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Hertha BSC

Hertha BSC

0
:
3

Halbzeitstand
0:0
Hannover 96

Hannover 96


HERTHA BSC
HANNOVER 96
15.
30.
45.






60.
75.
90.









Andreasen sieht die fünfte Gelbe und fehlt gegen Dortmund

Bittencourt brilliert als Vorbereiter

Kalt wie eine Hundeschnauze präsentierte sich Hannover 96 beim Gastauftritt im Berliner Olympiastadion. Die Hertha rannte an und erspielte sich zahlreiche Chancen, doch die Tore machte die Korkut-Truppe, die mit 3:0 (0:0) siegte. Bei den Gästen überragte Bittencourt, der zweimal hellwach war und blitzsauber zu den ersten beiden Treffern auflegte.

Adrian Ramos
Holper-die-Stolper: Ramos steht frei vor Zieler, tritt aber auf den Ball und vertendelt so die Möglichkeit zur Führung.
© picture allianceZoomansicht

Hertha-Coach Jos Luhukay nahm im Vergleich zum 1:1-Unentschieden in Mainz drei Änderungen vor: Schulz, Ronny und Niemeyer begannen für Allagui, van den Bergh (beide Bank) und Ndjeng (Muskelverhärtung in der Wade). Hannovers Übungsleiter Tayfun Korkut musste nach dem 1:1-Remis gegen Leverkusen auf den an der Schulter verletzten Stürmer Diouf verzichten. Auch Pocognoli musste wegen eines Magen-Darm-Infekts kurzfristig passen. Dafür rückten Stindl (nach abgesessener Gelbsperre) und Prib in die Startelf.

Vom Anpfiff weg versuchte die Hertha, Dominanz auszustrahlen. Keine 120 Sekunden waren gespielt, als die Berliner den ersten Abschluss verzeichneten. Ramos traf aus extrem spitzem Winkel das Außennetz. Der Kolumbianer präsentierte sich - ebenso wie sein Offensivkollege Ronny - spielfreudig und war von der 96-Abwehr kaum zu fassen. Als Andreasen per Foul einen Schulz-Fehler ausbügelte und deshalb die fünfte Gelbe Karte sah, musste Zieler die Fingerspitzen zu Hilfe nehmen, um Ronnys Freistoß zu entschärfen (11.).

Rudnevs muss verletzt raus

Hannover setzt in Dioufs Abwesenheit auf Rudnevs als alleinigen Angreifer, Huszti unterstützte ihn im Spiel gegen den Ball als Störenfried des Berliner Aufbaus. Richtig effektiv war das aber nicht, die Hauptstädter kamen weiter zu ihren Möglichkeiten. Komplett frei vor Zieler verstolperte Ramos einen Hundertprozenter (19.). Vor allem über die linke Seite und den schnellen Schulz lebte die Hertha ihren Offensivdrang aus. Nach einer halben Stunde musste Rudnevs verletzt raus, Korkut brachte Schlaudraff in die Partie, der fortan mit Bittencourt die vorderste 96-Reihe bildete. Huszti rückte auf die linke Seite

In der Schlussphase des ersten Durchgangs büßte die Heimelf etwas an Schwung ein. Hannover stand insgesamt besser in der Defensive, ließ aber noch eine Großchance zu: Skjelbred konnte seinen Freiraum nach einem Ronny-Geniepass nicht nutzen und vergab freistehend vor Zieler (44.). Andererseits generierten nun auch die Niedersachsen erste Abschlüsse, Bittencourt vergab die beste Möglichkeit aus der Distanz (45. +1). So ging es torlos in die Pause.

In Durchgang zwei lief es genauso weiter. Berlin hatte mehr Ballbesitz, Ronny (47.) und Hosogai (48.) brachten aus der Distanz keine Präzision in ihre Schüsse. Wie aus dem Nichts schlug dann Hannover eiskalt zu: Bittencourt ließ Holland mit einem raketenhaften Antritt stehen und legte von der Grundlinie auf Stindl zurück. Der bedankte sich mit einem satten Rechtsschuss aus zehn Metern ins rechte obere Eck (49.).

Schlaudraff bleibt cool

Die Hertha reagierte wütend und drängte sofort auf den Ausgleich, doch Ramos (51.), Skjelbred (54.) und nochmal Ramos (55.) konnten beste Schusspositionen nicht nutzen. Anders die coolen Niedersachsen. Kobiashvili ließ sich an der Mittellinie von Bittencourt übertölpeln, der umgehend auf den durchstartenden Schlaudraff durchsteckte. Der Routinier hatte alle Zeit der Welt, umkurvte Kraft und schob locker ins leere Tor ein (57.).

Die Gäste stellten ihre ohnehin schon spärlichen Angriffsbemühungen nun vollends ein, während die Hausherren in eine Schockstarre verfielen. Luhukay sah sich das zehn Minuten lang an und brachte dann die offensiven Mukhtar für Hosogai (67.) und Allagui für Skjelbred (72.). Doch auch die frischen Kräfte konnten das Angriffsspiel nicht wieder auf Touren bringen. Ronny und Co. verrannten sich immer wieder auf den Außenbahnen, dazu wurden die zahlreichen Standardsituationen nicht genutzt.

Die große Schlussoffensive der Hertha blieb aus. Zwar rackerten die Luhukay-Schützlinge bis zum Ende, doch gelang es ihnen nicht, Druck aufzubauen. Ronny traf aus der Distanz noch den Innenpfosten (89.), ehe Huszti in der Nachspielzeit sogar noch nachlegte. Vom eingewechselten Ya Konan in die Tiefe geschickt, hämmerte der Ungar das Leder aus kurzer Distanz mit rechts unter die Latte (90. +1). Der Drops war gelutscht, der Auswärtssieg perfekt.

Die Berliner reisen nächsten Samstag nach Mönchengladbach (18.30 Uhr). Hannover empfängt drei Stunden zuvor Borussia Dortmund.

1. Bundesliga, 2013/14, 25. Spieltag
Hertha BSC - Hannover 96 0:3
Hertha BSC - Hannover 96 0:3
Die Erhöhung

Schlaudraff markierte das 2:0 für Hannover, musste dabei letztlich nur noch einschieben.
© getty images

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15.03.14
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hertha BSC
Aufstellung:
Kraft (3,5) - 
Pekarik (3,5) , 
S. Langkamp (3,5) , 
Kobiashvili (5)    
Holland (5) - 
Hosogai (4)    
Niemeyer (4)    
Skjelbred (4)    
Ronny (2,5) , 
N. Schulz (5) - 
Ramos (4)

Einwechslungen:
67. Mukhtar für Hosogai
72. Allagui für Skjelbred

Trainer:
Luhukay
Hannover 96
Aufstellung:
Zieler (2,5) - 
H. Sakai (3) , 
Hoffmann (3)    
C. Schulz (3,5) , 
Prib (4) - 
Schmiedebach (2,5)    
Andreasen (3)    
Stindl (2,5)        
Bittencourt (2)    
Huszti (3)    
Rudnevs (4)    

Einwechslungen:
31. Schlaudraff (3)     für Rudnevs
76. S. Sané für Schmiedebach
90. Ya Konan für Bittencourt

Trainer:
Korkut

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Stindl (49., Rechtsschuss, Bittencourt)
0:2
Schlaudraff (57., Linksschuss, Bittencourt)
0:3
Huszti (90. + 1, Rechtsschuss, Ya Konan)
Gelbe Karten
Hertha:
Niemeyer
(1. Gelbe Karte)
Hannover:
Andreasen
(5. Gelbe Karte, gesperrt)
,
Hoffmann
(2.)

Spieldaten

Hertha BSC       Hannover 96
Tore 0 : 3 Tore
 
Torschüsse 16 : 7 Torschüsse
 
gespielte Pässe 533 : 376 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 405 : 245 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 128 : 131 Fehlpässe
 
Passquote 76% : 65% Passquote
 
Ballbesitz 59% : 41% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 59% : 41% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 8 : 17 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 17 : 6 Gefoult worden
 
Abseits 4 : 2 Abseits
 

Spielinfo

Anstoß:
15.03.2014 15:30 Uhr
Stadion:
Olympiastadion, Berlin
Zuschauer:
46727
Spielnote:  4
ein Spiel, das als Kost eher Schwarzbrot als Sahnetorte bereithielt: immer wieder Leerlauf, wenig Spektakel und Esprit.
Chancenverhältnis:
7:3
Eckenverhältnis:
6:1
Schiedsrichter:
Guido Winkmann (Kerken)   Note 2
wohltuend sachlich, stets auf Ballhöhe, mit Augenmaß bei den persönlichen Strafen in einem Spiel, das ihn allerdings auch nicht bis an die Grenzen forderte.
Spieler des Spiels:
Leonardo Bittencourt
Quirlig, schnell, zwei Assists: Er stellte die Weichen auf Sieg.