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Bor. Mönchengladbach

Bor. Mönchengladbach

1
:
1

Halbzeitstand
0:1
VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg


BOR. MÖNCHENGLADBACH
VFL WOLFSBURG
15.
30.
45.




60.
75.
90.







Wolfsburg sehr passiv - Kahlenberg mit umstrittenen Tor

Marx rettet Gladbach hochverdienten Punkt

Borussia Mönchengladbach dominierte die Begegnung gegen Wolfsburg 90 Minuten lang, musste sich am Ende aber mit nur einem Zähler begnügen und bleibt damit seit dem 2. Spieltag - und zum sechsten Mal in Folge zu Hause - sieglos. Kahlenberg schockte Gladbach im ersten Abschnitt, doch Marx sicherte den Borussen, die einige weitere gute Chancen vergaben, im zweiten Abschnitt zumindest einen Zähler.

Bamba Anderson, Thomas Kahlenberg (r.)
Unmittelbar vor dem 0:1: Kahlenberg verlädt Anderson.
© picture-allianceZoomansicht

Mönchengladbachs Trainer Michael Frontzeck veränderte seine Startelf nach dem 2:2 bei Schalke 04 auf einer Position. Nachdem zuvor bereits Dante (Anbruch des Fußwurzelknochens) ausfiel, fehlte gegen Wolfburg mit Brouwers (Rotsperre) auch der zweite Stamminnenverteidiger. Daems rückte nach innen, Schachten kam auf der linken Abwehrseite neu ins Team. Wolfsburgs Coach Steve McClaren wechselte nach dem 2:1-Heimsieg gegen den SC Freiburg ebenfalls einmal. Josué fehlte mit Leistenproblemen, Riether kehrte in die Startelf zurück.

Die Borussia dominierte von Beginn an das Spielgeschehen. Wolfsburg ließ den Gladbacher viel Platz im Mittelfeld, den die Frontzeck-Elf auch zu nutzen wusste. Schon in der 3. Minute zwang Bobadilla Benaglio mit einem strammen Schuss aus halbrechter Position zu einer Parade. Noch in der Anfangsviertelstunde stellte dann Levels den "Wölfe"-Keeper mit einem Flatterball auf die Probe, nach dem folgenden Eckball köpfte Bobadilla ein paar Meter links vorbei (15.).

Kurz darauf versucht es Arango mit einem Schlenzer aus halbrechter Position, den Benaglio aber abermals gekonnt abwehren konnte (18.). Es dauert bis Mitte der ersten Hälfte, bis der Meister von 2009 erstmals zwingend vor das Tor von Bailly kam. Diegos Schuss aus etwa 20 Metern wurde von Daems aber gerade noch zum Eckball abgewehrt (23.).

Doch wenig später gelang es den Niedersachsen dann dennoch, den bisherigen Spielverlauf auf den Kopf zu stellen. Nach Flanke von Hasebe stieg Diego am langen Pfosten zum Fallrückzieher hoch, traf dabei allerdings Levels. Schiedsrichter Christian Dingert ließ weiterspielen, so dass Kahlenberg die entstandene Konfusion in Gladbachs Abwehr clever zu einem wuchtigen Schuss unter die Latte nutzte (27.) - ein unglücklicher Gegentreffer für die Borussia.

Die "Fohlen" antworteten mit wütenden Angriffen, doch Bengalio klärte zunächst resolut gegen Reus (28.), dann warf sich Kjaer kurze Zeit später in einen Schuss des Jungnationalspielers (30.). Noch mehr Pech für die Borussia dann in der 37. Minute: Herrmann blieb nach einem Tackling gegen Dzeko unglücklich mit dem rechten Bein im Rasen hängen und musste verletzt vom Feld getragen werden, Idrissou kam neu in die Partie.

Vor der Pause kam Gladbach noch zu zwei weiteren kleineren Gelegenheiten. Erst wurde ein Freistoß von Daems vom Strafraumrand abgeblockt (40.), dann köpfte Bobadilla aus zentraler Position nach einem verunglückten Reus-Schuss rechts am Tor vorbei. Somit ging es mit der schmeichelhaften Wolfsburger Führung in die Halbzeit.

Nach der Pause machte Gladbach sofort Druck. Erst köpfte Bobadilla nach maßgenauer Arango-Flanke über das Tor (47.), dann wurde eine Direktabnahme des Argentiniers gerade noch von Kjaer abgeblockt (49.). Danach fing sich die in den Anfangsminuten des zweiten Abschnitts recht wackelige Wolfsburger Defensive wieder.

Mit etwas Glück kam die Borussia dann aber doch zum verdienten Ausgleich: Levels flankte etwas zu weit nach links, wo aber Arango an den Ball kam. Zwar misslang dem Venezolaners der Schussversuch. Doch der Ball landete genau beim freistehenden Marx in der Mitte, der nur noch einköpfen musste (65.).

Kurz danach musste Benaglio, der bereits zuvor behandelt worden war, mit Oberschenkelproblemen ausgewechselt werden (68.). Wenig später wären beinahe gleich zwei Gladbacher frei vor Ersatzkeeper Hitz gestanden, doch nicht zum ersten Mal in der Partie war es der Däne Kjaer, der in höchster Not rettete (73.).

Auch die Schlussphase dominierte die Borussia gegen die fast nur noch auf Defensive bedachten Niedersachsen. Der eingewechselte Brasilianer de Camargo, der sein Bundesligadebüt nach einer langwierigen Kapselverletzung gab, verzog mit einem Kopfball in der 87. Minute nach einem Eckball um Zentimeter.

Nach der Länderspielpause trifft Borussia Mönchengladbach am 17. Oktober auswärts auf 1899 Hoffenheim, Anstoß ist um 17.30 Uhr. Einen Tag früher empfängt der VfL Wolfsburg am Samstag um 18.30 Uhr Bayer Leverkusen.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Bor. Mönchengladbach
Aufstellung:
Bailly (3) - 
Levels (3) , 
Anderson (3) , 
Daems (3)    
Schachten (3) - 
Marx (3)    
Bradley (3)    
Herrmann (3)    
Arango (2,5) - 
Reus (2,5)    
Bobadilla (4)    

Einwechslungen:
37. Idrissou (3,5) für Herrmann
82. de Camargo für Bobadilla

Trainer:
Frontzeck
VfL Wolfsburg
Aufstellung:
Benaglio (3)    
Pekarik (4) , 
Kjaer (2) , 
Barzagli (3) , 
M. Schäfer (3,5) - 
Riether (4)    
Hasebe (5) , 
Kahlenberg (3)            
Diego (4,5) - 
Grafite (4,5) , 
Dzeko (5)        

Einwechslungen:
68. Hitz für Benaglio
76. Dejagah für Kahlenberg
82. Madlung für Riether

Trainer:
McClaren

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Kahlenberg (27., Rechtsschuss, Hasebe)
1:1
Marx (65., Kopfball, Arango)
Gelbe Karten
Gladbach:
Bradley
(2. Gelbe Karte)
,
Reus
(2.)
Wolfsburg:
Kahlenberg
(1. Gelbe Karte)
,
Dzeko
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
02.10.2010 15:30 Uhr
Stadion:
Borussia-Park, Mönchengladbach
Zuschauer:
40423
Spielnote:  3,5
sehr einseitige Begegnung, nur Gladbach sorgte für die spielerischen Höhepunkte.
Chancenverhältnis:
7:2
Eckenverhältnis:
5:3
Schiedsrichter:
Christian Dingert (Gries)   Note 5
ganz gravierender Fehler, als er vor dem 0:1 nicht Diegos Fallrückzieher am Mann gegen Levels ahndete, obwohl er freie Sicht hatte; die Nachspielzeit von zwei Minuten war deutlich zu kurz.
Spieler des Spiels:
Simon Kjaer
Zweikampfstark, gedankenschnell und mehrfach Retter in höchster Not wie gegen Reus (72.).

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