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TSG Hoffenheim

TSG Hoffenheim

4
:
4

Halbzeitstand
2:2
Werder Bremen

Werder Bremen


TSG HOFFENHEIM
WERDER BREMEN
15.
30.
45.












60.
75.
90.















"Comebacker" Petersen und Bargfrede treffen

Acht Tore, drei Elfmeter und ein Torwartwechsel

Recht viel kurioser kann ein Fußballspiel nicht laufen. Acht Tore, drei Elfmeter, zwei Comebacks, ein Torwartwechsel und kein Sieger ist die Bilanz aus dem Aufeinandertreffen zwischen Hoffenheim und Bremen. Zweimal ging die TSG mit zwei Toren in Vorsprung, zweimal kam Werder wieder zurück.

Dutt setzt ein Ausrufezeichen: Mielitz auf die Bank!

Sehad Salihovic
Elfmeterfestival, Teil 1: Sehad Salihovic (re.) verwandelt seinen Strafstoß zum 1:0.
© picute allianceZoomansicht

Hoffenheims Trainer Markus Gisdol nahm nach im Vergleich zur 0:2-Niederlage in Augsburg drei personelle Änderungen vor: Rudy, Herdling und Schipplock bekamen den Vorzug vor Strobl, Johnson und Modeste (alle Bank). Für eine große Überraschung sorgte Bremens Coach Robin Dutt, der einen Torwartwechsel vollzog: Nach Mielitz' Doppelpatzer beim 2:3 gegen Mainz musste dieser auf der Bank Platz nehmen. Dafür stand Wolf zwischen den Pfosten und gab sein Bundesliga-Debüt. Außerdem rückte Garcia für den verletzten Kroos (Innenbandriss im Knie) sowie Ekici für Selke (Bank) in die Startelf. Torjäger Petersen (nach Innenbandriss im Knie) nahm wieder auf der Bank Platz.

Die Partie nahm sofort an Fahrt auf und gestaltete sich durchaus temporeich. Vor allem die TSG gab den Ton an und überbrückte das Mittelfeld mit schnellen Vorstößen. Dabei drängten gleich mehrere Spieler in einer gesammelten Angriffswelle Richtung Strafraum. Mit gutem Kombinationsspiel und vielen Kurzpässen fand 1899 schnell Lücken in der Werder-Defensive. Roberto Firmino tauchte aus halbrechter Position frei vor Wolf auf, doch der Torwart rettete mit einem starken Reflex (5.). Kurz darauf tanzte Schipplock zwei Bremer aus, zielte dann aus 14 Metern zentraler Position aber deutlich am Kasten vorbei (9.).

Elfmeterfestival für Salihovic

Für den SVW wurde der Druck immer größer und die Mannschaft reagierte regelrecht überfordert. Nach einer Ecke rette Wolf gegen Vollands Schuss aus der Nahdistanz, daraufhin drehte sich Volland in einen Zweikampf mit Garcia hinein und fiel über das Bein des Bremers. Schiedsrichter Wolfang Stark überlegte kurz und zeigte dann auf den Punkt (11.). Salihovic trat an und verwandelte den Elfmeter sicher mit einem Flachschuss ins linke Eck (12.). Werder suchte nach einer sofortigen Antwort und kam zur einzigen Chance in der ersten Halbzeit: Hunt scheiterte aus spitzem Winkel aber an einem Casteels-Reflex (13.).

Ansonsten brachte Bremen nicht wirklich viel zu Papier. Sturmtank di Santo hing komplett in der Luft. Die Gäste konnten keine Bindung zu ihrer Offensivabteilung herstellen. Stattdessen sorgten die Hausherren für den nächsten Aufreger: Polanski und Makiadi wollten einen Ball im Strafraum ersprinten. Nach einem leichten Kontakt von Makiadi ging Polanski zu Boden. Stark zeigte erneut auf den Punkt (17.). Salihovic war so zum zweiten Mal gefordert und entschied sich dazu, das Spielgerät aufreizend lässig in die Mitte zu chippen. Wolf sprang nach links ab, sodass 1899 das 2:0 bejubeln durfte (18.).

Ausgleich binnen zwei Minuten

Eljero Elia, Franco di Santo & Aaron Hunt
Comebackqualitäten: Bremen jubelt mit Eljero Elia, Franco di Santo und Aaron Hunt (v.l.n.r.).
© picture allianceZoomansicht

Auch in der Folge blieb die TSG die deutlich bessere Mannschaft und hatte durch Salihovic (25., 32.), Roberto Firmino (29.) und Schipplock (39.) sogar das 3:0 auf dem Fuß. Bremen haderte indes mit diversen Schiedsrichterentscheidungen und handelte sich einige Gelbe Karten ein. Erst kurz vor der Halbzeit gaben die Gäste ein Lebenszeichen ab: Schipplock blockte einen Hunt-Freistoß im eigenen Strafraum mit dem Arm ab, sodass es zum dritten Strafstoß der Partie kam. Hunt trat selbst an und versenkte das Leder flach rechts im Eck (45.). Doch es kam sogar noch kurioser. Nur eine Minute später wurde Hunt in abseitsverdächtiger Position an die Grundlinie geschickt. Seine flache Flanke von rechts rutschte Torwart Casteels durch die Beine, sodass Elia freie Bahn hatte und zum 2:2 ins leere Tor einschob (45.+1).

Volland mit Köpfchen, Herdling traumhaft

Nach der Pause verhalf Dutt Petersen zu seinem Comeback und schickte den Torjäger für Elia aufs Feld (46.). Auf dem Rasen stürmte aber erstmal 1899. Salihovic flankte mit Schnitt zum Tor von links an die Fünfmetergrenze, wo Volland seinen Bewachern enteilte und zum 3:2 einköpfte (49.). Während sich Bremen noch sortierte, baute die TSG die Führung sogar weiter aus. Herdling hatte am linken Flügel sehr viel Platz, drängte in Richtung Strafraum und donnerte das Leder traumhaft aus 18 Metern halblinker Position in den rechten Winkel - 4:2 (53.)!

Für viele Teams wäre ein Doppelschlag in vier Minuten der Genickbruch gewesen. Nicht für Bremen. So nahm eine kuriose Partie seinen Lauf. Als Hoffenheim einen hohen Ball im eigenen Strafraum nicht klären konnte, schaltete Petersen am schnellsten und schickte Fritz mit einem feinen Pass bis an die Grundlinie. Der Kapitän hob den Kopf und legte noch einmal zurück zu Petersen, der an der Fünfmetergrenze zum 3:4 einschob (59.).

Nach sieben Treffern in nur einer Stunde war die Erwartungshaltung für die letzten 30 Minuten entsprechend hoch. Allerdings verlor die Partie nun etwas an Fahrt. Hoffenheim wurde spürbar vorsichtiger. Werder war indes noch nicht bereit, volles Risiko zu gehen. Auch aufgrund vieler Einwechslungen - unter anderem kam Bargfrede nach langer Verletzungspause (Meniskus-OP) zu einem Comeback (70.) - wurde das Spiel zerfahrener.

Bargfrede mit dem i-Tüpfelchen

Erst in der Schlussphase zog das Tempo noch einmal an. Bremen wollte es nun wissen und drängte noch einmal vehement nach vorne. In der Nachspielzeit wurde dieses Engagement schließlich belohnt. Erst scheiterte Petersen aus fünf Metern an Casteels, bei der folgenden Ecke sollte Werder dann doch noch jubeln: Petersen lenkte die Kugel eher unfreiwillig zu Bargfrede. Der Joker hatte freie Bahn und traf aus 14 Metern zentraler Position zum 4:4-Endstand (90.+1). Das i-Tüpfelchen auf einen kuriosen Fußballnachmittag.

Hoffenheim ist am kommenden Dienstag (20.30 Uhr) beim FC Schalke 04 im Pokal an. In der Bundesliga schlagen die Kraichgauer ihre Zelte am Samstag (15.30 Uhr) bei Eintracht Frankfurt auf, Bremen empfängt zeitgleich den FC Bayern München.

1. Bundesliga, 2013/14, 14. Spieltag
TSG Hoffenheim - Werder Bremen 4:4
TSG Hoffenheim - Werder Bremen 4:4
Zaungast

Hoffenheims Wiese war einmal mehr nur Tribünengast.
© picture alliance

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

TSG Hoffenheim
Aufstellung:
Casteels (4,5) - 
Beck (4)    
Abraham (4,5) , 
Süle (2,5) , 
Salihovic (2,5)            
Rudy (4)    
Polanski (3,5) - 
Volland (3)        
Herdling (3,5)    
Schipplock (4,5)        

Einwechslungen:
65. Strobl für Rudy
72. Modeste für Schipplock
87. F. Johnson für Volland

Trainer:
Gisdol
Werder Bremen
Aufstellung:
Wolf (4,5) - 
Gebre Selassie (5,5) , 
Lukimya (4,5) , 
Caldirola (4,5) , 
S. Garcia (5) - 
Fritz (4)        
Makiadi (5)    
Elia (4)            
Hunt (2,5)    
Ekici (4,5)        
di Santo (4,5)

Einwechslungen:
46. Petersen (3)         für Elia
70. Bargfrede     für Ekici

Trainer:
Dutt

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Salihovic (12., Foulelfmeter, Linksschuss, Volland)
2:0
Salihovic (18., Foulelfmeter, Linksschuss, Polanski)
2:1
Hunt (45., Handelfmeter, Linksschuss)
2:2
Elia (45. + 1, Rechtsschuss, Hunt)
3:2
Volland (49., Kopfball, Salihovic)
4:2
Herdling (53., Rechtsschuss)
4:3
Petersen (59., Linksschuss, Fritz)
4:4
Bargfrede (90. + 1, Rechtsschuss, Petersen)
Gelbe Karten
Hoffenheim:
Schipplock
(2. Gelbe Karte)
,
Salihovic
(3.)
Bremen:
Elia
(1. Gelbe Karte)
,
Fritz
(3.)
,
Makiadi
(2.)
,
Petersen
(2.)
,
Ekici
(4.)

Spieldaten

TSG Hoffenheim       Werder Bremen
Tore 4 : 4 Tore
 
Torschüsse 18 : 13 Torschüsse
 
gespielte Pässe 436 : 336 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 326 : 207 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 110 : 129 Fehlpässe
 
Passquote 75% : 62% Passquote
 
Ballbesitz 56% : 44% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 45% : 55% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 28 : 20 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 20 : 24 Gefoult worden
 
Abseits 7 : 6 Abseits
 
Ecken 3 : 9 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
30.11.2013 15:30 Uhr
Stadion:
Wirsol Rhein-Neckar-Arena, Sinsheim
Zuschauer:
25608
Spielnote:  2
wenn auch fehlerbehaftet, sehr unterhaltsam und spannend.
Chancenverhältnis:
9:6
Eckenverhältnis:
3:9
Schiedsrichter:
Wolfgang Stark (Ergolding)   Note 4,5
lag in Zweikampfbewertungen häufig daneben, übersah zudem Hunts Abseitsstellung vor dem 2:2.
Spieler des Spiels:
Aaron Hunt
Werders Retter. Starke Dribblings. Nötigte per Freistoß zum Handelfmeter, den er selbst verwandelte, bereitete das 2:2 vor.

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