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Hamburger SV

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1. FC Nürnberg

 
Hamburger SV

2:1 (0:0)

1. FC Nürnberg
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Hamburger SV
1. FC Nürnberg
1.
15.
30.
45.

46.
60.
75.
90.











HSV verlässt Abstiegszone - Nürnberg weiter sieglos

Calhanoglu durchbricht das fränkische Bollwerk

"Es ist ein Überholspiel", hatte HSV-Coach Mirko Slomka vor dem Duell gegen den 1. FC Nürnberg prophezeit und sollte am Ende Recht behalten. Der Hamburger SV gewann dank eines leidenschaftlichen Auftritts verdient gegen den Club mit 2:1 und sprang dadurch auf Platz 14 der Tabelle. Auf der anderen Seite wird die Luft für Nürnberg immer dünner, bei nur noch zwei Punkten Vorsprung auf den Relegationsrang.

Nürnbergs Angha (li.) im Duell mit Ilicevic
Mitreißend: Nürnbergs Angha (li.) im Duell mit Ilicevic.
© Getty ImagesZoomansicht

An Alster und Elbe hatte sich die Personalsituation vor dem Abstiegskracher gegen den 1. FC Nürnberg ein wenig entspannt, immerhin meldete sich Kapitän van der Vaart wieder fit und wurde von Trainer Mirko Slomka direkt in die Startelf beordert. Rincon, der noch beim 1:1 gegen Frankfurt begonnen hatte, fand sich auf der Bank wieder. Topstürmer Lasogga (elf Tore) fehlte mit Oberschenkelproblemen.

Auf der Gegenseite hatte Club-Coach Gertjan Verbeek ebenfalls um seinen Kapitän Schäfer, der bei der 0:2-Heimniederlage gegen Werder Bremen mit Problemen am Hüftbeuger ausgewechselt werden musste, gebangt. Am Ende war alles halb so wild und Schäfer an Bord. Einen Wechsel gab's dennoch: Feulner erhielt im Mittelfeld den Vorzug vor Campana, was eine defensiver Ausrichtung der Franken schlussfolgern ließ.

Direkt nach dem Anpfiff legten beide Mannschaften forsch los und kamen auch umgehend zu vielversprechenden Möglichkeiten: Feulner (1.) gab eine erste Duftmarke für die Franken ab, auf der anderen Seite sorgten Djourou (3., 13.) und Calhanoglu (4., 16.) nach ruhenden Bällen für Furore. Diskussionswürdig war dann ein Zweikampf im FCN-Sechzehner zwischen Petrak und Westermann, bei dem der Hamburger zu Boden ging und Elfmeter forderte. Schiedsrichter Marco Fritz ließ weiterspielen (20.).

Insgesamt machte der HSV die etwas bessere Figur, auch weil er durch frühes Pressing die Nürnberger immer wieder zu Ballverlusten zwang. Die Gäste hatten vor allem auf den Außenbahnen, wo Ilicevic und Calhanoglu viel Betrieb machten, so ihre Probleme - überwiegend auf der rechten Seite, auf der Angha ein ums andere Mal allein gelassen und daraufhin düpiert wurde.

Zoua scheitert am Pfosten - Schäfer läuft heiß

Feulner gegen Hamburgs Badelj (re.).
Hoch das Bein: Feulner gegen Hamburgs Badelj (re.).
© Getty ImagesZoomansicht

Von Nürnberg war lange Zeit offensiv nicht viel zu sehen, auch weil Mak, Kiyotake und Hlousek praktisch nicht existent waren. Doch dann zeigte sich Feulner, der nach 25 Minuten den rechten Außenpfosten traf. Nachdem auf der Gegenseite Diekmeier in Schäfer seinen Meister gefunden (32.) und Angha in letzter Sekunde gegen Djourou geklärt hatte (34.), scheiterte Kiyotake mit einem abgefälschten Fernschuss an HSV-Schlussmann Adler (36.). Für den Schlusspunkt in diesem rasanten, umkämpften, zugleich aber auch fehlerbehafteten ersten Durchgang sorgte Zoua, der nach Calhanoglu-Zuspiel den linken Pfosten traf (45.+1).

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Nach Wiederanpfiff drehten die Hamburger noch einmal an der Temposchraube und erhöhten abermals den Druck. Für den Club begann damit eine echte Abwehrschlacht, in der sich die Franken mit Glück und Geschick lange Zeit schadlos hielten. Das lag auch an Schlussmann Schäfer, der gegen van der Vaart (59.) und Calhanoglu (63.) parierte. War der Kapitän mal nicht zur Stelle, dann verzogen die Hausherren (Calhanoglu, 63.) oder Pinola rettete auf der Linie (70.). Nachdem Schäfer gegen Ilicevic auch noch gerettet hatte (74.), ließ Calhanoglu den eingewechselten Routinier Balitsch alt aussehen und versenkte den Ball letztlich sehenswert in die Maschen zur hochverdienten Führung (80.).

Das war der Auftakt zu furiosen Schlussminuten, in denen zunächst Frantz ein schmerzliches Eigentor unterlief (86.), ehe Drmic doch noch sein Tor machte (90.+1) und damit eine dramatische Nachspielzeit einläutete: Der Höhepunkt dabei war dann ein Freistoß des ebenfalls eingewechselten Campana, der beinahe noch das Remis bedeutet hätte. Adler war aber auf seinem Posten, rettete stark und hielt so den erlösenden Dreier fest (90.+3).

Die Hamburger kämpfen am Samstag (15.30 Uhr) in Stuttgart um drei wichtige Punkte im Abstiegskampf. Der Club empfängt am Sonntag (15.30 Uhr) dann die Frankfurter Eintracht.

1. Bundesliga, 2013/14, 25. Spieltag
Hamburger SV - 1. FC Nürnberg 2:1
Hamburger SV - 1. FC Nürnberg 2:1
Beistand von oben?

FCN-Coach Gertjan Verbeek vor dem Spiel in Hamburg.
© Getty Images

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16.03.14
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hamburger SV
Aufstellung:
Adler (2) - 
Diekmeier (2,5) , 
Djourou (3,5) , 
Mancienne (3) , 
Westermann (2,5) - 
Calhanoglu (1)    
Badelj (2,5) , 
Arslan (2,5)    
Ilicevic (2)    
van der Vaart (4)        
Zoua (4)

Einwechslungen:
82. Tesche für van der Vaart
85. Jiracek für Ilicevic
88. Rincon für Arslan


Trainer:
Slomka
1. FC Nürnberg
Aufstellung:
R. Schäfer (1,5)    
Angha (5)    
Petrak (3,5)    
Pinola (4)    
Plattenhardt (4)    
Frantz (4) - 
Mak (4,5)    
Feulner (3,5) , 
Kiyotake (4) , 
Hlousek (4,5) - 
Drmic (4)    

Einwechslungen:
62. Balitsch für Angha
68. Campana für Mak
82. Pekhart für Pinola

Trainer:
Verbeek

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Calhanoglu (80., Rechtsschuss)
2:0
Frantz (86., Eigentor, Rechtsschuss, Jiracek)
2:1
Drmic (90. + 1, Linksschuss, Feulner)
Gelbe Karten
HSV:
-
Nürnberg:
Plattenhardt
(2. Gelbe Karte)
,
Petrak
(1.)

Spieldaten

Hamburger SV       1. FC Nürnberg
Tore 2 : 1 Tore
 
Torschüsse 26 : 9 Torschüsse
 
gespielte Pässe 353 : 401 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 265 : 313 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 88 : 88 Fehlpässe
 
Passquote 75% : 78% Passquote
 
Ballbesitz 47% : 53% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 57% : 43% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 12 : 18 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 18 : 12 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 2 Abseits
 
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Spielinfo

Anstoß:
16.03.2014 15:30 Uhr
Stadion:
Imtech-Arena, Hamburg
Zuschauer:
52183
Spielnote:  2
ein turbulentes, temporeiches, bis zum Schluss spannendes Spiel.
Chancenverhältnis:
13:6
Eckenverhältnis:
11:5
Schiedsrichter:
Marco Fritz (Korb)   Note 3
nur ein Makel trübte die an sich souveräne Vorstellung: übersah das elfmeterwürdige Foul von Petrak an Westermann (19.).
Spieler des Spiels:
Hakan Calhanoglu
Selten tat ein Spieler so viel für ein Tor. Belohnte seinen Fleiß, begeisterte einen ganzen Verein.
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