
Fürths Interimstrainer Ludwig Preis stellte seine Startformation im Vergleich zum 1:1-Unentschieden beim HSV auf zwei Positionen um: Im Tor stand Grün für den an der Schulter verletzten Hesl. Außerdem spielte Park (Startelfdebüt) anstelle von Pledl. Bei den Gästen aus Hoffenheim veränderte Coach Marco Kurz seine Elf nach der 0:1-Niederlage gegen den FC Bayern gar viermal: Beck und Delpierre rückten für Johnson und Abraham in die Abwehr. Im Mittelfeld und Angriff wurden Usami und de Camargo durch Joselu und Roberto Firmino ersetzt.
Letzter gegen Vorletzter - das bedeutet zu diesem Zeitpunkt in der Saison Abstiegskampf pur! Dementsprechend nervös begannen beide Mannschaften bei frühlingshaften Temperaturen: Fehlpässe, Fouls im Mittelfeld und kaum mal eine längere Ballstafette.
Doch dann schlug die TSG mit ihren zwei ersten Angriffen eiskalt zu: In einer Phase, als das Kleeblatt nur zu zehnt ohne seinen Abräumer agierte (Geis wurde an der Seitenlinie behandelt), fiel das 1:0 für die Kraichgauer. Weis spielte einen super getimten Pass in die Schnittstelle, den Roberto Firmino gekonnt annahm und locker ins rechte Eck einschob (10.). Während es für Geis nicht mehr weiterging, Petsos kam ins Spiel, mussten die Franken nur sechs Minuten später den nächsten Dämpfer hinnehmen: 1899 konterte blitzsauber zum 2:0. Am Ende musste Volland nur noch querlegen, ehe Joselu erfolgreich einnetzte (16.).
Für Fürth waren das natürlich gleich mehrere Nackenschläge binnen weniger Minuten. Und genau so zeigte sich die SpVgg auch. Die Preis-Elf spielte sich kaum einmal in die gegnerische Hälfte. Nach 23 Minuten stand nach einem Varga-Solo immerhin der erste Abschluss durch Klaus auf dem Konto. Die TSG agierte mit der Führung im Rücken clever. Hinten stand die Defensive sicher, vorne taten Volland, Joselu und Co. nur noch das Nötigste. Kurz vor der Pause gelang Fürth zumindest noch der erste Schuss auf das Tor, aber Petsos' 30-Meter-Versuch hatte Gomes sicher (42.). Dann bat Schiedsrichter Knut Kircher zur Pause.
Mit dem Seitenwechsel brachte Preis nochmal frisches Blut: Pekovic ersetzte Varga. Der Montenegriner stand auch gleich im Mittelpunkt, denn ein Ballverlust in der eigenen Hälfte führte zum 3:0 durch Weis, der nach einem Doppelpass mit Joselu seinen ersten Bundesliga-Treffer erzielte (50.). Für die Franken war das dritte Gegentor gleichbedeutend mit dem Knock-out. Zwar verzeichnete Fürth in der Folge vereinzelte Abschlüsse (Pekovic, 57., Petsos, 65.), aber letztlich fehlte es beim Tabellenschlusslicht an der nötigen Qualität beim Torversuch.

Auch von den Rängen gab es kaum Unterstützung für die Gastgeber. Vielmehr waren nur die TSG-Anhänger zu hören, die ihre Mannschaft über den gesamten Spielverlauf nach vorne peitschten. Weis hätte dann beinahe noch das 4:0 erzielt: Nach einem Patzer von Grün traf der Hoffenheimer aus fünf Metern aber nur die Unterkante der Latte (66.).
Die letzten 20 Minuten glichen mehr oder weniger dem verfrühten Auslaufen der Akteure. Fürth blieb auch im vierten Anlauf im Kalenderjahr 2013 ohne eigenen Heimtreffer. Hoffenheim hingegen kann durch den 3:0-Erfolg wieder Hoffnung schöpfen, den Gang in die zweite Liga - für Fürth wohl unvermeidlich - doch noch zu umgehen.
Greuther Fürth ist am kommenden Samstag (15.30 Uhr) bei Werder Bremen zu Gast, zur selben Zeit empfängt Hoffenheim den FSV Mainz 05.
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