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VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg

2
:
1

Halbzeitstand
0:1
Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt


VFL WOLFSBURG
EINTRACHT FRANKFURT
15.
30.
45.







60.
75.
90.












Kampfstarke Eintracht hat Pech

... und dann kam Naldo

In einem unterhaltsamen Bundesligaspiel verlangte eine kampfstarke Eintracht den Wolfsburgern alles ab. Nachdem die Gäste früh in Führung gegangen waren, verteidigten sie ihr Tor mit Geschick und Kampfkraft. Dabei hatten die Hessen auch noch Pech mit einer unglücklichen Schiedsrichterentscheidung. Als sich alle fast schon mit dem Unentschieden angefreundet hatten, sorgte Naldo mit einem Traumtor aus der Distanz für die Entscheidung.

Kaum ein Durchkommen: Träsch beißt sich an Barnetta die Zähne aus.
Kaum ein Durchkommen: Träsch beißt sich an Barnetta die Zähne aus.
© picture-allianceZoomansicht

Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking wechselte nach dem 3:1-Sieg in Bremen am vergangenen Dienstag zwei Mal Personal: Für den verletzten Benaglio (Haarriss im Mittelfinger) hütete Grün das Tor. Im Mittelfeld kam de Bruyne von seiner Gelb-Rot-Sperre zurück und verdrängte Caligiuri auf die Bank. Eintracht-Coach Armin Veh veränderte seine Startelf nach dem 1:0-Sieg gegen Gladbach am Mittwoch nur auf einer Position: Für den Gelb-gesperrten Russ begann Schröck.

Von Beginn an hatten die Wolfsburger Probleme mit der kompakten Eintracht-Defensive. Die Gäste gingen ab der Mittellinie drauf und ließen das Offensivspiel der "Wölfe" nicht zur Entfaltung kommen. Dabei kam aber auch die Offensive der Hessen nicht zu kurz. Bereits in der siebten Minute brachte Lanig den Ball im Wolfsburger Tor unter, wurde aber zu Recht wegen einer Abseitsstellung zurück gepfiffen.

Kurze Zeit später war die Führung für die Eintracht allerdings fällig. Joselu eroberte im Mittelkreis den Ball gegen Klose. Dann ging es ganz schnell: Barnetta legte die Kugel per Kopf in den Lauf von Aigner. Dieser ließ Naldo stehen und brachte den Ball aus vollem Lauf an Keeper Grün vorbei (11.).

Die Wolfsburger versuchten im Anschluss weiterhin, den Schlüssel zur Eintracht-Defensive zu finden, taten sich aber schwer, gegen die kompakte Abwehr Chancen heraus zu spielen. Dagegen hatte die Eintracht schnell die Riesenchance nachzulegen. Der angeschlagen wirkende Klose verlor abermals den Ball vor dem eigenen Strafraum an Aigner. Dieser nahm Fahrt auf und umspielte Torwart Grün, doch der zurückgeeilte Naldo kratzte den Ball von der Linie (18.).

Nach dieser Aktion hatte Coach Hecking ein Einsehen und holte den hinkenden Klose vom Platz. Knoche übernahm die Position und die Hausherren gewannen mehr Sicherheit. Dadurch kamen die Frankfurter immer mehr unter Druck, verteidigten ihr Tor aber konsequent und geschickt.

Die Spielminuten vor der Pause gehörten den Hausherren. Die Angriffe der "Wölfe" rollten im Minutentakt auf das Tor von Trapp zu, doch hochkarätige Chancen wollten sich nicht einstellen. Die Eintracht-Verteidiger waren meist Herr der Lage, so dass ein Schuss von Arnold (21.), Kopfbälle von Naldo (28.) und Knoche (41.) jeweils nach Freistößen und ein Olic-Schuss aus spitzem Winkel (44.) die besten Torszenen der Gastgeber waren.

Beide Trainer entschieden sich gegen einen Wechsel zum Wiederanpfiff, und auch am Spiel sollte sich wenig ändern: Wolfsburg machte viel Druck, ohne jedoch für echte Gefahr sorgen zu können. Mehr als ein Schuss von Olic in die Arme von Trapp wollte den "Wölfen" auch zu Beginn der zweiten Hälfte nicht gelingen.

Danach kamen die Gäste erst einmal besser ins Spiel. Wolfsburgs Druck ließ etwas nach und die Eintracht kam nach langer Zeit wieder zu einer Torchance: Jung hatte von der rechten Strafraumecke abgezogen, den anvisierten linken oberen Winkel aber knapp verfehlt (58.).

Danach rückte Schiedsrichter Gagelmann in den Fokus: Zunächst pflückte Torhüter Trapp einen Heber von Rodriguez im Rückwärtslaufen herunter. Einige Wolfsburger wähnten den Ball hinter der Linie, doch der Referee ließ weiterspielen (64.). Wenig später brachte Joselu den Ball nach einem Lanig-Steilpass im Nachsetzen im Tor unter, wurde jedoch wegen vermeintlichem Abseits zurückgepfiffen (66.): Eine nicht nachvollziehbare Entscheidung von Gagelmann.

In der 69. Minute wurden die "Wölfe" für ihr Engagement und ihr Tempo belohnt. De Bruyne flankte von der rechten Seite. In der Mitte konnte Olic seine Bewacher abschütteln. Der Kroate warf sich in die Flugbahn und drückte den Ball zum Ausgleich in die Maschen.

In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch zwischen beiden Kontrahenten. Dabei gab es Chancen auf beiden Seiten, doch aufopferungsvoll kämpfende Defensivreihen wollten kein Tor mehr zulassen.

Und dann kam Naldo: Der brasilianische Innenverteidiger wollte sich mit der Punkteteilung offenbar nicht abfinden und zog unvermittelt aus fast 35 Metern ab. Der Hammer schlug in der linken oberen Ecke des Tores, unhaltbar für Trapp, ein (89.).

Damit aber nicht genug. Die Eintracht fightete zurück und hatte noch eine Chance: Rosenthal flankte fast mit dem Schlusspfiff von rechts auf den Kopf von Madlung. Dessen Kopfball faustete Torwart Grün mit einer Riesenparade zur Ecke und stellte den Dreier für die "Wölfe" sicher (90.+2.).

Am nächsten Samstag (18.30 Uhr) ist Wolfsburg in Dortmund gefordert. Frankfurt empfängt vorher (15.30 Uhr) Mainz.

1. Bundesliga, 2013/14, 28. Spieltag
VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt 2:1
VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt 2:1
Samba

Der "Wumms" des Tages gehörte ihm: Naldo zündete aus der Distanz wahrlich eine Rakete zum 2:1-Siegtreffer.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfL Wolfsburg
Aufstellung:
Grün (3) - 
Träsch (3,5) , 
Naldo (2)        
Klose    
R. Rodriguez (3)    
Luiz Gustavo (3,5)    
Junior Malanda (4)    
Perisic (4,5)    
Arnold (3,5) , 
De Bruyne (3,5) - 
Olic (2,5)    

Einwechslungen:
20. Knoche (3) für Klose
61. D. Caligiuri für Junior Malanda
77. Ochs für Perisic

Trainer:
Hecking
Eintracht Frankfurt
Aufstellung:
Trapp (3) - 
S. Jung (3)    
Zambrano (5)    
Madlung (4) , 
Djakpa (3,5)    
Lanig (3,5)    
Flum (3,5)    
Schröck (4,5)    
Barnetta (3,5)    
Aigner (3)    
Joselu (4)

Einwechslungen:
61. Rosenthal     für Schröck
74. Kadlec für Lanig
87. Stendera für Barnetta

Trainer:
Veh

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Aigner (11., Rechtsschuss, Barnetta)
1:1
Olic (69., Linksschuss, De Bruyne)
2:1
Naldo (89., Rechtsschuss)
Gelbe Karten
Wolfsburg:
Luiz Gustavo
(6. Gelbe Karte)
,
R. Rodriguez
(2.)
E. Frankfurt:
Djakpa
(4. Gelbe Karte)
,
Flum
(8.)
,
Zambrano
(11.)
,
Rosenthal
(1.)

Spieldaten

VfL Wolfsburg       Eintracht Frankfurt
Tore 2 : 1 Tore
 
Torschüsse 22 : 11 Torschüsse
 
gespielte Pässe 423 : 307 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 339 : 198 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 84 : 109 Fehlpässe
 
Passquote 80% : 64% Passquote
 
Ballbesitz 58% : 42% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 55% : 45% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 19 : 19 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 19 : 17 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 5 Abseits
 

Spielinfo

Anstoß:
29.03.2014 15:30 Uhr
Stadion:
Volkswagen-Arena, Wolfsburg
Zuschauer:
29159
Spielnote:  3,5
mitunter sehr zerfahren, aber 90 Minuten offen und mit einem spektakulären Finale.
Chancenverhältnis:
5:3
Eckenverhältnis:
4:3
Schiedsrichter:
Peter Gagelmann (Bremen)   Note 5
spielentscheidender Fehler, den regulären Treffer zum 0:2 durch den nicht im Abseits stehenden Joselu abzuerkennen (66.). Korrekt war die Abseitsentscheidung beim Tor von Lanig (7.), auch TV-Bilder konnten nicht aufklären, ob der Ball in Trapps Händen die Linie vollständig überschritten hatte (64.).
Spieler des Spiels:
Naldo
Der stürmende Verteidiger. Retter auf der eigenen Linie und famoser Schütze des Sieg.