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TSG Hoffenheim

 - 

SpVgg Greuther Fürth

 

3:3 (1:1)

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TSG Hoffenheim
SpVgg Greuther Fürth
1.
15.
30.
45.





46.
60.
75.
90.












Streker und Grifo feiern Debüt - Fürth seit sechs Spielen sieglos

Drama pur! Sobiech sorgt für den Punktgewinn

Das 15.000. Spiel der Bundesligageschichte hatte viel zu bieten. Rasse, Klasse und viele Tore - aber vor allem Dramatik pur! Dreimal waren die Hoffenheimer gegen die SpVgg Greuther Fürth in Führung gegangen, doch der Aufsteiger gab nie auf, kämpfte sich immer wieder mit viel Leidenschaft zurück und nahm letztlich einen verdienten Punkt mit ins Frankenland. Auch wenn die Fürther zum sechsten Mal in Folge ohne Dreier blieben, so dürfte sich das 3:3 wohl wie ein Sieg anfühlen.

Roberto Firmino (Mi.) freut sich über sein soeben erzieltes 1:0
Jubellauf: Roberto Firmino (Mi.) freut sich über sein soeben erzieltes 1:0.
© picture allianceZoomansicht

Hoffenheims Trainer Markus Babbel brachte nach der 0:2-Niederlage beim FC Bayern München drei Neue: Der wiedergenesene Wiese kehrte zwischen die Pfosten zurück und verdrängte Casteels auf die Bank. Ferner kamen Bundesligadebütant Streker und Volland anstelle von Williams (Gelb-Sperre) und Ochs zum Zug. Greuther Fürths Coach Michael Büskens dagegen verzichtete auf Wechsel und brachte dieselbe Elf wie beim 0:1 gegen den HSV.

Die Fürther begannen schwungvoll und aufmerksam. Gleich nach Anpfiff waren die Kleeblättler darum bemüht, die Hoffenheimer früh zu stören und ihr Heil in der Offensive zu suchen. Der mutige Auftritt hätte dann auch fast Früchte getragen, allerdings nur fast. Edu (6.) und Sararer (7.) schlossen jeweils in aussichtsreicher Position zu unkonzentriert ab.

Die Strafe folgte auf dem Fuß! Bei einer Rudy-Freistoßflanke ließen die Franken Roberto Firmino ziehen, der sich bedankte und aus kurzer Distanz locker einköpfte (8.). Das war ein echter Wirkungstreffer für die SpVgg, die danach eine Weile brauchte, um den Schock zu verdauen. Zum Glück für die Fürther bekleckerte sich die TSG nicht sonderlich mit Ruhm und stellte sich offensiv nicht clever an. Die Hoffenheimer beschränkten sich auf eine stabile Defensive und verließen sich darauf, dass die fränkischen Angreifer weiterhin äußerst harmlos agieren würden.

Lange Zeit tat die SpVgg der Babbel-Elf den Gefallen und brachte trotz großer Lauffreude im Grunde nichts Zwingendes zustande. Es herrschte folglich viel Leerlauf in Sinsheim. Dann kam aber die 39. Minute: Prib zog aus 16 Metern ab, Wiese wehrte den satten Schuss nach links ab. Stieber stand goldrichtig und nagelte die Kugel mit Wucht aus sieben Metern ins kurze Eck - 1:1-Pausenstand.

Personell unverändert ging es in den zweiten Durchgang. Das war vor allem für den Aufsteiger ein Problem, denn nachdem Sararer in 49. Minute nach einem Foul an Usami Gelb gesehen hatte, waren alle Mittelfeldspieler der Fürther (Fürstner, Prib, Stieber und eben Sararer) vorbelastet. Von einem drohenden Platzverweis ließen sich die Franken aber keineswegs verängstigen, vielmehr ergriffen sie fortan das Kommando und bestimmten nun das Spiel.

Kleeblättler ergreifen die Initiative und werden kalt abgeduscht

Prib (li.) und Stieber jubeln, Delpierre und Wiese (re.) sind enttäuscht
Freude: Prib (li.) und Stieber jubeln, Delpierre und Wiese (re.) sind enttäuscht.
© Getty Images

Die TSG sah sich mit einem mutigen Gegner konfrontiert und geriet zusehends unter Druck - Prib (58.) und Mavraj (60.) setzten erste Ausrufezeichen, ehe Fürths Schlussmann Grün eine Slapstick-Einlage hinlegte: Beim Abschlag rutschte der 25-jährige Torhüter aus und legte so unfreiwillig für Volland auf. Dieser zog aus über 30 Metern direkt ab und scheiterte dennoch am zurückgeeilten Schlussmann (64.). Drei Minuten später stand Volland erneut im Rampenlicht, diesmal glänzte der Ex-Münchner durch Zweikampfstärke und Passgenauigkeit: Zuerst setzte er sich energisch gegen drei Mann durch und bediente im Anschluss gekonnt Joselu, der trocken auf 2:1 stellte.

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Es war ein Nackenschlag für die SpVgg, die den Faden verlor und den Kraichgauern, bei denen auch Grifo zu seinem Bundesliga-Debüt kam, das Zepter übergab. 1899 hätte den Sack nach 77 Minuten zumachen können, hatte aber Pech, als Grifo am Querbalken scheiterte. Wie aus dem Nichts fiel dann plötzlich der Ausgleich: Prib traf aus 20 Metern genau ins linke Eck (84.). Damit nicht genug, denn die Begegnung wurde nun völlig verrückt. Büskens hatte Abwehrmann Sobiech eingewechselt, um den Punkt über die Zeit zu retten. Der 21-Jährige war dann auch maßgeblich daran beteiligt, dass es ein Remis wurde - allerdings aufgrund seiner Offensivqualitäten.

Zuerst gingen dei Hoffenheimer abermals in Führung: Volland passte auf Joselu, der zuerst an Grün scheiterte, den Nachschuss dann aber über die Linie drückte (89.). Alles sprach nun für die TSG, die sich bis zur letzten Aktion des Spiels schadlos hielt. Doch dann segelte eine Ecke von rechts an den ersten Pfosten, wo sich Sobiech hochschraubte und Wiese mit einem Kopfball ins lange Eck bezwang (90.+2).

Am kommenden Spieltag sind beide Mannschaften samstags an der Reihe. Hoffenheim reist nach Mainz (15.30 Uhr), Fürth empfängt zeitgleich Werder Bremen.

19.10.12
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

TSG Hoffenheim
Aufstellung:
Wiese (4)    
Beck (4) , 
Delpierre (4) , 
Compper (4,5) , 
F. Johnson (4,5) - 
Streker (5) , 
Rudy (3,5) - 
Roberto Firmino (3,5)    
Volland (2,5)    
Usami (4)    
Joselu (2)        

Einwechslungen:
70. Grifo für Usami
90. + 1 Schipplock für Volland

Trainer:
Babbel
SpVgg Greuther Fürth
Aufstellung:
Grün (5) - 
Nehrig (4) , 
Kleine (5)    
Mavraj (4,5)    
Schmidtgal (4) - 
Fürstner (3,5)    
Prib (2)        
Sararer (3)        
Stieber (3,5)            
Edu (5)    
Asamoah (4,5)

Einwechslungen:
75. Nöthe für Edu
80. Mikkelsen für Sararer
88. L. Sobiech     für Stieber


Trainer:
Büskens

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Roberto Firmino (8., Kopfball, Rudy)
1:1
Stieber (39., Linksschuss, Prib)
2:1
Joselu (67., Rechtsschuss, Volland)
2:2
Prib (84., Linksschuss, Nöthe)
3:2
Joselu (89., Rechtsschuss, Volland)
3:3
L. Sobiech (90. + 3, Kopfball, Prib)
Gelbe Karten
Hoffenheim:
-
Fürth:
Stieber
(1. Gelbe Karte)
,
Fürstner
(2.)
,
Prib
(2.)
,
Sararer
(2.)
,
Kleine
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
19.10.2012 20:30 Uhr
Stadion:
Wirsol Rhein-Neckar-Arena, Sinsheim
Zuschauer:
22150
Spielnote:  3
die dramatische Schlussphase entschädigte für eine spielerisch schwache Partie.
Chancenverhältnis:
10:5
Eckenverhältnis:
4:4
Schiedsrichter:
Daniel Siebert (Berlin)   Note 3,5
hatte die Partie im Griff und lag mit allen Gelben Karten richtig, hätte aber Sararer für das Foul an Rudy (76.) Gelb-Rot zeigen müssen.
Spieler des Spiels:
Edgar Prib
Bereitete mit einem satten Schuss das 1:1 vor, machte das 2:2 selbst und schlug die Ecke zum 3:3.
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