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Eintracht Frankfurt

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Borussia M'gladbach

 

0:1 (0:0)

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Eintracht Frankfurt
Borussia M'gladbach
1.
15.
30.
45.
46.
60.
75.
90.









Caio trifft nur den Pfosten - Gladbach zieht mit Stuttgart gleich

De Camargo lässt die Borussia wieder hoffen

Gladbach sicherte sich in Frankfurt in einem intensiven Spiel einen glücklichen, aber nicht unverdienten Sieg. Die Eintracht dominierte den ersten Durchgang klar, die offensiv kaum stattfindende Borussia rettete sich mit Glück torlos in die Pause. Nach Wiederanpfiff wurde die Partie offener, und die erhöhte Risikobereitschaft der Rheinländer schließlich kurz vor Schluss mit dem Siegtreffer belohnt.

Fenin vs. Nordtveit
Frankfurts Martin Fenin im Duell mit dem Gladbacher Havard Nordtveit.
© picture-allianceZoomansicht

Eintracht-Coach Michael Skibbe nominierte nach der 0:1-Niederlage beim Hamburger SV die zuletzt verletzten Franz, Tzavellas, Russ in die Anfangsformation. Des Weiteren kamen auch überraschend Caio, der fast zu Dynamo Moskau gewechselt wäre, aber beim Medizincheck durchfiel, sowie Schwegler nach abgelaufener Gelbsperre zum Einsatz. Die insgesamt fünf Startelf-Plätze machten Clark (Jochbeinbruch), Rode, Petkovic, Altintop und der angeschlagene Gekas frei.

Mönchengladbachs Coach Michael Frontzeck hatte im Vergleich zur 1:3-Heimniederlage gegen Bayer Leverkusen Levels nach überstandenen Magen-Darm-Problemen wieder an Bord, der für Marx ins Team rückte. Marx nahm wie der unter der Woche von Besiktas Istanbul ausgeliehene Michael Fink auf der Bank Platz, Nordveidt verschob sich ins Mittelfeld.

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Frankfurt suchte in der Anfangsphase mit langen Stafetten geduldig nach der Lücke im Abwehrverbund der Borussia. Die hatte meist alle Spieler hinter dem Leder und schaltete nach Balleroberung schnell um.

Während Gladbach dabei zu hektisch agierte, gewannen die Hessen immer mehr an Sicherheit. Caios Knaller flog knapp drüber (9.), Fenins Kopfball vorbei (11.), und Daems bremste Ochs am Fünfer aus (14.).

Offensivaktionen der Fohlen blieben Mangelware. Hanke, meist allein auf weiter Flur, fehlte es an Unterstützung, weil sich die Frontzeck-Elf zu zögerlich nach vorne verschob und zudem Frankfurt im Mittelfeld mehr Präsenz zeigte.

Die Partie war so eine einseitige Angelegenheit, in der Caio der Protagonist des ersten Durchgangs war. Heimeroth entschärfte seinen direkten Freistoß (21.) und nach toller Kombination und Dribbling des Technikers auch dessen Flachschuss (25.). Beim raffinierten Schlenzer des Brasilianers wäre der Keeper allerdings machtlos gewesen, der Ball klatschte leicht abgefälscht von Levels vom Pfosten in seine Arme (33.).

Nach einer Ecke sendete die Borussia ein Lebenszeichen, de Camargo verpasste am zweiten Pfosten aus kurzer Distanz die Führung (41.). Die war auf der Gegenseite überfällig, doch einmal mehr Caio verzog einen direkten Freistoß nur knapp (44.).

Mit Matmour für Hanke begann das Schlusslicht Durchgang zwei, und fast hätte der Joker für einen Paukenschlag gesorgt, scheiterte aber bei einem Konter an Nikolov (46.).

Die Borussia war nun aggressiver und mutiger, verschob sich weiter nach vorne und rückte entschlossener nach. Frühes Angreifen der Gäste veranlasste die Hessen zu mehr Fehlern im Aufbau, das intensivere Spiel wogte in ansehnlichem Tempo hin und her. Was auf beiden Seiten allerdings fehlte, war die klare Aktion und die zündende Idee am gegnerischen Strafraum.

Plötzlich lag der Ball doch im Netz, Fenin befand sich vor seinem Torabschluss aber knapp im Abseits (62.). Auf der Gegenseite standen dann die Gäste zweimal mehr oder weniger dicht vor der Führung: Zunächst blockte Russ Idrissous Knaller mit dem Körper gerade noch ab (69.). Dann jubelten die Gladbacher, als de Camargo aufs Tor köpfte, der Ball aber bei Nikolovs Rettungstat die Linie noch nicht komplett überschritten hatte (70.).

Wenig später hatten auch die Hessen die Großchance zum 1:0, doch Meier schoss aus aussichtsreicher Position rechts vorbei (76.). Die Borussia ging in der Endphase volles Risiko, wollte den Dreier. Und es sollte gelingen: Matmour erlief Idrissous klasse Pass auf der linken Seite und flankte in die Mitte, wo de Camargo vor Russ am Ball war und aus zehn Metern durch Nikolovs Beine einnetzte (84.).

Der Torschütze (86.) und auch Reus (88.) vergaben frei vor Nikolov jeweils das 2:0, doch es reichte trotz geballter Offensivpower der Eintracht am Ende auch so zum Sieg.

Frankfurt spielt am kommenden Sonntag um 17.30 Uhr beim SC Freiburg. Die "Fohlen" empfangen am Samstag um 18.30 Uhr den VfB Stuttgart.

30.01.11
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Eintracht Frankfurt
Aufstellung:
Nikolov (3) - 
S. Jung (4,5) , 
Franz (3,5)   
Russ (4,5) , 
Tzavellas (3)   
Schwegler (3) - 
Ochs (4)    
Caio (3) , 
Meier (5) , 
Köhler (4,5) - 
Fenin (4,5)   

Einwechslungen:
71. Gekas für Fenin
86. Halil Altintop für Franz
86. Amanatidis für Tzavellas

Trainer:
Skibbe
Borussia M'gladbach
Aufstellung:
Heimeroth (3,5) - 
Levels (4) , 
Dante (3) , 
Stranzl (3) , 
Daems (3,5)    
Nordtveit (4,5) , 
Neustädter (4)   
Reus (4,5) , 
Idrissou (4) - 
de Camargo (3,5)          
Hanke (5)   

Einwechslungen:
46. Matmour (3) für Hanke
90. + 2 Marx für de Camargo

Trainer:
Frontzeck

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
de Camargo (84., Linksschuss, Matmour)
Gelbe Karten
Frankfurt:
-
Gladbach:
Neustädter
(1. Gelbe Karte)
,
de Camargo
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
30.01.2011 17:30 Uhr
Stadion:
Commerzbank-Arena
Zuschauer:
43700
Spielnote:  3
vor der Pause einseitig, auch danach nicht hochklassig, aber immerhin temporeich, umkämpft und bis zuletzt spannend.
Chancenverhältnis:
7:9
Eckenverhältnis:
4:4
Schiedsrichter:
Peter Gagelmann (Bremen)   Note 2
ein bisschen zu gestenreich, doch in allen kniffligen Situationen lag er richtig. Ob de Camargos Kopfball vollständig die Linie überschritten hat, war nicht aufzulösen (69.).
Spieler des Spiels:
Karim Matmour
Brachte frischen Wind in den lahmenden Gladbacher Sturm, leitete damit den Umschwung ein und bereitete das Tor des Tages vor.
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