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Borussia Dortmund

Borussia Dortmund

1
:
2

Halbzeitstand
0:0
Hertha BSC

Hertha BSC


BORUSSIA DORTMUND
HERTHA BSC
15.
30.
45.
60.
75.
90.











Vier Aluminiumtreffer beim ersten Auswärtssieg der Babbel-Elf

Raffaels Sololauf ist nicht zu bremsen

Dortmund musste gegen Hertha die zweite Saison- und erste Heimniederlage nach 18 Partien einstecken. Der spielbestimmende Meister biss sich in einer zähen Auseinandersetzung immer wieder am massiven Abwehrbollwerk der gefährlich konternden Berliner fest. Kurz nach Wiederanpfiff ging der Aufsteiger in Führung, hielt die Borussia mit aufopferungsvoller Defensivarbeit gut in Schach und entschied die Begegnung in der Schlussphase verdient zu seinen Gunsten.

Lewandowski bleibt an Hubnik hängen
Fast kein Durchkommen: Robert Lewandowski bleibt an Herthas Roman Hubnik hängen.
© Getty ImagesZoomansicht

Dortmunds Trainer Jürgen Klopp setzte nach dem 0:0 in Leverkusen an Stelle des rotgesperrten Götze auf Blaszczykowski.

Hertha-Coach Markus Babbel tauschte im Vergleich zum 1:0-Sieg gegen den VfB Stuttgart ebenfalls einmal Personal aus: Torun fand für Lasogga den Weg in dei Startelf.

Dortmund ergriff vom Start weg die Initiative und erspielte sich schnell eine optische Überlegenheit. Die Hertha verteidigte mit allen Mann in der eigenen Hälfte massiv und versuchte sich in der Spezialität des BVB, dem schnellen Umschaltspiel. Die Zweikampfquote der Berliner stimmte. Sie hielt die Westfalen, die mit schlechter Passgenauigkeit vergeblich eine Lücke suchten, meist vom Gäste-Strafraum fern.

Und Entlastung war zu Beginn kein Fremdwort für die Hauptstädter, die über die umtriebigen Torun und Ramos gefährlich konterten. Die beiden Offensivleute initiierten mit einem Doppelpass die Großchance zur Führung, doch Torun traf nur den Außenpfosten (16.).

Nur langsam kam der Westfalen-Express bei sommerlichen Temperaturen ins Rollen. Kagawa näherte sich dem Tor per Fuß (18.) und Kopf (22.) an, ansonsten verstrickte sich der Meister auch in der Folge oft im dichten Abwehrnetz der Babbel-Elf.

Standardsituationen mussten für die nun immer überlegenere Borussia für die nächsten Chancen herhalten. Kraft tauchte nach Gündogans direktem Freistoß schnell ab (28.), die folgende Ecke nickte Hummels aus sieben Metern in die Arme des Hertha-Keepers (29.)

Dortmund fand wenig Mittel gegen das Abwehrbollwerk. Es fehlte an der zündenden Idee, das gefürchtete Kombinationsspiel kam nicht so richtig auf Touren. Eine halbe Möglichkeit für Lewandowski (37.) und die beste aus dem Spiel heraus für Großkreutz (41.) verpufften - torlos ging es in die Kabine.

Aus der kam der BVB mit da Silva für Gündogan. Den besseren Start aber erwischte die Babbel-Elf: Raffael nahm im Mittelfeld Tempo auf, übersprintete den grätschenden Hummels und enteilte auch Subotic. Frei vor Weidenfeller scheiterte er am Keeper, doch von Schmelzer prallte das Leder wieder zum Brasilianer, der locker ins leere Tor einschob (49.).

Die Borussia antwortete mit wütenden, aber einfallslosen Attacken. Hertha stand weiterhin kompakt, ließ kaum etwas zu und stand ganz dicht vor dem zweiten Tor: Nach einer Ebert-Flanke war Raffael gegen die unsortierte Deckung der Gastgeber am zweiten Pfosten frei und jagte den Ball volley aus fünf Metern an den Querbalken (56.).

Es folgte eine Viertelstunde vergebliches Anrennen der Westfalen ohne zwingende Gelegenheit. Gefährlicher waren die jedoch unvollendeten Berliner Konter, ehe Bender auf der Gegenseite den Hammer auspackte und aus 25 Metern am Querbalken scheiterte (71.). Es war die letzte Aktion des Mittelfeldakteurs, der gleich darauf für Zidan weichen musste.

Doch auch der Ägypter brachte nicht die erhofften Impulse, stattdessen vergaben die Gäste zweimal die Vorentscheidung Raffael (Pfostenschuss, 78., Ebert, 80.), um wenig später doch zu jubeln: Mijatovic köpfte Eberts Eckball wuchtig aufs Tor. Weidenfeller musste den Ball abprallen lassen, den Niemeyer über die Linie stocherte (81.).

War das die Entscheidung? Nein, denn Lewandowski brachte den BVB per Kopf nochmals zurück (88.). Inklusive vier Minuten Nachspielzeit zitterten die Berliner nochmal kräftig, ehe der erste Auswärtssieg feststand.

Am 6. Spieltag muss Dortmund sonntags (15.30 Uhr) in Hannover ran, die Hertha empfängt bereits am Samstagnachmittag den FC Augsburg.

10.09.11
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Borussia Dortmund
Aufstellung:
Weidenfeller (3,5)    
Piszczek (4) , 
Subotic (4,5) , 
Hummels (4) , 
Schmelzer (4) - 
S. Bender (3)    
Gündogan (4,5)    
Blaszczykowski (5)    
Kagawa (5) , 
Großkreutz (5) - 
Lewandowski (4)        

Einwechslungen:
46. da Silva (5) für Gündogan
58. Perisic (3) für Blaszczykowski
73. Zidan für S. Bender

Trainer:
Klopp
Hertha BSC
Aufstellung:
Kraft (2) - 
Lell (3)    
Hubnik (3)    
Mijatovic (2)    
Kobiashvili (3) - 
Ottl (3) , 
Niemeyer (2)    
Ebert (2,5)    
Raffael (1)        
Torun (2,5)    
Ramos (3)    

Einwechslungen:
58. Rukavytsya (3) für Torun
83. Ben-Hatira für Ebert
87. Lustenberger für Raffael

Trainer:
Babbel

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Raffael (49., Rechtsschuss)
0:2
Niemeyer (81., Linksschuss, Mijatovic)
1:2
Lewandowski (88., Kopfball, da Silva)
Gelbe Karten
Dortmund:
Lewandowski
(2. Gelbe Karte)
Hertha:
Hubnik
(1. Gelbe Karte)
,
Lell
(2.)
,
Ramos
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
10.09.2011 15:30 Uhr
Stadion:
Signal-Iduna-Park, Dortmund
Zuschauer:
80720 (ausverkauft)
Spielnote:  3,5
einerseits durch zahlreiche Chancen durchaus unterhaltsam, litt die Qualität unter der hohen Dortmunder Fehlerquote.
Chancenverhältnis:
9:6
Eckenverhältnis:
4:1
Schiedsrichter:
Marco Fritz (Korb)   Note 3
brachte die fair geführte Partie sicher über die Bühne, versäumte es allerdings, Schmelzers rustikales Einsteigen gegen Torun mit Gelb zu ahnden (14.).
Spieler des Spiels:
Raffael
Ihn bekam die Borussia nie zu fassen. Hatte bei zwei Aluminium-Treffer noch Pech.