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Werder Bremen

 - 

TSG Hoffenheim

 

2:2 (2:0)

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Werder Bremen
TSG Hoffenheim
1.
15.
30.
45.





46.
60.
75.
90.













Bremen elf Spiele ohne Sieg - 5. Gelbe Karte für Vestergaard

Joker Schipplock reißt Bremen aus allen Träumen

Bremen verpasste im intensiven Abstiegsduell gegen Hoffenheim einen Befreiungsschlag. Nach Blitzstart durch einen unberechtigten Elfmeter zeigte Werder in der Folge aus sicherer Abwehr heraus die größere Effektivität und ging mit Zwei-Tore-Führung in die Pause. Nach Wiederanpfiff verpufften die Angriffsbemühungen der zu umständlichen Kraichgauer lange, ehe Schipplock mit einem Doppelschlag doch noch für eine sehr glückliche Punkteteilung sorgte.

De Bruyne und Hunt
Torschützen unter sich: Bremens Kevin de Bruyne und Aaron Hunt. Am Ende reichte ein 2:0-Vorsprung nicht.
© Getty ImagesZoomansicht

Bremens Übungsleiter Thomas Schaaf stellte sein Team im Vergleich zum 0:1 in Leverkusen einmal um: De Bruyne kam nach überstandenen Oberschenkelproblemen für Junuzovic (Magen-Darm-Probleme) in die Startelf.

Hoffenheims Trainer Markus Gisdol vertraute exakt auf die Formation, die zuletzt 2:1 gegen Nürnberg gewonnen hatte.

Im ausverkauften Weserstadion erlebten die Fans einen Blitzstart des SVW, der allerdings einen faden Beigeschmack hatte: Bargfrede steckte nach wenigen Sekunden auf Hunt durch, der knapp vor dem Strafraum im Duell mit Abraham zu Fall kam - dennoch Elfer, den Hunt selbst cool verwandelte (2.).

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Es entwickelte sich eine Partie mit großer Intensität. 1899 suchte mit wütenden Attacken nach einer schnellen Antwort und drängte das vom eigenen Publikum frenetisch angefeuerte Bremen in die Defensive, ließ es aber an Struktur und vor allem Esprit fehlen. Die Akteure schonten sich in rassigen Zweikämpfen nicht, Einsatz- und Lauffreude waren stetige Begleiter auf beiden Seiten.

Die Kraichgauer rannten an, das weitgehend sicher verteidigende Werder lauerte auf Konter. Chancen blieben bis zur 19. Minute, als Abrahams Kopfball die Oberkante der Latte touchierte, Fehlanzeige.

Eine Einzelleistung Petersens mündete in das 2:0 für effizientere Hanseaten: Die Bayern-Leihgabe wühlte sich mit viel Glück und Geschick am rechten Flügel gegen drei Hoffenheimer durch und strebte der Grundlinie zu. Nach seinem Rückpass jagte de Bruyne das Leder von halbrechts per Schrägschuss aus elf Metern ins lange Eck (24.).

Die Hoffenheimer Offensivbemühungen hielten zunächst unvermindert an, Firmino vergab frei vor Mielitz den Anschlusstreffer (28.), ehe die Schaaf-Elf mit mehr Präsenz im Mittelfeld die Angriffsversuche des Gegners oft frühzeitig ausbremste. Bis auf eine Ausnahme, als Firmino im Strafraum im Duell mit Prödl zu Fall kam, aber vergeblich Elfmeter forderte (35.). Werder hatte sogar die Chance zum dritten Tor, aber de Bruynes unorthodoxer Volleyheber landete nach gewonnenem Zweikampf gegen Casteels aus schwieriger Position nur auf dem Tordach (40.).

Mit Ludwig für Johnson startete die Gisdol-Elf in Durchgang zwei. Und attackierte nach Fritz' Kopfballchance nach der ersten Bremer Ecke (48.) noch einmal heftig, drückte die Hausherren tief in die eigene Abwehr. Werder hatte defensiv mächtig zu tun, auch wenn der TSG im letzten Drittel die Präzision abging und echte Chancen so verhindert werden konnten.

Die Grün-Weißen konterten, meist über die Protagonisten de Bruyne und Hunt, verpassten aber aus so manch vielversprechendem Ansatz ebenfalls Kapital zu schlagen. Nach einer guten Stunde folgte endlich ein zielstrebiger Angriff der Kraichgauer, Weis schoss Zentimeter vorbei (61.). Auf der anderen Seite traf de Bruyne nach schnellem Umschalten nur das Außennetz (65.).

Die Partie hatte nach wie vor Feuer und Tempo, die fehlende finale Präzision aber sollte auf beiden Seiten auch in der Folge bis kurz vor Schluss klare Gelegenheiten verhindern. Die letzte Bremer hatte Hunt, als er nach Theskers Fehleinschätzung und Klasse-Ballannahme Zentimeter vorbeischosss (82.).

Die TSG, von Werder klar beherrscht, war im Grunde schon geschlagen. Aber nur eigentlich: Die Schaaf-Elf hatte die Rechnung ohne Joker Schipplock gemacht: Erst erzielte der Stürmer mit dem ersten Torschuss der TSG nach einer halben Stunde nach schöner Körpertäuschung gegen Sokratis den Anschlusstreffer (85.), um in der Nachspielzeit auch noch für den Ausgleich zu sorgen, als er nach Mielitz' Parade gegen Ludwig abstaubte (90.+1).

Am vorletzten Spieltag (15.30 Uhr) spielt der SV Werder daheim gegen Eintracht Frankfurt, zeitgleich empfängt Hoffenheim den HSV.

04.05.13
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Werder Bremen
Aufstellung:
Mielitz (3) - 
Fritz (3)            
Prödl (3,5) , 
Sokratis (3,5) , 
Ignjovski (4,5)    
F. Kroos (3,5)        
Bargfrede (4)    
De Bruyne (2,5)    
Hunt (2,5)    
Öz. Yildirim (3,5) - 

Einwechslungen:
74. Gebre Selassie für Fritz
82. Schmitz für Ignjovski
85. Lukimya für F. Kroos

Trainer:
Schaaf
TSG Hoffenheim
Aufstellung:
Casteels (4) - 
Beck (3)    
Abraham (5)    
Vestergaard (4,5)    
Thesker (4,5) - 
Weis (3)    
Rudy (4)    
Volland (3) , 
Salihovic (3) , 
F. Johnson (5)    

Einwechslungen:
46. Ludwig (3) für F. Johnson
66. Schipplock (1)             für Rudy
76. de Camargo für Weis

Trainer:
Gisdol

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Hunt (2., Foulelfmeter, Linksschuss, Hunt)
2:0
De Bruyne (24., Rechtsschuss, Petersen)
2:1
Schipplock (85., Rechtsschuss, Salihovic)
2:2
Schipplock (90. + 1, Rechtsschuss, Ludwig)
Gelbe Karten
Bremen:
Fritz
(3. Gelbe Karte)
,
F. Kroos
(3.)
,
Bargfrede
(4.)
Hoffenheim:
Abraham
(1. Gelbe Karte)
,
Vestergaard
(5., gesperrt)
,
Schipplock
(3.)

Spielinfo

Anstoß:
04.05.2013 15:30 Uhr
Stadion:
Weser-Stadion, Bremen
Zuschauer:
41000 (ausverkauft)
Spielnote:  3
spielerisch nicht hochklassig, aber viel Tempo, Leidenschaft und Dramatik.
Chancenverhältnis:
6:5
Eckenverhältnis:
4:2
Schiedsrichter:
Robert Hartmann (Wangen)   Note 5
viele entscheidende Fehler: Abrahams Foul gegen Hunt (1.) war nicht im, sondern knapp vor dem Strafraum und schwer zu erkennen. Versagte Hoffenheim einen Strafstoß bei Prödls Foul gegen Roberto Firmino (35.) und Werder einen weiteren bei Vestergaards Handspiel (50.). Korrekt, das 2:2 anzuerkennen, da sich eine neue Spielsituation ergeben hatte und Schipplock daher nicht im Abseits war.
Spieler des Spiels:
Sven Schipplock
Ein Joker, der stach. Brachte Schwung, spielte effektiv und traf doppelt.
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