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Borussia Dortmund

Borussia Dortmund

5
:
1

Halbzeitstand
2:0
VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg


BORUSSIA DORTMUND
VFL WOLFSBURG
15.
30.
45.





60.
75.
90.











Kagawa mit einem Tor und zwei Vorlagen

Dortmund erteilt Wolfsburg eine Lehrstunde

Borussia Dortmund hat im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg nichts anbrennen lassen und ihre Offensivstärke eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Kagawa und Götze spielten sich mit schönen Kombinationen und Toren in den Fokus. Die Gäste blieben blaß und gingen in der zweiten Halbzeit unter.

BVB-Coach Jürgen Klopp stellte seine Mannschaft im Vergleich zum 1:0-Sieg gegen Olympiakos Piräus auf zwei Positionen um: Kehl und Perisic bekamen eine Pause, dafür durften Bender und Kagawa von Beginn an ran. Außerdem stellten die Dortmunder ihre Taktik erneut um. Statt 4-3-3 liefen die Gelb-Schwarzen heute im 4-2-3-1-System auf.

Wolfsburgs Trainer Felix Magath nahm nach der 2:3-Niederlage gegen Hertha drei Veränderungen in seiner Startelf vor: Chris, Polak und Salihamidzic erhielten den Vorzug vor Thoelke, Hasebe und Hleb.

Götze und Kagawa: ein Traumpaar

Shinji Kagawa & Mario Götze
Zwei Männer, drei Tore: Dortmunds Shinji Kagawa (li.) und Mario Götze hatten gegen Wolfsburg Grund zum jubeln.
© picture allianceZoomansicht

Wolfsburg begann selbstbewusst und beschäftigte die Dortmunder Hintermannschaft mit vielen Standards in der gegnerischen Hälfte. Die Hausherren bauten ihr Spiel gemächlich auf und kombinierten sich mit vielen Kurzpässen nach vorne. Nach einem Einwurf brannte es plötzlich lichterloh im VfL-Strafraum: Götze spielte einen Doppelpass mit Kagawa, tunnelte bei seinem Torabschluss Kyrgiakos und traf ins linke untere Eck zum 1:0 (12.).

Wolfsburgs anfänglicher Schwung war durch das frühe Gegentor abhanden gekommen. Aber auch Dortmund nahm sich eine zehnminütige Auszeit und kombinierte geduldig nach vorne. Danach zogen die Gelb-Schwarzen das Tempo wieder an und kamen prompt zu Chancen: Schmelzer scheiterte mit einem Distanzknaller an Benaglio (25.), Großkreutz traf frei vor dem VfL-Schlussmann nur den Außenpfosten (31.).

Das wirkte als Weckruf für den VfL: Mandzukic probierte es aus 18 Metern und traf erneut nur den Außenpfosten (34.). Kurz vor dem Pausenpfiff eroberte Bender den Ball im Mittelfeld und schaltete mit einem schnellen Pass auf Lewandowski sofort um. Der Pole schickte wiederum Kagawa auf die Reise, der seinen Alleingang souverän zum 2:0 verwertete (45.).

Hlebs Anschlusstreffer folgen zwei BVB-Tore

Für die zweite Halbzeit hatte sich Dortmund augenscheinlich vorgenommen, aus einer gesicherten Defensive heraus immer wieder Nadelstiche zu setzen. Den Anfang machte Schmelzer, dessen 30-Meter-Freistoß nur knapp am Pfosten vorbeiflog. Die Gäste mussten mehr investieren und erspielten sich mehr Räume in der BVB-Hälfte.

Nach einem Dortmunder Angriff war die Chance für einen Konter schließlich da: Dejagah brach über den rechten Flügel durch und flankte auf Träsch. Bei dessen Abspiel auf Hleb rutschte Torwart Weidenfeller weg, sodass Hleb ohne Schwierigkeiten einschieben konnte (59.). Doch die Hausherren hatten die passende Antwort parat. Piszczek verlängerte eine Götze-Ecke auf Bender, der am zweiten Pfosten einköpfen konnte (61.).

Fortan spielte sich Dortmund in einen Rausch. Kagawa setzte den durchgestarteten Lewandoski in Szene, der nach seinem Solo über Benaglio hinweg ins Tor lupfte (66.). Das 4:1 war gleich bedeutend mit dem K.o. für den VfL - der BVB präsentierte dagegen weiter offensiven Spaßfußball. Piszczek servierte Götze den Ball in den Strafraum, und der 19-Jährige vollstreckte eiskalt (78.). In den Schlussminuten hätten die Westfalen den Sieg deutlich höher gestalten können, doch die Gelb-Schwarzen beließen es bei einem 5:1.

Nach der Länderspielpause (bis Freitag 18.11.) reist Dortmund am Samstag (18.30 Uhr) zum Spitzenspiel bei Bayern München. Schon drei Stunden früher (15.30 Uhr) empfängt Wolfsburg die Mannschaft von Hannover 96.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Borussia Dortmund
Aufstellung:
Weidenfeller (3)    
Piszczek (2,5) , 
Subotic (3)    
Hummels (3) , 
Schmelzer (2) - 
S. Bender (1,5)    
Leitner (2,5)    
M. Götze (1)        
Kagawa (1)    
K. Großkreutz (3)    
Lewandowski (2)        

Einwechslungen:
46. Felipe Santana (3) für Subotic
71. Kehl für Leitner
74. Barrios für Lewandowski

Trainer:
Klopp
VfL Wolfsburg
Aufstellung:
Benaglio (3) - 
Salihamidzic (5)    
Chris (4,5)    
Kyrgiakos (5,5) , 
M. Schäfer (5) - 
Josué (5) - 
Ochs (5)    
Träsch (4,5)        
Polak (5,5)        
Dejagah (5) , 
Mandzukic (4,5)

Einwechslungen:
40. Hleb (4,5)     für Polak
56. Jönsson (5) für Ochs

Trainer:
Magath

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
M. Götze (12., Rechtsschuss, Kagawa)
2:0
Kagawa (45., Rechtsschuss, Lewandowski)
2:1
Hleb (59., Rechtsschuss, Träsch)
3:1
S. Bender (61., Kopfball, Piszczek)
4:1
Lewandowski (66., Rechtsschuss, Kagawa)
5:1
M. Götze (78., Rechtsschuss, Piszczek)
Gelbe Karten
Dortmund:
K. Großkreutz
(1. Gelbe Karte)
Wolfsburg:
Polak
(2. Gelbe Karte)
,
Träsch
(2.)
,
Chris
(1.)
,
Salihamidzic
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
05.11.2011 15:30 Uhr
Stadion:
Signal-Iduna-Park, Dortmund
Zuschauer:
80720 (ausverkauft)
Spielnote:  1,5
auch wenn Wolfsburg wenig zum Gelingen des Nachmittages beitrug - der BVB sorgte für ein pures Fußball-Vergnügen.
Chancenverhältnis:
11:3
Eckenverhältnis:
8:6
Schiedsrichter:
Dr. Jochen Drees (Münster-Sarmsheim)   Note 5
Träsch für seine rücksichtslose Grätsche gegen Piszczek (40.) nur Gelb zu zeigen, war hart an der Grenze; die Fouls von Kyrgiakos an Subotic (42.) und Chris an Leitner (56.) hätten aber genauso zwingend einen Elfmeterpfiff erfordert wie Götzes Handspiel (77.).
Spieler des Spiels:
Shinji Kagawa
Ein Tor, zwei Assists - ihm zuzusehen, war ein Vergnügen für die Netzhaut.

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