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SC Freiburg

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Hamburger SV

 
SC Freiburg

0:3 (0:1)

Hamburger SV
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SC Freiburg
Hamburger SV
1.
15.
30.
45.



46.
60.
75.
90.










Freiburg bleibt sieglos - Djourou verletzt

Baumanns rabenschwarzer Sonntag

Oft können Niederlagen nicht wirklich an einem Spieler festgemacht werden, diesmal aber schon. Der SC Freiburg verlor zu Hause gegen Hamburg und muss weiterhin auf den ersten Dreier der Saison warten. Dabei hatte der Sportclub gegen den HSV gut begonnen, entwickelte offensiv aber zu wenig Durchschlagskraft und konnte sich diesmal auf den eigenen Schlussmann überhaupt nicht verlassen - Baumann erwischte nämlich einen rabenschwarzen Tag.

Hamburgs Beister (Mi.) schiebt nach Baumanns Patzer ins leere Tor ein
Strafe: Hamburgs Beister (Mi.) schiebt nach Baumanns Patzer ins leere Tor ein.
© Getty ImagesZoomansicht

Freiburgs Trainer Christian Streich mischte seine Startelf nach dem 1:1 gegen Estoril in der Europa League kräftig durch und brachte mit Sorg, Krmas, Diagne und Günter eine komplett neue Viererkette. Hedenstad, Höhn, Lorenzoni und Schuster mussten dafür weichen. Dieser Schachzug des Trainers hatte auch Folgen für Ginter, der nach vorne auf die Doppel-Sechs neben Fernandes rückte. Neuzugang Darida feierte damit sein Bundesliga-Debüt, während Baumann den SC als Kapitän aufs Feld führte.

Deutlich gelassener ging HSV-Coach Bert van Marwijk seine Personalpolitik an. Beister hatte sich mit seinem starken Joker-Auftritt beim 3:3 gegen Stuttgart für die Startelf empfohlen und verdrängte auf der rechten Außenbahn Zoua. Ansonsten verzichtete der Niederländer auf weitere Wechsel.

Unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw legten die Freiburger, die endlich den ersten Saisonsieg einfahren wollten, mutig los und erspielten sich rasch optische Vorteile. Der SC war sichtlich engagiert, hatte nach einer halben Stunde mehr Ballbesitz und mehr gewonnene Zweikämpfe vorzuweisen (jeweils 60 Prozent) - mehr aber auch nicht. Das Problem der Hausherren war zweifellos, dass sie gegen die zweitschlechteste Abwehr der Liga (22 Gegentore) zu wenig Druck entwickelten und kaum zu klaren Chancen kamen. Lediglich Ginter (3., 13.) und Coquelin (18.) sorgten im ersten Durchgang für Abwechslung.

Deutlich mehr Zug zum Tor hatte da der überwiegend auf Konter lauernde HSV, der ab der 22. Minute allerdings ohne Djourou auskommen musste. Der Schweizer hatte sich über Schmerzen beklagt und musste gegen Sobiech ausgewechselt werden. Am Spielverlauf änderte sich freilich nichts, Hamburg agierte abgeklärter, zielstrebiger und kam öfter zur Torabschlüssen - van der Vaart (7.), Badelj (12.) und Lasogga (24., 28., 36.) hatten jedoch kein Abschlussglück.

Baumann patzt vor und nach der Pause

Augen zu und durch: Krmas im Luftduell mit Hamburgs Lasogga (re.).
© picture alliance

Doch dann kam den Hanseaten Baumann zu Hilfe: Der Schlussmann verschätzte sich böse bei Badeljs langem Pass und unterlief außerhalb des eigenen Strafraums den Ball. Beister bedankte sich, entwischte und schob locker aus spitzem Winkel ins leere Tor zur nicht unverdienten 1:0-Halbzeitführung des HSV ein (37.).

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Streich reagierte in der Pause und brachte Freis für Fernandes. Das hatte auch eine Systemumstellung zur Folge, da die Hausherren fortan im 4-4-2 agierten. Alle Überlegungen waren aber kurz nach Wiederanpfiff Makulatur, denn Baumann patzte erneut: Bei einem langen Ball von van der Vaart rutschte dem Schlussmann, der weit vor seinem Tor gestanden hatte, der Ball äußerst unglücklich durch die Arme. Lasogga hatte darauf spekuliert und urplötzlich absolut freie Bahn - 2:0 (47.).

Das war der endgültige Nackenschlag für die Breisgauer, die danach völlig geschockt wirkten und nur noch über den Platz trotteten. Leichtes Spiel für den HSV, der fortan ziemlich abgeklärt das Spielgeschehen kontrollierte und nach 63 Minuten endgültig alle Zweifel aus dem Weg räumte - und wieder war Baumann beteiligt. Der 23-jährige Keeper ließ einen an sich ungefährlichen Beister-Distanzversuch direkt vor die Füße von van der Vaart prallen, der aus fünf Metern auf 3:0 stellte. Danach passierte nicht mehr viel: Freiburg spielte zwar pro forma weiter nach vorne, trat offensiv aber gar nicht mehr in Erscheinung, während die Hanseaten den verdienten Dreier souverän über die Zeit brachten.

Beide Mannschaften müssen am kommenden Samstag um 15.30 Uhr wieder ran: Freiburg gastiert dann in Nürnberg, Hamburg empfängt die Mönchengladbacher Borussia.

Bilder zum 10. Spieltag
Blackouts, Rekordflut und Vehs verregneter Sonntag
Armin Veh
Verregnet

Für Frankfurts Trainer Armin Veh war der Sonntag alles andere als angenehm, nicht nur wegen des miesen Wetters in Mönchengladbach.
© Getty Images

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1. Bundesliga, 2013/14, 10. Spieltag
SC Freiburg - Hamburger SV 0:3
SC Freiburg - Hamburger SV 0:3
Ein alter Bekannter

Volker Finke, derzeit Nationaltrainer Kameruns, besuchte seinen alten Klub, den SC Freiburg beim Spiel gegen den HSV.
© picture alliance

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27.10.13
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

SC Freiburg
Aufstellung:
Baumann (6)    
Sorg (4) , 
Krmas (4)    
Diagne (3,5)    
C. Günter (4)    
Ginter (4) , 
Fernandes (4,5)    
Schmid (4,5) , 
Coquelin (4)    
Darida (4,5) - 

Einwechslungen:
46. Freis (4) für Fernandes
63. Schuster für Krmas
83. Pilar für C. Günter

Trainer:
Streich
Hamburger SV
Aufstellung:
Adler (3) - 
Westermann (3) , 
Tah (3) , 
Djourou    
Jansen (3,5) - 
Badelj (3) , 
Arslan (4) - 
Beister (2,5)    
van der Vaart (2)        
Calhanoglu (3,5)    
Lasogga (2,5)        

Einwechslungen:
22. L. Sobiech (4)     für Djourou
78. Ilicevic für Calhanoglu
84. Rudnevs für Lasogga


Trainer:
van Marwijk

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Beister (37., Linksschuss, Badelj)
0:2
Lasogga (47., Rechtsschuss, van der Vaart)
0:3
van der Vaart (63., Linksschuss, Beister)
Gelbe Karten
Freiburg:
Coquelin
(2. Gelbe Karte)
,
Diagne
(3.)
HSV:
L. Sobiech
(1. Gelbe Karte)

Spieldaten

SC Freiburg       Hamburger SV
Tore 0 : 3 Tore
 
Torschüsse 9 : 17 Torschüsse
 
gespielte Pässe 455 : 348 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 357 : 259 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 98 : 89 Fehlpässe
 
Passquote 78% : 74% Passquote
 
Ballbesitz 57% : 43% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 51% : 49% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 14 : 12 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 12 : 14 Gefoult worden
 
Abseits 2 : 1 Abseits
 
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Spielinfo

Anstoß:
27.10.2013 15:30 Uhr
Stadion:
Mage-Solar-Stadion, Freiburg
Zuschauer:
24000 (ausverkauft)
Spielnote:  3
flottes Tempo, unterhaltsam, aber durch eklatante Fehler früh entschieden.
Chancenverhältnis:
2:7
Eckenverhältnis:
4:4
Schiedsrichter:
Peter Gagelmann (Bremen)   Note 3
umsichtig, keine gravierenden Fehler.
Spieler des Spiels:
Rafael van der Vaart
Umsichtiger Gestalter, spielte kluge Pässe in die Tiefe, bereitete so ein Tor vor und erzielte den dritten Treffer selbst.
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