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SC Freiburg

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Borussia Dortmund

 
SC Freiburg

1:4 (1:2)

Borussia Dortmund
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SC Freiburg
Borussia Dortmund
1.
15.
30.
45.




46.
60.
75.
90.









BVB seit elf Spielen ungeschlagen - SC überwintert als Letzter

Gündogan bestraft unaufmerksame Freiburger

Im letzten Bundesligaspiel des Jahres fuhr Borussia Dortmund einen am Ende klaren 4:1-Sieg beim SC Freiburg ein und bleibt Tabellenführer Bayern München damit auf den Fersen. Der BVB, der zum elften Mal in Folge ungeschlagen blieb, profitierte im Breisgau aber von einer großen Unachtsamkeit des Tabellenletzten, der eine Schiedsrichterentscheidung nicht mitbekam und auch deshalb als Schlusslicht der Bundesliga überwintern muss.

Lewandowski (2.v.li.) jubelt gemeinsam mit Piszczek und Großkreutz
BVB-Freude: Lewandowski (2.v.li.) jubelt gemeinsam mit Piszczek und Großkreutz.
© Getty ImagesZoomansicht

Freiburgs Trainer Marcus Sorg wechselte nach der 0:4-Niederlage in Köln zweimal: Ferati und Caligiuri spielten für Butscher und Schuster (Gelb-Sperre). Dortmunds Coach Jürgen Klopp beließ es nach dem 1:1 gegen Kaiserslautern bei einer Änderung: Kapitän Kehl kehrte nach seiner Gesichtsverletzung in die Startelf zurück und verdrängte da Silva auf die Bank.

Bei strömendem Regen ergriffen die Dortmunder vom Anpfiff weg das Kommando und legten den Vorwärtsgang ein. Der BVB tat mehr für Spiel und hatte auch mehr davon, die erste erstklassige Chance verbuchten jedoch die Freiburger für sich. Weil aber Putsila aus 16 Metern völlig unbedrängt neben das Tor schoss (4.), blieb es vorerst beim 0:0. Allerdings nur für weitere drei Minuten: Nach einem Doppelpass mit Gündogan hatte Kagawa das Auge für den besser postierten Lewandowski. Aus kurzer Distanz beförderte der Pole die Kugel ins Netz und brachte den Meister damit in Führung.

Auf den Tribünen machte sich rasch Unmut breit, Pfiffe ertönten im weiten Rund. Nicht gerade förderlich für die Breisgauer, die sichtlich verunsichert waren, es aber dennoch versuchten. Die Freiburger kamen jedoch kaum über Ansätze hinaus und mussten zudem einige gefährliche Konterchancen der Westfalen überstehen. Kehls Schuss wurde geblockt (17.), während Lewandowski in letzter Sekunde von Ferati gestoppt wurde (21.).

Im Großen und Ganzen hatten die Borussen das Spiel in dieser Phase im Griff, wie schon gegen Lautern drängten sie dabei aber nicht konsequent auf das 2:0. Und das sollte Folgen haben, denn die Freiburger kämpften sich zurück und glichen urplötzlich aus. Wenig meisterlich präsentierte sich die gesamte BVB-Hintermannschaft, als Rosenthal nach einem einfachen Doppelpass mit Putsila alleine vor Weidenfeller auftauchte. Der 25-Jährige nutzte das und netzte aus zehn Metern trocken ein (34.). Kurz darauf hätte Cissé den Spieß komplett umdrehen können, der Senegalese schloss aber einen Konter zu ungenau ab (37.).

Lewandowski bedient Großkreutz, Großkreutz bedient Lewandowski

Schmid, Putsila und Rosenthal (v.li.) nach dem 1:1
Hoffnungsschimmer: Schmid, Putsila und Rosenthal (v.li.) nach dem 1:1.
© Getty Images

Kurz vor dem Pausenpfiff gingen die Westfalen dann aber doch wieder in Führung - und das auf kuriose Weise: Rosenthals schlimmer Pass landete bei Kuba. An der Seitenlinie hob Michael Emmer die Fahne hoch, doch Schiedsrichter Günter Perl überstimmte seinen Assistenten und ließ weiterspielen. Die Freiburger bekamen das nicht mit und blieben allesamt stehen. Kuba spurtete los und schob dann rüber zu Gündogan, der locker zur 2:1-Halbzeitführung vollendete (44.).

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Verunsichern ließen sich Breisgauer von dem erneuten Rückschlag nicht. Nach dem Seitenwechsel zeigte sich der Sportclub bissig und engagiert. Die Sorg-Elf drängte gleich auf den neuerlichen Ausgleich und setzte durch Caligiuris Kopfball ein erstes dickes Ausrufezeichen (47.). Die Treffer machten aber die auf Konter lauernden Borussen: Zuerst bediente Lewandowski Großkreutz, der sehenswert aus 18 Metern unter Mithilfe des rechten Innenpfostens auf 3:1 erhöhte (59.). Kurz darauf revanchierte sich Großkreutz bei Lewandowski und legte nun seinerseits für den Polen auf - 4:1 (70.).

Damit war die Entscheidung endgültig gefallen. Einen Rückschlag musste der Meister dann aber doch einstecken: Nach einem Foul von Rosenthal an Santana lief der Brasilianer nicht mehr rund und musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden (71.). Doch auch ohne den 25-Jährigen brachte die Borussia den klaren Erfolg relativ mühelos über die Zeit.

Die Freiburger verabschieden sich damit in die Winterpause und können sich nun in aller Ruhe auf das Sechs-Punkte-Spiel zum Auftakt der Rückrunde am Samstag, den 21. Januar 2012, gegen Augsburg vorbereiten. Die Dortmunder hingegen sind am kommenden Dienstag im Pokal-Achtelfinale in Düsseldorf gefordert. In der Bundesliga wird's für den BVB am Sonntag, den 22. Januar, in Hamburg wieder ernst.

17.12.11
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

SC Freiburg
Aufstellung:
Baumann (3) - 
Schmid (5) , 
Krmas (5)    
Ferati (5) , 
Bastians (5) - 
Flum (4,5) - 
D. Caligiuri (4)    
Rosenthal (4)            
Makiadi (5) , 
Putsila (4) - 

Einwechslungen:
70. Reisinger für Rosenthal
82. Dembelé für D. Caligiuri

Trainer:
Sorg
Borussia Dortmund
Aufstellung:
Weidenfeller (2,5) - 
Piszczek (3,5) , 
Felipe Santana (4)    
Hummels (3) , 
Schmelzer (4)    
Gündogan (2,5)    
Kehl (3,5)    
Kagawa (2) , 
Großkreutz (3)    
Lewandowski (2)                

Einwechslungen:
62. Owomoyela für Schmelzer
71. Perisic für Felipe Santana
85. Barrios für Lewandowski

Trainer:
Klopp

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Lewandowski (7., Rechtsschuss, Kagawa)
1:1
Rosenthal (34., Rechtsschuss, Putsila)
1:2
Gündogan (44., Linksschuss, Blaszczykowski)
1:3
Großkreutz (59., Rechtsschuss, Lewandowski)
1:4
Lewandowski (70., Linksschuss, Großkreutz)
Gelbe Karten
Freiburg:
Rosenthal
(1. Gelbe Karte)
Dortmund:
Lewandowski
(3. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
17.12.2011 15:30 Uhr
Stadion:
Mage-Solar-Stadion, Freiburg
Zuschauer:
24000 (ausverkauft)
Spielnote:  2,5
hoher Unterhaltungswert, ordentliches Tempo und sehenswerte Tore - allerdings begünstigt durch defensives Fehlverhalten.
Chancenverhältnis:
6:5
Eckenverhältnis:
3:3
Schiedsrichter:
Günter Perl (Pullach)   Note 3,5
das falsche Abseitswinken von Assistent Emmer bei Rosenthals Rückpass (44.) sowie bei Lewandowskis Großchance (32.) schmälerte Perls guten Gesamteindruck.
Spieler des Spiels:
Shinji Kagawa
Uneigennützig, kreativ, sehr handlungs- und gedankenschnell. Initiator dreier Zuckertore durch direkten oder vorletzten Pass.
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