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Werder Bremen

Werder Bremen

2
:
1

Halbzeitstand
1:1
Hertha BSC

Hertha BSC


WERDER BREMEN
HERTHA BSC
15.
30.
45.




60.
75.
90.















Kartenfestival an der Weser

Pizarro steht wieder einmal goldrichtig

Bremen hat sich gegen Hertha in einer packenden Partie einen verdienten Sieg gesichert. Werder verdaute den Blitzstart der Berliner und konterte noch im ersten Durchgang, fand aber gegen den im zweiten Durchgang zweifach dezimierten und klug verteidigenden Gegner lange keine Mittel. In der Nachspielzeit mussten die aufopferungsvoll kämpfenden Hauptstädter dann aber doch eine bittere Niederlage einstecken.

Pizarro gegen Niemeyer und Kapitän Mijatovic.
Immer mittendrin: Werders Matchwinner Claudio Pizarro gegen Peter Niemeyer und Kapitän Andre Mijatovic.
© picture-allianceZoomansicht

Bremens Trainer Thomas Schaaf musste nach dem 1:1 in Nürnberg den Rot-gesperrten Wiese ersetzen, für den Mielitz das Tor hütete. Verletzungsbedingt fehlte auch Sokratis (Muskelfaserriss), für den Schmitz in die Abwehrkette rückte, in der Ignjovski diesmal rechts verteidigte.

Sein Gegenüber Markus Babbel vertraute bis auf einen Personalwechsel - Ramos rückte für Lasogga ins Team - auf dieselbe Elf wie beim 2:2 gegen Augsburg.

Hertha erwischte im Weserstadion einen Start nach Maß, denn der erste flüssige Angriff der Gäste brachte gleich die Führung: Raffael kam rechts gegen Schmitz zur Flanke, in der Mitte setzte sich Ramos gegen Ignjovski durch und schoss aus halblinker Position aus sieben Metern ein (3.).

Werder antwortete sofort, Ekici aber verzog (5.), Arnautovic kam per Kopf nicht richtig hinter den Ball (7.). Werder war optisch überlegen, in der Folge aber beeindruckte die Babbel-Elf mit ihrer taktischen Ausrichtung. Aus kompakter Grundordnung starteten die Berliner immer wieder über die ballsicheren Ebert und Raffael und dem lauernden Ramos gefährliche Angriffe. Hätte Ramos seinen Querpass auf Raffael nach einem Konter nicht in den Rücken des Brasilianers gespielt, wäre mehr drin gewesen (17.).

So aber mussten die Gäste den Ausgleich schlucken, bei dem sie Pate standen: Fritz flankte von der linken Seite. Der Ball war lange unterwegs, Pizarro übersprang am Fünfmeterraum Kobiashvili und nickte ins rechte Eck ein. Kraft sah wie der Verteidiger dabei nicht gut aus (23.).

Der Ausgleich verschaffte den Hanseaten Rückenwind, die Schaaf-Elf fand immer mehr Zugriff auf den Gegner. Dennoch dauerte es bis zur nächsten Gelegenheit bis zur 34. Minute, als Hunt per Freistoß Kraft auf den Plan rief. Hunt war nun das Schwungrad im Werder-Mittelfeld. Der Blondschopf traf in derselben Minute nur den Pfosten, und nach seinem Steilpass verzog der emsige Arnautovic (41.), der auch Sekunden vor dem Halbzeitpfiff knapp über den Balken schoss. Zwischenzeitlich rettete Wolf bei einem der selten gewordenen Offensivaktionen der Gäste nach Raffaels Solo kurz vor der Linie (37.).

Mit Ben-Hatira für Torun begann Hertha den zweiten Durchgang. Werder ergriff weiter die Initiative und hatte durch Wolf, der nach Ekici-Freistoß im Fünfer nicht hinter den Ball kam, eine gute Chance zur Führung. Die Gäste standen sehr tief, fanden kaum noch Entlastung und dezimierten sich nach Lells rüdem Foul an Wolf selbst - Ampelkarte für den Verteidiger (57.).

Babbels taktischer Wechsel folgte sogleich: Janker ersetzte Ebert (59.), bei Bremen kam Marin für den schwachen Ekici. Doch zunächst nicht die Hanseaten, sondern die Berliner hatten durch Janker die gute Chance zur Führung (62.), ehe eine weitere Undiszipliniertheit den zweiten Feldverweis für die Herthaner zur Folge hatte: Ramos foulte Bargfrede, Freistoß für Bremen. Der ebenfalls schon verwarnte Kolumbianer schlug den Ball weg und sah ebenfalls die Ampelkarte (63.).

Glück dann für Bremen, dass es keinen Elfmeter gab, als Schmitz den nicht aufzuhaltenden Raffael am Strafraum kurz festhielt (65.). Den Gastgebern gelang es trotz geballter Offensivpower - Rosenberg ersetzte Schmitz (71.) - nicht, richtig Druck aufzubauen. Zu sehr versuchten es die Grün-Weißen durch die Mitte und rannten sich immer wieder fest.

Die Berliner verschoben sich geschickt, leichtfertiges Abwehrverhalten der Bremer ermöglichte sogar die erneute Führung, als Bargfrede Raffaels Schuss aus elf Metern Zentimeter am Pfosten vorbeilenkte (79.). Auf der Gegenseite fand Pizarros Kopfballtreffer nach Ringkampf mit Hubnik keine Anerkennung (81.).

Schaaf protestierte wohl zu heftig und erlebte die Schlussphase auf der Tribüne. Hertha wähnte sich schon als Punktgewinner, als Kraft Naldos Freistoß entschärfte (90.+1), hatte aber die Rechnung ohne Pizarro gemacht: Rosenberg verlängerte Marins Ecke am ersten Pfosten in den Fünfer, wo der Peruaner ins rechte Eck einnickte (90.+3) - dann war Schluss.

Am 8. Spieltag tritt Bremen sonntags (15.30 Uhr) in Hannover an, Hertha empfängt tags zuvor (18.30 Uhr) den 1. FC Köln.

25.09.11
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Werder Bremen
Aufstellung:
Mielitz (3,5) - 
Ignjovski (4) , 
Prödl (3,5) , 
A. Wolf (3) , 
Schmitz (4)    
Bargfrede (3)    
Fritz (3)        
Hunt (2,5) - 
Ekici (5)    
Pizarro (1,5)            

Einwechslungen:
59. Marin (4) für Ekici
71. Rosenberg für Schmitz
82. Naldo für Bargfrede

Trainer:
Schaaf
Hertha BSC
Aufstellung:
Kraft (5)    
Lell (5)    
Hubnik (3) , 
Mijatovic (3)        
Kobiashvili (3,5)    
Ottl (2,5) , 
Niemeyer (2,5) - 
Ebert (4)    
Raffael (2) , 
Torun (4)    
Ramos (5)        

Einwechslungen:
46. Ben-Hatira     für Torun
59. Janker (3)     für Ebert
66. Lustenberger für Ben-Hatira

Trainer:
Babbel

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Ramos (3., Linksschuss, Raffael)
1:1
Pizarro (23., Kopfball, Fritz)
2:1
Pizarro (90. + 3, Kopfball, Rosenberg)
Gelb-Rote Karten
Bremen:
-
Hertha:
Lell
(57.)
-
Ramos
(63.)

Gelbe Karten
Bremen:
Fritz
(1. Gelbe Karte)
,
Pizarro
(2.)
Hertha:
Janker
(1. Gelbe Karte)
,
Kraft
(1.)
,
Mijatovic
(4.)
,
Kobiashvili
(2.)

Besondere Vorkommnisse
Bremens Trainer Schaaf wurde wegen Reklamierens auf die Tribüne verwiesen (81.).

Spielinfo

Anstoß:
25.09.2011 17:30 Uhr
Stadion:
Weser-Stadion, Bremen
Zuschauer:
40760
Spielnote:  2
rassige Partie mit Spannung und vielen Torraumszenen.
Chancenverhältnis:
6:5
Eckenverhältnis:
7:3
Schiedsrichter:
Dr. Felix Brych (München)   Note 5
lag mit den beiden Platzverweisen richtig, traf aber nicht immer die korrekten Entscheidungen: So ging Werders Ausgleich ein Foul an Kobiashvili voraus, Raffael hätte nach dem Foul von Schmitz Elfmeter bekommen müssen (64.), Pizarros Tor abzuerkennen (81.) war ebenso falsch.
Spieler des Spiels:
Claudio Pizarro
Matchwinner für Werder, ein ständiger Unruheherd und stets torgefährlich.