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Borussia Dortmund

 - 

VfB Stuttgart

 
Borussia Dortmund

4:4 (1:0)

VfB Stuttgart
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Borussia Dortmund
VfB Stuttgart
1.
15.
30.
45.

46.
60.
75.
90.

















Dortmund baut die Serie aus - Drei Aluminiumtreffer

Gentner macht dem Wahnsinn ein Ende

Hitchcock stand Pate in einer prickelnden Partie auf höchstem Niveau, in der Stuttgart Dortmund ein etwas glückliches, aber nicht unverdientes Remis abtrotzte. Im ersten Durchgang ging der BVB aufgrund einer Vielzahl an Möglichkeiten gegen den keineswegs chancenlosen VfB folgerichtig in Führung, die er bald nach Wiederanpfiff ausbaute. Binnen weniger Minuten drehten die Gäste das Spiel, ehe sich der Meister im Wechselbad der Gefühle wieder als Sieger fühlen durfte, dabei die Rechnung aber ohne Gentner gemacht hatte.

Kagawa schießt zum 1:0 ein
Shinji Kagawa stand mal wieder goldrichtig und knallte Kehls Vorlage unter die Latte.
© Getty ImagesZoomansicht

Dortmunds Coach Jürgen Klopp tauschte nach dem 6:1 in Köln einmal Personal aus und brachte Kapitän Kehl für Bender.

Auf der anderen Seite brachte Stuttgarts Trainer Bruno Labbadia nach dem 1:0 gegen Nürnberg für Gelbsünder Cacau Sturmkollege Ibisevic nach dessen abgelaufener Gelbsperre.

Der BVB legte sofort den Vorwärtsgang ein, presste den VfB mit Macht in dessen eigene Hälfte. Kagawa näherte sich schon in der zweiten Minute gefährlich dem Tor an, genau wie Blaszczykowski wenig später (4.). Ulreich verhinderte gegen Kagawas Flachschuss den Rückstand (5.), ehe die Schwaben sich besser organisierten und erste Gegenzüge initiierten - Hajnal zwang Weidenfeller erstmals zum Eingreifen (9.).

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Die Gäste verschoben sich nun weiter nach vorne, stellten die Passwege der Borussia gut zu und machten der Klopp-Elf in einer nun abwechslungsreichen Partie so das Leben vorübergehend sehr schwer. Sakai rettete noch gegen Lewandowski (16.), ehe urplötzlich Stuttgart ganz dicht vor der Führung stand: Nach flüssiger Stafette flankte Hajnal an den zweiten Pfosten, wo Schiebers Volleyschuss aus sechs Metern über den Balken flog (19.).

Es folgte wieder eine ganz starke Phase des Meisters, Gündogan leitete zwei Großchancen ein: Nach Pass des Mittelfeldakteurs umdribbelte Lewandowski Niedermeier und Keeper Ulreich, scheiterte aber an der Kopfballabwehr des zurückgeeilten Kapitäns vor der Linie (21.). Und nach butterweicher Flanke des Ex-Nürnbergers knallte Großkreutz das Leder an die Latte (24.).

Stuttgart konnte sich nur selten befreien, weil die Borussen intensiv gegen den Ball arbeiteten. Es gelang aber einmal doch: Ibisevic brach im Zentrum durch, spitzelte den Ball an Weidenfeller vorbei und fiel - kein Elfer, entschied Referee Weiner. Knifflig (30.).

Die Führung fiel auf der anderen Seite und war auf Grund der größeren Spielanteile und des Chancenplus des Meisters verdient: Schmelzer schlug eine Flanke von links an den Fünfer. Kehl übersprang Kvist und legte klasse vor für Kagawa, der die Kugel aus fünf Metern hoch unter die Latte drosch (33.).

Bis zum Wechsel hatten die Schwarz-Gelben alles unter Kontrolle. Gündogans Flachschuss rauschte knapp vorbei (41.), dann war Pause.

Ohne Personalwechsel starteten die beiden Teams in den zweiten Durchgang. Und Dortmund agierte nicht abwartend, sondern spielte sofort auf das zweite Tor. Pisczceks Knaller landete noch am Pfosten (48.), nur wenig später aber war es soweit: Nach feinem Diagonalpass von Hummels über die Abwehr hinweg stoppte sich Blaszczykowski halbrechts im Sechzehner den Ball und überwand Ulreich aus acht Metern (49.).

Die Schwaben kamen kaum zum Zug, mussten stetig auf der Hut sein vor nach wie vor blitzschnell umschaltenden Borussen (Lewandowski, 55., Blaszczykowski, 58.).

Stuttgart raffte sich Mitte des zweiten Abschitts auf. Kvists Distanzknaller prallte an den Pfosten (63.), Ibisevics Kopfball flog Zentimeter daneben (67.). Auf der Gegenseite hielt Ulreich sein Team gegen Blaszczykowski im Spiel (69.).

Zwei Minuten später war der VfB zurück in der Partie: Gentner, gerade eingewechselt, spielte an den Sechzehner zu Niedermeier, der volley ablegte auf Ibisevic. Gegen die Laufrichtung Weidenfellers netzte der Bosnier flach ins rechte Eck ein.

Und nun überschlugen sich die Ereignisse: Nach Luftduell zwischen Ibisevic und Subotic prallte der Ball zu Schieber. Der Youngster umspielte Piszczek, Hummels grätschte umsonst, der Stürmer umdribbelte auch Weidenfeller und schob ein (77.). Damit nicht genug: Kehl verlor den Ball im Mittelfeld. Kuzmanovic schickte Schieber halblinks auf die Reise, und der Youngster knallte das Leder von halblinks aus elf Metern durch die Beine von Weidenfeller ins Netz (79.) - 2:3!

Die Borussia lag am Boden, stand aber wieder auf. Der VfB verlor den Ball im Vorwärtsgang. Kehl passte zu Hummels, der nicht angegriffen wurde und aus 18 Metern flach ins linke Eck einschoss (82.). Angetrieben vom frenetischen Publikum mobilisierte die Klopp-Elf letzte Kräfte - und der Wahnsinn fand eine weitere Fortsetzung: Schmelzer brachte eine Ecke von rechts, und der eingewechselte Perisic traf per Drop-kick aus acht Metern unter die Latte (87.).

Nun wähnte sich der Meister am Ziel, der VfB unternahm in der Nachspielzeit einen letzten Anlauf. Ein hoher Ball landete im gegnerischen Strafraum, Schmelzer legte per Kopf unfreiwillig auf Gentner vor. Der Joker umspielte Kehl und jagte den Ball aus acht Metern knallhart unter die Latte (90.+2)! Und dann war Schluss!

Dortmund, das auch im 23. Spiel in Serie ungeschlagen blieb, gastiert am Samstag (15.30 Uhr) in Wolfsburg. Zeitgleich erwartet Stuttgart Besuch aus Mainz.

30.03.12
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Borussia Dortmund
Aufstellung:
Weidenfeller (4) - 
Piszczek (3,5) , 
Subotic (4) , 
Hummels (4)    
Schmelzer (5) - 
Gündogan (1,5)    
Kehl (3,5)    
Blaszczykowski (2,5)    
Kagawa (2)        
Großkreutz (3)    
Lewandowski (3,5)    

Einwechslungen:
67. S. Bender für Gündogan
79. Perisic         für Großkreutz
81. Barrios für Kagawa

Trainer:
Klopp
VfB Stuttgart
Aufstellung:
Ulreich (2,5) - 
G. Sakai (3,5) , 
Maza (4,5) , 
Niedermeier (1,5)    
Boka (5)    
Kvist (3,5) , 
Kuzmanovic (4)    
Harnik (3,5) , 
Hajnal (3,5)    
Schieber (1,5)            
Ibisevic (2)    

Einwechslungen:
61. Molinaro für Boka
70. Gentner     für Hajnal
84. Bah für Schieber

Trainer:
Labbadia

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Kagawa (33., Rechtsschuss, Kehl)
2:0
Blaszczykowski (49., Rechtsschuss, Hummels)
2:1
Ibisevic (71., Rechtsschuss, Niedermeier)
2:2
Schieber (77., Rechtsschuss, Ibisevic)
2:3
Schieber (79., Linksschuss, Kuzmanovic)
3:3
Hummels (82., Rechtsschuss, Kehl)
4:3
Perisic (87., Rechtsschuss, Schmelzer)
4:4
Gentner (90. + 2, Linksschuss)
Gelbe Karten
Dortmund:
Lewandowski
(4. Gelbe Karte)
,
Perisic
(1.)
Stuttgart:
Kuzmanovic
(4. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
30.03.2012 20:30 Uhr
Stadion:
Signal-Iduna-Park, Dortmund
Zuschauer:
80720 (ausverkauft)
Spielnote:  1
Fußball für Genießer. Rasantes Tempo, etliche Torszenen: Beste Unterhaltung ohne Atempause.
Chancenverhältnis:
13:8
Eckenverhältnis:
11:5
Schiedsrichter:
Michael Weiner (Giesen)   Note 3
starke Gesamtleistung in einem schwierig zu leitenden Spiel. Verweigerte dem VfB allerdings einen Elfmeter (Weidenfeller gegen Ibisevic/30.). Hätte zudem Kvist für sein taktisches Foul an Blaszczykowski (70.) verwarnen müssen.
Spieler des Spiels:
Julian Schieber
Steigerte sich immer mehr, kaum zu stoppen und stark im Abschluss.
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