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1899 Hoffenheim

 - 

Hertha BSC

 

1:1 (1:0)

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1899 Hoffenheim
Hertha BSC
1.
15.
30.
45.





46.
60.
75.
90.











Zwei Rote Karten in Hoffenheim

Hubnik rettet Punkt in der Nachspielzeit

Nach unterirdischem Beginn fing sich Hertha BSC im Spiel gegen Hoffenheim und konnte in der Nachspielzeit erstmals in der Bundesliga ein Unentschieden holen. Erst ein Platzverweis für Raffael schien die Babbel-Schützlinge nach einer guten halben Stunde aufgeweckt zu haben. Auf der Gegenseite baute die TSG nach Führung und gutem Beginn immer mehr ab und bettelte förmlich um den Ausgleich.

Der einsame Weg Richtung Dusche: Raffael nach seinem Platzverweis.
Der einsame Weg Richtung Dusche: Raffael nach seinem Platzverweis.
© picture-allianceZoomansicht

Hoffenheims Trainer Holger Stanislawski musste im Vergleich zum 2:0-Sieg in Nürnberg den Rot-gesperrten Compper ersetzen. Für ihn begann Vestergaard in der Innenverteidigung. Auf Seiten von Hertha BSC baute Coach Markus Babbel nach der 1:2-Niederlage gegen Schalke seine Anfangself auf zwei Positionen um. Lasogga musste auf die Bank. Für ihn begann Rukavytsya. Dazu meldete sich Mijatovic mit einer Bänderdehnung im Knöchel ab. Janker ersetzte den Innenverteidiger.

Von Beginn an übernahmen die Hausherren die Initiative und hatten gegen die tief stehenden Berliner fast pausenlosen Ballbesitz. Die Hoffenheimer fanden trotz dieser defensiven Einstellung der Gäste Lücken für Torchancen. Einzig ein Treffer wollte nicht fallen. Babel (2.), Roberto Firmino (15.) und Vestergaard (17.) scheiterten mit guten Möglichkeiten entweder an Torwart Kraft oder hatten schlichtweg Pech.

Diese Warnschüsse reichten nicht, die Berliner wachzurütteln. In der 21. Minute durften die TSG-Angreifer sich den Ball fast ungestört vor dem Hertha-Strafraum zuspielen. Schließlich legte Babel mit einem Diagonalpass auf für Salihovic, der aus 23 Meter abzog und den Ball mit einem fulminanten Schuss zum 1:0 im rechten oberen Eck versenkte.

Die Hausherren blieben dran und hatten in Person von Salihovic in der 25. Minute schon die nächste Möglichkeit. Einen Freistoß aus 19 Metern beförderte der Bosnier aber über das Tor von Kraft.

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In der Vorwärtsbewegung hatte die Hertha auch Mitte der ersten Hälfte keinen großen Auftritt. Nervös und fahrig wurde der Ball oft schon in Höhe der Mittellinie verloren. Allerdings "vergaßen" die Hausherren in dieser Phase aus der Unsicherheit der Herthaner Kapital zu schlagen.

In der 32. Minute war Schiedsrichter Sippel nicht nur wegen seiner Sachkenntnis im Fußball, sondern auch als Ringrichter gefragt. Der Referee bestand die Prüfung mit Bravour. Salihovic hatte Raffael im Mittelfeld von hinten gefoult. Sippel pfiff Freistoß und Raffael drehte sich blitzschnell um. Mit einem klassischen Haken in die Magengrube schickte er Salihovic auf den Boden. Peter Sippel notierte einen Wirkungstreffer und eine Rote Karte für Raffael. Dazu gab es berechtigterweise noch Gelb für Salihovic, der sich nach dem klaren Körpertreffer schmerzverzerrt das Gesicht hielt.

Interessanterweise war dieser Platzverweis das Ende der Hoffenheimer Überlegenheit in der ersten Hälfte. Im Gegenteil: die Gäste übernahmen die Initiative. Vor allem über Lell und Ebert auf der rechten Seite entwickelte Hertha endlich Druck auf die Abwehr der Hausherren. Über diese beiden Spieler entstand auch die einzige Torchance der Berliner. Ebert spielte Lell in den Lauf, der mit dem Ball in den Strafraum eindrang. Johnson konnte mit einer riskanten Grätsche gerade noch retten.

Während sich die Herthaner bis zum Halbzeitpfiff steigern konnten, schlief das Hoffenheimer Aufbauspiel völlig ein. Mit minimalen Aufwand brachten die Hausherren die denkbare knappe Führung in die Pause.

Dieses Bild änderte sich auch zu Beginn der zweiten Hälfte nicht. Hoffenheim versuchte die numerische Überlegenheit auszuspielen und zog das Spiel in die Breite. Die Kraichgauer wirkten dabei aber langsam, und pomadig, was es den Gästen leicht machte, die Stanislawski-Schützlinge vom eigenen Tor fern zu halten.

Auf der Gegenseite wirkten die Berliner beweglicher und druckvoller. Dies führte auch zu Tormöglichkeiten, die Torun (56.) und Ramos (57.) vergaben.

In der 63. Minute sorgte Vorsah mit einer klassischen Notbremse zumindest für personellen Gleichstand. Als letzter Mann verfolgte der Innenverteidiger Ramos und riss den Hertha-Stürmer an den Schultern nach hinten um. Schiedsrichter Peter Sippel blieb erneut nichts anderes übrig, als den Hoffenheimer zum verfrühten Duschen zu schicken.

Im Anschluss an den Platzverweis für Vorsah gab die Hertha endgültig Vollgas. Die Hausherren wurden minutenlang belagert und konnten oft den Ball nur noch unkontrolliert aus der Gefahrenzone schlagen. Die Hertha musste sich allerdings vorwerfen, aus der Überlegenheit dieser Phase kein Kapital geschlagen zu haben.

Erst ein Freistoß des eingewechselten Ronny sorgte wieder für unmittelbare Gefahr für das TSG-Tor. Der Ball aus großer Distanz sprang gefährlich durch den Strafraum, doch weder Ramos noch Torun kamen heran, so dass Starke klären konnte (76.).

Diese Möglichkeit eröffnete allerdings eine abwechslungsreiche Schlussphase, in der sich beide Torhüter durch Glanzparaden auszeichneten. Starke lenkte einen Distanzschuss von Ronny an den Pfosten (82.), und auf der Gegenseite rettete Kraft mit einem super Reflex gegen Ibisevic (84.).

Das Team von Markus Babbel gab bis zum Ende nicht auf und wurde in der Nachspielzeit belohnt: Ronny hob einen Freistoß in den Strafraum der Kraichgauer. Dort brachten die Hoffenheimer den Ball nicht unter Kontrolle, so dass Ramos zum Schuss kam. Diekt vor dem Gehäuse von Starke stocherte der aufgerückte Vertediger Hubnik den Ball zum umjubelten Ausgleich über die Linie (90.+1.).

Hoffenheim schließt das Kalenderjahr 2011 am Dienstag (20.30 Uhr) mit dem Pokal-Achtelfinale gegen Augsburg ab. Am Samstag, 21. Januar 2012 (15.30 Uhr) starten die Kraichgauer die Rückrunde gegen Hannover. Herthas Auftritt im Pokal-Achtelfinale gegen Kaiserslautern findet am Mittwoch (19 Uhr) statt. Am Samstag, 21. Januar 2012 (15.30 Uhr) werden die Berliner in Nürnberg zu Gast sein.

17.12.11
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1899 Hoffenheim
Aufstellung:
Starke (3) - 
Beck (5)        
Vorsah (4,5)    
Vestergaard (4) , 
F. Johnson (3,5) - 
Rudy (3)    
Mlapa (5)    
Salihovic (3)            
Babel (4)    

Einwechslungen:
60. Vukcevic (3,5) für Mlapa
60. Musona (3)     für Babel
66. Williams für Salihovic

Trainer:
Stanislawski
Hertha BSC
Aufstellung:
Kraft (2) - 
Lell (3,5)        
Hubnik (3)        
Janker (3,5) , 
Kobiashvili (3) - 
Ottl (3,5) , 
Lustenberger (4)    
Ebert (4) , 
Raffael (5)    
Rukavytsya    
Ramos (3,5)

Einwechslungen:
15. Torun (3) für Rukavytsya
75. Ronny für Lell
83. Lasogga für Lustenberger

Trainer:
Babbel

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Salihovic (21., Linksschuss, Babel)
1:1
Hubnik (90. + 1, Rechtsschuss, Ramos)
Rote Karten
Hoffenheim:
Vorsah
(63., Notbremse, Ramos)
Hertha:
Raffael
(31., Tätlichkeit, Salihovic)

Gelbe Karten
Hoffenheim:
Salihovic
(4. Gelbe Karte)
,
Beck
(7.)
,
Musona
(2.)
,
Rudy
(4.)
Hertha:
Hubnik
(2. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
17.12.2011 15:30 Uhr
Stadion:
Wirsol Rhein-Neckar-Arena, Sinsheim
Zuschauer:
25550
Spielnote:  4
nach ansehnlichem Beginn verflachte die Partie, vor allem, weil Hoffenheim das Fußballspielen einstellte.
Chancenverhältnis:
6:3
Eckenverhältnis:
5:4
Schiedsrichter:
Peter Sippel (München)   Note 2
lag bei beiden Roten Karten richtig. Beck hätte für sein Foul gegen Rukavytsya allerdings Gelb sehen müssen.
Spieler des Spiels:
Thomas Kraft
Der Torhüter hielt die Hertha mit starken Paraden gegen Roberto Firmino und Ibisevic im Rennen.
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