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Eintracht Braunschweig

Eintracht Braunschweig

3
:
0

Halbzeitstand
2:0
Hannover 96

Hannover 96


EINTRACHT BRAUNSCHWEIG
HANNOVER 96
15.
30.
45.








60.
75.
90.











Hannover verliert schon wieder - Hoffmann sieht Rot

Hochscheidt setzt das i-Tüpfelchen

Vier Niederlagen in Folge und zudem das prestigeträchtige Derby in Braunschweig verloren - Hannover 96 ist mit großen Schritten in den Abstiegskampf der Bundesliga marschiert. Gegen gallige Löwen gerieten die 96er rasch in Rückstand, fanden danach nicht mehr zurück und haben jetzt nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Zwei Punkte sind auch beim BTSV die magische Zahl, das ist nämlich der Rückstand des seit drei Spielen ungeschlagenen Schlusslichts auf Platz 16.

Havard Nielsen bejubelt sein soeben erzieltes 2:0
Jubelsprung: Havard Nielsen bejubelt sein soeben erzieltes 2:0.
© picture allianceZoomansicht

Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht beließ es im Vergleich zum 1:1 in Leverkusen bei einer Änderung: Bicakcic (Mittelhandruch) spielte mit Schiene und ersetzte Dogan in der Innenverteidigung. Bemerkenswert: Vrancic lief trotz Nasenbeinbruchs ohne Schutzmaske auf.

Weitaus mehr Rochaden führte indes Hannovers Trainer Tayfun Korkut nach der 1:2-Heimniederlage gegen Bremen durch: Rajtoral, Marcelo, Bittencourt und Ya Konan spielten für Sakai, Prib, Sané und Schlaudraff (alle Bank). Das hatte auch taktische Änderungen zur Folge: Schulz ging links in die Viererkette, Rajtoral nach rechts, während Hoffmann und Marcelo innen verteidigten.

Das erste Niedersachsen-Derby zwischen der Eintracht und Hannover in Braunschweig nach über 29 Jahren brauchte eine Weile, um auf Touren zu kommen. Beide Mannschaften begannen vorsichtig und suchten nach ihrem Spiel. Hannover probierte es über Ballbesitz, Braunschweig über den Kampf. Chancen gab es zunächst hüben wie drüben aber nicht zu sehen. Das änderte sich in der 14. Minute: Nach Doppelpass mit Boland schlug Reichel das Leder von links nach innen, wo Zieler patzte und den Ball Kumbela vor die Füße servierte - 1:0.

Der Gegentreffer zeigte Wirkung: Hannover schien beeindruckt, agierte völlig verunsichert und geriet von einer Verlegenheit in die nächste: Vrancic schoss noch über den Kasten (17.), ehe Kessels Befreiungsschlag zur Vorlage für Nielsen wurde. Der Norweger setzte sich daraufhin technisch prima gegen den hölzernen Marcelo durch und netzte anschließend sehenswert zum 2:0 ein (21.). Erst gegen Ende des ersten Durchgangs fingen sich die Roten wieder und setzen über Schulz (35.) und Stindl (42.) eigene Akzente. Auf der Gegenseite verpasste es Elabdellaoui gleich zweimal, die Führung noch weiter auszubauen (45., 45.+2), sodass es letztlich mit einem 2:0 für die Hausherren in die Kabinen ging.

Bei Hoffmann brennen die Sicherungen durch

Domi Kumbela, Ken Reichel, Havard Nielsen und Jan Hochscheidt (v.li.)
Derbysieger: Domi Kumbela, Ken Reichel, Havard Nielsen und Jan Hochscheidt (v.li.).
© picture alliance

Korkut reagierte in der Halbzeit und brachte zum Wiederanpfiff Schlaudraff für den blassen Rudnevs. Am Spielverlauf änderte sich zunächst aber nichts. Hannover zeigte sich zwar durchaus bemüht, agierte dabei ohne jegliche Ideen und entwickelte folglich gar keine Durchschlagskraft. Auf der Gegenseite blieben die Löwen in den entscheidenden Zweikämpfen giftiger und strahlten über Konter weiterhin mehr Gefahr aus. Zwingende Chancen sprangen dennoch nicht heraus, auch weil der finale Pass nicht mehr ankam (Kumbela, 59.).

Nach knapp einer Stunde sendete die Gäste mal wieder ein Lebenszeichen, als Rajtoral über das Tor schoss (61.). Unmittelbar danach schoss dann auch Hoffmann sprichwörtlich über das Ziel hinaus: Das Spiel war bereits unterbrochen, da trat der 21-Jährige gegen Boland nach. Schiedsrichter Peter Gagelmann zückte umgehend die Rote Karte (62.). Trotz Unterzahl bewiesen die 96er durchaus Moral und versuchten es noch einmal, ohne dabei aber durchschlagenden Erfolg zu haben. Nachdem Elabdellaouis abgefälschter Schuss knapp rechts vorbei gesegelt war (71.), kam auch noch Pech hinzu: Huszti scheiterte am Pfosten (72.). Das war letztlich der endgültige Nackenschlag, denn die Hannoveraner ergaben sich ohne große Gegenwehr ihrem Schicksal, während die Braunschweiger kurz vor Schluss über Hochscheidt noch einmal zuschlugen und den 3:0-Derbysieg perfekt machten (89.).

Beide Mannschaften sind wieder am kommenden Samstag (15.30 Uhr) gefordert: Braunschweig reist nach Freiburg, Hannover empfängt zur gleichen Zeit den Hamburger SV.

1. Bundesliga, 2013/14, 29. Spieltag
Eintracht Braunschweig - Hannover 96 3:0
Eintracht Braunschweig - Hannover 96 3:0
Derbyfieber

Braunschweig gegen Hannover ist eine Partie, die in Niedersachsen die Massen elektrisiert.
© picture alliance

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Eintracht Braunschweig
Aufstellung:
Davari (3) - 
Kessel (3,5) , 
Bicakcic (2) , 
Correia (2) , 
Reichel (3) - 
Vrancic (3,5)    
Boland (3)    
Elabdellaoui (3)    
Hochscheidt (2,5)    
Nielsen (2,5)        
Kumbela (2)            

Einwechslungen:
73. Theuerkauf für Vrancic
79. Bellarabi für Kumbela
87. Ademi für Nielsen

Trainer:
Lieberknecht
Hannover 96
Aufstellung:
Zieler (5) - 
Rajtoral (5) , 
Marcelo (5,5) , 
Hoffmann (5)    
C. Schulz (5)    
Stindl (4,5)    
Andreasen (4,5)    
Bittencourt (4,5)    
Huszti (4)    
Rudnevs (5,5)    

Einwechslungen:
46. Schlaudraff (5) für Rudnevs
75. Prib für Andreasen
86. Sulejmani für Bittencourt

Trainer:
Korkut

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Kumbela (14., Rechtsschuss, Reichel)
2:0
Nielsen (21., Linksschuss, Kessel)
3:0
Hochscheidt (89., Rechtsschuss, Bellarabi)
Rote Karten
Braunschweig:
-
Hannover:
Hoffmann
(62., Tätlichkeit, Boland)

Gelbe Karten
Braunschweig:
Elabdellaoui
(1. Gelbe Karte)
,
Boland
(7.)
Hannover:
Huszti
(10. Gelbe Karte, gesperrt)
,
C. Schulz
(3.)

Spieldaten

Eintracht Braunschweig       Hannover 96
Tore 3 : 0 Tore
 
Torschüsse 11 : 11 Torschüsse
 
gespielte Pässe 228 : 472 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 130 : 351 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 98 : 121 Fehlpässe
 
Passquote 57% : 74% Passquote
 
Ballbesitz 33% : 67% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 54% : 46% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 17 : 16 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 16 : 16 Gefoult worden
 
Abseits 4 : 2 Abseits
 
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Spielinfo

Anstoß:
06.04.2014 15:30 Uhr
Stadion:
Eintracht-Stadion, Braunschweig
Zuschauer:
22867 (ausverkauft)
Spielnote:  2
zu einseitig für eine noch bessere Note, spielerisch und kämpferisch setzte nur Braunschweig die Akzente.
Chancenverhältnis:
7:4
Eckenverhältnis:
6:6
Schiedsrichter:
Peter Gagelmann (Bremen)   Note 3
hatte das knisternde Derby im Griff, lag nur vereinzelt daneben, verzichtete darauf, ein gelbwürdiges Foul von Andreasen an Kumbela (40.) zu ahnden, lag beim Platzverweis gegen Hoffmann (Tätlichkeit) richtig, hätte aber Boland als Provokateur Gelb zeigen müssen, dessen spätere Verwarnung in der 78. Minute war allerdings falsch.
Spieler des Spiels:
Marcel Correia
Ein umsichtiger Abwehrorganisator mit eleganten Vorstößen.