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VfB Stuttgart

 - 

1. FC Kaiserslautern

 

2:4 (2:1)

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VfB Stuttgart
1. FC Kaiserslautern
1.
15.
30.
45.






46.
60.
75.
90.











VfB-Serie gerissen - Lautern siegt erstmals nach elf Jahren

Lakic beendet seine Durststrecke in Stuttgart

Der VfB Stuttgart verpasste es, sich mit einem Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Dabei waren die Schwaben auf einem guten Wege, führten sie doch bereits mit 2:1, doch dann agierten sie viel zu passiv und wurden dafür eiskalt bestraft. Der VfB musste sich nach zuletzt fünf ungeschlagenen Spielen in Folge geschlagen geben, während die Pfälzer erstmals seit dem 31. Oktober 1999 im Ländle drei Punkte einfuhren.

Stuttgarts Kuzmanovic
Er traf zuerst per Strafstoß, bereitete dann die Wende vor und stand am Ende mit nichts da: Stuttgarts Kuzmanovic.
© picture allianceZoomansicht

VfB-Coach Bruno Labbadia musste im Vergleich zum 1:1 gegen Werder Bremen auf seinen Spielmacher Hajnal (muskuläre Probleme im Oberschenkel) verzichten. Gentner rutschte für den Ungarn in die Startelf.

Nach der 0:1-Niederlage gegen Bayer Leverkusen brachte Lauterns Coach Marco Kurz den wiedergenesenen Moravek sowie Petsos für Bilek und Nemec (Innenbanddehnung).

Beim Duell des Tabellen-15. gegen den Tabellen-14. konnte wohl keine fußballerische Feinkost erwartet werden. Dem war dann auch so, dafür stimmte der Einsatz auf beiden Seiten. Sowohl die Schwaben als auch die Pfälzer legten engagiert los und mieden keinen Zweikampf. Das erste Opfer war dann bereits nach zwölf Minuten zu beklagen. Lauterns Abel war mit Pogrebnyak zusammengeprallt und musste mit einem Cut behandelt werden. Einige Minuten später konnte der frisch genähte Verteidiger jedoch weitermachen.

Da lag Kaiserslautern aber bereits in Führung. Der FCK hatte nämlich die erste nennenswerte Möglichkeit der Partie eiskalt genutzt: Lakic hatte in der 17. Minute einen Konter per Kopf perfekt abgeschlossen und damit seine Torflaute beendet - zuletzt hatte er am 17. Spieltag in Bremen getroffen. Ansonsten passierte nicht allzu viel in der Mercedes-Benz-Arena. Stuttgart hatte zwar mehr Spielanteile, Zwingendes sprang für den VfB dabei aber nicht heraus. Nach Ecken schnupperten Harnik (20.) und Okazaki (23.) zumindest halbwegs an einer Torchance.

Von den Pfälzern kam indes fast gar nichts, der FCK vertraute auf seine Defensive und lauerte auf Konter. Eben diese Defensive trug allerdings nach 25 Minuten die Schuld am Ausgleich. Kirch wollte den Ball aus dem eigenen Sechzehner wegschlagen, traf dann aber unglücklich Molinaro, der in Kirchs Rücken zurückgelaufen war. Schiedsrichter Deniz Aytekin entschied in dieser kniffligen Situation auf Strafstoß, den Kuzmanovic zum 1:1 nutzte (26.).

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Der Ausgleich flößte dem VfB Selbstvertrauen ein. Die Stuttgarter erhöhten den Druck, setzten sich zusehends in der gegnerischen Hälfte fest und belohnten sich in der 39. Minute selbst: Kuzmanovic passte wunderbar per Außenrist in den Lauf von Molinaro, der von der linken Grundlinie flach und scharf in den Fünfer flankte. Dort hämmerte Pogrebnyak das Leder aus kurzer Distanz in die Maschen zum 2:1. Marco Kurz reagierte noch vor der Pause und brachte Amedick für Abel, der zuvor mehrfach wegen seines Cuts über dem linken Auge an der Außenlinie behandelt werden musste. Die Naht wollte nicht halten, sodass Abels Einsatz ein jähes Ende fand.

"Rote Teufel" bestrafen schwäbische Passivität

Doppeltorschütze Lakic (2.v.li.) feiert mit seinen Mitspielern
Umjubelt: Doppeltorschütze Lakic (2.v.li.) feiert mit seinen Mitspielern.
© picture allianceZoomansicht

Zum zweiten Durchgang reagierte Kurz abermals und brachte mit Rivic einen frischen Mann auf der rechten Seite. Kirch musste weichen. Dem Kroaten war dann auch die erste gute Aktion in den zweiten 45 Minuten vorbehalten. Nach einem Aussetzer in der schwäbischen Deckung wurde er von Lakic bedient, Rivic verzettelte sich dann aber bei der Ballannahme und drosch das Leder dann unter Bedrängnis drüber (55.).

Unverständlicherweise zogen sich die Gastgeber nun in die eigene Hälfte zurück und machten den Gegner dadurch stark. Der VfB war inzwischen viel zu passiv, während die Lauterer den Druck erhöhten und sich durch Lakic dem Ausgleich annäherten (64.). Stuttgarts Passivität wurde dann nach 68 Minuten bestraft: Tiffert spielte einen langen Ball, Boulahrouz schlief, sodass Hoffer nicht im Abseits stand. Der Österreicher bedankte sich und hob den Ball aus 15 Metern direkt über den herausgestürzten Ulreich hinweg ins Tor.

Das war der Auftakt zu einer flotten Phase, da der VfB plötzlich aufwachte und wieder mehr nach vorne machte. Labbadia brachte Cacau als weitere Spitze. Der Brasilianer kam so zu seinem 200. Bundesligaeinsatz für den VfB. Die bessere Mannschaft waren allerdings inzwischen die "Roten Teufel", die durch Hoffer den nächsten Hochkaräter hatten (78.). Der Österreicher war noch an Ulreich gescheitert, Lakic aber nicht: Nach einer Ecke durfte der Kroate am Fünfer unbedrängt zum 3:2 einköpfen (79.). Damit nicht genug, denn etwas später folgte der nächste Streich der Gäste. Träsch verlor das Leder leichtfertig am eigenen Sechzehner an Rivic, der nach in den Sechzehner zog und dort trocken zum 4:2-Endstand ins kurze Eck vollendete (86.).

Der VfB Stuttgart ist wieder am nächsten Samstag um 15.30 Uhr in Köln gefordert, zeitgleich empfängt der 1. FC Kaiserslautern den 1. FC Nürnberg.

09.04.11
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfB Stuttgart
Aufstellung:
Ulreich (4,5) - 
Boulahrouz (4,5) , 
Tasci (4) , 
Niedermeier (5) , 
Molinaro (4)   
Träsch (5)    
Kuzmanovic (4,5)    
Harnik (5)   
Gentner (5)   
Okazaki (4) - 
Pogrebnyak (4)       

Einwechslungen:
67. Boka für Molinaro
73. Cacau für Gentner
81. Gebhart für Harnik

Trainer:
Labbadia
1. FC Kaiserslautern
Aufstellung:
Trapp (3) - 
Dick (4)       
Abel (3,5)   
Rodnei (3,5) , 
Jessen (4) - 
Petsos (4)   
Tiffert (1,5) , 
Moravek (4) - 
Kirch (4)   
Hlousek (4) - 
Lakic (2)        

Einwechslungen:
44. Amedick (3,5) für Abel
46. Rivic (3)     für Kirch
64. Hoffer        für Petsos

Trainer:
Kurz

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Lakic (17., Kopfball, Kirch)
1:1
Kuzmanovic (26., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Molinaro)
2:1
Pogrebnyak (39., Linksschuss, Molinaro)
2:2
Hoffer (68., Linksschuss, Tiffert)
2:3
Lakic (79., Kopfball, Tiffert)
2:4
Rivic (86., Rechtsschuss, Tiffert)
Gelbe Karten
Stuttgart:
Pogrebnyak
(5. Gelbe Karte, gesperrt)
K'lautern:
Dick
(7. Gelbe Karte)
,
Hoffer
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
09.04.2011 18:30 Uhr
Stadion:
Mercedes-Benz-Arena
Zuschauer:
39000 (ausverkauft)
Spielnote:  3,5
fußballerische Magerkost, aber spannend bis zum Schluss.
Chancenverhältnis:
4:8
Eckenverhältnis:
4:4
Schiedsrichter:
Deniz Aytekin (Oberasbach)   Note 2
sicherer Leiter eines nickligen Spiels. Nur kleinere Fehler (z.B. Vorteilsauslegung).
Spieler des Spiels:
Christian Tiffert
Drei Assists unterstreichen seine Präsenz. An alter Wirkungsstätte noch wichtiger als der zweifache Torschütze Lakic.
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