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Hertha BSC

Hertha BSC

1
:
3

Halbzeitstand
1:3
Hamburger SV

Hamburger SV


HERTHA BSC
HAMBURGER SV
15.
30.
45.






60.
75.
90.






Muskelfaserriss bei Ochs - Petric ebenfalls

Burcherts Tag zum Vergessen

Der Hamburger SV setzte sich in einem mäßigen Spiel, das dafür reich an Kuriositäten war, mit 3:1 bei der Hertha aus Berlin durch und bleibt damit ungeschlagen in der laufenden Saison. Allerdings verpassten die Hanseaten den Sprung zurück an die Spitze, während die "Alte Dame" zum achten Mal in Serie ohne Dreier blieb.

Jarolim bejublet mit Boateng, Torun und Zé Roberto (li.) sein Tor.
Hamburger Freude: Jarolim bejublet mit Boateng, Torun und Zé Roberto (li.) sein Tor.
© picture-allianceZoomansicht

Herthas neuer Trainer, Friedhelm Funkel, brachte nach dem 0:1 bei Sporting Lissabon drei neue Spieler: An Stelle von Cesar, Wichniarek und Janker spielten Friedrich, Ebert und Nicu. Kapitän Friedrich fiel dabei eine neue Rolle zu, er sollte die rechte Seite dicht machen, während Kaka und von Bergen als Innenverteidiger fungierten. Hamburgs Coach Bruno Labbadia dagegen beließ seine Startelf im Vergleich zum 4:2-Erfolg gegen Hapoel Tel Aviv in der Europa Liga unverändert.

Beide Mannschaften begannen nervös, so dass anfangs kaum nennenswerte Aktionen zustande kamen. Die Berliner überließen den Hamburgern die Initiative und agierten vorwiegend aus einer gesicherten Deckung heraus. Über schnelle Konter und Standards sollte der Erfolg herbeigeführt werden. Und bereits nach neun Minuten klappte es: Eberts Ecke von rechts verlängerte Ramos per Kopf an den zweiten Pfosten, wo Friedrich sträflich frei stand. Der Kapitän nickte aus vier Metern problemlos ein und machte sich dann auf einen 100-Meter-Jubellauf zur eigenen Fankurve auf der anderen Seite des Feldes.

Der HSV musste nun kommen, tat dies auch, biss sich aber regelrecht die Zähne an engagierten und laufstarken Herthanern aus. Torchancen hatten die Hanseaten folglich keine, der Ausgleich fiel dennoch! Ein weiter Ball von Boateng segelte ungefährlich in den Berliner Sechzehner. Ochs kam heraus, um den Ball aufzunehmen, doch Kaka sah dies nicht. Der Brasilianer überwand seinen Schlussmann mit einem platzierten Kopfball aus elf Metern (24.). Im weiteren Verlauf blieb es eher eine zähe Angelegenheit, die "Alte Dame" lauerte weiter, während die Hanseaten vor allem in der Offensive zunächst einiges schuldig blieben.

Kuriositäten werfen die "Alte Dame" zurück

Friedhelm Funkel
Sein Einstand bei der Hertha war von kuriosen Toren geprägt: Friedhelm Funkel.
© picture-allianceZoomansicht

Nach einer halben Stunde musste dann Berlins Schlussmann Ochs wegen eines Muskelfaserrisses im rechten Oberschenkel ausgewechselt werden. Burchert kam ins Spiel und sollte in den folgenden Minuten die Hauptrolle spielen: Innerhalb von 90 Sekunden kassierte der 19-Jährige zweimal fast das gleiche Tor: Bei einem Steilpass auf Berg musste er aus dem Sechzehner rauskommen, was er auch tat, um mit dem Kopf zu klären. Der Ball landete jedoch bei Jarolim, der ihn mit einem Lupfer aus 30 Metern überwand (38.). Kurz darauf die gleiche Situation, wieder wurde Berg freigespielt, wieder kam Burchert heraus und klärte per Kopf. Diesmal landete die Kugel bei Zé Roberto im Mittelkreis - 1:3 (40.).

Die beiden Treffer zeigten ihre Wirkung, die Berliner waren nach Wiederanpfiff sichtlich verunsichert, allerdings drängten die Hanseaten nicht konsequent auf die Entscheidung. Das Spiel verflachte somit zunehmend. Darüber hinaus schlichen sich zusehends Nickeligkeiten ein, durch die das Match deutlich härter wurde. Petric bekam dies als Erster zu spüren. Der Kroate verletzte sich bei einem Zweikampf mit Kaka am rechten Sprunggelenk und musste kurz darauf durch Trochowski ausgewechselt werden.

Fußballerisch gab's indes kaum mehr etwas zu sehen. Eine Ausnahme stellte hierbei die 61. Minute dar. In dieser ließ Ramos eine Ebert-Ecke von links zu Kacar durch. Der Serbe jagte das Leder aber aus sechs Metern knapp über den Querbalken. Ansonsten passierte bis zur Schlussphase überhaupt nichts. Erst nach 85 Minuten prüfte der zuvor eingewechselte Domovchiyski Rost mit einem satten Schuss aus 18 Metern, ehe Kacar den Abpraller knapp links vorbei köpfte.

Nach der Länderspielpause muss Berlin am Samstag, den 17. Oktober, in Nürnberg gegen einen direkten Konkurrenten um eminent wichtige Punkte kämpfen. Der HSV empfängt derweil am selben Tag Bayer Leverkusen zum Spitzenspiel.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hertha BSC
Aufstellung:
T. Ochs (4)    
A. Friedrich (3)            
Kaka (6) , 
von Bergen (5) , 
Pejcinovic (4) - 
Dardai (4) - 
Ebert (4)    
Kacar (3,5) , 
Nicu (5)    
Raffael (4,5)    
Ramos (3,5)

Einwechslungen:
33. Burchert (4,5) für T. Ochs
55. Cesar (4,5) für Nicu
70. Domovchiyski für Raffael

Trainer:
Funkel
Hamburger SV
Aufstellung:
Rost (3) - 
Demel (3) , 
J. Boateng (3,5) , 
Mathijsen (3) , 
Aogo (3,5) - 
Jarolim (3)        
Zé Roberto (3)    
Torun (4,5) , 
Elia (4)    
Petric (4)    
Berg (4)    

Einwechslungen:
63. Trochowski für Petric
78. Pitroipa für Berg
89. Tavares für Elia

Trainer:
Labbadia

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
A. Friedrich (9., Kopfball, Ramos)
1:1
Kaka (24., Eigentor, Kopfball, J. Boateng)
1:2
Jarolim (38., Rechtsschuss)
1:3
Zé Roberto (40., Linksschuss)
Gelbe Karten
Hertha:
A. Friedrich
(2. Gelbe Karte)
,
Ebert
(2.)
HSV:
-

Spielinfo

Anstoß:
04.10.2009 17:30 Uhr
Stadion:
Olympiastadion, Berlin
Zuschauer:
49208
Spielnote:  4
einzig die kuriosen Treffer hatten in einer spielerisch äußerst dürftigen Partie Unterhaltungswert. Ansonsten viel Leerlauf und eine hohe Fehlerquote.
Chancenverhältnis:
4:4
Eckenverhältnis:
4:3
Schiedsrichter:
Günter Perl (Pullach)   Note 3
ohne große Fehler in einer allerdings leicht zu leitenden Begegnung.
Spieler des Spiels:
David Jarolim
Der Kapitän setzte die richtigen Signale zum richtigen Zeitpunkt. Stets anspielbereit und beim 1:2 mit der richtigen Entscheidung.

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