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1899 Hoffenheim

 - 

Werder Bremen

 

4:1 (4:1)

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1899 Hoffenheim
Werder Bremen
1.
15.
30.
45.








46.
60.
75.
90.








Carlos Eduardo verlässt die TSG

Ibisevic & Co. wie entfesselt

Mit brilliantem Offensivfußball entzauberte das entfesselte Hoffenheim den müden Gast aus Bremen und entschied das Spiel nach schnellem Rückstand noch im ersten Durchgang. Nach fulminanten ersten 45 Minuten taten sich beide Mannschaften nach Wiederanpfiff nicht mehr weh. Für 1899 war es der erste Pflichtspielsieg gegen Werder.

Vedad Ibisevic (li.) vs. Petri Pasanen
Nicht zu halten: Wie hier Vedad Ibisevic dem Bremer Petri Pasanen entwischten die TSG-Angreifer ein ums andere Mal.
© picture-allianceZoomansicht

Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick schickte nach dem 4:0-Erfolg gegen Drittligist Hansa Rostock im DFB-Pokal am vergangenen Samstag dieselbe Anfangsformation auf den Rasen. Regisseur Carlos Eduardo stand nicht im Kader - Rangnick bestätigte vor dem Spiel im Interview, dass der Brasilianer die Kraichgauer verlassen wird.

Auch Werder Bremens Coach Thomas Schaaf vertraute nach dem 3:1-Sieg gegen Sampdoria Genua im Hinspiel der Champions-League-Qualifikation am vergangenen Mittwoch exakt auf seine siegreiche Elf.

Bremen gelang ein Start nach Maß: Hugo Almeida flankte von rechts in den Sechzehnmeterraum, wo Luiz Gustavo mit der Hand dran war - Elfmeter! Frings trat an und verwandelte platziert zur Blitzführung der Werderaner (3.).

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1899 zeigte sich nicht geschockt, schaltete umgehend den Vorwärtsgang ein und entfachte in einer intensiven Partie mächtig Druck. Ibisevic kam bei einer Beck-Flanke nicht richtig ran (11.), nach Bas und Comppers Läufen über die linke Angriffssseite (11., 12.) brannte es lichterloh im Gäste-Strafraum. Und Mertesacker bremste Mlapa in letzter Sekunde mit fairem Tackling aus (15.).

Gegen die Laufbereitschaft und Einsatzfreude des Gegners gab es kaum Entlastung für die müden Hanseaten, die das Leder gegen die früh attackierenden Hausherren oft schnell verloren. Und die fuhren den verdienten Lohn ein: Ibisevic vernaschte Pasanen auf der rechten Seite. Nach seinem Flachpass rettete Fritz im Fünfmeterraum vor die Füße von Ba, der aus fünf Metern einnetzte (20.).

Pech dann für Hugo Almeida, der mit Oberschenkelverletzung raus musste - Neuzugang Arnautovic kam zu seinem Bundesligadebüt (23.). Am Spielverlauf änderte sich nichts: Die Rangnick-Elf gab weiter Gas, Werder schwamm und zeigte in der Defensive fortwährende Schwächen.

Just zu dem Zeitpunkt, als die Kraichgauer etwas den Fuß vom Pedal nahmen und Werder sich etwas befreien konnte, ermöglichte ein Faux-pas von Mertesacker die Führung der Hausherren: Compper nutzte den Fehlpass des Nationalspielers im Mittelfeld zu einem Pass auf Mlapa, der allein auf Wiese zuging und aus 14 Metern am Keeper vorbei einschoss (37.).

Noch vor der Pause entschied 1899 das Spiel mit einem Doppelschlag: Luiz Gustavo schnappte sich die Kugel von Frings - wobei der Ballgewinn auch mit einem Foulspiel hätte geahndet werden können -, durchquerte das Mittelfeld und passte messerscharf zu Ibisevic, der aus halblinker Position aus 16 Metern ins rechte untere Eck traf (41.). Und wenn's mal läuft ... Salihovic zirkelte einen direkten Freistoß aus 22 Metern mit dem linken Fuß über die Abwehrmauer hoch ins rechte Eck (43.).

Nach Wiederanpfiff begannen die Gäste mit Marin für Hunt. Auch gegen ein nun tiefer stehendes Hoffenheim blieben die Offensivbemühungen der Werderaner zu Beginn des zweiten Abschnitts überschaubar. Lediglich Mertesacker hatte nach Marins Freistoß eine Halbchance (57.)

Die Kraichgauer schalteten angesichts des klaren Vorsprungs weiter zurück, Bremen war in Gedanken wohl nicht erst im zweiten Durchgang beim Rückspiel am Dienstag in der Champions-League-Qualifikation in Genua.

Auch Neuzugang Arnautovic konnte sich kaum in Szene setzen, schaffte aber eine der wenigen Torannäherungen überhaupt in langweiligen zweiten 45 Minuten (68.). Pizarro verpasste, mit Elber als Rekordtorschütze aller ausländischen Bundesligaspieler (133 Treffer) gleichzuziehen (71.). Mehr passierte nicht mehr, weil sich die Rangnick-Elf fast ausschließlich darauf beschränkte, ihren Vorsprung zu verwalten. Am Ende stand der erste Pflichtspielsieg der TSG gegen Bremen nach vier Niederlagen in der Liga und einer im Pokal zu Buche.

Die Hoffenheimer müssen am 2. Bundesligaspieltag auswärts gegen Aufsteiger FC St. Pauli ran. Anpfiff ist am Samstag um 18.30 Uhr. Bremen trifft am Dienstag in der Qualifikation zur Champions League zum Rückspiel in Genua an, in der Liga erwarten die Hanseaten am Samstag um 15.30 Uhr den 1. FC Köln.

21.08.10
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1899 Hoffenheim
Aufstellung:
Starke (3) - 
Beck (2,5)    
Simunic (3) , 
Vorsah (3,5) , 
Compper (3)    
Luiz Gustavo (1,5) - 
Weis (2) , 
Salihovic (2,5)    
Mlapa (3)        
Ibisevic (2)    
D. Ba (2,5)        

Einwechslungen:
62. Vukcevic für D. Ba
72. Eichner     für Compper
77. Thomalla für Mlapa

Trainer:
Rangnick
Werder Bremen
Aufstellung:
Wiese (3,5) - 
Fritz (3,5)    
Mertesacker (4,5) , 
Prödl (5) , 
Pasanen (5,5) - 
Frings (4,5)        
Bargfrede (5) , 
Borowski (4,5)        
Hunt (5)    
Pizarro (5) , 

Einwechslungen:
23. Arnautovic (4) für Hugo Almeida
46. Marin (4,5) für Hunt
73. Wagner für Borowski

Trainer:
Schaaf

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Frings (3., Handelfmeter, Rechtsschuss)
1:1
D. Ba (20., Rechtsschuss, Ibisevic)
2:1
Mlapa (37., Rechtsschuss, Compper)
3:1
Ibisevic (41., Rechtsschuss, Luiz Gustavo)
4:1
Salihovic (43., direkter Freistoß, Linksschuss)
Gelbe Karten
Hoffenheim:
Eichner
(1. Gelbe Karte)
Bremen:
Borowski
(1. Gelbe Karte)
,
Fritz
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
21.08.2010 15:30 Uhr
Stadion:
Rhein-Neckar-Arena, Sinsheim
Zuschauer:
30150 (ausverkauft)
Spielnote:  2,5
aufregende erste Hälfte, vor allem dank der Hoffenheimer Lust am Spiel, nach der Pause war die Luft jedoch bald raus.
Chancenverhältnis:
6:2
Eckenverhältnis:
5:5
Schiedsrichter:
Günter Perl (Pullach)   Note 1,5
insgesamt eine starke Leistung, präziser Blick für eventuelle Abseitsentscheidungen, der Handelfmeter war glasklar.
Spieler des Spiels:
Luiz Gustavo
Sein Spiel hatte erst Hand, was zum Elfmeter führte, aber dann vor allem Fuß. Überragender Balleroberer und Initiator von Angriffen.
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