Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?

Hannover 96

 - 

SC Freiburg

 
Hannover 96

1:2 (1:1)

SC Freiburg
Seite versenden

Hannover 96
SC Freiburg
1.
15.
30.
45.



46.
60.
75.
90.











Hannover verliert erstmals zuhause gegen Freiburg

Rosenthal macht den historischen Sieg perfekt

Dem SC Freiburg ist ein historischer Sieg geglückt. Die Breisgauer gewannen erstmals in der Bundesligageschichte bei Hannover 96, gegen das sie zuvor achtmal in Folge sieglos geblieben waren. Der Sportclub verdiente sich die drei Punkte auf ganzer Linie, war in allen Belangen gegen phasenweise völlig indisponierte Niedersachsen besser und musste aufgrund einer eklatant schwachen Chancenverwertung trotzdem bis zum Schluss zittern, ehe der Triumph perfekt war.

Freiburgs Schmid bejubelt die zwischenzeitliche Führung der Gäste
Er gibt die Richtung vor: Freiburgs Schmid bejubelt die zwischenzeitliche Führung der Gäste.
© Getty ImagesZoomansicht

Hannovers Trainer Mirko Slomka brachte nach dem 4:2-Triumph in Stuttgart drei Neue: Sakai, Abdellaoue und Schlaudraff spielten für Cherundolo (Verstauchung der Halswirbelsäule), Schmiedebach und Sobiech. Das hatte auch eine Systemumstellung zur Folge, da die Roten mit einer Raute im Mittelfeld aufliefen. Derweil beließ es Freiburgs Coach Christian Streich im Vergleich zum 0:0 gegen den Hamburger SV bei einem Wechsel: Freis musste Rosenthal weichen.

Die Freiburger waren mit der Gewissheit, dass sie seit acht Spielen gegen Hannover nicht mehr gewonnen hatten, nach Niedersachsen gereist. Der Statistik zu Folge hatte der Sportclub nahezu gar keine Erfolgsaussichten, entsprechend befreit konnten die Breisgauer auftreten - und das taten sie auch. Frech und mutig war der Auftritt der Streich-Elf in der AWD-Arena. Vor allem der agile Caligiuri riss immer wieder Lücken in der gegnerischen Deckung und war dann auch der Ausgangspunkt des ersten Treffers: Der 24-Jährige behauptete sich zuerst gegen Stindl und passte dann an Haggui und Rausch vorbei zu Schmid - 1:0 (11.).

Die Führung hatten sich die Freiburger redlich verdient, und auch in der Folge machten die Gäste den besseren Eindruck. Der Sportclub war präsenter in den Zweikämpfen, spielte zielstrebiger nach vorne und hatte über Caligiuri (16.), Rosenthal (21.) und Mujdza (23.) weitere gute Möglichkeiten. Hannover tat sich indes enorm schwer, fand lange Zeit gar keinen Zugriff zum Spiel und konnte im Grunde nur nach Standards auf sich aufmerksam machen (Diouf, 28.). Nach 31 Minuten bekamen die Niedersachsen den Ausgleich dann allerdings auf dem Silbertablett serviert: Stindls Direktabnahme wurde von Caligiuri unabsichtlich mit der Hand gestoppt. Schiedsrichter Deniz Aytekin zögerte nur kurz und entschied auf Elfmeter, den Abdellaoue sicher verwandelte (33.).

Wer gedacht hatte, der Ausgleich würde den Freiburgern zusetzen, der sah sich getäuscht. Die Gäste schüttelten sich nur kurz und spielten weiter gegen oftmals unsortierte Gastgeber keck auf. Mit der eigenen Chancenverwertung mussten die Breisgauer aber hadern. So kam Caligiuri nur einen Schritt zu spät (35.), während Schuster aus 15 Metern hauchdünn verzog (39.), weshalb es mit dem aus 96-Sicht durchaus schmeichelhaften 1:1 zum Pausentee ging.

Freiburg hadert mit der Chancenverwertung - Hannover neben der Spur

Abdellaoue, Schlaudraff und Schulz (v.li.) nach dem 1:1
Zwischenfreude: Abdellaoue, Schlaudraff und Schulz (v.li.) nach dem 1:1.
© Getty Images

Slomka reagierte auf die vor allem defensiv mäßige Vorstellung seiner Schützlinge mit der Hereinnahme von da Silva Pinto, der für Schulz kam. Die Maßnahme war wohl mit der Hoffnung verbunden, dass die 96-Defensive fortan stabiler werden würde. Dem war aber nicht so! Hannover wurde immer wieder düpiert, profitierte zunächst aber vom Unvermögen von Caligiuri, der freistehend aus vier Metern gleich zweimal an Zieler scheiterte (50.). Etwas später war es dann doch passiert: Rosenthal erkämpfte sich den Ball gegen den indisponierten Haggui und leitete so das 2:1 ein. Kruse brach auf links durch und spielte dann mit Übersicht quer in die Mitte zu Rosenthal, der nur noch ins leere Tor einschieben musste (56.).

- Anzeige -

Bei den Niedersachsen kamen kurz darauf Sobiech und Ya Konan, die besseren Chancen hatten allerdings weiterhin die Breisgauer. Schmid (61., 69.) und Caligiuri (70.) ließen teils beste Chancen ungenutzt. Deshalb blieb es weiter spannend - zudem wachten die 96er nun auf. Auf einmal entwickelten die Hannoveraner Druck und beschäftigten fortan Baumann, der gegen Ya Konan (71., 76.) gleich zweimal eingreifen musste. Damit hatte es sich aber auch schon wieder mit guten Chancen der Roten, die sich schlussendlich mit der verdienten Niederlage abfinden musste.

Für Hannover 96 geht es kommenden Donnerstag in der Europa League mit dem Heimspiel gegen Twente Enschede (19 Uhr) weiter. In der Bundesliga sind die Niedersachsen am Samstag zu Gast beim FC Bayern München (15.30 Uhr). Der SC Freiburg empfängt einen Tag später den VfB Stuttgart (15.30 Uhr).

17.11.12
 
- Anzeige -

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hannover 96
Aufstellung:
Zieler (2) - 
H. Sakai (5,5)    
Eggimann (3,5) , 
Haggui (5,5) , 
Rausch (4,5) - 
C. Schulz (5)    
Stindl (4,5) , 
Huszti (5)    
Schlaudraff (4,5)    
M. Diouf (5) , 
Abdellaoue (4,5)        

Einwechslungen:
46. da Silva Pinto (4) für C. Schulz
59. A. Sobiech (5)     für Abdellaoue
62. Ya Konan für H. Sakai

Trainer:
Slomka
SC Freiburg
Aufstellung:
Baumann (2) - 
Mujdza (3)        
Krmas (2,5) , 
Diagne (3) , 
Sorg (2,5) - 
Makiadi (2,5)    
Schuster (3)    
Schmid (2,5)    
D. Caligiuri (2,5) - 
Rosenthal (2,5)        

Einwechslungen:
76. Guedé für Makiadi
84. Dembelé für Rosenthal
86. Hedenstad für Mujdza

Trainer:
Streich

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Schmid (11., Linksschuss, D. Caligiuri)
1:1
Abdellaoue (33., Handelfmeter, Linksschuss)
1:2
Rosenthal (56., Rechtsschuss, M. Kruse)
Gelbe Karten
Hannover:
Huszti
(3. Gelbe Karte)
,
A. Sobiech
(2.)
Freiburg:
Mujdza
(4. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
17.11.2012 15:30 Uhr
Stadion:
AWD-Arena, Hannover
Zuschauer:
43800
Spielnote:  2,5
die Vielzahl an Chancen, die Spannung bis zum Schluss und vor allem Freiburgs Spielkunst machten die Partie sehenswert.
Chancenverhältnis:
8:10
Eckenverhältnis:
11:6
Schiedsrichter:
Deniz Aytekin (Oberasbach)   Note 2
lag richtig, beim Zweikampf Sakai gegen Caligiuri (8.) sowie bei Stindls Ballkontakt mit der Hand (35.) nicht auf Elfmeter zu entscheiden; richtig auch, Caligiuris Klärungsversuch mit dem Arm als elfmeterwürdig zu werten.
Spieler des Spiels:
Max Kruse
Ständig unterwegs und gefährlich. Uneigennützig mit Übersicht beim Siegtreffer.
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

- Anzeige -