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1. FC Nürnberg

 - 

Eintracht Frankfurt

 
1. FC Nürnberg

2:5 (0:1)

Eintracht Frankfurt
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1. FC Nürnberg
Eintracht Frankfurt
1.
15.
30.
45.


46.
60.
75.
90.














Doppeltorschütze knockt Petrak aus - Platzverweis für Pinola

Joselu erst grob, dann effektiv

Frankfurt entschied das im zweiten Durchgang packende Abstiegsduell in Nürnberg verdient zu seinen Gunsten. Gegen einen zunächst verunsicherten Club nutzte die strukturiertere Eintracht Mitte des ersten Durchgangs einen Abwehrpatzer zur Führung und baute diese nach Wiederanpfiff per Doppelschlag aus, zu dem auch der FCN ausholte und urplötzlich wieder dran war. Nach Platzverweis für die Verbeek-Elf aber fand die SGE den Faden wieder und fuhr noch einen Kantersieg ein. Der Sieg hatte aber einen faden Beigeschmack.

Madlung vs. Pekhart
Kampf war Trumpf: Alexander Madlung und Tomas Pekhart
© Getty ImagesZoomansicht

FCN-Coach Gertjan Verbeek veränderte seine Startelf im Vergleich zur 1:2-Pleite beim HSV dreimal: Angha, Mak und Hlousek mussten auf die Bank, dafür waren Pogatetz sowie Campana und Pekhart von Beginn an dabei.

Eintracht-Trainer Armin Veh tauschte nach der 1:4-Heimniederlage gegen Freiburg ebenfalls dreimal Personal aus: Mit Meier (Adduktorenprobleme) und Schwegler (nicht wegen Nasenbeinbruch und Knorpelbruch an der Rippe, sondern wegen eines grippalen Infekts) fehlten zwei Schlüsselspieler, Zambrano (nach Gelbsperre) und Barnetta rückten in die Startelf. Außerdem verdrängte Lanig Inui auf die Bank.

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Nicht viel mehr als Kampf, Leidenschaft und etliche Unterbrechungen durch angeschlagene Akteure förderte die von beiden Teams nervös geführte Anfangsviertelstunde zu Tage. Schäfer musste nach Barnettas Freistoßflanke eingreifen (11.), aus dem Spiel heraus kam keiner der Kontrahenten in Schlagdistanz.

Frankfurts Aktionen bekamen gegen ungeordnete und fahrige Nürnberger langsam, aber sicher Struktur. Die erste echte Chance aber hatte Pekhart, der halblinks Trapp tunnelte, aber nur das Außennetz traf (17.). Die Führung fiel auf der anderen Seite: Pogatetz verlor den Ball auf der linken Außenbahn an Aigner, der Richtung Strafraum losjagte. Seinen Querpass vollendete Barnetta mit seinem ersten Tor seit Dezember 2010 aus kurzer Distanz (21.).

Pech für den FCN, dass Petrak nach einem Zweikampf mit Joselu frühzeitig angeschlagen raus musste. Der Spanier hatte Glück, dass Knut Kircher seinen Ellenbogenschlag gegen den Tschechen nicht als Tätlichkeit sah und mit "Rot" ahndete. Balitsch kam (23.).

Vergeblich suchte der Vorletzte nach Sicherheit. Gegen früh attackierende Hessen, die den Club meist zu weiten Bällen aus der Abwehr zwangen, die über die Kreativabteilung mit Kiyotake und Campana hinwegflogen, lief offensiv überhaupt nichts zusammen. Die Veh-Elf war auch technisch die bessere Mannschaft, zeigte vielversprechende Ansätze, ohne in der Folge zunächst weitere Möglichkeiten herauszuspielen.

Nach einer halben Stunde zeigte sich der Altmeister wenigstens des Öfteren in der gegnerischen Hälfte, eher zufällig sprang eine Schusschance für Campana (37.) und eine Kopfballgelegenheit für Drmic (38.) heraus. Wesentlich knapper war's auf der Gegenseite, als Barnetta Schäfer per Kopf zu einer guten Parade zwang (45.).

Mak kam mit Wiederanpfiff für Kiyotake. Plötzlich war viel Tempo im Spiel, der Club hatte sich einiges vorgenommen. Und wurde mit einem Doppelschlag sofort ausgebremst.

Nach Lanigs Kopfballvorlage tauchte Aigner halbrechts frei vor Schäfer auf, behielt den Überblick und legte uneigennützig quer auf Joselu, der an Pinola vorbei zum 2:0 einschoss (49.). Vier Minuten später: Schäfer parierte Lanigs Kopfball aus fünf Metern nach Barnettas Freistoßflanke überragend, Madlung aber stand - in Abseitsposition - blank und staubte ab, 0:3.

War die Messe damit gelesen? Nein, denn die Verbeek-Elf profitierte in der Folge davon, dass die Eintracht im Gefühl des sicheren Sieges die Zügel etwas schleifen ließ. Nach einem technischen Highlight schöpfte der FCN wieder Hoffnung: Feiner Pass von Campana nach halblinks zu Drmic. Noch feiner war dessen Ballan- und -mitnahme sowie der satte Abschluss aus 14 Metern hoch ins rechte Eck (64.).

Die Eintracht verlor gänzlich den Faden. Die Gastgeber erhöhten ihr Laufpensum, bewiesen nun Zweikampfstärke - und legten nach: Plattenhardt trieb die Kugel in die gegnerische Hälfte und spielte quer auf Campana. Der Spanier zog aus 28 Metern flach ab, das Leder sauste ins linke untere Eck (72.).

Die Aufholjagd hatte Kraft gekostet, Nürnberg kam nicht mehr so recht ins letzte Drittel. Und musste durch Pinolas Platzverweis - der Argentinier foulte den durchgebrochenen Joselu (80.) - den nächsten Tiefschlag hinnehmen. Letztlich die Vorentscheidung. Die SGE fand ihren Faden wieder, spielte die Überzahl clever aus und stellte durch Joselu (88.) und Kadlec (90.+2) auf 5:2.

Die Nürnberger erwarten am Mittwoch (20 Uhr) in der englischen Woche den VfB Stuttgart. Die Frankfurter empfangen gleichzeitig Borussia Mönchengladbach.

1. Bundesliga, 2013/14, 26. Spieltag
1. FC Nürnberg - Eintracht Frankfurt 2:5
1. FC Nürnberg - Eintracht Frankfurt 2:5
Strenger Blick

FCN-Coach Gertjan Verbeek vor dem Duell gegen Frankfurt.
© picture alliance

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23.03.14
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1. FC Nürnberg
Aufstellung:
R. Schäfer (4)    
Feulner (4) , 
Petrak    
Pogatetz (6)    
Plattenhardt (4) - 
Pinola (5)    
Campana (3)    
Frantz (5) - 
Kiyotake (5,5)    
Drmic (3)    

Einwechslungen:
21. Balitsch (4,5) für Petrak
46. Mak (4,5) für Kiyotake
62. Stark für Pogatetz

Trainer:
Verbeek
Eintracht Frankfurt
Aufstellung:
Trapp (3) - 
S. Jung (3)    
Zambrano (4) , 
Madlung (2)    
Djakpa (3,5)    
Russ (3,5) - 
Lanig (3,5)    
Flum (3,5)    
Barnetta (2,5)    
Aigner (2)    
Joselu (2)        

Einwechslungen:
65. Oczipka für Djakpa
75. Kadlec     für Aigner
90. Stendera für Lanig

Trainer:
Veh

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Barnetta (21., Linksschuss, Aigner)
0:2
Joselu (49., Rechtsschuss, Aigner)
0:3
Madlung (53., Rechtsschuss, Lanig)
1:3
Drmic (64., Linksschuss, Campana)
2:3
Campana (72., Rechtsschuss, Plattenhardt)
2:4
Joselu (88., Rechtsschuss, Kadlec)
2:5
Kadlec (90. + 2, Rechtsschuss, Joselu)
Rote Karten
Nürnberg:
Pinola
(80., Notbremse, Joselu)
Frankfurt:
-
Gelbe Karten
Nürnberg:
-
Frankfurt:
Flum
(6. Gelbe Karte)

Spieldaten

1. FC Nürnberg       Eintracht Frankfurt
Tore 2 : 5 Tore
 
Torschüsse 13 : 23 Torschüsse
 
gespielte Pässe 389 : 391 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 272 : 265 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 117 : 126 Fehlpässe
 
Passquote 70% : 68% Passquote
 
Ballbesitz 51% : 49% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 49% : 51% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 19 : 15 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 15 : 19 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 2 Abseits
 
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Spielinfo

Anstoß:
23.03.2014 15:30 Uhr
Stadion:
Grundig-Stadion, Nürnberg
Zuschauer:
40079
Spielnote:  3,5
keine hochklassige, aber nach dem 2:3 doch noch spannende und unterhaltsame Partie.
Chancenverhältnis:
4:8
Eckenverhältnis:
2:5
Schiedsrichter:
Knut Kircher (Rottenburg)   Note 5
ahndete den Ellbogenschlag von Joselu gegen Petrak nicht mit der notwendigen Roten Karte, übersah beim 0:3 die Abseitsstellung von Madlung, lag jedoch beim Platzverweis gegen Pinola (Notbremse außerhalb des Strafraums) richtig.
Spieler des Spiels:
Stefan Aigner
Brachte mit seinen beiden klugen Assists den Eintracht-Sieg auf den Weg.
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