Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?

SC Freiburg

 - 

Werder Bremen

 
SC Freiburg

1:3 (0:1)

Werder Bremen
Seite versenden

SC Freiburg
Werder Bremen
1.
15.
30.
45.



46.
60.
75.
90.
















Werder siegt erstmals nach sechs sieglosen Spielen

Aushilfe Nicu lädt Bremen zum Befreiungsschlag ein

Drei Punkte und das auch noch auswärts: Werder Bremen ist mit dem 3:1 bei Lieblingsgegner Freiburg ein unglaublich wichtiger Sieg im Keller gelungen. Der erste Dreier auf fremdem Platz nach sieben teilweise katastrophalen Anläufen war hart erarbeitet, dank einer tollen kämpferischen Leistung aber nicht unverdient. Der SC muss indes weiter auf die Punkte 38 bis 40 warten - nicht zuletzt, weil der Aushilfsrechtsverteidiger patzte.

Sandro Wagner (Werder Bremen) jubelt über sein Tor zum 1:0 in Freiburg
Erstes Bundesligator: Sandro Wagner dreht nach seinem Abstauber zum 1:0 jubelnd ab.
© picture-allianceZoomansicht

Freiburgs Trainer Robin Dutt ersetzte Rechtsverteidiger Mujdza, der bei der 0:1-Niederlage in Köln seine fünfte Gelbe Karte kassiert hatte, personell durch Toprak (erster Startelfeinsatz in der Rückrunde). Allerdings rückte der in die Innenverteidigung, während Nicu auf der rechten Abwehrseite agierte und Barth auf der "Sechs". Außerdem verdrängten Abdessadki und Jendrisek Flum (Bank) und Reisinger (erkrankt).

Zwei neue Ausfälle hatte indes Werder-Coach Thomas Schaaf nach dem 2:2 gegen Leverkusen zu beklagen: Schmidt fehlte mit Sprunggelenksproblemen, Fritz gelbgesperrt. Pasanen und Kapitän Frings (nach Gelbsperre) füllten die Lücken. Marin und Arnautovic blieb erneut nur ein Platz auf der spärlich besetzten Bremer Bank.

- Anzeige -

Konzentriert, ballsicher und spielfreudig - so gingen die abstiegsbedrohten Gäste die Partie in Freiburg an. Entsprechend dominierten sie die Anfangsphase klar. Trinks vergab nach einer schönen Kombination über Bargfrede und Pizarro noch die erste Chance, als er allein vor Baumann das Tor nicht traf (7.). Nur fünf Minuten später war es dann aber schon soweit: Cissé kratzte Pizarros Kopfball nach der ersten Bremer Ecke noch von der Linie, brachte den Ball aber nicht aus dem Strafraum. Und so lenkte ihn Prödl im Fallen noch einmal in den Fünfer, wo Wagner zu seinem ersten Bundesliga-Tor abstaubte.

Dieses Niveau konnte Werder in der Folge zwar nicht halten, der SC versprühte in einer insgesamt zerfahrenen Begegnung aber trotz zunehmend verstärkter Offensivbemühungen nur selten Gefahr. Topraks Kopfball-Aufsetzer (20.) segelte ebenso übers Tor wie Bastians' Schlenzer (34.). Ansonsten fehlte es zu oft an Genauigkeit und Ideen; die Schaaf-Elf, offensiv inzwischen deutlich zurückhaltender, hatte folglich keine Mühe, das 1:0 in die Pause zu bringen.

Doch nur vier Minuten nach dem Seitenwechsel war die Bremer "Null" dahin: Borowski brachte Freiburg zurück ins Spiel, indem er ohne Not Jendrisek an der rechten Strafraumgrenze elfmeterreif stoppte. Referee Knut Kircher pfiff, und Cissé verwandelte souverän gegen Wiese vom Punkt. Die Hausherren waren jetzt viel besser im Spiel, weil sie das Mittelfeld weitgehend zurückeroberten und bei der Passsicherheit zulegten. Das Schiedsrichtergespann war schuld, dass nicht umgehend das 2:1 folgte, weil es Toprak bei seiner Kopfballvorlage für Barths Abstaubertor fälschlicherweise im Abseits gesehen hatte (57.). Schaaf reagierte mit der Hereinnahme von Marin und Arnautovic (59.).

Das wirkte insofern, als Werder nun gerade in der Offensive besser dagegenhielt und zu einem Spiel beitrug, das plötzlich mit Tempo und Unterhaltung aufwartete. Marin lupfte nach Baumanns missglückter Klärungsaktion knapp am leeren Tor vorbei (62.), bei Putsilas strammem 25-Meter-Versuch fehlte auch nicht viel (73.). Und dann patzte auf einmal Nicu! Der Aushilfsrechtsverteidiger passte in der eigenen Hälfte Marin in die Beine, der Pizarro bediente. Aus 16 Metern setzte der Torjäger den Ball punktgenau ins linke Eck (76.).

Es reichte zum sechsten Sieg gegen Freiburg am Stück, weil die Breisgauer in der Schlussphase keine echte Chance mehr zustande brachten - und Marin alles klarmachte. Nachdem Arnautovic (81.), Joker Balogun (88.) und Pizarro (90.) die Entscheidung jeweils gegen Baumann noch vergeben hatten, krönte Marin nach Arnautovics Pass seinen Lauf allein durch die gesamte Freiburger Hälfte mit dem 3:1-Endstand (90.+2).

Ausgelassen feierten die Bremer den befreienden Sieg, Grün-Weiß bleibt über dem Abstiegsstrich. Drei Punkte hat Werder nun mehr als der 17. Kaiserslautern. Die "Roten Teufel" sind am kommenden Samstag Gastgeber der Freiburger, die in ihrem 200. Bundesliga-Heimspiel im Kampf um Europa einen kleinen Rückschlag erlitten. Putsila ist dann gelbgesperrt. Bremen empfängt nächste Woche im 18.30-Uhr-Spiel Gladbach.

06.03.11
 
- Anzeige -

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

SC Freiburg
Aufstellung:
Baumann (3) - 
Nicu (5) , 
Toprak (2,5) , 
Butscher (3,5)    
Bastians (4) - 
Barth (4)    
Jendrisek (3,5)    
Abdessadki (3,5)    
Makiadi (4) , 
Putsila (2,5)    
P. Cissé (2,5)        

Einwechslungen:
80. Yano für Barth
83. Jäger für Jendrisek

Trainer:
Dutt
Werder Bremen
Aufstellung:
Wiese (3,5)    
Pasanen (4)    
Mertesacker (3) , 
Prödl (3) , 
Silvestre (3,5)    
Frings (2,5)    
Bargfrede (3,5) , 
Borowski (4,5)        
Trinks (3,5)    
Pizarro (2)        
Wagner (3)            

Einwechslungen:
59. Arnautovic (3,5) für Wagner
59. Marin (2)     für Trinks
85. Balogun für Borowski

Reservebank:
Mielitz (Tor)
,
Avdic

Trainer:
Schaaf

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Wagner (12., Rechtsschuss, Prödl)
1:1
P. Cissé (49., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Jendrisek)
1:2
Pizarro (76., Rechtsschuss, Marin)
1:3
Marin (90. + 2, Rechtsschuss, Arnautovic)
Gelbe Karten
Freiburg:
Abdessadki
(4. Gelbe Karte)
,
Putsila
(5., gesperrt)
,
P. Cissé
(7.)
Bremen:
Pasanen
(3. Gelbe Karte)
,
Wagner
(1.)
,
Borowski
(3.)
,
Silvestre
(3.)
,
Wiese
(4.)
,
Pizarro
(4.)

Besondere Vorkommnisse
Freiburgs Cissé und Bremens Wiese sahen nach Schlusspfiff Gelb.

Spielinfo

Anstoß:
06.03.2011 15:30 Uhr
Stadion:
Badenova-Stadion, Freiburg
Zuschauer:
24000 (ausverkauft)
Spielnote:  3
abwechslungsreiches, kampfbetontes und intensives Spiel, dem allerdings ein wenig die spielerischen Höhepunkte fehlten.
Chancenverhältnis:
6:8
Eckenverhältnis:
3:3
Schiedsrichter:
Knut Kircher (Rottenburg)   Note 5
lag falsch damit, das reguläre 2:1-Führungstor von Freiburg durch Barth abzupfeifen (57.), daneben zuweilen kleinlich in der Zweikampfbewertung, hätte Arnautovic wegen eines Remplers gegen Cissé bei einer Rudelbildung nach der Partie Gelb geben müssen.
Spieler des Spiels:
Claudio Pizarro
Gute Spielübersicht, feine Technik. Bereitete das erste Tor mit vor und traf zum vorentscheidenden 2:1.
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

- Anzeige -