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Hertha BSC

Hertha BSC

0
:
1

Halbzeitstand
0:0
Borussia Dortmund

Borussia Dortmund


HERTHA BSC
BORUSSIA DORTMUND
15.
30.
45.
60.
75.
90.






Nächste Pleite der Hertha - BVB baut Erfolgsserie aus

Großkreutz staubt per Fallrückzieher ab

Hertha BSC musste das 1000. Spiel der eigenen Bundesligageschichte verloren geben. Die krisengebeutelten Berliner lieferten den klar favorisierten Dortmundern lange Zeit einen tollen Kampf, wurden dann aber eiskalt erwischt und kassierten somit die sechste Pleite in Folge. Der BVB glänzte in der Hauptstadt nicht, tat sich enorm schwer und dürfte daher über den 1:0-Arbeitssieg sehr dankbar sein - zumal er damit auch im 16 Ligaspiel in Folge ungeschlagen blieb und den sechsten Sieg nacheinander einfuhr.

Berlins Raffael gegen Barrios (re.)
Voller Einsatz: Berlins Raffael gegen Barrios (re.).
© Getty ImagesZoomansicht

Interimstrainer René Tretschok wechselte nach der 0:5-Klatsche beim VfB Stuttgart, die zur Entlassung von Michael Skibbe geführt hatte, dreimal: Janker, Rukavytsya und Ramos spielten anstelle von Morales, Ottl (Rot-Sperre) und Lasogga. Für Tretschok war bereits vor dem Duell gegen seinen alten Verein, mit dem er als Spieler zweimal die deutsche Meisterschaft (1995, 1996) und einmal die Champions League (1997) gewonnen hatte, klar, dass es nur ein Intermezzo als hauptverantwortlicher Coach sein würde, da die Verpflichtung von Otto Rehhagel bereits unter Dach und Fach war.

BVB-Coach Jürgen Klopp musste im Vergleich zum 1:0 gegen Bayer Leverkusen auf Kagawa (Außenbandanriss) verzichten. Barrios erhielt dafür seine Bewährungschance von Anfang an und gab den Stoßstürmer. Lewandowski agierte dahinter.

Erwartungsgemäß ergriff Dortmund die Initiative und kam so von Beginn an zu deutlich mehr Ballbesitz. Die Berliner hielten allerdings mit Leidenschaft und Kampf dagegen. Die "Alte Dame" schaffte es mit ihrer konzentrierten Spielweise, dem BVB den Zahn zu ziehen. Die Westfalen konnten ihr gewohntes Kurzpassspiel nicht aufziehen und probierten es daher oft mit langen Bällen - meist von Subotic geschlagen. Diese stellten die BSC-Defensive aber nicht vor allzu große Probleme, auch wenn hier und da mal Abstimmungsschwierigkeiten zwischen Kraft und seinen Innenverteidigern zu Tage traten.

Bis auf einen Barrios-Kopfball, den Kraft nach acht Minuten locker aufnahm, herrschte in den Strafräumen meist gähnende Leere. Der Meister hatte fast 60 Prozent Ballbesitz, Berlin war dafür in den Zweikämpfen präsenter. Folglich neutralisierten sich beide Mannschaften lange Zeit, sodass Torraumszenen nicht zu sehen waren. Das änderte sich erst nach etwas mehr als einer halben Stunde: Nach Piszczek-Zuspiel verstolperte Barrios aber in bester Position (31.). Auf der Gegenseite sorgte ein totaler Aussetzer von Hummels, der viel zu sorglos mit dem Ball umging und sich diesen von Raffael abluchsen ließ, für die erste dicke Möglichkeit der Berliner. Der Brasilianer scheiterte allerdings in der 36. Minute an Weidenfeller, sodass es beim 0:0-Pausenstand blieb.

Gesichtsprellung bei Piszczek - Erneute Nachlässigkeit von Hummels

Berlins Hubnik und Dortmunds Lewandowski (re.).
Auf Augenhöhe: Berlins Hubnik und Dortmunds Lewandowski (re.).
© Getty Images

Zum Seitenwechsel musste Klopp wechseln, da sich Piszczek kurz vor dem Halbzeitpfiff bei einem Zusammenprall mit Mijatovic eine Gesichtsprellung zugezogen hatte. Owomoyela kam für die zweiten 45 Minuten. Ansonsten änderte sich nicht viel: Dortmund hatte klar mehr Spielanteile, kam aber gegen die aufmerksamen Herthaner nicht zu klaren Abschlüssen - die zündende Idee fehlte. Hinten leistete sich der BVB ab und an ungewohnte Nachlässigkeiten, was die "Alte Dame" aber nicht bestrafen konnte. So schoss Ebert aus spitzem Winkel nach erneut kapitalem Bock von Hummels knapp links vorbei (53.), während sich Raffael, der zuvor Kehl das Leder locker abgenommen hatte, an der Strafraumgrenze festrannte (58.).

Der Auftritt der Berliner machte Mut, man hatte dem Meister Paroli geboten - zunehmend sogar den besseren Eindruck gemacht. Doch dann folgte die kalte Dusche: Blaszczykowski flankte von rechts präzise ins Zentrum auf Lewandowski, der aus kurzer Distanz wuchtig aufs Tor köpfte. Kraft parierte glänzend und lenkte die Kugel noch spektakulär ans Aluminium, gegen Großkreutz' Fallrückzieher war er dann machtlos (66.).

Die Herthaner steckten die Köpfe nach dem Rückschlag nicht in den Sand und waren nun durchaus bemüht, den Ausgleich zu erzielen. Das Problem: Es fehlt an geeigneten Mitteln, um die die BVB-Defensive ernsthaft zu fordern. Etwas unverhofft hatte Raffael das 1:1 dann doch auf dem Fuß. Der Brasilianer konnte den Ball aber nicht richtig kontrollieren, sodass Subotic noch mit dem langen Bein klärte (76.). Danach hatten die Westfalen keine große Mühe, den sechsten Sieg in Folge über die Bühne zu bringen und zugleich die Tabellenführung zu verteidigen.

Die Hertha ist wieder am kommenden Samstag im Abstiegskracher beim FC Augsburg gefordert. Tags darauf empfangen die Dortmunder Hannover 96.

18.02.12
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hertha BSC
Aufstellung:
Kraft (2,5) - 
Janker (3,5) , 
Mijatovic (3,5)    
Hubnik (3) , 
Bastians (4)    
Niemeyer (3) , 
Kobiashvili (3,5) - 
Ebert (4) , 
Raffael (4) , 
Rukavytsya (5)    
Ramos (4)

Einwechslungen:
63. Lasogga für Rukavytsya
74. Ronny für Bastians

Trainer:
Tretschok
Borussia Dortmund
Aufstellung:
Weidenfeller (2,5) - 
Piszczek (2,5)    
Subotic (3,5) , 
Hummels (5)    
Schmelzer (3,5) - 
S. Bender (4) , 
Kehl (3)    
Blaszczykowski (3,5) , 
Lewandowski (3,5) , 
Großkreutz (2,5)    
Barrios (4,5)    

Einwechslungen:
46. Owomoyela (3,5) für Piszczek
77. Leitner für Barrios
79. Felipe Santana für Hummels

Trainer:
Klopp

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Großkreutz (66., Rechtsschuss, Lewandowski)

Spielinfo

Anstoß:
18.02.2012 15:30 Uhr
Stadion:
Olympiastadion, Berlin
Zuschauer:
74244 (ausverkauft)
Spielnote:  4
die Begegnung lebte eher von der Spannung als von fußballerischer Feinkost.
Chancenverhältnis:
3:6
Eckenverhältnis:
2:5
Schiedsrichter:
Marco Fritz (Korb)   Note 2
hatte eine durchgehend großzügige Linie bei den persönlichen Strafen und lag damit goldrichtig.
Spieler des Spiels:
Kevin Großkreutz
Laufstärkster Akteur ? und mit gekonnt-artistischer Einlage beim Tor.