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1. FSV Mainz 05

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Borussia M'gladbach

 

1:0 (0:0)

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1. FSV Mainz 05
Borussia M'gladbach
1.
15.
30.
45.

46.
60.
75.
90.










Mainz beendet Negativserie - Hanke sieht die Ampelkarte

Schürrle sorgt für den glücklichen Arbeitssieg

Der 1. FSV Mainz 05 beendete seine negative Heimserie von zuletzt sechs sieglosen Spielen in Folge und feierte einen am Ende etwas glücklichen 1:0-Erfolg gegen Tabellenschlusslicht Borussia Mönchengladbach. In einem über weite Strecken von der Defensive geprägten Duell boten die Gladbacher, die zudem lange Zeit in Unterzahl agieren mussten, erbitterten Widerstand, mussten die Heimreise dann doch mit leeren Händen antreten.

Mainz' Schürrle (li.) im Duell mit Jantschke und Hanke (re.).
Knäuel: Mainz' Schürrle (li.) im Duell mit Jantschke und Hanke (re.).
© Getty ImagesZoomansicht

Im Vergleich zur 0:2-Niederlage bei Hannover 96 plagten Mainz' Coach Thomas Tuchel einige Personalsorgen: Keeper Müller fiel mit Rippenproblemen aus, Svensson (5. Gelbe) und Noveski (Rot) waren gesperrt. So kamen Wetklo (Tor), Risse und Fuchs neu ins Team. Caligiuri spielte damit erstmals als Rechtsverteidiger. Tuchel kehrte zudem zum 4-2-3-1-System zurück mit Soto und Polanski als Doppelsechs.

Gladbachs Trainer Lucien Favre indes sah nach dem furiosen 5:1-Derbysieg über Köln keinen Grund, Änderungen an seiner Startelf vorzunehmen. Damit blieb der erst 18-jährige Schlussmann ter Stegen im Kasten der Gladbacher.

Gerade einmal zwei Minuten waren gespielt, da wurde es schon so richtig brenzlig. Nach Fuchs' Zuspiel ergab sich für Schürrle die dicke Chance, der 20-Jährige zog aber mit seinem Drehschuss gegen den zwei Jahre jüngeren Schlussmann ter Stegen den Kürzeren (2.). Damit hatte es sich aber auch schon mit gelungen Offensivaktionen der Rheinhessen, die zwar ein optisches Übergewicht hatten, dafür aber zu selten in den gegnerischen Sechzehner kamen. Zwei zu unpräzise Fernschüsse von Polanski (10., 14.) waren die magere Ausbeute.

Die Borussia präsentierte sich defensiv glänzend eingestellt, agierte aggressiv und war darüber hinaus auch um eigene Offensivimpulse bemüht. Nach 21 Minuten war es soweit, doch Reus schoss Zentimeter links vorbei. Es war kein Spiel der zahlreichen Möglichkeiten, viel mehr waren aufmerksame Abwehrreihen sowie intensive Duelle und viel Einsatz auf beiden Seiten die prägenden Elemente auf dem Rasen.

Die ganz klaren Einschussgelegenheiten blieben im weiteren Verlauf der ersten Hälfte aus, sodass sich die 20.300 Zuschauer im ausverkauften Bruchwegstadion mit einigen Halbchancen durch Schürrle (35., 40.) und Allagui (42.) sowie auf der Gegenseite durch Arango (45.) begnügen mussten.

Risse verletzt sich am Oberschenkel - Kurzes Saisondebüt für Gopko

Gladbachs Nordtveit und Stranzl (re.) bedrängen Allagui
Umzingelt: Gladbachs Nordtveit und Stranzl (re.) bedrängen Allagui.
© Getty Images

Tuchel musste zum zweiten Durchgang wechseln und brachte Gopko für Risse, der sich am Oberschenkel verletzt hatte. Der 20-Jährige feierte so sein Saisondebüt beim FSV. Am Spielverlauf änderte sich zunächst nicht viel, außer dass der Tabellenletzte zusehends die Begegnung ausgeglichener gestaltete. Klare Torchancen gab's allerdings weiterhin nicht zu sehen. Dafür einen Platzverweis: Hanke verlor den Ball gegen Polanski und wollte diesen völlig übermotiviert zurückerobern, traf mit seiner Grätsche aber nur den Mainzer. Schiedsrichter Deniz Aytekin zeigte dem bereits vorbelasteten 27-Jährigen zum zweiten Mal die Gelbe Karte und stellte ihn folglich mit Gelb-Rot vom Platz (53.).

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In Überzahl erhöhten die Mainzer fortan den Druck und drängten auf die Führung, bissen sich aber weiterhin an Dante & Co die Zähne aus. Dann musste sich der FSV noch bei Referee Aytekin bedankten, der ein Foul von Polanski an Reus im eigenen Sechzehner übersah und der Borussia den berechtigten Strafstoß verweigerte (70.). Es blieb also beim 0:0, das keiner der beiden Mannschaften reichte.

Während Gladbach aufgrund der Unterzahl am Ende mit einem Punkt noch hätte leben können, mussten die Rheinhessen mehr machen. Tuchel brachte mit Sliskovic einen weiteren Stürmer und kündigte dadurch eine Schlussoffensive an, Zwingendes sprang allerdings immer noch nicht heraus. Tuchel reagierte nochmals, erteilte dabei Gopko die Höchststrafe und nahm ihn für Heller raus. Kurz darauf durfte die Gastgeber dann doch jubeln: Schürrle hatte etwas Platz, fasste seinen Mut zusammen und nagelte den Ball aus knapp 22 Metern wunderbar ins rechte Eck zum etwas glücklichen 1:0-Siegtreffer (87.).

Die Mainzer sind erst wieder am Ostersonntag ab 17.30 Uhr beim 1. FC Nürnberg gefordert. Tags zuvor empfängt Borussia Mönchengladbach im Spätspiel Ligaprimus Borussia Dortmund.

15.04.11
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1. FSV Mainz 05
Aufstellung:
Wetklo (3,5) - 
Bungert (3) , 
Kirchhoff (3) , 
Fuchs (3,5)   
Polanski (3) , 
Soto (4)    
Risse (4)   
Holtby (4)   
Schürrle (2)    
Allagui (4,5)

Einwechslungen:
46. Gopko (4,5)    für Risse
77. Sliskovic für Holtby
85. F. Heller für Gopko

Trainer:
Tuchel
Borussia M'gladbach
Aufstellung:
ter Stegen (3) - 
Jantschke (4)   
Stranzl (3) , 
Dante (3) , 
Daems (4)    
Nordtveit (4)   
Neustädter (4) - 
Reus (3) , 
Arango (5) - 
Hanke (4)    
Idrissou (4,5)   

Einwechslungen:
89. Brouwers für Nordtveit
89. Matmour für Jantschke

Trainer:
Favre

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Schürrle (87., Rechtsschuss, Polanski)
Gelb-Rote Karten
Mainz:
-
Gladbach:
Hanke
(53.)

Gelbe Karten
Mainz:
Fuchs
(6. Gelbe Karte)
Gladbach:
Idrissou
(3. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
15.04.2011 20:30 Uhr
Stadion:
Bruchwegstadion
Zuschauer:
20300 (ausverkauft)
Spielnote:  4
anfangs ordentliches Tempo und aggressives Pressing, dadurch aber auch hektisch und fehlerhaft. Kaum Torraumszenen.
Chancenverhältnis:
2:2
Eckenverhältnis:
6:4
Schiedsrichter:
Deniz Aytekin (Oberasbach)   Note 6
zwei gravierende Fehler, die das Spiel maßgeblich beeinflussten: Die erste Verwarnung von Hanke (27.), die letztlich Gelb-Rot nach sich zog, war nicht gerechtfertigt. Es gab kein Foul gegen Kirchhoff, damit war die Karte nicht mit der Summe vorheriger Vergehen zu rechtfertigen. Polanskis Foul an Reus (70.) war eindeutig strafstoßwürdig.
Spieler des Spiels:
André Schürrle
Brutal schnell, auch mit Ball am Fuß. Hielt Mainz mit spätem Geniestreich auf Europakurs.
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