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Hannover 96

Hannover 96

0
:
0

Halbzeitstand
0:0
Eintracht Braunschweig

Eintracht Braunschweig


HANNOVER 96
EINTRACHT BRAUNSCHWEIG
15.
30.
45.






60.
75.
90.








1000. Nullnummer in der Bundesligageschichte

Das erste 0:0 ist zugleich auch das 1000.

Im ersten Niedersachsen-Derby zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig seit dem 17. April 1976 trennten sich die beiden Erzrivalen am Ende torlos. Die 96er waren über 90 Minuten in einem intensiven, allerdings nicht hochklassigen Spiel die überlegene Mannschaft, schlugen daraus aber kein Kapital und mussten sich am Ende mit dem einen Punkt zufrieden geben. Die Partie schrieb in zweierlei Hinsicht Geschichte: Es war das erste Niedersachsen-Derby, das in der höchsten deutschen Spielklasse 0:0 endete. Außerdem ist es die 1000. Nullnummer überhaupt in der Bundesligahistorie.

Hannovers Diouf grätscht gegen Kumbela
Stürmerstars im Duell: Hannovers Diouf grätscht gegen Kumbela.
© picture allianceZoomansicht

Hannovers Trainer Mirko Slomka musste im ersten Niedersachsen-Derby nach 37-jähriger Wartezeit in der Abwehr umstellen, weil Sané beim 2:3 in Bremen seine fünfte Gelbe Karte gesehen hatte und nun fehlte. Hoffmann rutschte deshalb in die Innenverteidigung, während Bittencourt den freien Platz im Mittelfeld besetzte. Außerdem verdrängte im Sturmzentrum Diouf (nach Gelb-Rot-Sperre) seinen Widersacher Sobiech auf die Bank.

Personelle Rochaden musste auch Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht vollziehen. Im Vergleich zum 1:0 gegen Leverkusen standen dem 40-Jährigen mit Reichel (Verdacht auf Innenbandriss), Kratz (Kapselverletzung) und Bellarabi (Leistenzerrung) wichtige Stützen nicht zur Verfügung. Neu dabei: Perthel, Caligiuri und Kruppke.

Vom Anpfiff weg wollten die Hannoveraner zeigen, wer Herr im Hause ist und legten demnach direkt den Vorwärtsgang ein. Ein wenig kam das dem BTSV auch gelegen, konnte der Aufsteiger doch auf Konter setzen. Allerdings hatte sich die Eintracht vor dem Duell sicherlich gewünscht, dass es nicht so einseitig wird.

Die 96er waren klar überlegen, hatten nach einer halben Stunde ein sattes Plus an Ballbesitz (fast 70 Prozent) und waren auch sonst überlegen. Vor allem in puncto Torschüsse schlug sich das nieder: Während die Roten über Prib (4.), Stindl (8.), Hoffmann (10.) und Diouf (13., 26., 28.) für mächtig Betrieb im gegnerischen Sechzehner sorgten, blieben die Löwen offensiv weitegehend blass. Spielerisch konnte die Eintracht den Hannoveranern offensichtlich nicht das Wasser reichen, kämpferisch hingegen schon. Und das taten die Braunschweiger auch!

Leerlauf nach dem Seitenwechsel - Knifflige Szenen für Knut Kircher

Braunschweigs Kruppke gegen Andreasen (re.)
Laufduell: Braunschweigs Kruppke gegen Andreasen (re.).
© picture alliance

Vor stimmungsvoller Kulisse, die allerdings auch von negativen Begleiterscheinungen in Form von Pyrotechnik begleitet wurde, präsentierte sich der Aufsteiger defensiv gut geordnet und zudem ziemlich zweikampfstark. Die Eintracht gewann mehr Zweikämpfe und zog den Gastgebern damit den Nerv. In der Schlussphase der ersten Hälfte agierten die 96er zwar weiterhin offensiv, bissen sich nun aber die Zähne an den gut verschiebenden Braunschweigern aus. Kurz vor dem Halbzeitpfiff musste dann Davari aber doch noch eingreifen, als er einen satten Diagonalschuss von Bittencourt stark abwehrte und damit das 0:0 zur Pause sicherte (44.).

Nach dem Seitenwechsel änderte sich nicht viel. Es war ein umkämpftes, zugleich aber auch zerfahrenes Derby. An Willen und Leidenschaft mangelte es den Akteuren nicht, dafür umso mehr an Präzision im Passspiel. Unter den Augen von Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder entwickelte sich nun also ein mäßiges Duell, das für den erfahrenen Schiedsrichter Knut Kircher zwei knifflige Szenen bereit hielt. Nachdem Diouf an Davari aus 14 Metern gescheitert war (60.), kam der Senegalese zweimal im gegnerischen Sechzehner zu Fall und forderte jeweils Strafstoß - der 44 Jahre alte Unparteiische winkte beide Male ab (64., 68.). Ansonsten blieb es vor den Toren ruhig, so dass sich letzten Endes an der Punkteteilung nichts mehr änderte.

Die 96er blieben damit auch im siebten Pflichtspiel in Folge ohne Sieg und werden das am Sonntag, den 24. November, beim Hamburger SV ab 15.30 gewiss ändern wollen. Tags zuvor empfängt die Braunschweiger Eintracht zur gleichen Zeit den SC Freiburg zum Keller-Duell.

1. Bundesliga, 2013/14, 12. Spieltag
Hannover 96 - Eintracht Braunschweig 0:0
Hannover 96 - Eintracht Braunschweig 0:0
Voll fokussiert

Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht schaut gebannt vor dem Derby seinen Spielern zu.
© Getty Images

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08.11.13
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hannover 96
Aufstellung:
Zieler (3) - 
H. Sakai (3,5) , 
Hoffmann (3) , 
C. Schulz (3,5) , 
Pocognoli (3) - 
Andreasen (4)    
Stindl (3)    
Bittencourt (5)    
Prib (4,5)    
Huszti (4,5) - 

Einwechslungen:
67. Schlaudraff für Bittencourt
86. A. Sobiech für Prib

Trainer:
Slomka
Eintracht Braunschweig
Aufstellung:
Davari (3) - 
Elabdellaoui (3,5) , 
Bicakcic (2,5)    
Dogan (2) , 
Perthel (4,5) - 
M. Caligiuri (4,5)    
Vrancic (3,5) , 
Theuerkauf (4) - 
Kruppke (5)        
Boland (4) - 
Kumbela (4)    

Einwechslungen:
76. Ademi für Kruppke
85. Pfitzner für M. Caligiuri
90. + 1 Jackson für Kumbela

Trainer:
Lieberknecht

Tore & Karten

 
Torschützen
keine
Gelbe Karten
Hannover:
Andreasen
(2. Gelbe Karte)
Braunschweig:
Bicakcic
(3. Gelbe Karte)

Spieldaten

Hannover 96       Eintracht Braunschweig
Tore 0 : 0 Tore
 
Torschüsse 19 : 7 Torschüsse
 
gespielte Pässe 421 : 319 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 318 : 210 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 103 : 109 Fehlpässe
 
Passquote 76% : 66% Passquote
 
Ballbesitz 57% : 43% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 47% : 53% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 27 : 16 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 15 : 27 Gefoult worden
 
Abseits 0 : 1 Abseits
 

Spielinfo

Anstoß:
08.11.2013 20:30 Uhr
Stadion:
HDI Arena, Hannover
Zuschauer:
47200 (ausverkauft)
Spielnote:  4
intensiv und offen, spielerisch jedoch auf niedrigem Niveau.
Chancenverhältnis:
6:1
Eckenverhältnis:
6:2
Schiedsrichter:
Knut Kircher (Rottenburg)   Note 1,5
sorgte mit souveränem, beruhigendem Auftreten dafür, dass das Geschehen auf dem Platz trotz der Derby-Brisanz stets im Rahmen blieb.
Spieler des Spiels:
Deniz Dogan
Ein Wackler gegen Diouf, ansonsten Eintrachts sicherer, kampfstarker Verteidiger.