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Borussia Dortmund

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VfB Stuttgart

 
Borussia Dortmund

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VfB Stuttgart
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Borussia Dortmund
VfB Stuttgart
1.
15.
30.
45.



46.
60.
75.
90.








Dem spektakulärem 4:4 folgt eine Nullnummer

Ulreich rettet gegen Hummels und Schieber

Dortmund musste sich gegen Stuttgart mit einem Remis begnügen. Nach offenem Schlagabtausch zu Beginn unterbrach Kehls Verletzung den Rhythmus der Partie, die bis zur Pause überlegene Dortmunder ohne Durchschlagskraft, aber auch ohne Glück sah. Nach Wiederanpfiff riss der Meister das Geschehen immer mehr an sich, es fehlte aber letztlich an der zündenden Idee, um den kompakten Abwehrriegel des stets gefährlichen VfB zu durchbrechen. Und der BVB hatte kurz vor Schluss nochmals großes Pech.

Arthur Boka flankt vor Kevin Großkreutz
Der Dortmunder Kevin Großkreutz versucht akrobatisch, Arthur Boka Flanke zu verhindern.
© Getty ImagesZoomansicht

BVB-Coach Jürgen Klopp tauschte im Vergleich zum 4:1-Pokal-Sieg bei Zweitligist VfR Aalen zweimal Personal aus: Kehl und Reus ersetzten Leitner und Perisic, die Startelf war dieselbe wie zuletzt beim 2:0-Sieg in der Liga in Freiburg.

VfB-Trainer Bruno Labbadia formierte seine Anfangsformation nach dem 3:0-Pokal-Erfolg über Zweitligist St. Pauli auf vier Positionen um: Sakai, Boka, Holzhauser und Harnik ersetzten Rüdiger, Molinaro, Hajnal und Okazaki.

Munterer Auftakt in Dortmunds ausverkauftem Fußballtempel. Beide Teams begannen offensiv, frühe Warnschüsse von Gentner (2.) und Gündogan (5.) waren die Folge. Temporeich ging's hin und her zwischen den Strafräumen. Der VfB wartete mit brandgefährlichen Aktionen von Gentner und Harnik auf (7.), auf der anderen Seite zischte Schmelzers Fernschuss hauchdünn links vorbei (10.). Die Anfangsphase ließ Erinnerungen an das 4:4 der letzten Saison aufkommen.

Die Borussia hatte den Schwaben viel Raum für ihre Attacken gegeben, ging die Sache in der Folge etwas vorsichtiger an und begann, die Partie mit langen Ballpassagen zu kontrollieren. Nach abgelaufener Anfangsviertelstunde kochten die Emotionen hoch, als Holzhausers Ellenbogen Kehl im Luftduell im Gesicht traf - mit Gelb war der Youngster sehr gut bedient (18.). Der Kapitän musste raus, Leitner kam (20.).

Sebastian Kehl muss verletzt raus
Verletzung unter dem Auge: Sebastian Kehl musste früh raus.
© Getty Images

Nach Kvists Gelber Karte wenig später verlor sich die Partie zunächst weiter in Hektik, was den Rhythmus hemmte, ehe die bis dahin spektakulärste Aktion folgen sollte: Schmelzers Eckball kam durch zu Hummels, der die Kugel volley aus drei Metern aufs Tor lenkte. Ulreichs Reflex beförderte das Leder an die Latte, und Boka rettete gegen den Kopfball des nachsetzenden Hummels auf der Linie (29.).

Bis zur Pause bestimmten die Westfalen auf teilweise rutschigem Geläuf das Geschehen, durften aber das Nadelstiche setzende Stuttgart nie aus den Augen verlieren (Harnik, 33., Traoré, 45.+1). Auf der Gegenseite fehlte dem überlegenen Meister gegen kompakt verteidigende Gäste die ganz klare Aktion, bei einigen Schusschancen auch der Blick für den freien Nebenmann (Lewandowski, 35., Götze, 37.).

Ohne Personaltausch ging es nach Wiederanpfiff weiter. Der VfB eröffnete mit Ibisevics Hechtkopfball (48.), die Borussia mit dem ersten Akzent von Reus in dieser Partie überhaupt (50.). Gegen nach wie vor früh attackierende und sich gut verschiebende Schwaben tat sich der BVB schwer, in Schlagdistanz zu kommen. Klopp reagierte mit der Einwechslung des Ex-Stuttgarters Schieber für Großkreutz (56.).

Kaum im Spiel, hatte der Linksfuß schon die Führung auf dem Fuß: Ibisevics Hackentrick mündete in den Ballverlust. Und dann ging's schnell: Reus schickte Schieber halbrechts in den Sechzehner, der aber scheiterte aus zehn Metern an Ulreich (60.).

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Die Borussia versuchte alles, drückte gegen kompakte Labbadia-Schützlinge, ließ es aber sowohl an Zielstrebigkeit als auch an Präzision fehlen und konnte keine zwingenden Gelegenheiten kreieren. Auf der anderen Seite wurden Stuttgarts Gegenangriffe seltener, blieben aber gefährlich. Ibisevics scheiterte nach explosivem Antritt an Weidenfeller (74.), Traoré kam gegen Piszczek einen Schritt zu spät (79.).

Auch in der Schlussphase fehlte Dortmund trotz Dauerdrucks die Klarheit in den Aktionen, und wiederholt auch das Glück: Lewandowski schoss aus der Drehung, von Tasci leicht abgefälscht landete der Ball nur an der Latte (88.).

Die Borussen machen am Dienstag (20.45 Uhr) einen Champions-League-Abstecher zu Real Madrid, ehe sie am Samstag (15.30 Uhr) beim FC Augsburg aufschlagen. Die Stuttgarter sind am Donnerstag (19 Uhr) in der Europa League in Kopenhagen zu Gast. In der Bundesliga empfangen die Schwaben am Sonntag (17.30 Uhr) Hannover 96.

03.11.12
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Borussia Dortmund
Aufstellung:
Weidenfeller (2,5) - 
Piszczek (3) , 
Subotic (3,5) , 
Hummels (2,5) , 
Schmelzer (3) - 
Gündogan (2) , 
Kehl        
Reus (4)    
M. Götze (2,5) , 
Großkreutz (4)    

Einwechslungen:
20. Leitner (4) für Kehl
56. Schieber (3,5) für Großkreutz
76. Perisic für Reus

Trainer:
Klopp
VfB Stuttgart
Aufstellung:
Ulreich (2) - 
G. Sakai (3) , 
Tasci (2,5)    
Niedermeier (3) , 
Boka (3,5) - 
Kvist (3)    
Holzhauser (4)        
Gentner (2,5)    
Harnik (4) , 
Traoré (2,5)    
Ibisevic (3)        

Einwechslungen:
70. Kuzmanovic für Holzhauser
88. Okazaki für Traoré
90. + 2 Maza für Ibisevic

Trainer:
Labbadia

Tore & Karten

 
Torschützen
keine
Gelbe Karten
Dortmund:
-
Stuttgart:
Holzhauser
(2. Gelbe Karte)
,
Kvist
(2.)
,
Ibisevic
(2.)
,
Gentner
(3.)

Spielinfo

Anstoß:
03.11.2012 15:30 Uhr
Stadion:
Signal-Iduna-Park, Dortmund
Zuschauer:
80645 (ausverkauft)
Spielnote:  2,5
spielerisch hochwertig, tempo- und abwechslungsreich: Diese Partie besaß auch ohne Tore hohen Unterhaltungswert.
Chancenverhältnis:
6:5
Eckenverhältnis:
9:2
Schiedsrichter:
Felix Zwayer (Berlin)   Note 5
viel zu nachsichtig mit seinen persönlichen Strafen. Hätte Holzhausers Foul an Kehl mit Rot ahnden müssen (18.). Ibisevic hätte für seinen Schlag gegen Schmelzer mindestens verwarnt werden müssen (90., das wäre Gelb-Rot gewesen); Reus hätte für sein Foul an Sakai (75.) verwarnt werden müssen. Übersah zudem, dass Lewandowski vor seinem Lattenknaller im Abseits stand (88.).
Spieler des Spiels:
Sven Ulreich
Hielt bei zwei Hundertprozentigen den Punkt für den VfB fest: Klasse sein Reflex, als er Hummels Kopfball??an die Latte lenkte (29.), wie auch seine Reaktion bei Schiebers Großchance??(59.).
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