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VfB Stuttgart

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VfL Wolfsburg

 
VfB Stuttgart

1:1 (0:1)

VfL Wolfsburg
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VfB Stuttgart
VfL Wolfsburg
1.
15.
30.
45.




46.
60.
75.
90.








"Wölfe" gewinnen in Stuttgart auch nach elf Jahren nicht

Niedermeier vermiest Magath das Comeback

Stuttgart sicherte sich in einer Partie auf durchschnittlichem Niveau gegen Wolfsburg einen glücklichen Punkt. Der VfL nutzte beim Comeback von Felix Magath einen Abwehrfehler gegen aktivere, aber meist harmlose Schwaben kurz vor der Pause zur Führung. Fast mühelos verteidigten die "Wölfe" den Vorsprung nach Wiederanpfiff gegen ideenlos anrennende Labbadia-Schützlinge, ließen fahrlässig die Entscheidung liegen und erhielten in der Nachspielzeit dafür die Quittung.

Grafite überwindet Ulreich
Die Wolfsburger Führung in Stuttgart: Grafite überwindet Ulreich aus kurzer Distanz.
© picture-allianceZoomansicht

VfB-Trainer Bruno Labbadia stellte im Vergleich zum 2:1-Sieg gegen St. Pauli zweimal um und schickte für Hajnal (Zerrung) und Harnik (Gelbsperre) Celozzi und Gebhart aufs Feld.

Der alte und neue Wolfsburger Coach Felix Magath nahm im Vergleich zur 1:2-Pleite gegen Nürnberg nach seinem spektakulären Abgang auf Schalke bei seinem Comeback auf der VfL-Bank vier personelle Änderungen vor: Im Tor stand Lenz für Benaglio (Entzündung im Lendenwirbelbereich), davor kamen Friedrich, Josué und Grafite für Polak, Mandzukic und Mbokani zum Zug.

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Es war ein bedächtiger Auftakt, den die Kontrahenten bei besten äußeren Bedingungen hinlegten. Fehler tunlichst vermeiden, lautete das Credo der ersten 15 Minuten, in denen der VfB zwar das aktivere Team war, aber eben auch das Risiko scheute.

Es gelang weder Stuttgart noch Wolfsburg, die Nervosität abzulegen. Dazu kam noch, dass es beiden Teams gut gelang, die Räume zu verdichten - nach gelungenen Kombinationen über mehrere Stationen suchte man bis Mitte des ersten Durchgangs vergeblich.

Vorübergehend legte die Labbadia-Elf ihre Zurückhaltung ab und wurde zielstrebiger. Gebhart sorgte für den ersten Aufreger, platzierte von halblinks aus 13 Metern genau auf Lenz (24.). Diese Aktion schien auch die "Wölfe" aufzuwecken, die durch Diegos Kopfball die erste Torannäherung verzeichneten (27.). Nur eine Minute später bewahrte VfB-Schlussmann Ulreich seine Elf vor einem Rückstand: Tasci vertändelte das Leder gegen Grafite, nach dessen Diagonalpass Diego aus vier Metern an Ulreichs Blitzreaktion scheiterte.

Die beiden Abstiegskandidaten bewegten sich in der Folge auf Augenhöhe, weil nun auch die Niedersachsen mehr Offensivinitiative zeigten. Aus der Ferne versuchten sich Träsch und auf der Gegenseite Diego vergeblich. Pech für die Gastgeber, dass sich Kuzmanovic bei seiner versuchten Abwehraktion gegen den Brasilianer verletzte und raus musste - Elson kam (39.).

Damit nicht genug, es kam noch dicker für die Schwaben: Celozzis versuchter Befreiungsschlag fast an der Eckfahne wurde abgeblockt und flog in die Mitte, wo sich Grafite im Zweikampf eindrucksvoll gegen Niedermeier durchsetzte und den Ball mit links hoch unter die Latte jagte (40.).

Riethers Einsatz gegen Okazaki im Strafraum wertete der gut postierte Referee Manuel Gräfe nicht als elfmeterreif (41.) - dann war Pause.

Beide Mannschaften wechselten: Beim Wiederanpfiff waren beim VfB Boulahrouz für Tasci (Adduktorenprobleme) sowie auf der Gegenseite Polak für Hasebe neu dabei. Die Schwaben versuchten, Druck aufzubauen, machten sich das Leben aber gegen sehr tief stehende Gäste mit Fehlpässen und Stockfehlern selbst schwer.

Dem VfL konnte die Phase der Stuttgarter Einfallslosigkeit nur recht sein, Schäfer & Co. hatten wenig Mühe, den Rivalen in Schach zu halten. Und vorne waren Diego, der ein echter Aktivposten war, Grafite und Co. gefährlich: Nach Freistoß des brasilianischen Regisseurs kam Polak am Fünfmeterraum an den Ball und zog ab. Ulreich hielt sein Team im Spiel, das Leder prallte von seinen Händen an den Pfosten und von dort in die Arme des Keepers (65.).

Die Schlussphase brach an. Der VfB legte seine Angriffe zu zentral an und scheiterte ein ums andere Mal. Molinaro und Pogrebnyak produzierten mit Flügelspiel wenigstens eine Halbchance (78.); viel mehr Qualität hatten die Möglichkeiten der Niedersachsen, die schnell umschalteten: Grafite versäumte zweimal die vorzeitige Entscheidung (80., 82.), überhaupt ging Wolfsburg fahrlässig mit seinen Konterchancen um.

Mit dem Mute der Verzweiflung packte die Labbadia-Elf in den Schlussminuten die Brechstange aus. Lenz entschärfte Gebharts Kopfball (88.), und als alles bereits mit dem Schlusspfiff rechnete, schlug der VfB doch noch zu: Gentner hob den Ball aus dem Halbfeld in den Sechzehnmeterraum, wo Niedermeier die Kugel klasse stoppte und vor Friedrich aus zehn Metern ins linke Eck hämmerte (90.+4). Fast hätte Grafite in den Schlusssekunden Felix Magath doch noch ein glückliches Ende berschert, doch der Brasilianer scheiterte denkbar knapp.

Am Samstag nach der Länderspielpause muss Stuttgart im hohen Norden bei Werder Bremen antreten, die Wolfsburger empfangen tags darauf im nächsten Kellerduell die Eintracht aus Frankfurt.

20.03.11
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfB Stuttgart
Aufstellung:
Ulreich (2) - 
Celozzi (5,5)    
Tasci (4)    
Niedermeier (3,5)    
Molinaro (4,5) - 
Träsch (4,5)    
Kuzmanovic (4)    
Gebhart (5) , 
Gentner (4) , 
Okazaki (4) - 

Einwechslungen:
39. Elson (5) für Kuzmanovic
46. Boulahrouz (4) für Tasci
67. Schipplock     für Celozzi


Trainer:
Labbadia
VfL Wolfsburg
Aufstellung:
Lenz (3)    
Pekarik (4)    
Kjaer (3)    
M. Schäfer (4)    
Josué (3,5)    
Riether (4) , 
Hasebe (4)    
Diego (2,5) , 
Cicero (4)    
Grafite (3)    

Einwechslungen:
46. Polak (4) für Hasebe
60. Koo (3,5) für Cicero
74. Madlung für Josué

Trainer:
Magath

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Grafite (40., Linksschuss, Hasebe)
1:1
Niedermeier (90. + 4, Rechtsschuss, Gentner)
Gelbe Karten
Stuttgart:
Schipplock
(2. Gelbe Karte)
Wolfsburg:
Pekarik
(5. Gelbe Karte, gesperrt)
,
Kjaer
(6.)
,
Lenz
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
20.03.2011 17:30 Uhr
Stadion:
Mercedes-Benz-Arena, Stuttgart
Zuschauer:
39000 (ausverkauft)
Spielnote:  5
wenig Tempo, kaum einmal gelungene Kombinationen, keine spielerischen Höhepunkte.
Chancenverhältnis:
4:7
Eckenverhältnis:
1:3
Schiedsrichter:
Manuel Gräfe (Berlin)   Note 2,5
unauffälliger, sicherer Leiter eines fairen Spiels.
Spieler des Spiels:
Sven Ulreich
Hielt den VfB in der zweiten Halbzeit im Spiel, rettete mit seiner Parade gegen Grafite in letzter Sekunde der Nachspielzeit den Punkt.
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