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VfL Wolfsburg

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Werder Bremen

 

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VfL Wolfsburg
Werder Bremen
1.
15.
30.
45.

46.
60.
75.
90.










Zwei Elfmeter bleiben ungenutzt

Frings und Dzeko zeigen Nerven

Der Befreiungsschlag blieb aus. Weder dem VfL Wolfsburg noch dem SV Werder Bremen gelang nach 90 mäßigen Minuten bei Minusgraden und schwierigen Platzverhältnissen ein Torerfolg. Beide Kontrahenten bleiben so weiter auf Distanz zu den vorderen Tabellenplätzen. Zwei vergebene Strafstöße binnen weniger Minuten sorgten in Durchgang zwei für Unterhaltung, ehe Werder in der Schlussphase noch mehrere Großchancen ungenutzt liegen ließ und so einen glücklichen Auswärtssieg verpasste.

Wolfsburgs Diego nimmt Fahrt auf, der Bremer Schmidt hat hier das Nachsehen.
Wolfsburgs Diego nimmt Fahrt auf, der Bremer Schmidt hat hier das Nachsehen.
© picture-allianceZoomansicht

Wolfsburgs Trainer Steve McClaren konnte im Vergleich zum 1:1-Unentschieden in Köln wieder auf Spielmacher und Ex-Werder-Star Diego zurückgreifen. Mandzukic stand ebenfalls neu in der Startelf, aus der Kahlenberg und Grafite (Muskelfaserriss) rausrutschten.

Werder-Coach Thomas Schaaf musste nach dem 3:0-Heimerfolg gegen St. Pauli auf den Dreifach-Schützen Almeida (Rotsperre) verzichten, setzte zudem Kroos auf die mit nur fünf Mann dünn bestückte Auswechselbank. Mit von der Partie waren dafür Arnautovic und Bargfrede.

Auf schwierig zu spielendem Boden und bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt fanden die Hausherren besser in die Partie. Bremen wartete die Angriffe der "Wölfe" tiefgestaffelt ab, lauerte auf Konterchancen und überließ der McClaren-Elf die Aufgabe des Spielaufbaus. Vor allem Diego nutzte die Anfangsphase und machte gleich mehrfach auf sich aufmerksam. Ein erster Freistoß des Brasilianers konnte nur durch die Fäuste von Werder-Keeper Wiese aufgehalten werden (8.), den nächsten Schuss setzte der Dribbelkünstler aus halbrechter Position aufs kurze Eck, auch hier blieb Wiese aufmerksam (15.).

Werder wackelte, fiel aber nicht, hatte jedoch in der Offensive kaum einmal Konstruktives zum Spiel beizutragen. Ein Schuss von Bargfrede strich knapp am linken Pfosten des Wolfsburger Gehäuses vorbei (8.), dann war vor dem Schweizer Torwart Benaglio für lange Zeit Sendepause. Erst eine Einzelaktion von Arnautovic, der sich durch einen feinen Lupfer sehenswert in Schussposition gebracht hatte, schuf wieder Arbeit für den Schlussmann der Gastgeber (29.).

Das Spiel nahm wieder etwas Fahrt auf. Marin kam bei einem weiteren Konter aussichtsreich zum Abschluss (31.), scheiterte an Benaglio. Im direkten Gegenzug prüfte Josué aus der Distanz Wiese - ohne Ertrag. Diego sah dann in der ansonsten sehr fairen Partie die erste Gelbe Karte wegen Meckerns (35.), ohne Tore ging es dann in die Halbzeitpause.

Personell unverändert nahmen beide Teams das Spiel wieder auf, das lange Zeit an Niveau vermissen ließ. Werder konnte sich kaum einmal gut in Szene setzen, konzentrierte sich weitgehend auf das verhindern eines Gegentreffers und auch Wolfsburg wirkte mit zunehmender Spieldauer immer ratloser. Wenn sich die Niedersachsen dann mal inspiriert zeigten, wiesen sie wie Mandzukic Mängel im Abschluss (55.) nach oder scheiterten an einem Bremer Abwehrbein, das sich in allerletzter Sekunde noch rettend dazwischen warf (62.).

Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff sorgten die beiden Kapitäne für ein Kuriosum und verschossen jeweils einen Foulelfmeter. Frings scheiterte bei seinem Versuch, Josué hatte Bargfrede gefoult, an Benaglio (74.), Dzeko machte es auf der Gegenseite nicht besser. Nach Prödls hartem Einsteigen gegen Mandzukic schoss der Bosnier hoch über das Tor (77.).

Früher habe ich 20 Elfmeter
reingemacht - jetzt zweimal nicht. Beim nächsten Mal kann gerne ein
anderer probieren. Ich muss nicht schießen. Wenn einer will, kann
er es gerne machen.Bremens Torsten Frings nach seinem verschossenen Foulelfmeter in Wolfsburg

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Die Schlussphase geriet nach den beiden vergebenen Strafstößen spannend und schwungvoll. Vor allem die Gäste hatten noch mehrfach den Sieg auf dem Fuß. Aber Arnautovic (83.) und Hunt (90.) brachten den Ball auch aus allerbester Position nicht mehr im Wolfsburger Gehäuse unter und vergaben so mehr als den einen Punkt beim frostigen Auswärtsgang in der Autostadt.

Werder Bremen empfängt schon am Dienstag Inter Mailand in der Champions League. In der Bundesliga sind beide am kommenden Samstag wieder gefordert: Die "Wölfe" treten in der Fremde gegen Kaiserslautern an. Bremen ist am selben Tag um 18.30 Uhr bei Tabellenführer Dortmund am Ball.

04.12.10
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfL Wolfsburg
Aufstellung:
Benaglio (1) - 
Pekarik (4) , 
Kjaer (2,5)    
Barzagli (4)    
M. Schäfer (3,5) - 
Josué (3) - 
Riether (4) , 
Cigerci (4) - 
Diego (3,5)    
Mandzukic (4,5) , 
Dzeko (5)        

Einwechslungen:
88. Dejagah für Dzeko

Trainer:
McClaren
Werder Bremen
Aufstellung:
Wiese (2) - 
Do. Schmidt (4) , 
Mertesacker (2) , 
Prödl (3,5)    
Pasanen (4) - 
Fritz (3) , 
Frings (3,5)    
Bargfrede (4)    
Hunt (4) , 
Marin (4) - 

Einwechslungen:
80. D. Jensen für Bargfrede

Trainer:
Schaaf

Tore & Karten

 
Torschützen
keine
Gelbe Karten
Wolfsburg:
Diego
(6. Gelbe Karte)
,
Barzagli
(4.)
,
Kjaer
(3.)
Bremen:
Prödl
(3. Gelbe Karte)

Besondere Vorkommnisse
Dzeko schießt Foulelfmeter über das Tor (77.)
Benaglio hält Foulelfmeter von Frings (74.)

Spielinfo

Anstoß:
04.12.2010 15:30 Uhr
Stadion:
Volkswagen-Arena, Wolfsburg
Zuschauer:
30000 (ausverkauft)
Spielnote:  4
wirklich packend erst in der Schlussphase, vorher ein biederer Bundesliga-Kick.
Chancenverhältnis:
4:5
Eckenverhältnis:
2:7
Schiedsrichter:
Deniz Aytekin (Oberasbach)   Note 4,5
kein souveräner Auftritt. Die Elfmeterentscheidungen waren zweifelhaft und hart, große Probleme zudem mit der Vorteilsauslegung. Unverständlich, warum es keine Nachspielzeit gab.
Spieler des Spiels:
Diego Benaglio
Eine Top-Leistung! Mit Glück und Geschick parierte er den Frings-Strafstoß, überragte zudem mit tollen Paraden, zweimal gegen Arnautovic, einmal gegen Hunt.
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