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Eintracht Frankfurt

 - 

Hamburger SV

 

3:2 (2:1)

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Eintracht Frankfurt
Hamburger SV
1.
15.
30.
45.





46.
60.
75.
90.









Trapp überragend - Erster Assist von van der Vaart

Aigner krönt erneutes Eintracht-Spektakel

Drittes Spiel, dritter Sieg: Das über weite Strecken klar dominierende Frankfurt gewann in einer packenden Partie gegen Hamburg verdient mit 3:2. Nach schneller Zweitore-Führung der Eintracht folgte dem Jubel des HSV über den Anschlusstreffer gleich wieder die Ernüchterung durch einen Platzverweis. In Unterzahl kassierte der Liga-Dino bald nach Wiederanpfiff das dritte Gegentor, bewies Moral, stemmte sich schließlich aber vergeblich gegen die Niederlage.

Stark zückt Rot gegen Jiracek
Vorentscheidung: Referee Wolfgang Stark zückt Rot gegen Petr Jiracek.
© Getty ImagesZoomansicht

Eintracht-Coach Armin Veh setzte nach dem 4:0-Kantersieg in Hoffenheim auf exakt dieselbe Startformation.

HSV-Trainer Thorsten Fink konnte nach der 0:2-Niederlage im Nordderby bei Werder Bremen auf den neuen Hoffnungsträger van der Vaart setzen, der für Ilicevic in die Anfangself rückte. Des Weiteren ersetzte Lam den grippekranken Aogo auf der Linksverteidigerposition.

In der fast ausverkauften Frankfurter Arena waren die Gastgeber in der Anfangsphase das aktivere Team. Der HSV agierte abwartend und konzentrierte sich zunächst vorrangig auf die Abwehr.

Zwingende Chancen blieben zunächst Fehlanzeige, bis zur 13. Minute: Bruma und Son vertändelten den Ball auf der rechten Abwehrseite Mitte der eigenen Hälfte. Inui kam an den Ball, drang mit Tempo in den Strafraum ein und schlenzte aus 13 Metern von halblinks gekonnt ins äußerste rechte Eck - 1:0!

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Jetzt löste sich der Liga-Dino aus seiner Defensivhaltung - van der Vaarts direkter Freistoß rief erstmals Trapp auf den Plan (15.), blieb aber die einzige Ausgleichschance, denn wenig später legte die Veh-Elf nach: Nach einer Ecke von Inui von links kam Meier nicht an den Ball. Dahinter prallte das Leder von Anderson zu Occean, der im Fünfer stehend einschoss (18.).

Von der schnellen 2:0-Führung euphorisiert vernachlässigte die weiterhin offensive und spielfreudige Eintracht die Defensive. Glück für den Aufsteiger, dass Hamburg zwei ausgezeichnete Chancen jeweils nach gut vorgetragenem Konter liegenließ: Son (22.) und Rudnevs (27.) zogen frei vor Trapp gegen den Keeper den Kürzeren.

Die Eintracht beschäftigte den Gegner weiterhin mit variablen Angriffen, wenn auch die letzte Präzision und Durchschlagskraft nun fehlte. Auf der anderen Seite war van der Vaart nicht der erhoffte Initiator im Offensivspiel der Hanseaten, die über Ansätze nicht hinauskamen (Jiracek, 35., Rudnevs, 38.) und Glück hatten, dass Adler mit mutigem Einsatz das 3:0 durch Meier verhinderte (43.).

Wie aus dem Nichts war der HSV dann zurück im Spiel: Rudnevs köpfte van der Vaarts Ecke am zweiten Pfosten in die Mitte zurück, im Fünfer schoss Westermann die Kugel freistehend über die Linie (45.). Dem Jubel der Fink-Elf folgte sogleich der Dämpfer: Jiracek ging am gegnerischen Strafraum mit gestrecktem Bein in den Zweikampf gegen Anderson - Stark zückte glatt Rot (45.+2)!

Ohne Personalwechsel kamen die Kontrahenten aus der Kabine zurück, allerdings mussten die Gäste nun auf ihren Trainer verzichten, der wohl bezüglich des Feldverweises zu lautstark reklamiert hatte und von Stark auf die Tribüne verwiesen wurde.

Offensive war die Marschroute der Hessen auch nach Wiederanpfiff. Bald mit Erfolg nach herausragender Kombination: Schwegler spielte steil zu Meier an den Strafraum. Dessen Ballannahme und Weiterleitung zu Aigner war eine flüssige Bewegung, und Aigners Heber über den herausstürzenden Adler ebenfalls sehenswert - 3:1 (52.)!

Der HSV ergab sich keineswegs seinem Schicksal, sondern bewies Moral, profitierte freilich auch von einem Patzer des Aufsteigers: Zambrano leistete sich einen leichtfertigen Ballverlust gegen van der Vaart, der sofort die Situation erfasste und nach rechts zu Son spielte. Der Youngster umspielte Trapp und schob den Ball über die Linie (63.).

Für Spannung war also wieder gesorgt. Beister kam für Rudnevs (66.), und es blieb weiterhin kurzweilig: Schwegler drosch aus 16 Metern daneben (72.), auf der Gegenseite spielten sich Son und Diekmeier im Zentrum glücklich durch, und der Verteidiger scheiterte frei vor Trapp auch in der dritten Eins-gegen-eins-Situation am glänzend parierenden Keeper (73.).

Celozzi ersetzte Inui (79.), auf der anderen Seite hieß es alles oder nichts mit Ilicevic für Lam (82.). Aus dem Punktgewinn wurde trotz aller Bemühungen nichts. Meier vergab frei vor Adler das 4:2 (86.), nach ein paar Minuten Gezitter versanken die Frankfurt-Fans schließlich im kollektiven Jubel.

Auf die zweitplatzierten Frankfurter wartet am Freitagabend (20.30 Uhr) das Spitzenspiel beim 1. FC Nürnberg. Der HSV empfängt am Samstag (15.30 Uhr) Borussia Dortmund.

16.09.12
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Eintracht Frankfurt
Aufstellung:
Trapp (1) - 
S. Jung (3,5) , 
Zambrano (5) , 
Anderson (4,5) , 
Oczipka (3) - 
Schwegler (3)    
Rode (2) - 
Aigner (2,5)        
Meier (3)    
Inui (2,5)        
Occean (3)    

Einwechslungen:
79. Celozzi für Inui
86. Lanig für Meier
90. Köhler für Aigner

Trainer:
Veh
Hamburger SV
Aufstellung:
Adler (2,5) - 
Bruma (5) , 
Mancienne (5,5)    
Westermann (4)        
Lam (3,5)    
Badelj (3,5) , 
Jiracek (5)    
Son (3)    
van der Vaart (2,5) , 
Jansen (3,5) - 
Rudnevs (4)    

Einwechslungen:
33. Diekmeier (5) für Mancienne
66. Beister für Rudnevs
82. Ilicevic     für Lam


Trainer:
Fink

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Inui (13., Rechtsschuss)
2:0
Occean (18., Rechtsschuss, Anderson)
2:1
Westermann (45., Linksschuss, Rudnevs)
3:1
Aigner (52., Rechtsschuss, Meier)
3:2
Son (63., Rechtsschuss, van der Vaart)
Rote Karten
Frankfurt:
-
HSV:
Jiracek
(45. + 2, grobes Foulspiel, Anderson)

Gelbe Karten
Frankfurt:
-
HSV:
Ilicevic
(1. Gelbe Karte)

Besondere Vorkommnisse
Hamburgs Trainer Thorsten Fink wurde wegen Reklamierens auf die Tribüne verwiesen (45./+3).

Spielinfo

Anstoß:
16.09.2012 17:30 Uhr
Stadion:
Commerzbank-Arena, Frankfurt
Zuschauer:
51500 (ausverkauft)
Spielnote:  2
Riesen-Unterhaltungswert, beide mit offenem Visier ohne taktische Zwänge.
Chancenverhältnis:
9:7
Eckenverhältnis:
7:6
Schiedsrichter:
Wolfgang Stark (Ergolding)   Note 2
souveräne Spielleitung ohne nennenswerte Fehler. Lag auch mit der Roten Karte gegen Jiracek absolut richtig.
Spieler des Spiels:
Kevin Trapp
Trug mit drei Glanzparaden maßgeblich zum Sieg bei.
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