieg einen Satz nach vorne, Hamburg rutschte dagegen auf den Relegationsplatz ab.

Nils Petersen trifft gegen René Adler
Verdiente Führung: Nils Petersen erzielt sein erstes Saisontor.
© getty imagesZoomansicht

Hamburgs Interimstrainer Rudolfo Cardoso und Otto Addo veränderten die Mannschaft nach dem 2:6-Debakel in Dortmund, dem letzten Spiel unter Thorsten Fink, auf vier Positionen. Der 17-jährige Tah, Jansen, Badelj und Jiracek spielten für Diekmeier (Fußbruch), Arslan, Sobiech und Zoua. Bei Werder nahm Robin Dutt ebenfalls vier Veränderungen nach der 0:3-Pleite gegen Frankfurt vor: Kobylanski und Garcia feierten jeweils ihr Bundesliga-Debüt. Dazu waren Ignjovski und Petersen von Beginn an dabei. Ekici, Felix Kroos und Prödl mussten auf der Bank Platz nehmen, di Santo fehlte Rot-gesperrt.

Lam und Adler retten auf der Linie

Das 99. Nordderby begann sehr kampfbetont. Auf beiden Seiten war Aggressivität in den Zweikämpfen zu spüren. Flüssiges Kombinationsspiel war kaum möglich, wenngleich man vor dem Beginn der Partie auch davon nicht hatte ausgehen können. Leichte Feldvorteile hatten jedoch die Bremer, die durch Garcia den ersten Torschuss abfeuerten (6.), und ansonsten hauptsächlich durch Ecken von der rechten Seite Gefahr ausstrahlten. Erst rettete Adler mit einem klasse Reflex nach Lukimyas Kopfball (18.), kurz darauf klärte Lam auf der Linie bei Petersens Schuss (23.).

Vom HSV war bis dato nichts in der Offensive zu sehen. Einzig Beister hatte kurz zuvor einen optimistischen Versuch aus über 40 Metern gewagt (20.). Spätestens am Sechzehner fanden die Bemühungen der Cardoso-Elf ein Ende, Bremens Torwart Mielitz musste noch nicht eingreifen. Dafür konnte Werders Nummer 1 nach etwas mehr als einer halben Stunde bestaunen, wie Elia Fritz per Hacke auf der rechten Außenbahn schickte. Der Bremer Kapitän überlief Jansen und legte anschließend von der Grundlinie aus quer. Petersen im Zentrum musste nur noch den Fuß hinhalten und erzielte sein erstes Liga-Tor seit dem 16. Februar - 1:0 (32.).

Petersen bricht den Bann

Die verdiente Führung für die Mannschaft von Robin Dutt weckte die Hamburger aus dem Tiefschlaf auf. Plötzlich spielte der Liga-Dino mit mehr Struktur nach vorne und kam auch zu Abschlüssen auf das Tor. Van der Vaart (34.), Beister (37.) und Westermann (42.) hatten erste HSV-Chancen. Eine Minute später hätte Hamburg dann sogar einen Elfmeter bekommen müssen: Caldirola stieg Badelj im Strafraum auf den Fuß, doch die Pfeife von Schiedsrichter Wolfgang Stark blieb stumm.

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Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Hamburg stark verbessert und setzte Bremen richtig unter Druck. Die Grün-Weißen kamen kaum noch aus der eigenen Hälfte, der HSV dagegen zu Großchancen durch Beister: Erst entschärfte Mielitz (49.), wenig später flog die Kugel knapp am Pfosten vorbei (58.).

Dann wurde es dramatisch. Jansen flankte ins Zentrum, wo Rincon und Caldirola übel zusammenstießen. Die Partie lief erst noch weiter, sodass der eingewechselte Rudnevs beinahe zur Ausgleichschance kam. Während es für Caldirola weiterging, war für den am Kiefer verletzten Rincon Schluss.

Petersen und Prödl scheitern kläglich

Den Bremern tat die kurze Verletzungspause gut, war der Hamburger Sturmlauf doch erst einmal pausiert. Zudem hätte Werder einer ruhigen Schlussphase entgegenblicken können, hätte Petersen freistehend vor Adler das 2:0 erzielt (72.). So war der HSV nach wie vor im Spiel, verbuchte aber nur noch zaghafte Abschlüsse durch Rudnevs (80., 84.), Badelj (82.) und van der Vaart (90.). Die Gäste vergaben in der Nachspielzeit durch Prödl noch kläglich (90.+3), ehe Petersen den aufgerückten Adler überlupfte und den Bremer Sieg klarmachte (90.+4).

Hamburg empfängt am Dienstag (20.30 Uhr) Fürth im DFB-Pokal, Bremen spielt am Sonntag (15.30 Uhr) vor heimischer Kulisse gegen Nürnberg.

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Gedankenschnell hat Frankfurts Marco Russ (M.) nach einer Ecke zugeschlagen und den Ball vom Fünfer hoch in den linken Winkel geschossen.
© Getty Images

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21.09.13
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hamburger SV
Aufstellung:
Adler (3) - 
Westermann (3,5) , 
Tah (5) , 
Djourou (5) , 
Jansen (4) - 
Rincon (3)    
Badelj (4) - 
Lam (4,5)    
van der Vaart (5)        
Jiracek (5)    
Beister (4)    

Einwechslungen:
63. Rudnevs für Lam
67. Arslan für Rincon
80. Lasogga für Jiracek

Trainer:
Cardoso
Werder Bremen
Aufstellung:
Mielitz (2) - 
Fritz (2,5)        
Lukimya (3) , 
Caldirola (3) , 
Garcia (2,5)    
Makiadi (3,5) , 
Ignjovski (4)    
Elia (4,5)    
Hunt (2,5)    
Kobylanski (5)    
Petersen (2)            

Einwechslungen:
67. Gebre Selassie für Kobylanski
74. Ekici für Elia
86. Prödl für Hunt

Trainer:
Dutt

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Petersen (32., Linksschuss, Fritz)
0:2
Petersen (90. + 4, Rechtsschuss, Gebre Selassie)
Gelbe Karten
HSV:
Beister
(2. Gelbe Karte)
,
van der Vaart
(3.)
Bremen:
Fritz
(1. Gelbe Karte)
,
Ignjovski
(1.)
,
Garcia
(1.)
,
Petersen
(1.)

Spieldaten

Hamburger SV       Werder Bremen
Tore 0 : 2 Tore
 
Torschüsse 19 : 16 Torschüsse
 
gespielte Pässe 450 : 280 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 331 : 188 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 119 : 92 Fehlpässe
 
Passquote 74% : 67% Passquote
 
Ballbesitz 61% : 39% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 56% : 44% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 15 : 18 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 18 : 14 Gefoult worden
 
Abseits 5 : 0 Abseits
 
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Spielinfo

Anstoß:
21.09.2013 15:30 Uhr
Stadion:
Imtech-Arena, Hamburg
Zuschauer:
53290
Spielnote:  4
spielerisch blieben Wünsche offen, lebte von Spannung und kämpferischen Momenten.
Chancenverhältnis:
6:8
Eckenverhältnis:
4:6
Schiedsrichter:
Wolfgang Stark (Ergolding)   Note 4
nicht immer souverän in der Zweikampf-Beurteilung, hätte Elfmeter für den HSV geben müssen, als Caldirola den Fuß von Badelj (43.) traf.
Spieler des Spiels:
Nils Petersen
Zweimal in Torjäger-Manier zur Stelle, entschied das Derby.
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