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VfB Stuttgart

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Bayer 04 Leverkusen

 
VfB Stuttgart

0:1 (0:1)

Bayer 04 Leverkusen
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VfB Stuttgart
Bayer 04 Leverkusen
1.
15.
30.
45.

46.
60.
75.
90.










Erste Pleite für Stuttgart - Ballack bleibt auf der Bank

Kießling nutzt Ulreichs Patzer eiskalt aus

Bayer Leverkusen hat die Auftaktpleite gegen Mainz nun endgültig hinter sich gebracht und feierte den zweiten Sieg in Folge. Beim "Lieblingsgegner" VfB Stuttgart überzeugte Bayer auf ganzer Linie, gewann mit 1:0 und fuhr damit den 27. Bundesligasieg gegen die Schwaben ein. Der VfB, der über weite Strecken gehemmt agierte, kassierte somit die erste Niederlage der laufenden Saison.

Leverkusens Kießling setzt sich gegen Tasci (li.) durch
Kniefall: Leverkusens Kießling setzt sich gegen Tasci (li.) durch.
© Getty ImagesZoomansicht

Stuttgarts Trainer Bruno Labbadia vertraute auf dieselben Spieler, die schon beim 1:1 in Mönchengladbach begonnen hatten und ließ damit auch im vierten Pflichtspiel in Folge seine Startelf unverändert.

Leverkusens Coach Robin Dutt indes änderte seine Anfangsformaton auf einer Position: Rolfes, der beim 1:0-Sieg gegen Werder Bremen als Einwechselspieler das Siegtor vorbereitet hatte, verdrängte Ballack auf die Bank.

Bayer Leverkusen kam schnell zu einem optischen Übergewicht und setzte sich in der schwäbischen Hälfte fest. Die "Werkself" machte den wacheren Eindruck und war zudem im Passspiel um einiges genauer als der VfB. Dennoch sprang zunächst kaum etwas heraus, da sich Stuttgarts Defensive keine Blöße gab und in der ersten Viertelstunde nur eine nennenswerte Aktion der Gäste zuließ: Nach einem Freistoß kam Toprak etwas unverhofft zum Kopfball, der Ex-Freiburger zielte aber aus sechs Metern ein Stückchen zu hoch (14.).

Danach wachte der VfB aber auf und wagte nun seinerseits mehr. Die Partie wurde offener, Bayer machte allerdings weiterhin den gefälligeren Eindruck. Dennoch durften die Schwaben durch Cacau (16.), Tasci (19.) und Harnik (23.) erste Halbchancen für sich verbuchen.

Es war ein intensives Duell, in dem die jeweiligen Offensivreihen jedoch kaum zur Geltung kamen. So sorgte dann eine Unsicherheit von Ulreich fürs erste Tor der Partie: Der 23-Jährige ließ einen harten Kadlec-Schuss aus rund 30 Metern nach vorne prallen und hatte dann gegen den nachsetzenden Kießling keine Chance mehr - 0:1 (28.).

Die Stuttgarter waren jetzt gefordert, ein Aufbäumen war aber nicht zu erkennen. Der VfB agierte weiter zu statisch, wirkte gehemmt. Anders die "Werkself", die nun über Konter immer wieder Nadelstiche setzte. Schürrle scheiterte aber an Ulreich (33.), Kießling schoss aus neun Metern drüber (40.), folglich blieb es bei der knappen Pausenführung der Gäste.

Auch mit zwei Spitzen ist für Stuttgart gegen die "Werkself" nichts zu holen

Stuttgarts Molinaro geht zum Ball, Castro (re.) schaut zu.
Hoch das Bein: Stuttgarts Molinaro geht zum Ball, Castro (re.) schaut zu.
© Getty Images

Die zweite Hälfte begann mit einer kleinen Verspätung, Labbadia hatte offenbar viel zu besprechen. Anscheinend hatte der Trainer auch die passenden Worte gefunden, denn der VfB kam deutlich bissiger aus der Kabine und war nun darum bemüht, das Spiel an sich zu reißen. Die Stuttgarter legten also den Vorwärtsgang ein, entwickelten dabei allerdings kaum Durchschlagskraft und kamen folglich auch nicht zu Abschlüssen.

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Labbadia reagierte nach einer Stunde mit einem Doppelwechsel und brachte mit Okazaki und Pogrebnyak, die für Hajnal und Gentner kamen, zwei frische Offensivkräfte. Der VfB war nun mit zwei echten Spitzen auf dem Feld, was allerdings ebenfalls nicht fruchtete. Stuttgart agierte weiter ideenlos und tat sich sehr schwer gegen routinierte Leverkusener.

Mit zunehmender Spieldauer erhöhten die Hausherren das Tempo und wären dafür fast belohnt worden. Cacau kam allerdings gleich zweimal einen Tick zu spät (68./69.). Der Wille konnte den Schwaben nicht abgesprochen werden, allerdings fehlte es an diesem Tag an Qualität. Bayer verwaltete die Führung gekonnt, hielt den Ball oft in den eigenen Reihen, ließ die Stuttgarter somit nicht mehr gefährlich aufkommen und brachte den letztlich verdienten Sieg souverän unter Dach und Fach. Spielerisch passierte nichts mehr, allerdings gab es noch einen negativen Höhepunkt. Boulahrouz meckerte in der Nachspielzeit zu viel und sah dafür Gelb. Weil er bereits zuvor schon verwarnt worden war, musste er den Platz frühzeitig verlassen (90.+1).

Der VfB Stuttgart ist wieder am kommenden Freitag bei Aufsteiger Hertha BSC gefordert. Tags darauf empfängt Bayer Leverkusen im Abendspiel den amtierenden Meister aus Dortmund.

20.08.11
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfB Stuttgart
Aufstellung:
Ulreich (5) - 
Boulahrouz (4)    
Tasci (3) , 
Maza (3)    
Molinaro (4)    
Kvist (3) , 
Kuzmanovic (4) - 
Harnik (4,5) , 
Hajnal (5)    
Gentner (3,5)    
Cacau (4)    

Einwechslungen:
60. Pogrebnyak (4) für Hajnal
60. Okazaki (4) für Gentner
75. Traoré für Molinaro

Trainer:
Labbadia
Bayer 04 Leverkusen
Aufstellung:
Leno (3) - 
Castro (3) , 
Toprak (2) , 
Reinartz (2,5) , 
Kadlec (3,5) - 
L. Bender (2) , 
Rolfes (2)    
Sam (4)    
Renato Augusto (4)    
Schürrle (3) - 
Kießling (2,5)        

Einwechslungen:
71. Balitsch für Renato Augusto
75. Derdiyok für Kießling
81. Schwaab für Sam

Trainer:
Dutt

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Kießling (28., Rechtsschuss, Kadlec)
Gelb-Rote Karten
Stuttgart:
Boulahrouz
(90. + 1)
Leverkusen:
-
Gelbe Karten
Stuttgart:
Maza
(1. Gelbe Karte)
Leverkusen:
-

Spielinfo

Anstoß:
20.08.2011 15:30 Uhr
Stadion:
Mercedes-Benz-Arena, Stuttgart
Zuschauer:
53000
Spielnote:  3,5
taktisch ansprechende, interessante Partie, aber Strafraum- und Torraumszenen waren Mangelware.
Chancenverhältnis:
2:3
Eckenverhältnis:
5:4
Schiedsrichter:
Peter Gagelmann (Bremen)   Note 4
vereinzelt Schwierigkeiten bei der Beurteilung von Zweikämpfen, hätte Boulahrouz wegen des "Stinkefingers" (90./+ 1) glatt Rot zeigen müssen.
Spieler des Spiels:
Simon Rolfes
Zweikampfstark und ballsicher ordnete er Bayers Defensive, ahnte viele Stuttgarter Spielzüge voraus. Stark auch im Aufbau der eigenen Angriffe.
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