FSV-Coach Thomas Tuchel brachte nach dem 4:2-Heimsieg gegen Hoffenheim Heller, Caligiuri und Soto für Zabavnik, Allagui und Karhan.
Hamburgs Trainer Armin Veh musste einmal mehr personelle Änderungen vornehmen: Im Vergleich zum 2:1-Erfolg gegen Kaiserslautern fielen Jarolim (Muskelfaserriss), Elia (Fersenentzündung) und Choupo-Moting (Magen-Darm-Virus) aus. Kacar, Trochowski und Guerrero rutschten in die Startelf. Außerdem verdrängten Demel und Jansen Tesche und Pitroipa auf die Bank. Jansen kam somit zu seinem 50. Einsatz für den HSV.
Beide Mannschaften belauerten sich zu Beginn und gingen daher nicht allzu großes Risiko. Die Mainzer agierten dabei etwas spritziger, waren allerdings nicht ernsthaft gefährlich. Zwar machten die 05er die Räume sehr eng und zwangen den HSV damit zu Ballverlusten, doch nach vorne fiel den Rheinhessen nichts ein, sodass Rost zunächst nichts zu tun bekam. Erst nach 18 Minuten gab es die erste gute Chance zu sehen: Svensson vertändelte den Ball gegen van Nistelrooy, der gleich den Angriff einleitete. Diesen schloss Trochowski schließlich aus 15 Metern ab, scheiterte aber an FSV-Schlussmann Wetklo.
Etwas später musste dann Rost ebenfalls eingreifen, Holtby hatte aus 17 Metern abgezogen (25.). Die Mainzer wurden nun stärker, gingen aber zu fahrlässig mit den wenigen sich bietenden Möglichkeiten um. Polanski scheiterte an Rost (26.), Szalai schoss links vorbei (27.). Zwei Minuten danach war van Nistelrooy auf der Gegenseite plötzlich frei durch, der Niederländer vergab jedoch aus 14 Metern gegen Wetklo.
Nach einer halben Stunde war die Partie für Mainz' Heller bereits beendet, er musste verletzungsbedingt durch Zabavnik ausgewechselt werden. Der Slowake durfte danach zusehen, wie sich beide Mannschaften im weiteren Verlauf der Partie weitgehend neutralisierten. Dass es torlos in die Kabinen ging, war jedoch dem Aluminium zu verdanken: Van Nistelrooy hatte mit Übersicht ans linke Fünfereck zu Zé Roberto gepasst, der es aber zu genau nahm und den Ball an den linken Pfosten knallte (41.).

Armin Veh reagierte zur Pause und brachte Benjamin für Demel, der sich zuvor einige Unsicherheiten geleistet hatte. Das Spiel der Hanseaten bekam dadurch mehr Sicherheit, allerdings blieben die Mainzer das aktivere Team. Die erste klare Möglichkeit in Durchgang zwei hatten aber die Gäste durch Westermann, der nach einer Ecke knapp über die Latte geköpft hatte (57.). Im direkten Gegenzug scheiterte Schürrle per Kopf an Rost (58.).
Kurz darauf zappelte der Ball im Netz, van Nistelrooy hatte per Kopf getroffen. Dr. Felix Brych gab den Treffer aber nicht, weil er zuvor ein Foul des Niederländers gesehen hatte (60.). Dies war wie ein Weckruf für die Tuchel-Elf, die einen Zahn zulegte und den HSV zusehends in die eigene Hälfte drückte. Nur das Tor wollte nicht fallen: Schürrle zielte zu hoch (66.), während Caligiuri am rechten Pfosten scheiterte (68.) und Holtby in Rost seinen Meister fand (76.).
In den Schlussminuten ließ der Elan der Gastgeber etwas nach, weswegen das Match ausgeglichener wurde. Tuchel brachte Karhan und Rasmussen rein, doch auch diese beiden konnten das Spiel der Mainzer nicht mehr beleben. Alles sah nach einer Punkteteilung aus, doch dann sorgte eine Unachtsamkeit von Svensson für die kalte Dusche: Der Däne ging im eigenen Strafraum nicht zum Ball, was Zé Roberto gleich nutzte, um auf Guerrero zu passen. Dieser bedankte sich und vollendete aus zehn Metern ins rechte Eck zum Siegtreffer der Gäste (89.).
Der 1. FSV Mainz 05 muss am Sonntag, den 24. Oktober, um 17.30 Uhr bei Bayer Leverkusen antreten. Der Hamburger SV ist hingegen bereits am Freitag zuvor im Nord-Süd-Gipfel gegen den FC Bayern München gefordert.
| 1. FSV Mainz 05 |
|---|
| Hamburger SV |
![]() ![]() Aufstellung: Rost (2) - Demel (5) , Westermann (2,5) , Mathijsen (3) , Jansen (4) - Rincon (3) - Kacar (4,5) , Zé Roberto (2) - Trochowski (3) - Guerrero (2) Trainer:
Veh |
|
0:1
Guerrero (89., Rechtsschuss, Zé Roberto)
|
Gelbe Karten |

