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1. FC Nürnberg

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Hertha BSC

 
1. FC Nürnberg

2:0 (1:0)

Hertha BSC
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1. FC Nürnberg
Hertha BSC
1.
15.
30.
45.


46.
60.
75.
90.









Dritter Heimsieg für den FCN, fünfter in Folge gegen Berlin

Cohen als Doppel-Retter, Maroh macht alles klar

Nicht schön, aber erfolgreich: So das Fazit nach Nürnbergs nicht unverdientem Sieg gegen Hertha in seinem 1000. Bundesligaspiel. Nach ausgeglichenem ersten Durchgang war die Führung des Club kurz vor der Pause gegen den spielerisch reiferen Aufsteiger schmeichelhaft. Im kampfbetonten und größtenteils unansehnlichen zweiten Durchgang waren dann die Mittel der "Alten Dame" bei Michael Skibbes Debüt bis auf wenige Ausnahmen untauglich, um die sichere Abwehr der Hausherren ernsthaft zu gefährden.

Maroh (li.) vs. Lasogga
Verbissene Zweikämpfe: Torschütze Dominik Maroh versucht hier den Berliner Pierre-Michel Lasogga vom Ball zu trennen.
© Getty ImagesZoomansicht

Nürnbergs Coach Dieter Hecking hatte zum Start der Rückserie mit erheblichen Personalproblemen zu kämpfen: Feulner und Chandler fehlten wegen Sperre, mit Judt, Klose und Pinola weitere Akteure aus diversen Gründen. Nachdem auch die Neuzugänge Balitsch (Muskelfaserriss) und Gonzalez (Kreuzbandriss) ausfielen, fand sich Hegeler auf der Rechtsverteidigerposition wieder. Mit Hlousek stand ein Winterneuzugang in der Startelf.

Die Hertha verpflichtete zwar keine neuen Spieler, dafür mit Michael Skibbe für Markus Babbel aber einen neuen Coach, der bei seinem Debüt mit Franz (Kreuzbandriss), Mijatovic (Sprunggelenksverletzung) und Raffael (Rotsperre) auf potenzielle Startelfkandidaten verzichten musste. Hubnik und Janker bildeten das Innenverteidiger-Duo, Ronny ersetzte seinen Bruder.

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In Nürnberg erlebten die Fans bei nasskalter Witterung zunächst eine gleichverteilte Partie. Hertha hatte zu Beginn etwas mehr Struktur im Spiel als der diesmal im 4-4-2 nominell etwas offensiver aufgestellte Club, ohne dabei gefährlich zu werden.

Anders die Hecking-Elf, die nach Hlouseks Freistoß durch Wollscheid bald die erste nennenswerte Offensivszene hatte (6.). Wenig später hätte Didavi fast Lells Patzer bei einem Konter genutzt, doch Kraft war auf dem Posten (12.).

Das Konzept der Franken sah schnelles Spiel in die Spitze vor, dabei ging den Gastgebern aber die Präzision ab. Die Hauptstädter hatten mehr Ballbesitz, und nach und nach wurden die Kombinationen der technisch besseren Gäste sicherer. Und mündeten in eine Doppelchance: Ramos verpasste Eberts Hereingabe im Fünfer knapp, setzte aber nach und legte auf Niemeyer zurück, der am gut parierenden Schäfer scheiterte (23.).

Nun übernahmen die Skibbe-Schützlinge klar das Kommando, paarten Zweikampfstärke und reifere Spielanlage, während die Fehlerquote beim Altmeister stieg. Lasogga (30.) und Ronny (35.) konnten leichtfertige Ballverluste der Gastgeber vor dem eigenen Sechzehner nicht ausnutzen. Zwar hatte Eigler noch eine gute Kopfballchance (32.), über die spielerische Dominanz des Aufsteigers konnte dies aber nicht hinwegtäuschen.

Die Pausenführung des FCN war so auch schmeichelhaft: Nach Hlouseks schlecht getretenem Freistoß brachte Simons' gewonnenes Kopfballduell gegen Niemeyer Esswein in Ballbesitz. Der Flügelflitzer lief noch ein paar Schritte und zog aus 22 Metern von halblinks ab. Hubnik fälschte leicht per Kopf ab, und die Kugel landete im rechten Eck (43.).

Mit Ben-Hatira für Ronny startete die "Alte Dame" in den zweiten Durchgang, der äußerst verhalten begann. Beide Teams lieferten sich ein Fehlpassfestival sondersgleichen, Hertha machte gegen eigentlich zu passive Nürnberger viel zu wenig.

Auf Chancen warteten die Anhänger auf Grund der Unzulänglichkeiten der Kontrahenten bis zur 59. Minute vergeblich. Dann aber musste es eigentlich 2:0 stehen, doch Pekhardt scheiterte nach der ersten gelungenen Kombination der Franken freistehend vor Kraft an der glücklichen Fußabwehr des Keepers.

Das hätte sich nicht viel später fast gerächt, doch Cohen mutierte sowohl gegen Hubniks Kopfball als auch Niemeyers Nachschuss auf der Linie zum Retter in der Not (66.).

Nach dem Zwischenhoch mit den beiden Möglichkeiten rauschte das Niveau in der Folge wieder in den Keller. Längst heiligte beim Club der Zweck die Mittel, der nur noch mit weiten Bällen agierte. Die Abwehr des FCN aber funktionierte, so dass die Skibbe-Elf auch in der Schlussphase nie wirklich Druck aufbauen konnte.

Ein Standard sorgte schließlich für das 2:0: Hlouseks Freistoßflanke rauschte durch den Fünfer, Maroh musste am zweiten Pfosten nur noch den Fuß hinhalten (85.). Dies war die Entscheidung, weil Hubnik kurz vor Schluss seine zweite Chance im Spiel nicht nutzen konnte (89.).

Nürnberg reist am Freitag, 27. Januar (20.30 Uhr), zum Gastspiel nach Hannover, während die Hertha am Samstag, den 28. Januar (15.30 Uhr) gegen Hamburg spielt.

21.01.12
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1. FC Nürnberg
Aufstellung:
R. Schäfer (3)    
Hegeler (3,5) , 
Maroh (2,5)    
Wollscheid (3) , 
Hlousek (3) - 
Cohen (3)    
Simons (3) - 
Didavi (4)    
Esswein (3,5)    
Eigler (3,5) , 
Pekhart (4,5)        

Einwechslungen:
82. Bunjaku für Pekhart
90. Frantz für Didavi
90. + 2 Nilsson für Cohen

Trainer:
Hecking
Hertha BSC
Aufstellung:
Kraft (3) - 
Lell (5)        
Hubnik (3,5) , 
Janker (3,5) , 
Kobiashvili (4) - 
Ottl (4,5) , 
Niemeyer (3,5)        
Ebert (4)    
Ronny (5)    
Ramos (5) - 

Einwechslungen:
46. Ben-Hatira (5) für Ronny
76. Djuricin für Niemeyer
83. Torun für Lell

Trainer:
Skibbe

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Esswein (43., Rechtsschuss, Simons)
2:0
Maroh (85., Rechtsschuss, Hlousek)
Gelbe Karten
Nürnberg:
Pekhart
(4. Gelbe Karte)
Hertha:
Niemeyer
(3. Gelbe Karte)
,
Ebert
(4.)

Spielinfo

Anstoß:
21.01.2012 15:30 Uhr
Stadion:
Easy-Credit-Stadion, Nürnberg
Zuschauer:
39117
Spielnote:  4,5
die klassearme und spielerisch über weite Strecken dürftige Begegnung lebte allein von der Spannung.
Chancenverhältnis:
5:5
Eckenverhältnis:
4:5
Schiedsrichter:
Peter Gagelmann (Bremen)   Note 2
hatte die weitgehend faire Partie trotz großzügiger Leitung jederzeit im Griff.
Spieler des Spiels:
Dominic Maroh
Zweikampfstärkster Spieler auf dem Feld, Schütze des zweiten Tores.
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