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Werder Bremen

 - 

Hamburger SV

 

3:2 (2:0)

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Werder Bremen
Hamburger SV
1.
15.
30.
45.





46.
60.
75.
90.











Späte Entscheidung im Nordderby

Almeida beschert Werder drei Punkte

Nach einer interessanten Auseinandersetzung ging Bremen in der 93. Auflage des Nordderbys als Sieger vom Platz. Bremen schien nach einem Doppelschlag in Durchgang eins die Zügel fest in der Hand zu haben, der HSV fand aber dank Joker Pitroipa, der für Schwung sorgte, in Hälfte zwei zurück ins Spiel. Eine Unaufmerksamkeit, die Hugo Almeida nutzte, reichte Bremen zum zweiten Saisonsieg. Hamburg ist seit vier Partien sieglos.

Joris Mathijsen (li.) im Luftduell mit Per Mertesacker
Umkämpft: Joris Mathijsen (li.) zieht im Luftduell mit Per Mertesacker den Kürzeren.
© picture allianceZoomansicht

Bremens Trainer Thomas Schaaf stellte seine Mannschaft nach der 1:4-Auswärtsniederlage in Hannover auf drei Positionen um: Die zuletzt angeschlagenen Mertesacker (Augenhöhlen- und Kieferhöhlenbruch) und Pizarro (Muskelfaserriss) rückten ebenso wie Hugo Almeida in die Startelf. Pasanen (Bänderdehnung) fiel aus, Bargfrede und Wagner mussten auf die Bank.Hamburgs Trainer Armin Veh änderte seine Elf nach der 1:3-Heimschlappe gegen Wolfsburg auf zwei Positionen: Rincon kam für Pitroipa, spielte aber neben Jarolim auf der Sechs. Ze Roberto spielte links in der Abwehrkette, Jansen war offensiver ausgerichtet. Elia schlüpfte für Petric in die Spielmacherrolle.

Die beiden Kontrahenten gingen die Partie nach den jüngsten Negativerlebnissen zunächst verhalten an. Ballkontrolle vor Risikobereitschaft hieß die Devise - Torchancen blieben da Mangelware. Der HSV störte den Spielaufbau der Bremer früh und zwang Werder in der Folge immer wieder zu Fehlern. Doch über Ansätze Richtung Gehäuse von Wiese kam die Veh-Elf nicht hinaus. Zu schlampig wurden die Aktionen ausgeführt, Flanken und Freistöße landeten nicht beim Mitspieler.

Anders in der 21. Minute, als van Nistelrooy eine Hereingabe von Jansen mit der Fußspitze nur knapp am rechten Pfosten vorbeisetzte. Die Antwort von Werder? Die ließ nicht lange auf sich warten. Der erste vernünftige Angriff brachte die Führung. Pizarro durfte nach einem Hunt-Zuspiel unbedrängt Richtung HSV-Tor dribbeln und konnte Marin auf links in Szene setzen. Der drang in den Strafraum ein, zog ab - und hatte das Glück auf seiner Seite. Demel fälschte unhaltbar für Torwart Rost ab (25.).

Die Reaktion von Hamburg blieb aus. Vielmehr hatten die Gäste Glück, dass die Pfeife von Schiedsrichter Kinhöfer kurz später stummblieb, als Mathijsen im Strafraum Marin bedrängte. Bremen ließ sich nicht beirren, nutzte nun die Unsicherheiten in der HSV-Abwehr und legte durch eine Standardsituation nach. Hunt zirkelte einen Freistoß in den Strafraum, Hugo Almeida köpfte völlig freistehend ein. Die Veh-Elf verstärkte nun die Bemühungen und erarbeitete sich zwei Chancen. Erst verpasste van Nistelrooy jedoch eine Jansen-Flanke (39.), dann hob der Niederländer den Ball über Keeper Wiese, aber auch über das Tor.

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Die zweite Halbzeit begann schleppend. Bremen stellte die Räume geschickt zu, Hamburg fehlte die Kreativität im Spiel nach vorne. Trainer Armin Veh reagierte und brachte in der 53. Minute Pitroipa - eine gute Entscheidung, wie sich herausstellen sollte. Der Mann aus Burkina Faso brachte frischen Wind in die Aktionen des HSV und bereitete den Anschlusstreffer von van Nistelrooy vor. Der Niederländer versenkte ein Zuspiel des Jokers per Hacke im Netz (59.). Und der HSV legte nach. Vielmehr Pitroipa! Der drosch den Ball nach einer zu kurz abgewehrten Ecke in den linken Torwinkel zum 2:2.

In der Folge waren beide Teams um die Entscheidung bemüht, die Werder fünf Minuten vor dem Ende erzwang. Trochowski vertändelte den Ball auf Höhe der Mittellinie, seine Mitspieler ließen Wesley und Pizarro auf rechts kombinieren. Die Hereingabe von Wesley drückte Hugo Almeida am hinteren Fünfmetereck lauernd in die Maschen. Die Veh-Elf gab sich noch nicht geschlagen und drängte auf den erneuten Ausgleich. Den verhinderte Mertesacker in höchster Not gegen den einschussbereiten van Nistelrooy (90.). So blieb es bei der zweiten Niederlage des HSV in Folge. Bremen dagegen atmet nach dem zweiten Saisondreier auf.

Am 7. Spieltag muss Werder Bremen am Sonntag (17.30 Uhr) nach Leverkusen, zuvor steht am Mittwoch (20.45 Uhr) aber der schwere Gang in der Champions League zum Titelträger Inter Mailand auf dem Programm. Am Samstag bekommt es der HSV vor heimischem Publikum um 15.30 Uhr mit dem 1. FC Kaiserslautern zu tun.

25.09.10
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Werder Bremen
Aufstellung:
Wiese (2,5)    
Fritz (3,5)    
Mertesacker (2,5) , 
Prödl (5) , 
Silvestre (4,5) - 
Frings (2)    
Wesley (2) - 
Hunt (4,5)    
Marin (3)    
Pizarro (3)    
Hugo Almeida (2)        

Einwechslungen:
42. Bargfrede (4) für Fritz
81. D. Jensen für Hunt
87. Wagner für Pizarro

Trainer:
Schaaf
Hamburger SV
Aufstellung:
Rost (2,5) - 
Demel (5) , 
Westermann (5)    
Mathijsen (4,5) , 
Zé Roberto (2) - 
Jarolim (3) , 
Rincon (4)        
Elia (5,5)        
Jansen (4)    
van Nistelrooy (2)    

Einwechslungen:
46. Kacar (4) für Rincon
53. Pitroipa (2)     für Elia
80. Trochowski für Jansen

Trainer:
Veh

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Demel (25., Eigentor, Rechtsschuss, Marin)
2:0
Hugo Almeida (29., Kopfball, Hunt)
2:1
van Nistelrooy (59., Rechtsschuss, Pitroipa)
2:2
Pitroipa (63., Rechtsschuss)
3:2
Hugo Almeida (85., Linksschuss, Wesley)
Gelbe Karten
Bremen:
Wiese
(1. Gelbe Karte)
,
Marin
(2.)
HSV:
Elia
(1. Gelbe Karte)
,
Rincon
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
25.09.2010 18:30 Uhr
Stadion:
Weser-Stadion, Bremen
Zuschauer:
36300 (ausverkauft)
Spielnote:  2,5
Spannung und Dramatik, vor allem in der letzten halben Stunde, bestimmten das Derby, das lange ohne packende Torraumszenen auskommen musste und auch spielerisch nicht alle Erwartungen erfüllte.
Chancenverhältnis:
8:8
Eckenverhältnis:
3:7
Schiedsrichter:
Thorsten Kinhöfer (Herne)   Note 3
insgesamt souveräne Spielleitung, richtig, das vierte Tor für Werder wegen Abseits von Almeida zu annullieren, einziger Fehler: Hätte zweimal Elfmeter geben können bei den Attacken von Mathijsen und Rost an Marin (28.).
Spieler des Spiels:
Wesley
Laufwunder im Mittelfeld, Stabilisator als Verteidiger. Vielseitig und klasse auch als Vorbereiter des 3:2.
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