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1. FSV Mainz 05

1. FSV Mainz 05

0
:
1

Halbzeitstand
0:1
Hannover 96

Hannover 96


1. FSV MAINZ 05
HANNOVER 96
15.
30.
45.

60.
75.
90.









Babangida feiert Bundesligadebüt - Cherundolo sieht Gelb-Rot

Pintos Pfund aus weiter Ferne bringt den Dreier

Der Abwärtstrend des 1. FSV Mainz 05 hält weiter an. Die Rheinhessen unterlagen von eigenem Publikum Hannover 96 mit 0:1 und kassierten damit die vierte Pflichtspielniederlage in Folge. Lange Zeit hatte die Partie nicht allzu viel zu bieten, doch dann brachte ein erfolgreicher Fernschuss vor der Pause Leben ins Spiel. Nach dem Seitenwechsel drängten die Mainzer auf den Ausgleich, konnten diesen aber auch in Überzahl nicht bewerkstelligen.

Hannovers Cherundolo gegen Fuchs (re.)
Den Ball im Blick: Hannovers Cherundolo gegen Fuchs (re.).
© picture allianceZoomansicht

Mainz' Trainer Thomas Tuchel musste im Vergleich zur 0:1-Niederlage gegen den SC Freiburg auf Allagui (Oberschenkelverletzung) sowie Polanski und Caligiuri, die beide mit Sprunggelenksproblemen zu kämpfen hatten, verzichten. Soto, Ivanschitz und Szalai rutschten dafür in die Startelf. Außerdem erhielten Svensson und Babangida den Vorzug vor Bungert und Schürrle. Für den Nigerianer Babangida war es der Bundesligaeinstand.

Auch Hannovers Coach Mirko Slomka plagten nach der klaren 0:4-Schlappe gegen Borussia Dortmund Personalsorgen: Stoppelkamp (Außenbandriss im rechten Sprunggelenk) und Abdellaoue (Muskelfaserriss im hinteren Oberschenkel) fehlten verletzt, während Haggui Rot-gesperrt zusehen musste. Dafür kehrten Schmiedebach nach Gelb-Sperre sowie der wiedergenesene Schulz und Schlaudraff in die Anfangsformation zurück.

Von Beginn an lieferten sich beide Mannschaften ein ausgeglichenes Duell. Mainz agierte wie gewohnt mit frühem Pressing und schnellem Passspiel, allerdings fehlte es an Genauigkeit, sodass Strafraumszenen zunächst nicht zu sehen waren. Bei den Niedersachsen, die durch große taktische Disziplin glänzten, war es nicht besser. Zahlreiche Abspielfehler führten dazu, dass Wetklo im Kasten der Rheinhessen kaum etwas zu tun bekam.

Fernschüsse waren demnach hüben wie drüben das probate Mittel, mit der Genauigkeit haperte es aber. Schlaudraff scheiterte an Wetklo (7.), während auf der Gegenseite Fuchs? direkter Freistoß drüber ging (11.), ehe Rausch zu hoch ansetzte (15.). Etwas später war es wieder Rausch, der für Furore sorgte, als seine Direktabnahme über die Latte segelte (21.). Klare Gelegenheiten waren das aber allesamt nicht, dafür fehlte es auf beiden Seiten an Spritzigkeit, Ideen und Kreativität. Der Einsatz stimmte aber sowohl beim FSV als auch bei den Niedersachsen. So bekamen die Zuschauer im Bruchwegstadion eine Vielzahl von intensiven Zweikämpfen geboten - mehr aber auch nicht.

Mainz' Holtby gegen Stindl (re.)
Verrenkungen: Mainz' Holtby gegen Stindl (re.).
© picture alliance

Mainz dreht auf, Cherundolo fliegt vom Platz

Kurz vor der Pause nahm die Begegnung dann doch noch Fahrt auf. Zuerst rettete Fromlowitz im Eins-gegen-Eins gegen Ivanschitz, ehe Holtby den Nachschuss aus 15 Metern drüber setzte (41.). Danach klingelte es auf der anderen Seite: Rauschs Ecke von links köpfte Zabavnik genau vor die Füße von Pinto, aus 27 Metern ein echtes Pfund auspackte und die Halbzeitführung der Gäste besorgte. Wetklo sah bei dem Flatterball nicht gut aus (44.).

Tuchel reagierte zum Seitenwechsel und brachte Schürrle, dem Holtby weichen musste. Mit mehr Elan begann der FSV die zweiten 45 Minuten, konnte sich dabei aber gegen defensiv gut aufgestellte Hannoveraner nicht entscheidend durchsetzen. Per Freistoß hätten die Rheinhessen aber fast den Ausgleich geschafft, doch Fromlowitz war auf seinem Posten und parierte glänzend gegen Ivanschitz, der sehenswert aus 28 Metern geschossen hatte (56.).

Die Mainzer wurden stärker und durften ab der 68. Minute in Überzahl spielen. Cherundolo unterband einen Konter über Schürrle durch einen Block. Dafür sah er seine zweite Gelbe Karte und musste folglich vorzeitig runter. Hannover hatte danach gleich zwei Schrecksekunden zu überstehen, zuerst köpfte Babangida hauchdünn neben den rechten Pfosten (70.), ehe der Nigerianer gegen Fromlowitz zu spät kam (71.).

Danach verflachte das Match allerdings wieder. Dies lag vor allem daran, dass es die Mainzer nicht schafften, ihre personelle Überlegenheit auszuspielen. Zu wenig Bewegung und zu ungenaue Pässe machten den Gästen das Leben leicht. Die Tuchel-Elf packte in den Schlussminuten die Brechstange aus, konnte die Niederlage aber nicht mehr abwenden.

Für beide Teams geht es am nächsten Samstag um 15.30 Uhr weiter. Die Mainzer gastieren bei der Borussia aus Mönchengladbach, während Hannover 96 zeitgleich den Hamburger SV zu empfängt.

14.11.10
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1. FSV Mainz 05
Aufstellung:
Wetklo (4,5) - 
Zabavnik (4) , 
Svensson (4)    
Noveski (3)    
Fuchs (4) - 
Karhan (4) , 
Soto (5) - 
Babangida (5)    
Ivanschitz (3,5) , 
Holtby (5)    
Szalai (4)

Einwechslungen:
46. Schürrle (4,5) für Holtby
64. F. Heller für Svensson
72. Rasmussen für Babangida

Trainer:
Tuchel
Hannover 96
Aufstellung:
Fromlowitz (2) - 
Cherundolo (4)        
Eggimann (3) , 
C. Schulz (3) , 
Djakpa (3) - 
Schmiedebach (3) , 
da Silva Pinto (2,5)    
Stindl (3,5) , 
Rausch (4)    
Schlaudraff (3)    
Ya Konan (3)    

Einwechslungen:
72. Chahed     für Rausch
79. Forssell für Schlaudraff
90. + 1 Lala für Ya Konan

Trainer:
Slomka

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
da Silva Pinto (44., Linksschuss)
Gelb-Rote Karten
Mainz:
-
Hannover:
Cherundolo
(68.)

Gelbe Karten
Mainz:
-
Hannover:
Chahed
(1. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
13.11.2010 18:30 Uhr
Stadion:
Bruchwegstadion, Mainz
Zuschauer:
20000
Spielnote:  4
wenig Torchancen, viele Ballverluste, aber intensiv.
Chancenverhältnis:
4:4
Eckenverhältnis:
3:7
Schiedsrichter:
Knut Kircher (Rottenburg)   Note 2
bis auf Kleinigkeiten (5., hätte Stindl Gelb zeigen müssen) mit einer korrekten und konsequenten Spielleitung. Der Platzverweis für Cherundolo war vertretbar, der Zusammenprall zwischen Fromlowitz und Ivanschitz nicht elfmeterwürdig (41.).
Spieler des Spiels:
Florian Fromlowitz
Seine beiden Rettungstaten gegen Ivanschitz (41., 56.) sicherten den verdienten Sieg.