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SC Freiburg

SC Freiburg

2
:
2

Halbzeitstand
0:2
Hertha BSC

Hertha BSC


SC FREIBURG
HERTHA BSC
15.
30.
45.



60.
75.
90.













Krimi im Breisgau

Joker Reisinger rettet einen Punkt

Lange Zeit sah die Herths beim Auswärtsauftritt in Freiburg wie der sichere Sieger aus. Die Berliner ließen aber zu viele Konterchancen liegen und wurden Sekunden vor dem Schlusspfiff mit dem Treffer des SCF zum 2:2 bestraft. Die Hertha kann ihre Erfolgsserie im Breisgau nach vier Siegen hintereinander gegen den SCF nur bedingt fortschreiben, während die Sorg-Elf im Abstiegskampf neuen Mut schöpfen kann.

Viel Diskussionsstoff: Schiedsrichter Wingenbach und Freiburgs Coach Marcus Sorg.
Viel Diskussionsstoff: Schiedsrichter Wingenbach und Freiburgs Coach Marcus Sorg.
© picture-allianceZoomansicht

Der SC Freiburg konnte sich mit einem 2:1-Sieg in Nürnberg am vergangenen Spieltag vom letzten Tabellenplatz lösen. Diesen Aufwärtstrend wollten die Breisgauer gegen den Aufsteiger aus Berlin fortsetzen. Dafür nahm Coach Marcus Sorg drei Veränderungen in seiner Startformation vor: In der Abwehr kamen Ferati und Butscher für Hinkel und Barth zum Einsatz. Im Mittelfeld übernahm Schmid den Platz von Makiadi. Bei den Gästen aus Berlin nahm Trainer Markus Babbel nach der 1:2-Niederlage gegen M'gladbach am zwölften Spieltag zwei Änderungen bei seiner Anfangs-Elf vor: In der Abwehr kam Hubnik für Franz und im Mittelfeld Ebert für Rukavytsya zum Zug.

Es dauerte einige Minuten, bis die Partie in Schwung kam. Beide Teams versuchten zunächst Linie ins Spiel zu bringen. Dabei wurde die Hertha zuerst fündig. Mit viel Ruhe trugen die Gäste aus einer stabilen Defensive heraus ihre Angriffe nach vorne.

Anders die Gastgeber: Gegen die Hertha-Abwehr krankte das Spiel der Breisgauer oft an Ideenlosigkeit. Bereits an der Mittellinie war mit den Angriffsbemühungen der Sorg-Elf nicht mehr viel Staat zu machen. Einzig Hertha-Keeper Kraft sorgte zwei Mal für ein Raunen im Stadion. Zunächst trat der Torwart an einen Hubnik-Rückpass vorbei (14.), dann verlor er den Ball im Strafraum an Cissé (18.). In beiden Fällen war das Glück aber mit dem Hertha-Torsteher.

Die bessere Spielanlage der Gäste schlug sich in der 20. Minute jedoch auf der Anzeigetafel nieder. Raffael bediente Ramos aus dem Mittelfeld heraus mit einem perfekten Steilpass in die Schnittstelle der SCF-Viererkette. Der Kolumbianer fackelte nicht lange und schoss von der Strafraumgrenze ins linke untere Eck ein.

Die Gäste versuchten nachzulegen, gaben dabei ihre stabile Defensive aber keineswegs auf. Gelegentliche Torchancen ließ die Babbel-Elf in der 24. Minute (Mijatovic) und 37. Minute (Lasogga) aus. Da die Heimelf aber nur wenig Torgefahr versprühte, ein 17-Meter-Schuss von Putsila in der 28. Minute zwang Kraft zu seiner einzigen Parade, spielten die Berliner die erste Hälfte konzentriert zu Ende.

Erst kurz vor der Pause wurde es hektisch im Hertha-Strafraum. Cissé versuchte sich gegen Hubnik durchzusetzen und kam dabei zu Fall. Schiedsrichter Wingenbachs Pfeife blieb stumm. Eine enge Entscheidung und ärgerlich für die Sorg-Elf, die praktisch im Gegenzug das 0:2 kassierte.

Mijatovic beförderte einen Ebert Freistoß per Bogenlampe hoch in den Strafraum. Dort köpfte Ramos den Ball sofort Richtung Tor, wo Flum gerade noch retten konnte. Gegen den Nachschuss von Niemeyer waren dann aber alle versammelten Freiburger machtlos (45.+1.).

Mit mehr Druck als noch im ersten Durchgang kamen die Hausherren aus der Kabine und auch gleich zu Möglichkeiten. Zunächst verhinderte Kraft im Hertha-Tor mit einer Glanzparade gegen einen Cissé-Kopfball größeren Flurschaden (50.).

Danach hatte die Hertha gleich zwei Mal die große Möglichkeit, den Sack frühzeitig zu zu machen. Ramos köpfte eine Ebert-Ecke in der 52. Minute aber deutlich am Tor vorbei. In der 55. Minute riskierte Baumann im SCF-Tor Kopf und Kragen, um mit einer Glanztat gegen den frei vor ihm aufgetauchten Ramos zu retten.

Der Einsatz des Freiburger Torstehers sollte sich wenige Minuten auf der Gegenseite auszahlen. Der eingewechselte Reisinger ließ zwei Berliner Verteidiger ins Leere laufen und versenkte den Ball aus 17 Metern unhaltbar ins linke untere Eck (61.).

Dieser Treffer markierte das Ende der Berliner Souveränität. Plötzlich begann die Hertha-Abwehr zu schwimmen und der Sportclub legte in der Vorwärtsbewegung zu. Immer wieder rollten die Angriffe auf das Tor von Kraft. Allerdings reichten die Anstrengungen der Breisgauer zunächst nur zu zwei Chancen für Cissé, die aber jeweils zu Recht wegen Abseitsstellung abgepfiffen wurden.

In der 80. Minute schienen sich die Freiburger aber die Belohnung für den Sturmlauf in der zweiten Hälfte abholen zu können. Butscher verlängerte eine Bastians-Flanke an den zweiten Pfosten, wo Reisinger den Ball ins Tor köpfte. Zunächst verlief danach alles in geregelten Bahnen. Freiburg jubelte, Berlin haderte, bis Schiedsrichter Wingenbach für einen Tumult im Stadion sorgte. Als sich alles schon Richtung Anstoß-Kreis bewegte, rief er die Beteiligten zurück zum Strafraum der Hertha. Nach langen Diskussionen entschied er auf Wiederholung des vorangegangenen Eckstoßes, da er offenbar den Ball noch nicht freigegeben hatte.

Nach wütenden Protesten setzten die Freiburger ihre Aufholjagd unverdrossen weiter fort und drängten die Hertha zurück. Die Berliner ihrerseits vergaben allerdings in Person von Ramos mehrfach die Chance, das Spiel vor dem Schlusspfiff zu entscheiden. Bei mehreren Konterchancen scheiterte der Kolumbianer an Baumann oder am eigenen Unvermögen.

Es kam für die Gäste wie es kommen musste. In einer dramatische Schlussphase mit fünfminütiger Nachspielzeit brachten die Babbel-Schützlinge die Führung nicht über die Zeit. In allerletzter Sekunde verlängerten Dembelè und Krmas eine Cissé-Flanke zum zweiten Pfosten. Dadurch sprang Torwart Kraft ins Leere und Reisinger konnte freistehend praktisch mit dem Schlusspfiff das 2:2 erzielen.

Am kommenden Samstag(15.30 Uhr) tritt Freiburg in Hoffenheim an, während die Hertha zur gleichen Zeit gegen Leverkusen spielt.

19.11.11
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

SC Freiburg
Aufstellung:
Baumann (2,5) - 
Ferati (4,5)    
Krmas (5) , 
Butscher (3,5)    
Bastians (3,5) - 
Schuster (3) - 
Schmid (4) , 
Flum (3) , 
Rosenthal    
Putsila (3,5) - 
P. Cissé (4,5)    

Einwechslungen:
10. Makiadi (4)         für Rosenthal
53. Reisinger (1)         für Ferati
80. Dembelé für Makiadi

Trainer:
Sorg
Hertha BSC
Aufstellung:
Kraft (2,5)    
Lell (3,5) , 
Hubnik (4,5) , 
Mijatovic (3,5)    
Kobiashvili (5)    
Ottl (3,5)    
Niemeyer (3)    
Ebert (4)        
Raffael (2,5)    
Ramos (3)    
Lasogga (4)    

Einwechslungen:
59. Lustenberger (4,5) für Lasogga
90. Janker für Ebert

Trainer:
Babbel

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Ramos (20., Rechtsschuss, Raffael)
0:2
Niemeyer (45. + 1, Rechtsschuss, Ramos)
1:2
Reisinger (61., Rechtsschuss, Flum)
2:2
Reisinger (90. + 5, Rechtsschuss, Krmas)
Gelbe Karten
Freiburg:
Makiadi
(2. Gelbe Karte)
,
P. Cissé
(2.)
Hertha:
Raffael
(2. Gelbe Karte)
,
Ottl
(2.)
,
Ebert
(3.)
,
Kobiashvili
(3.)
,
Kraft
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
19.11.2011 15:30 Uhr
Stadion:
Mage-Solar-Stadion, Freiburg
Zuschauer:
21500
Spielnote:  2,5
zäh in der ersten Halbzeit, dramatisch nach dem Seitenwechsel.
Chancenverhältnis:
7:4
Eckenverhältnis:
6:4
Schiedsrichter:
Markus Wingenbach (Mainz)   Note 4,5
pfiff zu Recht allerdings viel zu spät das Tor von Reisinger zurück (82.), weil der Ball noch nicht freigegeben war, und brachte auch dadurch Hektik ins Spiel, hätte beim Foul von Hubnik an Cissé (43.) auf Elfmeter entscheiden müssen.
Spieler des Spiels:
Stefan Reisinger
Brachte mit viel Einsatz, Leidenschaft und zwei Toren die Wende.