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Hertha BSC

Hertha BSC

1
:
3

Halbzeitstand
0:2
Bayern München

Bayern München


HERTHA BSC
BAYERN MÜNCHEN
15.
30.
45.







60.
75.
90.










Kroos, Götze und Ribery treffen zum 19. Dreier in Serie

Der verdienteste Meister aller Zeiten

Der FC Bayern München feiert wie Dortmund in den Jahren 2011 und 2012 zwei Meistertitel in Folge (2013 und 2014). Der gewaltige Unterschied dabei: Noch mehr als im letzten Jahr unter Trainer Jupp Heynckes spielte der FCB die Konkurrenz an die Wand - auch Hertha BSC musste sich dem brachialen Uhrwerk aus Süddeutschland beugen. Am Ende stand ein 3:1. Damit krönte sich der Rekordmeister zum frühesten Meister aller Zeiten und konnte zur 24. Sause in die Berliner Nacht starten.

Hertha-Trainer Jos Luhukay reagierte auf die klare 0:3-Pleite in Gladbach mit fünf personellen Veränderungen: Langkamp (5. Gelbe Karte), Allagui, Ben-Hatira (beide nicht im Kader), Ronny und Niemeyer (beide Bank) bekamen für Kobiashvili, Janker, Mukhtar, Skjelbred und Schulz neuerliche Bewährungschancen. Cigerci (Reha nach Muskelfaserriss) musste gänzlich passen.

Bayern-Coach Pep Guardiola brachte nach dem 2:0-Auswärtssieg in Mainz drei neue Akteure: Martinez, Ribery und Mandzukic machten Platz für Rafinha, Dante und Götze. Taktgeber Thiago saß nach auskurierter Oberschenkelprellung zunächst auf den Bank.

Kroos steht blank

Toni Kroos
Seht her, hier jubelt der Meister: Das dachte sich womöglich schon Toni Kroos nach seinem frühen 1:0.
© getty imagesZoomansicht

Die Partie begann, anders als noch in Mainz, mit etwas ängstlichen Berlinern. Die erste Torschussannäherung verzeichnete Müller. der im Zentrum rund 20 Meter vor dem Gehäuse an das Spielgerät kam und für Robben durchsteckte. Der Niederländer konnte sich von seinem Gegenspieler aber nicht entscheidend lösen (2.). Die Angst des BSC zeigte sich auch in den LIVE!-Daten nach rund zehn Minuten: Die Hausherren hatten hier gerade einmal 23 Pässe gespielt, die Münchner bereits 108! Den vielen Kurzpässen wurden aber auch stets präzise Steilpässe angefügt, so auch beim frühen 1:0. Schweinsteiger schickte über die linke Strafraumkante Müller, der einen Haken schlug und ins Zentrum spielte. Janker fälschte den Pass etwas unglücklich in den Rückraum ab, wo Kroos komplett frei stand und trocken einschob (6.).

"Kopfballungeheuer" Götze

Die Bayern wussten wenig später auf das vorentscheidende 2:0 zu erhöhen: Lahm hatte das Feld vor sich, spielte Robben an, der Rafinha rechts mitnahm. So ging das weiter und weiter, bis Kroos einen Diagonalball auf Rafinha schlug, der am Sechzehnereck Schweinsteiger fand. Dessen direkte Flanke landete bei Götze, der per Kopf (!) vollstreckte (14.). In der Folge verflachte das Spiel dann etwas. Mit einigen Lupfern und Hackentricks ließen die Bayern etwas den Schlendrian einkehren. Das jedoch brachte die eingeigelten Hauptstädter nicht dazu, die aufgebaute Mauer aus neun (!) Akteuren vor dem Strafraum aufzulösen. Sturmtank Ramos wirkte komplett auf verlorenem Posten.

Die letzten Minuten vor der Pause verliefen ereignisarm, weil das Pressing der Münchner perfekt funktionierte und der Ball demnach direkt wieder erobert wurde. Der FCB-Express begnügte sich mit den beiden frühen Toren. Immerhin bot FCB-Torhüter Neuer noch Sehenswertes: Die deutsche Nummer Eins blieb nach einem zu kurzen Rückpass von Dante extrem kühl und überlupfte den anstürmenden Ramos schier kinderleicht (40.). Zwei Minuten vorher köpfte Müller außerdem noch den Ball an die Querlatte. Wahnsinn: Nach 45 Minuten hatten die Bayern satte 80 Prozent Ballbesitz, die Passquote lag bei 93 Prozent.

Direkt mit Wiederbeginn zeigten die Münchner auf, wer hier wirklich der Herr im Haus war. Götze nahm an der Strafraumkante die Hacke zur Hilfe, legte so für Robben ab. Der zog alleine auf Kraft zu, doch erstens konnte dieser parieren, zweitens ertönte ein Pfiff: Abseits (46.). Die Hauptstädter standen schnell wieder mit ihrem blau-weiß gestreiften Mauerverbund um den Strafraum. Weil die Luhukay-Elf dann mal etwas forscher in den Zweikämpfen agierte, sank der Unterhaltungswert nahe der Null. Warum? Weil die Münchner das Leder an der Viererkette und den defensiven Mittelfeldspielern entlangzogen und die Berliner nicht herausrückten.

Ramos verkürzt

Nach weiteren Minuten schalteten die Bayern dann wieder einen Gang hoch. Pekarik konnte nach einer schönen Stafette über Götze und den frischen Ribery noch per Grätsche vor dem Franzosen klären, Joker Mandzukic prüfte wenig später Krafts Fußreaktionsgeschwindigkeit, ehe Alaba aus der Distanz übers Tor abschloss (60., 61. und 62.). Dennoch ließen die Gäste gerade in der Defensive die Zügel etwas schleifen, was Berlin erfolgreich auf den Plan rief: Nach einer Flanke von rechts stieß Rafinha Ramos mit beiden Händen leicht in den Rücken, der das "Geschenk" gerne annahm. Es gab Elfmeter - eine harte, aber auch vertretbare Entscheidung (65.). Der Gefoulte trat selbst an und verlud Torwart Neuer gekonnt (66.). Nun fassten die Herthaner neuen Mut, Trainer Luhukay brachte deswegen prompt Ronny für den blassen Mukhtar (71.).

Ribery macht den Meisterdeckel drauf

Die Hoffnung auf einen überraschenden Punktgewinn wurde allerdings jäh durchkreuzt. Erstens, weil der Rekordmeister keine Lücken mehr preisgab, zweitens, weil das 3:1 fiel. Janker verstolperte bei der Ballannahme das Spielgerät, Götze konnte so Tempo aufnehmen und schlussendlich den mitlaufenden Ribery auf links bedienen. Der blickte in Richtung des herauseilenden Schlussmanns Kraft, hob über diesen das Leder ins Tor (79.). Das Spiel beziehungsweise die Meisterschaft war damit endgültig entschieden. Die restlichen Minuten verliefen ohne große Aktionen. Wenn es derzeit etwas beim FCB zu bemängeln gibt, dann den Fakt, dass die Guardiola-Elf in den letzten fünf Bundesliga-Partien vier Mal nicht zu Null spielen konnte. Dafür sicherten sich die Süddeutschen in Berlin und zur Meisterschaft, der insgesamt 24., den 19. Dreier in Serie im Oberhaus.

Am Freitag spielt die Berliner Hertha auf Schalke vor (20.30 Uhr), die Bayern erwarten tags darauf in der Allianz-Arena die TSG 1899 Hoffenheim (15.30 Uhr).

Fotostrecke zur Meistersaison des FC Bayern München
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hertha BSC
Aufstellung:
Kraft (3) - 
Pekarik (4) , 
Janker (5,5) , 
Brooks (3,5) , 
Hosogai (4) , 
Kobiashvili (4,5)        
Skjelbred (4,5)    
N. Schulz (3,5) - 
Mukhtar (5)    
Ramos (3,5)        

Einwechslungen:
64. Niemeyer für Kobiashvili
71. Ronny für Mukhtar
87. Wagner für Ramos

Trainer:
Luhukay
Bayern München
Aufstellung:
Neuer (2,5) - 
Rafinha (4) , 
J. Boateng (2) , 
Dante (3,5) , 
Alaba (2,5) - 
Lahm (3)    
B. Schweinsteiger (2,5)    
Robben (3)    
T. Kroos (2)    
M. Götze (1,5)    
T. Müller (2)    

Einwechslungen:
54. Mandzukic (4) für T. Müller
54. F. Ribery (2,5)     für Robben
64. Thiago für B. Schweinsteiger

Trainer:
Guardiola

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
T. Kroos (6., Rechtsschuss, T. Müller)
0:2
1:2
Ramos (66., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Ramos)
1:3
F. Ribery (79., Linksschuss, M. Götze)
Gelbe Karten
Hertha:
Skjelbred
(4. Gelbe Karte)
Bayern:
-

Spieldaten

Hertha BSC       Bayern München
Tore 1 : 3 Tore
 
Torschüsse 4 : 13 Torschüsse
 
gespielte Pässe 210 : 1078 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 142 : 1004 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 68 : 74 Fehlpässe
 
Passquote 68% : 93% Passquote
 
Ballbesitz 18% : 82% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 41% : 59% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 13 : 8 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 7 : 13 Gefoult worden
 
Abseits 3 : 2 Abseits
 
Ecken 2 : 3 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
25.03.2014 20:00 Uhr
Stadion:
Olympiastadion, Berlin
Zuschauer:
76197 (ausverkauft)
Spielnote:  3
in einem Spiel von ermüdender Dominanz sorgten die Münchner immer wieder für Highlights, auch wenn diese Szenen mit zunehmender Spieldauer rarer wurden.
Chancenverhältnis:
1:8
Eckenverhältnis:
2:3
Schiedsrichter:
Marco Fritz (Korb)   Note 3
in einem überaus fairen Spiel nicht immer sicher in der Bewertung von Zweikämpfen, aber ohne gravierende Fehler. Die Elfmeter-Entscheidung war korrekt, Rafinha hätte indes dafür verwarnt gehört.
Spieler des Spiels:
Mario Götze
Sehr spielfreudig, an nahezu allen gefährlichen Aktionen beteiligt.

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