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SC Freiburg

SC Freiburg

1
:
3

Halbzeitstand
0:0
FC St. Pauli

FC St. Pauli


SC FREIBURG
FC ST. PAULI
15.
30.
45.
60.
75.
90.










Nicu debütiert für Freiburg, Bartels für St. Pauli

Sukuta-Pasu sorgt für die Wende

Nach acht Jahren Abwesenheit kehrte der FC St. Pauli triumphal in die Bundesliga zurück und siegte zum Auftakt beim SC Freiburg mit 3:1. Die Kiez-Kicker waren dabei über weite Strecken das engagiertere Team, kamen nach der Pause aber aus dem Tritt und gerieten in Rückstand. Doch der Aufsteiger bewies Moral und drehte das Spiel doch noch zu seinen Gunsten.

Pouplin pariert gegen Hennings
Die Szene der ersten Hälfte: Pouplin pariert gegen Hennings.
© picture-allianceZoomansicht

Freiburgs Coach Robin Dutt sah nach 1:0-Sieg gegen den FC Oberneuland in der ersten Runde des DFB-Pokals keinen Grund, Veränderungen vorzunehmen. Von den Neuzugängen fand sich somit nur Rosenthal in der Startelf wieder.

St. Paulis Trainer Holger Stanislawski hingegen brachte nach dem Pokal-Aus gegen den Chemnitzer FC (0:1) gleich fünf Neue: Hain erhielt im Tor den Vorzug vor Pliquett. Außerdem ersetzten Rothenbach, Thorandt, Hennings und Bruns Lechner, Morena, Kruse und Takyi (Knieprobleme). Der von Schalke geholte Zambrano gab damit sein Bundesligadebüt im Trikot des Aufsteigers.

Gleich zu Beginn trat St. Pauli forsch auf und versteckte sich überhaupt nicht. Vielmehr legten die Hamburger den Vorwärtsgang ein und drückten die Badener in deren Hälfte. Bereits nach sechs Minuten mussten die Freiburger die erste Schrecksekunde überstehen. Ebbers war auf der linken Seite gedankenschneller als Mujdza, schüttelte diesen ab und legte quer zu Hennings. Dieser hatte Mühe, den Ball unter Kontrolle zu bringen, kam aber dennoch zum Abschluss. Pouplin klärte jedoch per Fußabwehr. Der Abpraller landete bei Bruns, der aus acht Metern aus spitzem Winkel ebenfalls gegen den Freiburger Keeper den Kürzeren zog.

Der Sportclub zeigte sich beeindruckt, schaffte es mit der Zeit dennoch, das Spiel ausgeglichener zu gestalten. In der Offensive blieb die Dutt-Elf allerdings weiter harmlos. Anders der Aufsteiger, der über Standards brandgefährlich war. So rauschte Lehmanns Volleyschuss drüber (16.), ehe Ebbers' Fallrückzieher aus 14 Metern knapp rechts vorbei segelte (19.). Etwas später zielte Ebbers aus 19 Metern ein Stückchen zu hoch (25.).

Von den Hausherren indes kam weiterhin wenig. Zwar zeigte der SC gute Ansätze, schaffte es dann aber nicht, diese in die Tat umzusetzen. Das größte Manko der Gastgeber war die fehlende Passgenauigkeit. So wurde St. Paulis Schlussmann Hain erstmals in der 41. Minute geprüft. Bastians scheiterte aber mit seinem Flachschuss aus 16 Metern am gegnerischen Keeper, der dadurch das 0:0 zur Pause sicherte.

Nicu debütiert für Freiburg, Bartels für St. Pauli

Naki gibt gegen Freiburgs Schuster (re.) alles
Voller Einsatz: Naki gibt gegen Freiburgs Schuster (re.) alles.
© picture-alliance

Zur Pause brachte Robin Dutt Williams für Mujdza, der mit Naki seine Probleme hatte. Die Freiburger traten nun engagierter auf und hatten gleich die Chance zur Führung. Pouplin rettete allerdings gegen Hennings (47.). Der SC erspielte sich zusehends Feldvorteile, agierte aber nicht zielstrebig genug. Rosenthal (56.) und Bastians (58.) verloren entscheidende Zweikämpfe gegen Zambrano, ehe Cissé aus fünf Metern knapp über den Kasten köpfte (59.).

Kurz darauf brachte Holger Stanislawski Neuzugang Bartels aufs Feld. Damit kam der Ex-Rostocker zu seinem Einstand in der Bundesliga für St. Pauli. Zuvor war Freiburgs Verstärkung Nicu zu gleichen Ehren gekommen. Der Rumäne sorgte dann auch für Furore - nur auf der falschen Seite. Der ehemalige Berliner passte genau zu Ebbers, der nur noch Pouplin vor sich hatte, diesen umkurvte, dann aber zu weit nach links kam und aus spitzem Winkel nur das linke Außennetz traf (72.).

Ansonsten waren die Breisgauer mittlerweile klar am Drücker und gingen in der 78. Minute auch in Führung. Rosenthal passte wunderbar in die Gasse zu Makiadi, der freie Bahn hatte und von links mit Übersicht in die Mitte zu Cissé quer legte. Der Senegalese musste aus fünf Metern nur noch einschieben.

Der Aufsteiger steckte nicht auf und drängte sofort auf die Führung. Naki scheiterte noch an Pouplin (79.), ehe es Boll besser machte und trocken aus 15 Metern ins linke Eck vollendete (83.). Der Aufsteiger gab sich mit der Punkteteilung jedoch nicht zufrieden und wollte nun den Sieg. Und dieser sollte gelingen! Zuerst hatte der mittlerweile eingewechselte Sukuta-Pasu etwas Glück, als ein abgefälschter Bartels-Schuss bei ihm landete. Dem 19-Jährigen dürfte es egal gewesen sein, nachdem er aus spitzem Winkel traf und das Spiel drehte (89.). Nur zwei Minuten später folgte der nächste Streich. Diesmal konterten die Gäste über Sukuta-Pasu, der zum freistehenden Bartels passte. Dieser besorgte schließlich den 3:1-Endstand.

Die Freiburger reisen am kommenden Samstag ins Frankenland zum 1. FC Nürnberg. Der FC St. Pauli empfängt dagegen am selben Tag im Spätspiel 1899 Hoffenheim.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

SC Freiburg
Aufstellung:
Pouplin (2) - 
Mujdza (5)    
Barth (5) , 
Butscher (3)    
Bastians (4) - 
Schuster (5) - 
D. Caligiuri (5)    
Rosenthal (4,5)    
Makiadi (4) , 
Jäger (5) - 
P. Cissé (3,5)    

Einwechslungen:
46. Williams (5) für Mujdza
56. Nicu (6) für D. Caligiuri
89. Reisinger für Rosenthal

Trainer:
Dutt
FC St. Pauli
Aufstellung:
M. Hain (3) - 
Rothenbach (3,5) , 
Zambrano (2,5) , 
Thorandt (3) , 
Oczipka (3) - 
M. Lehmann (3) , 
Boll (2)    
F. Bruns (4)    
Naki (3,5)    
Hennings (4)    
Ebbers (3)    

Einwechslungen:
58. M. Kruse (3,5) für F. Bruns
68. Bartels     für Hennings
80. Sukuta-Pasu (1)     für Naki

Trainer:
Stanislawski

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
P. Cissé (78., Rechtsschuss, Makiadi)
1:1
Boll (83., Rechtsschuss, Sukuta-Pasu)
1:2
Sukuta-Pasu (89., Linksschuss, Bartels)
1:3
Bartels (90. + 1, Rechtsschuss, Sukuta-Pasu)

Spielinfo

Anstoß:
21.08.2010 15:30 Uhr
Stadion:
Badenova-Stadion, Freiburg
Zuschauer:
24000 (ausverkauft)
Spielnote:  4
die zerfahrene und lange Zeit von St. Pauli klar dominierte Partie wurde erst in der Schlussviertelstunde unterhaltsam.
Chancenverhältnis:
4:10
Eckenverhältnis:
3:6
Schiedsrichter:
Dr. Jochen Drees (Münster-Sarmsheim)   Note 3,5
nur mit kleinen Fehlern in einer leicht zu leitenden Partie, hätte aber Schuster für sein Einsteigen mit gestrecktem Fuß gegen Boll (39.) Gelb zeigen müssen.
Spieler des Spiels:
Richard Sukuta-Pasu
Kam spät, sah aber zugleich die Lücken in der Freiburger Deckung und drehte mit seiner Wucht und Dynamik ohne Verzögerung die Partie – ein perfekter „Joker“ eben.

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