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1. FSV Mainz 05

1. FSV Mainz 05

2
:
0

Halbzeitstand
1:0
VfB Stuttgart

VfB Stuttgart


1. FSV MAINZ 05
VFB STUTTGART
15.
30.
45.





60.
75.
90.









Zwei VfB-Serien reißen - Cacau scheitert vom Punkt

Rasmussen führt sich per Traum-Bogenlampe ein

Im neunten Versuch hat es geklappt: Der 1. FSV Mainz 05 hat erstmals ein Bundesligaspiel gegen den VfB Stuttgart gewonnen und einen perfekten Start in die neue Saison gefeiert. Waren die Schwaben vor der Pause noch ebenbürtig, legten die quirligen Gastgeber nach dem Seitenwechsel die riesigen Stuttgarter Defensiv-Lücken gnadenlos offen und siegten hochverdient. Bancé vermisste niemand.

Sami Allagui, Christian Wetklo und Nikolce Noveski (v.l.)
Die Protagonisten der ersten Halbzeit: Allagui traf, Wetklo hielt einen Elfer, den Noveski verschuldet hatte.
© picture-allianceZoomansicht

FSV-Trainer Thomas Tuchel setzte nach dem Blitzabgang von Torjäger Bancé sofort auf dessen kurzfristig verpflichteten Nachfolger Rasmussen. Außerdem bekamen im Vergleich zum 2:1-Sieg beim Berliner AK 07 in der ersten DFB-Pokal-Runde Fuchs und Polanski einen Platz in der Startelf. Heller, Simak und Ivanschitz rückten auf die Bank. Schürrle indes fehlte aufgrund einer Schambeinreizung im Mainzer Kader.

Tuchels Pendant auf Stuttgarter Seite, Christian Gross, beließ es nach dem glanzlosen 1:0 bei Slovan Bratislava im Play-off-Hinspiel zur Europa League bei einem personellen Wechsel: Marica stürmte anstelle von Pogrebnyak neben Cacau.

Bei bestem Wetter und toller Stimmung begannen beide Seiten engagiert, aber auch sehr nervös und hektisch. Immer wieder wurden die Bälle frühzeitig verloren, entsprechend ergab sich die eine oder andere Lücke. Eine hätte Holtby zur Mainzer Führung nutzen können, Ulreich ließ sich vom Lupfer des Ex-Schalkers aber nicht überwinden (12.). Viel mehr kam von den Gastgebern anfangs nicht, der VfB erarbeitete sich zunehmend die Spielkontrolle - und hatte die Riesenchance zur Führung: Noveski legte Marica klar im Sechzehner, doch Cacau, der in fünf Spielen gegen Mainz bisher vier Tore geschossen hatte, scheiterte mit dem fälligen Elfmeter am stark reagierenden Wetklo (19.).

Weil beide Abwehrreihen nicht uneingeschränkt souverän wirkten, blieb es eine offene Partie, aus dem Nichts schien Gefahr entstehen zu können, hüben wie drüben. Und auf diese Weise ließen die Nullfünfer die FSV-Fans denn auch jubeln: Bei Holtbys Steilpass auf Allagui hob Molinaro das Abseits auf, Boulahrouz kam nicht in den Zweikampf mit dem Mainzer Angreifer und der versenkte die Kugel aus relativ spitzem Winkel punktgenau im linken unteren Eck (26.).

Auch in der Folge blieb das Niveau der Begegnung überschaubar, trotzdem ging's unterhaltsam zu, weil beide Teams zu Chancen kamen: Für Mainz vergab Allagui per Kopf (33.), für Stuttgart vergab Marica die große Chance zum 1:1 - Zabavnik klärte auf der Linie (35.). Dann war eine durchaus ansprechende erste Hälfte beendet.

Die zweite Begann mit einem Paukenschlag: Bancé-Nachfolger Rasmussen köpfte Svenssons Freistoßflanke per Bogenlampe aus fast 16 Metern über Ulreich hinweg ins Tor - das 2:0 (47.)! Und die Fehlerquote in der VfB-Defensive blieb hoch, fast hätte Holtby aus rund 13 Metern freistehend das dritte Tor nachgelegt, Ulreich wehrte glänzend ab (54.). Sieben Minuten später fehlte Allagui aus bester Position die Genauigkeit (61.).

Gross reagierte und brachte Audel und Harnik, doch es ging nichts mehr beim VfB. Vorne gingen die Bälle meist früh verloren, hinten fehlte jegliche Abstimmung. Doch weder Allagui (71.) noch Szalai (74.) - der FSV-Joker ließ aus 16 Metern die Latte erzittern - führten die endgültige Entscheidung herbei. Weil aber die Stuttgarter nicht einmal in die Nähe einer Schlussoffensive kamen und nur durch Gentners abgefälschtem Schuss (87.) noch einmal Gefahr ausstrahlten, konnten sich die Hausherren den großzügigen Umgang mit den Chancen erlauben. Es reichte auch so für die ersten drei Punkte der neuen Spielzeit.

Für Mainz, das sich in der Offensive Bancés Abgang nicht anmerken ließ, geht es am Samstag (15.30 Uhr) auswärts beim VfL Wolfsburg weiter. Die Stuttgarter, die nach dem Seitenwechsel regelrecht schwammen und nebenbei erstmals seit 20 Bundesligaspielen nicht trafen, müssen sich dagegen am Sonntag (17.30 Uhr) gegen Borussia Dortmund gehörig steigern. Zuvor aber wartet am Donnerstag (20 Uhr) noch das Play-off-Rückspiel in der Europa League gegen Slovan Bratislava.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1. FSV Mainz 05
Aufstellung:
Wetklo (2)    
Zabavnik (3,5)    
Svensson (2,5)    
Noveski (4)    
Fuchs (2)    
Karhan (3,5)    
Polanski (3,5) , 
Soto (3,5) - 
Holtby (2)    
Rasmussen (2,5)        
Allagui (3)    

Einwechslungen:
67. M. Caligiuri für Karhan
72. Szalai für Rasmussen
89. Simak für Holtby

Trainer:
Tuchel
VfB Stuttgart
Aufstellung:
Ulreich (4) - 
P. Degen (4)    
Boulahrouz (5,5) , 
Niedermeier (5)    
Molinaro (5) - 
Kuzmanovic (4,5) , 
Gentner (5) - 
Träsch (4) , 
Gebhart (3,5)    
Marica (4,5)    
Cacau (4,5)    

Einwechslungen:
57. Audel (4,5) für Gebhart
67. Harnik für P. Degen
75. Pogrebnyak für Marica

Trainer:
Gross

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Allagui (26., Rechtsschuss, Holtby)
2:0
Rasmussen (47., Kopfball, Svensson)
Gelbe Karten
Mainz:
Svensson
(1. Gelbe Karte)
,
Zabavnik
(1.)
,
Fuchs
(1.)
,
Wetklo
(1.)
Stuttgart:
Niedermeier
(1. Gelbe Karte)

Besondere Vorkommnisse
Wetklo hält Foulelfmeter von Cacau (19.)
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Pl. Torhüter Sp. Weisse Westen
1.
Jarstein, Rune
Jarstein, Rune
Hertha BSC
6
3x
 
2.
Hradecky, Lukas
Hradecky, Lukas
Bayer 04 Leverkusen
5
2x
 
3.
Müller, Florian
Müller, Florian
1. FSV Mainz 05
6
2x
 
4.
Bredlow, Fabian
Bredlow, Fabian
1. FC Nürnberg
7
2x
 
Gulacsi, Peter
Gulacsi, Peter
RB Leipzig
7
2x
+ 5 weitere
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Spielinfo

Anstoß:
22.08.2010 15:30 Uhr
Stadion:
Bruchwegstadion, Mainz
Zuschauer:
20300 (ausverkauft)
Spielnote:  2
Fußball wie man ihn sich wünscht: große Unterhaltung, aber auch viele Fehler.
Chancenverhältnis:
11:5
Eckenverhältnis:
5:4
Schiedsrichter:
Manuel Gräfe (Berlin)   Note 2
lag bei allen wichtigen Entscheidungen richtig, Ausnahme: Gelb gegen Wetklo war überzogen.
Spieler des Spiels:
Lewis Holtby
Dreh- und Angelpunkt der Mainzer Offensive, immer anspielbereit und nicht in den Griff zu kriegen.

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