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VfB Stuttgart

 - 

TSG Hoffenheim

 

0:3 (0:1)

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VfB Stuttgart
TSG Hoffenheim
1.
15.
30.
45.



46.
60.
75.
90.











Stuttgart bleibt sieglos - Hoffenheim schafft historischen Sieg

Usamis Riesensolo und Joselus Premiere

Die Krise beim VfB Stuttgart verschärft sich. Erstmals in der Klubgeschichte unterlagen die Schwaben im baden-württembergischen Duell nach desolater Vorstellung gegen Hoffenheim und müssen folglich weiter auf den ersten Sieg in der laufenden Saison warten. 1899 indes fuhr nicht nur einen historischen Erfolg ein, vielmehr verabschiedeten sich die Kraichgauer durch ihren zweiten Sieg in Serie aus dem Tabellenkeller.

Usami
Unschuldslamm: Usami brachte 1899 mit einem tollen Solo früh in Führung.
© Getty ImagesZoomansicht

Stuttgarts Trainer Bruno Labbadia wechselte im Vergleich zum 2:2 in Bremen gleich viermal: Niedermeier, Molinaro, Hajnal und der zuletzt Rot-gesperrte Ibisevic spielten für Maza, Boka, Harnik (Gelb-Rot-Sperre) und Torun (Muskelfaszienriss). Auf der anderen Seite vertraute Hoffenheims Coach Markus Babbel auf dieselbe Elf wie beim 3:1-Sieg gegen Hannover 96.

Der VfB begann furios und erspielte sich innerhalb der ersten Sekunden gleich zwei dicke Chancen: Zuerst scheiterte Tasci an Casteels (1.), dann kam Ibisevic bei Sakais Hereingabe nur um Haaresbreite zu spät (3.). Die Schwaben hatten das Ruder vermeintlich fest in der Hand, wurden aber alsbald eiskalt erwischt. Usami kam auf der linken Außenbahn ans Leder und setzte zum Solo an. Auf seinem Weg in den Sechzehner ließ der Japaner gleich die halbe Stuttgarter Mannschaft Spalier stehen und ließ dann auch noch Ulreich nicht den Hauch einer Chance (5.).

Es war der frühe Nackenschlag für die Schwaben, die fortan viel zu hektisch agierten und kein Bein mehr auf den Boden brachten. Der VfB wirkte extrem verunsichert, fabrizierte viele Fehlpässe und machte die Kraichgauer damit noch stärker. 1899 spielte nun mit mehr Selbstvertrauen, wartete clever und glänzte durch schnelles Umschaltspiel. Klar, dass weitere Einschussgelegenheiten der Gäste bald folgten: Roberto Firmino (10.), Joselu (14., 17.) und vor allem Johnson, der in der 20. Minute im Eins-gegen-eins an Ulreich scheiterte, hatten jedoch kein Abschlussglück.

Mit zunehmender Spieldauer sank das Niveau der Begegnung auf einen Minimalstand. Der VfB wachte weiterhin nicht auf, Hoffenheim zog sich zurück und war primär auf die eigene Defensive bedacht. Die TSG verkaufte sich prima, spielte abgeklärt und hatte zudem ein Chancenplus. So scheiterte Williams mit einem sehenswerten Fernschuss an Ulreich (38.). Sekunden danach musste Labbadia erstmals wechseln: Okazaki klagte über Zehprobleme und musste gegen Traoré ausgewechselt werden.

Okazaki verletzt - Premiere für Joselu

Hoffenheimer jubeln
Die Party geht weiter: Hoffenheimer jubeln.
© picture alliance

Die Stuttgarter konnten froh sein, dass es nur 0:1 zur Pause hieß, zumal Sakai in der 42. Minute einen Schlenzer von Usami noch von der Linie kratzte. Mit dem erst 19-jährigen Holzhauser, der nach Wiederanpfiff anstelle von Hajnal auf dem Feld stand, sollte es aus schwäbischer Sicht besser werden - nur war dem nicht so! Nach nur wenigen Sekunden vertändelte Niedermeier den Ball, Roberto Firmino nahm Fahrt auf und bediente Joselu, der aus 15 Metern sein erstes Bundesligator schoss (47.).

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Die Stuttgarter präsentierten sich auch im weiteren Verlauf erschreckend schwach, sodass es nur eine Frage der Zeit war, ehe die Kraichgauer erneut zuschlagen sollten: Nach Ibisevics Ballverlust lief kaum ein Schwabe beim Hoffenheimer Konter mit nach hinten - Ulreich rettete zwar noch gegen Joselu und Usami, bei Johnsons Abstauber war er allerdings machtlos (58.).

Damit war die Messe endgültig gelesen, die Stuttgarter fügten sich in ihr Schicksal und waren eigentlich nur noch um Schadensbegrenzung bemüht. Das führte zu einem leichten Konzentrationsverlust bei der TSG, die deshalb auch fast einen Gegentreffer kassiert hätte. Bei einer Standardsituation bekamen die Gäste das Leder nicht entscheidend geklärt, Joselu schoss dann auch noch den im Fünfer stehenden Gentner an. Vom 27-Jährigen aus sauste die Kugel allerdings über die Latte (70.). Danach taten sich beide Teams nicht mehr weh und brachten die restlichen Spielminuten relativ ereignislos über die Bühne.

Beide Mannschaften sind am kommenden Samstag wieder gefordert: Stuttgart in Nürnberg (15.30 Uhr), Hoffenheim bestreitet zur gleichen Zeit ein Heimspiel gegen Augsburg.

26.09.12
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfB Stuttgart
Aufstellung:
Ulreich (2,5) - 
G. Sakai (4,5) , 
Tasci (5)    
Niedermeier (5,5) , 
Molinaro (5) - 
Kvist (5)        
Gentner (4,5) - 
Okazaki (4,5)    
Hajnal (5)    
Cacau (5)    

Einwechslungen:
38. Traoré (5) für Okazaki
46. Holzhauser (4) für Hajnal
55. Kuzmanovic (4,5) für Kvist

Trainer:
Labbadia
TSG Hoffenheim
Aufstellung:
Casteels (3) - 
Beck (3,5) , 
Delpierre (3) , 
Compper (2,5)    
F. Johnson (2,5)    
Williams (3)    
Rudy (3) - 
Vukcevic (3,5)    
Roberto Firmino (3)    
Usami (2)        
Joselu (2,5)        

Einwechslungen:
67. Volland für Usami
82. Salihovic für Roberto Firmino
88. Schröck für Vukcevic

Trainer:
Babbel

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Usami (5., Rechtsschuss)
0:2
Joselu (47., Rechtsschuss, Roberto Firmino)
0:3
F. Johnson (58., Linksschuss, Usami)
Gelbe Karten
Stuttgart:
Kvist
(1. Gelbe Karte)
,
Cacau
(1.)
Hoffenheim:
Williams
(3. Gelbe Karte)
,
Joselu
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
26.09.2012 20:00 Uhr
Stadion:
Mercedes-Benz-Arena, Stuttgart
Zuschauer:
41720
Spielnote:  3
eine einseitige Partie, in der nur Hoffenheim auf Dauer ansehnlichen Fußball spielte. Der VfB ganz schwach.
Chancenverhältnis:
4:10
Eckenverhältnis:
4:5
Schiedsrichter:
Peter Sippel (München)   Note 2,5
war stets Herr der Lage in einer Partie, die ihn vor keine großen Probleme stellte.
Spieler des Spiels:
Takashi Usami
Ein Supersolo des Japaners beim 0:1, der wendig und leichtfüßig an vielen Offensivaktionen beteiligt war.
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