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Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt

0
:
3

Halbzeitstand
0:2
Hannover 96

Hannover 96


EINTRACHT FRANKFURT
HANNOVER 96
15.
30.
45.


60.
75.
90.








Bundesligadebüt für Frankfurts Kraus und Hannovers Zieler

Abdellaoue und Schulz machen früh alles klar

Hannover 96 reitet weiter auf der Erfolgswelle. Zum Rückrundenstart gewannen die Niedersachsen dank einer effizienten Chancenverwertung in einem phasenweise sehr unterhaltsamen Spiel bei der Frankfurter Eintracht mit 3:0 und avancierten somit zum ersten Verfolger von Tabellenführer Borussia Dortmund. Die Hessen mussten dagegen im Kampf um die internationalen Plätze einen empfindlichen Rückschlag einstecken.

Pinto (re.) und Cherundolo freuen sich mit Abdellaoue
Eiskalt: Abdellaoue nutzte gleich die erste Chance von 96. Pinto (re.) und Cherundolo freuen sich mit.
© picture allianceZoomansicht

Eintracht-Coach Michael Skibbe plagten einige Personalsorgen. Mit Vasoski (Muskelbündelriss), Franz (Bauchmuskelriss), Russ (Meniskus-OP) und Chris (Nervenentzündung) fielen gleich vier Defensivkräfte aus. Im Vergleich zur 3:5-Niederlage nach Elfmeterschießen bei Alemannia Aachen im Achtelfinale des DFB-Pokals gab es bei den Hessen zwei Wechsel: Nikolov kehrte ins Tor zurück und verwies Fährmann zurück auf die Bank, außerdem kam Kraus für Vasoski. Für den 18-Jährigen war es das Bundesligadebüt.

Hannovers Trainer Mirko Slomka hatte dagegen kaum Ausfälle zu beklagen, dennoch sorgte er für eine Überraschung. Im Tor erhielt Zieler, der so zu seinem Ligadebüt kam, den Vorzug vor Fromlowitz. Außerdem kamen Ya Konan und Haggui anstelle von Eggimann und Stindl, die bei der 1:3-Auswärtsniederlage beim 1. FC Nürnberg noch in der Startelf gestanden hatten. Schlaudraff rückte daher auf die rechte Außenbahn.

Frankfurt war von Beginn an darum bemüht, das Geschehen an sich zu reißen und selbst die Akzente zu setzen. Zunächst gelang das auch, die Hessen erspielten sich ein optisches Übergewicht und hatten die größeren Spielanteile. Zwingendes sprang dabei aber nicht heraus, denn die 96er standen gut gestaffelt und ließen überhaupt nichts anbrennen.

Nach vorne kam von den Niedersachsen in den ersten 15 Minuten rein gar nichts, doch dann schlugen sie prompt zu: Köhler verlor den Ball bei einem leichtsinnigen Dribbling an Pinto, der umgehend in den Lauf von Abdellaoue passte. Dieser war schneller als Clark und ließ dann Nikolov aus 15 Metern zentraler Position keine Chance. Die Eintracht war sichtlich geschockt und rang um Fassung. Anders Hannover, das nun keck nach vorne spielte und durch Pogatetz, der an seinem 28. Geburtstag per Kopf aus sieben Metern an Nikolov scheiterte (20.), die nächste dicke Möglichkeit für sich verbuchte. Nur eine Minute später machte es Schulz nach einer Ecke deutlich besser und nickte aus vier Metern locker zum 2:0 ein.

Die Hessen rappelten sich danach wieder auf und drängten auf den Anschluss, was zur Folge hatte, dass sich phasenweise ein unterhaltsames Duell entwickelte. Torraumszenen ließen folglich nicht lange auf sich warten: Schwegler war aber zu unpräzise (25.), Ochs zu zögerlich (30.), während Abdellaoue auf der anderen Seite wegen eines Fouls zurückgepfiffen wurde (32.). Danach kehrte aber wieder etwas Ruhe ins weite Rund ein, sodass es letztlich ohne weitere Treffer in die Pause ging, auch weil Kraus nach 41 Minuten vom rechten Fünfereck knapp daneben köpfte.

Eintracht Frankfurt: Viel Lärm um Nichts

Halil Altintop enttäuscht
Enttäuscht: Trotz gutem Beginn lagen Halil Altintop (li.) & Co früh zurück.
© picture alliance

Beide Trainer wechselten zum Seitenwechsel. Bei den Gästen kam Stindl für Schlaudraff, der zuvor wenig Akzente gesetzt hatte. Michael Skibbe brachte dagegen mit Fenin für Meier einen zweiten Stürmer und stellte somit sein System auf 4-4-2 um. In den zweiten 45 Minuten ging es dann gleich rasant weiter, Frankfurt drängte nun mit aller Macht nach vorne, brachte den finalen Pass aber nicht zum eigenen Mann. Die Hannoveraner lauerten indes auf den entscheidenden Konter und präsentierten sich dabei deutlich gefährlicher. So scheiterte Pinto am rechten Pfosten, ehe Abdellaoue den Nachschuss ans linke Außennetz setzte (53.).

Die Begegnung blieb auch im weiteren Verlauf auf einem durchaus hohen Niveau, allerdings mussten sich die Gastgeber den Vorwurf gefallen lassen, dass sie viel Lärm um Nichts machten. Die meisten Angriffsversuche der Hessen verpufften wirkungslos, weil es entweder an zündenden Ideen oder an Passgenauigkeit fehlte. Bis auf einen Kopfball des eingewechselten Amanatidis, den Zieler nach 75 Minuten parierte, blieb es vor dem Kasten der Gäste weitestgehend ruhig.

Die Entscheidung fiel dann in der 89. Minute: In dieser kam die Kugel etwas glücklich zu Stindl, der in der Mitte Ya Konan bediente. Der Ivorer vollendente in der Mitte souverän und sorgte damit für den 3:0-Endstand.

Für Frankfurt geht es bereits am Freitagabend beim HSV weiter. Tags darauf empfängt Hannover 96 den FC Schalke.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Eintracht Frankfurt
Aufstellung:
Nikolov (3) - 
S. Jung (3) , 
Clark (5) , 
K. Kraus (3,5) , 
Tzavellas (4)    
Schwegler (4)    
Köhler (5) - 
Ochs (3)    
Meier (5)    
Halil Altintop (5)    
Gekas (4,5)

Einwechslungen:
46. Fenin (4,5) für Meier
65. Caio für Tzavellas
75. Amanatidis für Halil Altintop

Trainer:
Skibbe
Hannover 96
Aufstellung:
Zieler (2,5) - 
Cherundolo (3,5)    
Haggui (3) , 
Pogatetz (2,5) , 
C. Schulz (2,5)    
Schmiedebach (3,5) , 
Schlaudraff (3,5)    
Rausch (4)        
Ya Konan (3,5)    
Abdellaoue (2,5)    

Einwechslungen:
46. Stindl (3) für Schlaudraff
88. Djakpa für Rausch

Trainer:
Slomka

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Abdellaoue (15., Rechtsschuss, da Silva Pinto)
0:2
C. Schulz (21., Kopfball, Rausch)
0:3
Ya Konan (89., Rechtsschuss, Stindl)
Gelbe Karten
E. Frankfurt:
Schwegler
(5. Gelbe Karte, gesperrt)
Hannover:
Rausch
(1. Gelbe Karte)

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Pl. Torhüter Spiele Weisse Westen
1.
Neuer, Manuel
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Bayern München
5
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2.
Casteels, Koen
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VfL Wolfsburg
5
3x
 
3.
Horn, Timo
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1. FC Köln
4
2x
 
4.
Hradecky, Lukas
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Eintracht Frankfurt
5
2x
 
Jarstein, Rune
Jarstein, Rune
Hertha BSC
5
2x
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Spielinfo

Anstoß:
16.01.2011 15:30 Uhr
Stadion:
Commerzbank-Arena, Frankfurt
Zuschauer:
39300
Spielnote:  3
nicht hochklassig, dafür aber vom Tempo geprägt und mit vielen Torraumszenen.
Chancenverhältnis:
5:7
Eckenverhältnis:
4:5
Schiedsrichter:
Thorsten Kinhöfer (Herne)   Note 2,5
hätte Tzavellas für dessen Einsteigen gegen Schmiedebach (23.) zumindest Gelb geben müssen. Ansonsten sicher in der Spielleitung und bei seiner Zweikampfbewertung.
Spieler des Spiels:
Sergio da Silva Pinto
Unermüdlicher Antreiber, mit guter Vorarbeit zum 0:1 und einem Pfostenschuss.