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Werder Bremen

Werder Bremen

0
:
2

Halbzeitstand
0:1
Borussia Dortmund

Borussia Dortmund


WERDER BREMEN
BORUSSIA DORTMUND
15.
30.
45.




60.
75.
90.







Auch der 44. Vergleich endet nicht torlos

Perisic sorgt für Paukenschläge

In einem rassigen Duell setzte sich Borussia Dortmund, das fast die gesamte zweite Hälfte in Unterzahl bestreiten musste, bei Werder Bremen mit 2:0 durch und sprang dadurch vorerst auf Platz zwei in der Tabelle. Werder kassierte die zweite Pleite in Folge und läuft nun Gefahr, den Anschluss an Spitzenreiter Bayern München zu verlieren. Damit blieb auch der 44. Vergleich dieser beiden Vereine in Bremen nicht torlos.

Dortmunds Perisic jubelt nach dem 1:0.
Gewinner: Dortmunds Perisic jubelt nach dem 1:0.
© Getty ImagesZoomansicht

Werders Trainer Thomas Schaaf setzte nach der 2:3-Auswärtsniederlage bei Hannover 96 in der Abwehr auf Naldo und Schmitz, die Prödl und Ignjovski verdrängten. Rosenberg besetzte den Platz neben Pizarro im Angriff - Arnautovic saß eine Rotsperre ab.

Drei Änderungen auch bei Borussia Dortmund: Jürgen Klopp ersetzte im Vergleich zum 4:0-Heimerfolg gegen Augsburg den angeschlagenen Piszczek auf der rechten Außenbahn durch Rückkehrer und ehemaligen Bremer Owomoyela. Außerdem durften Subotic (für Felipe Santana) und Großkreutz (für Kuba) ebenfalls von Beginn an ran.

Wenn der Tabellenzweite auf den amtierenden Meister trifft, dann läuft vielen Fußballfans das Wasser im Munde zusammen. Die Vorfreude auf das Duell der Bremer gegen den BVB war groß - und beide Mannschaften wurden den Erwartungen zu Beginn vollauf gerecht. Es war viel Tempo in der Begegnung, beide Mannschaften waren offensiv ausgerichtet, liefen enorm viel und machten das Spielfeld dadurch sehr eng. Weil sich weder die Bremer noch die Westfalen in etwas nachstanden, entwickelte sich ein unterhaltsames und sehenswertes Duell, das jedoch keine klaren Torchancen zu bieten hatte.

Innerhalb der Strafräume ließen die Kontrahenten nichts anbrennen, so sorgten im Grunde nur Fernschüsse für echte Gefahr. Löwe (20.) und Götze (24.) waren aber ebenso unpräzise wie auf der anderen Seite Rosenberg (26.) und Bargfrede (27.). Innerhalb des Sechzehners sorgte schließlich Pizarro erstmals so richtig für Gefahr, als sein Schuss aus elf Metern von Hummels geblockt wurde (30.).

Auch wenn "Hochkaräter" selten waren, so lag doch Gefahr in der Luft. Beide Mannschaften wollten und machten viel Betrieb - Dortmund hatte mehr Erfolg. Noch vor der Halbzeit tankte sich Lewandowski gegen zwei Gegenspieler durch und passte auf Bender. Dieser hatte zwar Probleme bei der Ballannahme, brachte das Leder aber noch zu Perisic. Der Kroate machte noch einen Übersteiger und nagelte den Ball trocken unter die Latte zur 1:0-Pausenführung (42.).

Owomoyela trifft seinen Ex-Klub mitten ins Herz

Perisic (re.) sieht nach Wiederanpfiff Gelb-Rot
Verlierer: Perisic (re.) sieht nach Wiederanpfiff Gelb-Rot.
© Getty Images

Die zweiten 45 Minuten begannen gleich mit einem Paukenschlag: Der bereits Gelb-vorbelastete Perisic ging mit hohem Risiko in den Zweikampf mit Sokratis und räumte diesen auch noch ab. Schiedsrichter Florian Meyer stellte den Kroaten umgehend mit der Ampelkarte vom Feld (47.). Die Borussia musste fast die komplette zweite Hälfte also in Unterzahl bestreiten - und das gegen verstärkt anrennende Bremer. Werder drängte mit aller Macht auf den Ausgleich und gab durch Marin (50.) und Wolf (53.) erste Warnschüsse ab.

War die Begegnung vor der Pause noch ein offener Schlagabtausch gewesen, so sahen die Zuschauer im ausverkauften Weserstadion nun Einbahnstraßenfußball. Die Bremer hatten sich in der gegnerischen Hälfte festgesetzt, wohingegen die Westfalen ihr Hauptaugenmerk verstärkt auf die Defensive legten und einige brenzlige Situationen überstehen mussten. So ging Naldos Gewaltfreistoß knapp drüber (59.), Subotic warf sich in einen strammen Versuch von Pizarro (65.), ehe Schmitz' von Owomoyela abgefälschter Fernschuss ans Aluminium klatschte (66.).

Aus Bremer Sicht wollte das Runde einfach nicht in das Eckige - ganz anders sah die Lage beim Meister aus. Lewandowski holte bei einem der seltenen Entlastungsangriffe eine Ecke heraus, die gleich in ein Tor umgemünzt wurde. Fritz köpfte noch Hummels' Kopfball vor der Linie weg, der Ball landete aber wieder beim Innenverteidiger, der ihn diesmal artistisch in den Fünfer zu Owomoyela brachte. Der Ex-Bremer traf die Hanseaten mitten ins Herz und erhöhte auf 2:0 (71.). Schaaf setzte nun alles auf eine Karte: Stürmer Wagner kam für Abwehrmann Wolf. Werder wollte, keine Frage. Der SVW versuchte viel, konnte aber gegen engagiert verteidigende Dortmunder nichts mehr anrichten und musste sich so letztlich mit der Niederlage abfinden.

Bremen ist kommende Woche wieder am Freitag (20.30 Uhr) gefordert, dann in Augsburg. Dortmund muss bereits am Mittwoch in der Champions League bei Olympiakos Piräus antreten. In der Bundesliga empfangen die Westfalen am Samstag, den 22. Oktober, den 1. FC Köln.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Werder Bremen
Aufstellung:
Mielitz (3) - 
Sokratis (4) , 
A. Wolf (4)        
Naldo (3) , 
Schmitz (3) - 
Bargfrede (4)    
Fritz (3,5)    
Hunt (3) - 
Marin (3) - 
Rosenberg (3,5) , 
Pizarro (2,5)

Einwechslungen:
62. Ekici für Bargfrede
74. Wagner für A. Wolf

Trainer:
Schaaf
Borussia Dortmund
Aufstellung:
Weidenfeller (2,5)    
Owomoyela (3)    
Subotic (3)    
Hummels (2) , 
Löwe (3) - 
S. Bender (2) , 
Gündogan (4)    
Großkreutz (3,5) , 
M. Götze (2,5)    
Perisic (3)        
Lewandowski (3)    

Einwechslungen:
74. Kehl für Gündogan
88. Barrios für Lewandowski
89. Leitner für M. Götze

Trainer:
Klopp

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Perisic (42., Linksschuss, S. Bender)
0:2
Owomoyela (71., Rechtsschuss, Hummels)
Gelb-Rote Karten
Bremen:
-
Dortmund:
Perisic
(47.)

Gelbe Karten
Bremen:
A. Wolf
(2. Gelbe Karte)
Dortmund:
Subotic
(1. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
14.10.2011 20:30 Uhr
Stadion:
Weser-Stadion, Bremen
Zuschauer:
42068 (ausverkauft)
Spielnote:  3
phasenweise durchaus rasant und temporeich, aber die ganz große spielerische Qualität fehlte besonders, als sich Dortmund in Unterzahl befand.
Chancenverhältnis:
6:5
Eckenverhältnis:
11:3
Schiedsrichter:
Florian Meyer (Burgdorf)   Note 3
Gelb-Rot für Perisic ging absolut in Ordnung; mindestens fragwürdig war aber, Owomoyelas Tor anzuerkennen, weil Lewandowskis Rolle dabei auch als aktives Abseits bewertet werden könnte.
Spieler des Spiels:
Mats Hummels
War überall, wo es brannte. Und bereitete das 2:0 vor.