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VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg

1
:
3

Halbzeitstand
1:1
Hannover 96

Hannover 96


VFL WOLFSBURG
HANNOVER 96
15.
30.
45.






60.
75.
90.












Hannover lässt Wolfsburgs Serie reißen

Bittencourt sorgt für die ersten Auswärtspunkte

Seit neun Partien hatte Wolfsburg nicht mehr verloren. Ausgerechnet im Niedersachsen-Derby gegen Hannover riss diese Serie mit einer 1:3-Heimniederlage. Zwar war der VfL fast über die komplette Distanz die spielstärkere und bestimmende Mannschaft, doch 96 nutzte kapitale Fehler der Wölfe eiskalt aus. Damit feiert der neue Coach Tayfun Korkut einen Traum-Einstand: Die Roten holten die ersten Auswärtspunkte der laufenden Saison.

Wölfe ballsicher und spielerisch überlegen

Artjoms Rudnevs
Erstes Spiel für Hannover, erster Treffer: Artjoms Rudnevs (re.).
© Getty ImagesZoomansicht

Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking musste nach dem letzten Hinrundenspiel, dem 3:1 Sieg gegen Stuttgart, auf den gesperrten Ochs (5. Gelbe) verzichten und stellte dafür Träsch in die Rechtsverteidigung. Außerdem erhielt Neuzugang de Bruyne (für 22 Million Euro vom FC Chelsea gekommen) im rechten offensiven Mittelfeld den Vorzug vor Caligiuri (Bank). Hannovers neuer Coach Tayfun Korkut nahm im Vergleich zur 1:2-Niederlage in Freiburg gleich fünf personelle Veränderungen vor: Huszti, Sakai, Schmiedebach, Schulz und Neuzugang Rudnevs standen für Andreasen, Prib, Sulejmani (alle Bank), Sané (nicht im Kader) und Cherundolo (Knieprobleme) in der Startelf.

Wolfsburg war spielerisch klar überlegen und kombinierte mitunter ansehnlich mit vielen Direktpässen nach vorne. Dabei spielte der VfL bevorzugt über die Flügel und setzte dabei entweder die aufgerückten Außenverteidiger (Träsch/Rodriguez) oder die Halbpositionen im Mittelfeld (Diego/de Bruyne) in Szene. Daraus resultierten Torchancen durch Diego (7., 12., 24.) und Naldo (17.). Hannover war hingegen komplett in der Defensive gebunden und startete nur vereinzelt Konter. Eine wirkliche Möglichkeit verzeichneten die Gäste dabei aber nicht. Immerhin war Korkuts neue Handschrift zu erkennen: 96 spielte nicht mehr hektisch nach vorne, sondern ließ das Spielgerät geduldig in den eigenen Reihen zirkulieren.

Rudnevs aus dem Nichts, dann antwortet Olic

Die erste wirkliche Torchanche nutzte Hannover dann aber prompt zur Führung: Nach einem Ballverlust von Medojevic im Mittelfeld schalteten die Roten blitzschnell um. Rudnevs spielte einen Doppelpass mit Diouf und tauchte frei vor Benaglio auf. Dort behielt der Winter-Neuzugang (für 500.000 Euro aus Hamburg ausgeliehen) die Nerven und spitzelte das Leder zum 1:0 ins Tor (28.).

Vom Rückstand unbeeindruckt, drängten die Hausherren weiter nach vorne. Olic lenkte einen Traumpass von Rodriguez nur knapp neben den Pfosten (33.). Wenig später stand der Kroate dann aber goldrichtig: Nach einem Einwurf feuerte Arnold einen Flachschuss vom rechten Sechzehnereck ab. Zieler ließ den Ball genau auf Olic - der an der Grenze zum Abseits stand - abklatschen. Der Stürmer musste nur noch den Fuß hinhalten und traf zum 1:1 (35.).

Bittencourt bestraft den nächsten Fehler

Leonardo Bittencourt
"Man of the match": Leonardo Bittencourt schnürte einen Doppelpack.
© picture allianceZoomansicht

Nach dem Seitenwechsel strahlte Wolfsburg nicht mehr die Dominanz der ersten Halbzeit aus. So kam 96 schon früh zu ersten Möglichkeiten: Huszti zirkelte einen 22-Meter-Freistoß knapp am rechten Pfosten vorbei (49.). Eine Zeigerumdrehung später lud der VfL Hannover durch den nächsten kapitalen Schnitzer förmlich zum Toreschießen ein: Bei einem Freistoß in der eigenen Hälfte kam es zum Missverständnis zwischen Diego und Medojevic. Diouf bedankte sich und servierte den Ball in den Lauf von Bittencourt, der frei vor Benaglio auftauchte und zum 2:1 traf (50.).

Fortan störten die Gäste den Spielaufbau der Wölfe deutlich früher. Kombinierten sich die Hausherren mal in die gegnerische Hälfte, zogen sich die Roten ins eigene Drittel zurück und verteidigten kompakt. So kam der VfL kaum noch zum Abschluss. Hecking reagierte und brachte mit Perisic (61.) und Dost (69.) frische Offensivkräfte. Abgesehen von einem leicht zu hoch angesetzten de-Bruyne-Schuss (63.) und einem Perisic-Hammer aus 18 Metern, den Zieler entschärfte, brachten die Wölfe aber nichts aufs Papier (66.).

Bittencourt entscheidet das Derby

Stattdessen blieb Hannover mit Kontern gefährlich. Rudnevs (68.) und Bittencourt (69.) näherten sich an, dann schlug Bittencourt zu und vollendete einen Alleingang aus acht Metern rechter Position mit einem Schuss in den rechten Winkel (72.). Der VfL brauchte ein paar Minuten, um den Gegentreffer zu verdauen und baute in der Schlussphase noch einmal Druck auf. Ein Diego-Freistoß (80.), ein Perisic-Fernschuss (84.) und ein Dost-Kopfball (87.) sorgten noch einmal für Gefahr, doch es blieb beim 1:3.

Für Wolfsburgs geht es am nächsten Samstag (15.30 Uhr) mit einem Auswärtsspiel beim FC Schalke 04 weiter. Hannover hat im Abendspiel (18.30 Uhr) Heimrecht gegen Borussia Mönchengladbach.

1. Bundesliga, 2013/14, 18. Spieltag
VfL Wolfsburg - Hannover 96 1:3
VfL Wolfsburg - Hannover 96 1:3
Jetzt wird's ernst

96-Coach Tayfun Korkut war die Anspannung vor seinem Debüt auf der Bank der Niedersachsen anzusehen.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfL Wolfsburg
Aufstellung:
Benaglio (3)    
Träsch (4)        
Naldo (4) , 
Knoche (4) , 
R. Rodriguez (3,5) - 
Medojevic (5) , 
Luiz Gustavo (4,5) - 
De Bruyne (4,5) , 
Arnold (3,5)    
Diego (4) - 
Olic (4)        

Einwechslungen:
61. Perisic für Träsch
69. Dost für Olic

Trainer:
Hecking
Hannover 96
Aufstellung:
Zieler (3) - 
H. Sakai (3,5)    
Marcelo (3,5) , 
Hoffmann (3) , 
C. Schulz (3) - 
Schmiedebach (4) , 
Stindl (4)    
Huszti (3)    
Bittencourt (1,5)            
M. Diouf (2) , 
Rudnevs (2,5)        

Einwechslungen:
83. Andreasen für Huszti
89. Prib für Bittencourt
90. + 3 Schlaudraff für Rudnevs

Trainer:
Korkut

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Rudnevs (28., Rechtsschuss, M. Diouf)
1:1
Olic (35., Linksschuss, Arnold)
1:2
Bittencourt (50., Linksschuss, M. Diouf)
1:3
Bittencourt (72., Linksschuss, Huszti)
Gelbe Karten
Wolfsburg:
Träsch
(1. Gelbe Karte)
,
Arnold
(3.)
Hannover:
H. Sakai
(5. Gelbe Karte, gesperrt)

Spieldaten

VfL Wolfsburg       Hannover 96
Tore 1 : 3 Tore
 
Torschüsse 25 : 10 Torschüsse
 
gespielte Pässe 593 : 290 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 506 : 189 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 87 : 101 Fehlpässe
 
Passquote 85% : 65% Passquote
 
Ballbesitz 67% : 33% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 54% : 46% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 14 : 17 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 14 : 14 Gefoult worden
 
Abseits 4 : 0 Abseits
 

Spielinfo

Anstoß:
25.01.2014 15:30 Uhr
Stadion:
Volkswagen-Arena, Wolfsburg
Zuschauer:
28139
Spielnote:  2,5
ein rassiges Nachbarschaftsduell auf taktisch gutem Niveau.
Chancenverhältnis:
8:5
Eckenverhältnis:
7:3
Schiedsrichter:
Markus Schmidt (Stuttgart)   Note 3
unauffällige und solide Spielleitung mit nur einem nennenswerten Fehler, der jedoch erst durch TV-Bilder nachzuweisen war: Olic stand vor dem 1:1 hauchdünn im Abseits.
Spieler des Spiels:
Leonardo Bittencourt
Eiskalter Vollstrecker: Mit seinem ersten Bundesliga-Doppelpack entschied er das Niedersachsenduell.